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Freitag, 24. Januar 2020

Kann das weg?

Eigentlich freuen wir uns auf ein besseres Jahr, aber wie es begann, war alles andere als gut. Kann ich den Januar 2020 zurückgeben?

Falls sich jemand über mein Schweigen hier gewundert hat - seit einer Woche bin ich ausser Gefecht gesetzt. Begonnen hat es letzten Freitag mit Halsschmerzen und heftigen Niesattacken. Weil es draussen kalt und nass ist und ich in diesen Monaten gefühlt ständig leicht körperlich verkrampft bin, ist es dann passiert: Bei einem der Niesanfälle hat sich mein Rücken herzlich bedankt.

Über einen Tag lang konnte ich mich so gut wie nicht bewegen, mühsam an zwei Krücken bis zum WC laufen. Zu allem Überfluss setzte zeitgleich ein übler Husten ein, und Husten und Schmerzen in der LWS in Kombination - das geht gar nicht. Nun neigen Männer zwar zum Jammern, aber das war wirklich übel!

Also bin ich die ganze Woche daheim, und bis heute habe ich Mühe mit dem Laufen, Stehen und Sitzen. Es wird zwar langsam besser, aber es ist immer noch belastend. Dazu war Rosalie auch noch zwei Tage ans Bett gefesselt mit üblem Halsweh und starken Kopfschmerzen. Also ein komplettes Lazarett daheim.

Immerhin - es ist ja nicht alles schlecht. ;-) Es gibt nämlich auch drei gute Nachrichten: Die OP bei meinem Papa war erfolgreich! Ist schon toll, was man heute alles machen kann, die Wunde ist nur ein kleines Loch im Bauch, nach zwei Tagen konnte Papa nach Hause. Nun müssen wir abwarten, ob der Krebs wirklich besiegt ist. Bei aller Euphorie ist das bekanntlich immer eine schwierige Frage.

Rosalie hat ihren gehassten Familiennamen des Ex abgelegt und ihren Mädchennamen wieder angenommen. Damit ist dieses Kapitel nun auch nach aussen deutlich sichtbar beendet. Auch wenn das noch einen grossen Aufwand nach sich zieht - es war ihr wichtig, und das kann ich gut verstehen nach dem ganzen Theater.

Und - wir haben unsere nächste USA-Reise gebucht! Wenn man schon den ganzen Tag im Bett verbringen muss, hat man jede Menge Zeit, und etwas Aufmunterung tut gut. Nun ist alles entschieden und zwei Wochen Ferien warten im Oktober auf uns. Wir versuchen ja immer eine Mischung aus Neuem und Bekanntem. Und so wird uns die Reise diesmal zunächst nach Boston führen. Von dort machen wir einen kurzen Abstecher nach Montauk. Dieses "Kaff" kennt hierzulande vor allem, wer die Serie "The Affair" gesehen hat. Wir waren grosse Fans der Serie. Das "Lobster Roll" spielt dort eine entscheidende Rolle, und genau DORT werden wir essen gehen!

Und damit wir auch die Wärme geniessen können, geht es zum Schluss noch gut eine Woche nach Florida in unser Lieblingshotel.

Vorfreude ist ja die schönste Freude, und so können wir uns jetzt 260 Tage lang freuen, bis es endlich los geht. Damit sind die Rückenschmerzen gleich gar nicht mehr so schlimm ...


Donnerstag, 12. Dezember 2019

Ja, bitte?

Unser Haus ist schon eine Weile ein wenig smart, vor allem mit Lampen und Schaltern, die sich aus der Ferne bedienen lassen. Nun ist ein neues Gerät hinzugekommen, und das hätte uns am Dienstag schon viel Ärger erspart.

Bei uns finden ja seit Monaten Bauarbeiten statt, und dabei soll u. a. auch der Elektroanschluss erneuert werden. Nun haben wir der ausführenden Firma ausdrücklich gesagt, dass eine Abschaltung des Stroms nur und in jedem Fall nach Absprache mit uns erfolgen darf.

Man ahnt, was kommt - Dienstagmittag um 13 Uhr bekam ich etliche Meldungen, die darauf hindeuteten, dass der Strom weg ist. Mir ist fast das Herz stehen geblieben, denn daheim läuft neben anderen Geräten auch unser NAS mit diversen persönlichen Daten, und das Teil mag es nicht, wenn man ihm einfach den Strom entzieht.

Rosalie hat sich sofort ans Telefon gehängt und versucht zu klären, was daheim abläuft. Letztlich hat sie den Monteur vor Ort erwischt, und der meinte, er hätte ja bei uns geklingelt, aber da niemand daheim war, habe er dann einfach den Strom gekappt. Von einer Absprache habe er nichts gewusst. Ganz toll.

Zum Glück ist nichts passiert, alle Geräte haben es überstanden. Aber der Schreck war gross.

Und damit so etwas künftig vielleicht nicht mehr passiert, haben wir jetzt eine Video-Klingel daheim. Eigentlich war die Idee dahinter vor allem, unseren Vorplatz zu überwachen. Im September haben wir ja eine Katze verloren, die vor dem Haus überfahren und vermutlich einfach achtlos an den Strassenrand gelegt wurde. Mit Video hätten wir gesehen, was genau passiert ist. Mit einer grossen Aussenkamera hat man jedoch das Problem, dass missgünstige Mitmenschen sich beschweren könnten wegen des Datenschutzes. Schliesslich darf man nur sein eigenes Grundstück überwachen. Und das ist mit einer Kamera vor dem Haus nahezu unmöglich.

Die kleine Klingel an der Tür tut dasselbe, ist aber fast unsichtbar und man erwartet nicht, dass sie so einen grossen Bereich dauerhaft überwacht. Und so haben wir nun jederzeit und fünf Tage rückwirkend die Möglichkeit zu sehen, was vor unserer Haustür passiert. Und falls mal wieder jemand an der Tür läutet, wenn wir nicht zu Hause sind, können wir auch vom anderen Ende der Welt aus mit der Person sprechen.

Coole Sache. :-)

Dienstag, 10. Dezember 2019

Keine besonderen Vorkommnisse

Ist das nicht schön? Es gibt Tage, an denen es nichts zu berichten gibt. Ein Vorgeschmack aufs nächste Jahr, hoffe ich.

Die letzten Monate oder gar Jahre waren sehr bewegt, da wird es nun Zeit für ein wenig "Langeweile", also ganz normalen Alltag ohne tägliche Katastrophenmeldungen. Keine Sorgen um die Katzen, kein Scheidungshorror, und im Büro ist es derzeit auch ruhig.

Nun gut, die Reorg steht immer noch an, und was uns da erwartet, ist völlig offen. Aber es macht keinen Sinn, jetzt in Panik zu verfallen, solange alles möglich ist. Im besten Fall bekommen wir einen neuen Chef und ansonsten ändert sich gar nichts. Ich hätte allerdings auch nichts dagegen, wenn der Chef hier bleibt, denn mit dem habe ich leichtes Spiel. Letzte Woche hatten wir das Mitarbeiter-Jahresgespräch. Eine skurrile Situation, wenn einem ein junger Mann gegenüber sitzt, der nicht mal halb so alt ist und einem erzählen will, was man tun oder nicht tun soll. Immerhin hat er meine Kernkompetenzen richtig eingeschätzt und mir ein perfektes Zeugnis ausgestellt (das allerdings keinen Wert hat, weil es keine Auswirkungen mit sich bringt). So haben wir uns also nett unterhalten und sind nach weniger als dreissig Minuten wieder auseinander gegangen.

Die letzten Wochen im neuen Jahr lasse ich dann auch ruhig angehen. Ich muss noch jede Menge Stunden abbauen und nehme immer mal einen Tag zwischendurch frei. So auch morgen wieder und am Freitag. Daran könnte ich mich glatt gewöhnen.

Lediglich die Bauarbeiten daheim laufen noch etwas unrund, aber auch da zeichnet sich nun für die meisten Probleme eine Lösung ab und ich hoffe, dass das Haus am Schluss noch steht und alle Anschlüsse dort sind, wo sie hingehören. Bis auf die Telefonleitung, da sich der Provider standhaft weigert, die 35 Meter unterirdisch in die gerade installierten Kanäle zu verlegen. Dann bleibt die "Wäscheleine" über der Strasse eben da, hat ja auch was Romantisches ...


Mittwoch, 4. Dezember 2019

Flohtaxi

Wer Tiere hat, muss mit allem rechnen, erst recht, wenn sie auch nach draussen dürfen.

Unser zugelaufener Kater fiel in den letzten Tagen dadurch auf, dass er oft den Kopf schüttelte, das rechte Ohr abknickte und sich dort kratzte. Daher lautete unser Verdacht: Parasiten! Wir haben also den Kamm-Test gemacht: Mit einem Flohkamm durchs Fell gestrichen, den Inhalt des Kamms auf ein weisses Blatt Papier gegeben und mit feuchten Fingern zerdrückt. Das Ergebnis bestätigte den Verdacht, denn die schwarzen Krümelchen färbten sich rot - er hat Flöhe!

Wir fanden noch ein Spot-On daheim, dass wir ihm sofort verabreicht haben, und schon am nächsten Tag schien es ihm besser zu gehen. Aber für uns fängt die Arbeit nun erst an: Bett neu beziehen, Staub saugen, alle Decken und Kissen reinigen, am besten bei 60 Grad waschen, und die anderen Katzen im Auge behalten.

Den Kindern haben wir gar nichts erzählt, weil vor allem der Sohn sonst sofort in Panik verfallen wäre und Todesängste ausgestanden hätte. Es ist schon so, dass Katzenflöhe auch auf den Menschen gehen, wenn sie nichts Besseres finden, aber in der Regel werden sie nur durch ihre Bisse lästig. Krankheiten oder andere Parasiten übertragen sie dabei nur noch selten.

Darauf ankommen lassen muss man es natürlich nicht, also müssen nach und nach alle Schlafplätze der Fellnasen von den Mistviechern befreit werden. Die können nämlich bis zu einem Jahr überleben. Und nur fünf Prozent sind ausgewachsen, der Rest sind Eier und Larven. Das möchte man sich gar nicht genauer vorstellen ...

Dienstag, 3. Dezember 2019

Anspruch und Wirklichkeit

Wer erinnert sich noch an seine Kindheit? Irgendwo mal 15, 20 Minuten auf ein Verkehrsmittel warten? Das Fahrrad nehmen oder gar laufen? Heutzutage scheint das für viele Teenies fast unzumutbar zu sein. Es ist gut und recht, wenn die Eltern fleissig arbeiten und das Geld heran schaffen, aber wenn das Kind gefahren werden möchte, dann haben sie gefälligst pünktlich vor der Tür zu stehen!

Mal ganz abgesehen davon, dass hier mal wieder Eigenwohl vor dem ansonsten so gefürchteten Ende der Welt rangiert, habe ich mit dem Anspruchsdenken der Jugend heute so meine Probleme. Es geht da gar nicht nur um die Kinder von Rosalie, und ich finde es gut, wenn sie darauf nicht immer einsteigt und die Kinder dann, trotz grosser Proteste und schlechter Laune, halt auch mal auf den Bus warten oder nach Hause laufen müssen.

Ich höre das auch von anderen Eltern, die ihre Sprösslinge chauffieren, weil die entweder ständig die Zeit verschlafen oder schlicht zu bequem sind. Ich gebe zu, der öffentliche Verkehr lässt zu wünschen übrig und es gibt Momente, da muss einfach mal ein Auto her, weil man sonst keine Chance hat, von A nach B zu kommen. Doch Mami und Papi als Taxiunternehmen zu missbrauchen, das 24 Stunden verfügbar ist, kann nicht die Lösung sein. Die Kinder haben ein Abo für den Nahverkehr und gesunde Füsse, sodass ihnen wohl zuzumuten ist, mal den Bus zu nehmen oder auf das Eltern-Taxi zu warten, weil die Arbeit nicht immer zur richtigen Zeit zu Ende ist. Davon geht die Welt ganz sicher nicht unter.

Donnerstag, 28. November 2019

Schildbürgerstreich vor dem Haus

Es ist schon erstaunlich, was sich grosse Firmen so erlauben (können). In diesem Fall geht es um unseren Telefon-Provider.

Derzeit wird ja fleissig gebuddelt vor dem Haus, die gesamte Strasse wurde aufgerissen und neue Leitungen verlegt. Unter anderem auch ein Leerrohr fürs Telefon. Warum? Derzeit ist unser Haus eines der wenigen im Dorf, deren Anschluss noch überirdisch erfolgt. Die Situation: Das Telefonkabel kommt auf der anderen Strassenseite aus dem Boden, steigt einen kleinen Holzmast empor, verläuft wie eine Wäscheleine 4 Meter über der Strasse zum anderen Holzmast. Von dort teilt es sich in drei Richtungen: Fünf Meter nach links zum Dach des Nachbarn, dreissig Meter nach rechts zu unserem Dach, und wieder unter die Erde zu den Nachbarn hangabwärts.

Nun sind wir davon ausgegangen, und das war auch die Aussage des Bauführers vor Ort, dass die beiden Holzpfähle weg kommen und die Leitungen unter die Erde - eine bessere Möglichkeit gibt es schliesslich nicht als jetzt, wo alles offen ist. Doch auf Nachfrage beim Provider teilte man uns mit, dass man lediglich die Infrastruktur schaffen wolle, es aber keine Pläne gebe, die Leitungen unter die Erde zu legen.

Wie bitte? Man gibt also Geld für Leerrohre aus, ohne die Absicht zu haben, die Kabel zu verlegen? Das ist so, als würde man eine neue Strasse bis zum Fluss bauen, ohne eine Brücke einzuplanen. Was soll das denn? Wenn man beabsichtigen würde, in nächster Zeit Glasfaser zu legen, würde ich das verstehen, aber unser kleines Dorf wird in den nächsten Jahren ganz sicher keine neue Anbindung bekommen. Somit wird es auch keinerlei Grund geben, an den Leitungen irgend etwas zu ändern.

Wir haben also ein tolles leeres Rohr im Keller, während die "Wäscheleine" weiterhin unser Haus ziert. Das ist doch nicht zu glauben. Vor allem auch, weil man mit der Verlegung die ganze Strasse erledigt hätte und Leitungen in der Erde zweifelsohne wartungsärmer sind, als Kabel, die Wind und Wetter ausgesetzt sind.

Ich hab gestern noch einmal ein eindringliches Mail an die zuständige Abteilung geschrieben, aber ich gehe nicht davon aus, dass sie das umstimmen wird. Vermutlich wird die lapidare Antwort lauten, dass die Strasse eben momentan nicht dran sei, man aber gern aktiv werde, wenn wir die Umstellung selbst zahlen - was wir ganz sicher nicht tun werden, zumal das Ganze nur optische Verbesserungen mit sich bringen würde und sich an der Geschwindigkeit nichts ändert.

Dann bleibt es halt die nächsten hundert Jahre so. Bis dahin ist das Leerrohr vermutlich zerbröselt.

Mittwoch, 27. November 2019

Genuss

Man hat es als Teenager schon nicht leicht. Der Körper verändert sich, die ganze Welt um einen herum schaut "plötzlich" anders aus. Damit muss man erst einmal umgehen können.

Und dann kommen noch die Veranlagungen und Gene dazu. In dieser Beziehung scheint Rosalies Sohn so Einiges von seinem Vater mitbekommen zu haben, was nicht zu seinem Vorteil ist. Allem voran die Hektik und Ungeduld. Mal innehalten und etwas in Ruhe ansehen oder gar geniessen? Ausgeschlossen. Wunderbares Beispiel sind Zoobesuche. Auch nur 30 Sekunden vor einem Gehege stehen bleiben? Unvorstellbar. "Chommit, chommit" ist ein Running Gag bei uns. Kaum sind wir bei einem Käfig angekommen, rennt das Kind schon weiter zur nächsten Attraktion. Ein Tier beobachten oder genauer anschauen? Kostet viel zu viel Zeit ...

Daheim kann man sich auch nur im Dauerlauf vom Kinderzimmer zum WC oder von der Haustür zum Kinderzimmer bewegen. Essen ist eine Pflichtübung und muss im Eiltempo erledigt werden, und wenn noch der letzte Bissen im Munde steckt, springt man schon auf und stellt hektisch noch schnell den Teller in die Spüle. Gläser werden stets in einem Zug geleert, und nur, wenn wir drei Mal darauf hinweisen, kann man bei einem Glas Wein vielleicht mal eine Ausnahme machen.

Dieses "Kind" (18) kann einfach nichts im Leben geniessen, ist ständig getrieben, unruhig, hektisch. Wir haben uns schon vorgestellt, wie wohl ein Candlelight-Dinner mit der Freundin ablaufen würde oder gar ein intimes Beisammensein ... Ob das der Grund ist, warum die erste halbwegs "ernste" Beziehung nicht so recht vom Fleck kommt, wissen wir nicht, aber möglich wäre es sicher.

Kann man lernen, die kleinen Dinge im Leben zu geniessen und nicht immer nur getrieben zu sein? Braucht es dafür Reife und Erfahrung oder klappt das womöglich nie? Vielleicht hilft die richtige Freundin, ihn ein wenig zu erden? An der Intelligenz mangelt es ganz sicher nicht, aber der Alltag braucht halt mehr als das. "Schnell, schnell" ist da kein gutes Überlebens-Motto.

Dienstag, 26. November 2019

Dem Ingenieur ist nichts zu schwör

Bereits vor Wochen hatte ich hier unsere Bedenken hinsichtlich der anstehenden Tiefbauarbeiten vor dem Haus geschildert. Inzwischen ist es fast so schlimm wie befürchtet.

Das liegt im Wesentlichen am Ingenieur-Büro, dass die Planung und Leitung übernommen hat. Das Baugeschehen läuft absolut planlos, die Anwohner werden nicht informiert, die rechte Hand weiss nicht, was die linke macht. Wir fragen uns besorgt, wie so ein Büro überhaupt überleben kann.

Dank unserer Webcam im Garten konnte ich gestern sehen, dass sich Bauarbeiter an der Kellertür zu schaffen machten, die zum Glück verschlossen war. Ohne uns vorher zu fragen! Ganz plötzlich hat man sich nämlich entschlossen, nun die Kernbohrung durchzuführen, denn unser Haus soll einen neuen Anschluss für Wasser, Strom und Telefon im Keller bekommen.

Es wäre vielleicht hilfreich gewesen, uns vorher zu informieren? Schliesslich hat man ein riesiges Loch vor dem Eingang gegraben, sodass wir nicht einmal das Haus betreten konnten, bevor ein Steg auf das Loch gelegt wurde.

Rosalie hat nun heute kurzerhand frei genommen, um vor Ort zu sein, bevor sie am Ende noch das ganze Haus abreissen ... Irgendwann soll dann auch der Stromanschluss umgeschaltet werden, wann weiss niemand. Ach ja, und ob und wann die Telefonleitung in die Erde verlegt wird, ist auch offen. Der Mann vom Provider, der uns vor einigen Wochen besucht hatte, meinte, es sei gar nicht geplant, die rund 30 Meter Überlandleitung in die Erde zu verlegen. Dagegen sagte der Bauführer neulich, der zugehörige Mast komme in jedem Fall weg. Und dann - hält jemand das Kabel rund um die Uhr fest oder wie?

Wer baut, kann was erleben, das trifft auch in diesem Fall ohne Abstriche zu. Es bleibt zu hoffen, dass am Ende alles doch noch an seinem Platz ist und auch funktioniert. Nicht, dass das Wasser aus den Steckdosen kommt und der Strom über WLAN ... oder so ähnlich. ;-)

Montag, 25. November 2019

Zibelemärit

Vor einem Jahr um diese Zeit war ich schon "betrunken". Es ist Markt in der Stadt, und das schon ab 4 Uhr früh. Im vergangenen Jahr habe ich mich mit einem Kollegen um 6 Uhr in der Stadt getroffen. Zunächst haben wir Zwiebelkuchen gegessen und dann einen Glühwein getrunken (zum Glück in dieser Reihenfolge, sonst hätte ich gleich wieder schlafen gehen können).

Entsprechend "aufgewärmt" sind wir dann eine Stunde später im Büro angekommen. Ich war zum ersten Mal auf diesem Event und beeindruckt, wie voll es um diese Zeit mitten in der Stadt sein kann. Dabei war aber alles ganz ruhig, friedlich und ich hab auch keine alkoholisierten Gestalten gesehen. Insofern ist es schon anders als z. B. auf einem Weihnachtsmarkt, wo man überall mit Musik berieselt wird.

Diesmal habe ich das Datum aus den Augen verloren und daher nicht daran gedacht, mich zu verabreden. Da uns der Arbeitgeber heute zwei Stunden schenkt, könnte man zwischendurch oder zum Feierabend noch vorbei gehen, aber daraus wird wohl nichts. Dann fahre ich lieber heim und trinke meinen Wein gemütlich auf dem Sofa. :-)

Donnerstag, 14. November 2019

Desillusioniert

Vor ein paar Monaten rollte eine Welle von Stellenausschreibungen durchs Haus, und wie viele andere war auch ich ziemlich euphorisch und bewarb mich auf drei Stellen. Leider bin ich nirgends zum Zuge gekommen. Mal warf man mir mangelnde Erfahrung vor, mal zu viel Geduld.

Letztlich war ich schon enttäuscht, immerhin hatten es zwei Kollegen von mir geschafft, eine von 42 Stellen zu ergattern.

Meine bevorzugte Stelle im Support ist bis heute nicht besetzt, und nun ist auch noch die vorgesetzte Position zu dieser Stelle vakant. Seit Tagen bearbeiten mich die Kollegen, ich möge mich doch auf diese Stelle bewerben, aber mir fehlt die Motivation.

Das hat verschiedene Gründe. Ich sehe und höre seit dem Sommer, was für ein chaotischer Laden die zentrale IT ist und was für merkwürdige "Gestalten" zum Teil dort arbeiten. Alle sind mit sich selbst beschäftigt, von "Organisation" kann derzeit keine Rede sein. Dazu kommt, dass die bewusste Stelle eigentlich ein Selbstmordkommando ist. Als Leiter Support für das ganze Haus kann man eigentlich nur verlieren. Im Gegensatz zu der Stelle, auf die ich mich ursprünglich beworben hatte, hängt hier deutlich mehr Verantwortung dran, und ich bin ehrlich - dafür fehlt mir auch die Erfahrung.

Und ich muss mir die Frage stellen: Würde ich das überhaupt wollen? Was mich hier derzeit stört, ist die gewisse Unsicherheit über die Zukunft und die schlechte Bezahlung. Letzteres wäre dort natürlich deutlich besser, aber bei dem herrschenden Chaos und der Unzufriedenheit mit dem Support derzeit im ganzen Haus würde ich wohl Gefahr laufen, früher oder später mit Magengeschwür beim Arzt zu landen, denn ich bin kein Typ, den solche Probleme kalt lassen.

Und ist es mir das in meinem Alter wert? Oder pfeife ich auf die Kohle und freue mich, dass ich hier zum Feierabend den PC ausschalten und die Arbeit auch mental im Büro lassen, eine gewisse Gelassenheit und niedrigen Stresspegel geniessen kann?

Ich hab jetzt gerade einen ergonomischen Stuhl und einen Sitz-Steh-Tisch genehmigt bekommen. Vielleicht sollte ich mich damit begnügen und mein Wohlergehen in den Vordergrund stellen. Mit Geld kann man Gesundheit nicht kaufen.

Mittwoch, 13. November 2019

Moderator gerettet

Was macht ein Radio-Moderator, wenn er die Zuhörer bittet, zu einem Thema anzurufen, und niemand meldet sich?

Er hat entweder einen Plan B und irgendwelche aufgezeichneten Gespräche, oder er muss improvisieren und selbst etwas zum Thema beisteuern. Oder er hat mich. ;-)

Letzte Woche gab es am Abend eine Sendung, bei der es genau zu so einer Situation kam. Es ging ums Küssen, dazu kann ich natürlich viiiiel sagen. Doch offenbar war das Thema für viele zu intim und es rief einfach niemand an. Also schrieb ich kurz ein Mail an den mir bereits bekannten Moderator, dass ich etwas beisteuern könnte.

Und nur zwei Minuten später erschien schon die Antwort auf meinem Handy: "Rettest Du mich?" Natürlich tat ich das, wir plauderten daraufhin zwei, drei Minuten im Radio, und das animierte dann wohl ein paar andere Nachtschwärmer, die gerade zuhörten, sodass die Sendung noch ein wenig ins Rollen kam.

Das war nun schon mein dritter Live-Beitrag im Radio in diesem Monat. Vielleicht habe ich ja den Beruf verfehlt? Schon zu Schulzeiten war ich immer die "Rampensau" und wurde von den Mitschülern nach vorn geschoben, wenn es darum ging, etwas vor Publikum vorzutragen. Mir hat das immer Spass gemacht, aber inzwischen gibt es kaum noch Gelegenheiten dafür. Und als ITler arbeitet man ja vorzugsweise im stillen Kämmerlein. ;-)

Dienstag, 12. November 2019

Patient entlassen

Es war eine langwierige Geschichte, nun schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen. Und die Verletzung bei Henry war um Einiges schlimmer als zuletzt am Pfötchen. Diesmal war der Schwanz ramponiert und ist es noch.

Immer wieder mussten wir deswegen zum Arzt gehen. Wie oft waren wir eigentlich da? Ich hab gar nicht mehr mitgezählt. Wunde genäht, Antibiotikum nicht vertragen, Wunde infiziert, Wunde wieder geöffnet, wieder Fieber bekommen, erbrochen ... Und während all der Tage durfte er natürlich nicht raus.

Zunächst ging das ganz gut, weil er sowieso viel zu matt war und lieber schlief. Teilweise war ihm so kalt, dass er anfing zu zittern. Wir haben zum Glück im letzten Jahr eine Heizdecke speziell für Tiere gekauft. Die hat er nun gut brauchen können. Wir haben ihn dann sogar noch zugedeckt, und irgendwann ging es ihm offenbar etwas besser und er hat wieder ruhig schlafen können.

Gestern war Rosalie ein weiteres Mal beim Tierarzt, der hat nun endlich grünes Licht gegeben, dass Henry wieder raus darf, wenn er unbedingt möchte. Heute Nacht um vier Uhr war es soweit: Henry ist wie ein Irrer durchs Haus gerast, quer über unser Bett gehüpft, durch den Flur geflitzt, laut mautzend und klagend vor der Tür sitzen geblieben. Und so bin ich aufgestanden und hab ihn nach rund zwei Wochen endlich wieder nach draussen gelassen.

Ich hoffe, der arme Kerl wird nun verschont von neuen Attacken und geht weiteren Kämpfen aus dem Weg. Er ist halt kein Kämpfer und zieht in der Regel bei solchen Rangeleien immer den Kürzeren. Glücklicherweise kommt er mit unserem zugelaufenen Kater gut klar. Der ist auch ein sehr gemütlicher Typ, wie man hier sehen kann:

Montag, 4. November 2019

So ein Pechvogel

Die kleinen und grossen Katastrophen nehmen in diesem Jahr kein Ende.

Freitagmittag schrieb mir Rosalie per WA, dass Henry stark bluten würde. Offenbar hatte er sich mit einer oder zwei Katzen "gestritten" und ging mal wieder als Verlierer vom Platz. Der Blutfleck auf dem Boden sah beängstigend aus, und Rosalie bat mich, nach Hause zu kommen, damit wir mit ihm zum Arzt gehen können. Also liess ich im Büro alles stehen und liegen und fuhr heim.

Anschliessend packten wir nun also zwei Kater ein und fuhren zum Tierarzt. Die gute Nachricht: Dem schwanzlosen Herren geht es gut! Bis auf ein paar Flöhe hat er keine sichtbaren Probleme. Leider haben wir ihn aber in Verdacht, auf Henry losgegangen zu sein, sodass wir nun überlegen müssen, wie wir künftig damit umgehen. Schliesslich müssen wir Henry schützen. Das Haus ist zwar gross, aber so ganz können sich die Katzen halt nicht aus dem Weg gehen. Es wird schwierig.

Bei Henry fand sich eine grosse Fleischwunde am Schwanz, so gross wie ein Daumennagel. So gross, dass Henry über Nacht da bleiben musste, weil die Verletzung genäht werden musste. Nun hat der arme Kerl nicht nur ein kahles Pfötchen von der letzten Bisswunde, sondern auch noch einen kahlen halben Schwanz, und er sieht damit sehr mitleiderregend aus. Er dürfte zwar damit raus, aber wir behalten ihn noch eine Weile drin, damit er sich erholt. Ausserdem muss er schon wieder Antibiotika nehmen und scheint doch recht geschwächt zu sein, frisst wenig und schläft viel.

Ach Mensch.

Und weil im Moment alles schief geht, hatten wir am Samstag dann noch eine Sauerei im Keller. Wie schon berichtet, hatte sich das Abwasserrohr gelöst und die ganze Schei*e ergoss sich tagelang in einen grossen Trog im Keller. Man mag sich die Gerüche vorstellen, die da entstanden sind. Dem wollten wir nun ein Ende bereiten und mittels Tauchpumpe die Gülle nach draussen befördern. Wir haben uns also eine Pumpe im Fachgeschäft geliehen, stellten sie in den Trog und - nichts passierte. Pumpe kaputt.

Ist das zu fassen? Also haben wir unseren Teichreiniger genommen. Da dessen Schlauch aber zu kurz ist, mussten wir literweise die Pampe in eine kleine Regentonne pumpen, die Tonne nach draussen tragen, entleeren und wieder von vorn. Zwischendurch löste sich auch mal das Rohr, sodass sich das Abwasser im ganzen Keller verteilte ...

Es war ein "schöner" Samstagnachmittag. Aber nun ist alles trocken und sauber. Ein Problem gelöst. Ich fürchte nur, dass das noch lange nicht alles war, und meine Hoffnung ist lediglich, dass der Scheidungstermin in drei Wochen nicht der traurige Höhepunkt dieses verkorksten Jahres werden wird.

Montag, 28. Oktober 2019

Fluxkompensator?

Wenn man morgens aufwacht und es plötzlich zwei Wochen später ist, dann muss ja wohl eine Zeitmaschine daran schuld sein, oder?

Nun gut, ganz so dramatisch war es vielleicht nicht, aber die Alltags-Probleme holen einen daheim natürlich schneller ein, als wenn man in Miami am Strand liegt. Dagegen kann man sich kaum wehren. Ausschlafen, ein wenig faulenzen, das geht zu Hause natürlich auch gut. Doch dann sieht man überall, was man tun müsste, dann kommt blöde Post vom Anwalt, dazu ärgerliche Anrufe, teure Rechnungen ... Das kann einem die Erholung schon erschweren.

Nicht zu vergessen der tägliche Lärm direkt vor dem Haus von halb acht bis abends um fünf, da direkt vor dem Haus die Strasse aufgerissen wird für neue Leitungen. Und als krönender Abschluss der Urlaubstage kam, was kommen musste und von Rosalie extra dem Bauunternehmen mit auf den Weg gegeben wurde: Passt auf die Quellleitung auf. Und prompt war sie am Freitag kaputt. Zum Glück nicht so stark, dass kein Wasser mehr bei uns ankommt, aber sie muss repariert werden. Doch wer kommt für den Schaden auf?

Das wird sich hoffentlich heute Morgen klären. Rosalie hat heute noch frei und wird mit den Verantwortlichen reden. Ich hoffe sehr, dass die einsichtig sind und wir nicht am Ende noch die Rechtschutzversicherung bemühen müssen. Es gibt derzeit schon genug Theater mit Anwälten und Gerichten.

Und weil so ein Adrenalinschub zum Einstieg immer gut ist, habe ich heute gleich noch einen Termin, bei dem uns der Abschlussbericht zur Untersuchung des Teams vorgestellt wird. Ich habe keine Ahnung, was wir da zu hören kriegen werden. Von "Abschaffen" bis "Weiter so" ist alles möglich.

Vielleicht sollte ich schauen, ob ich den Fluxkompensator noch einmal starten und zwei Wochen zurück reisen kann. Urlaub wäre jetzt wirklich eine feine Sache ...

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Langsam wird es peinlich

Was ist nur im Moment los? Die gute Nachricht - Henry hat sich nur das Pfötchen verstaucht, es ist also nichts kaputt gegangen. Das hat uns sehr erleichtert.

Dafür begann gestern mein linkes Auge, rot zu werden, und weh zu tun. Heute Morgen ist es ziemlich geschwollen und matschig. Kaum im Büro angekommen, fragte der Betriebsleiter gleich, ob ich damit schon beim Arzt gewesen sei. Sofern es eine Konjunktivitis sei, wäre die hoch ansteckend und ich solle lieber heim gehen.

Ich hatte damit schon gerechnet, aber ich kann doch nicht innerhalb von einem Monat drei Mal mit unterschiedlichen Krankheiten zu Hause bleiben. Das widerstrebt mir zutiefst. Aber ja, ist halt ein Krankenhaus, da sollte man mit solchen Dingen besonders vorsichtig sein. Also rufe ich um 8 Uhr den Personalarzt an und werde mal fragen, ob man sich das Musauge mal anschauen will.

Ich hasse das.

Montag, 30. September 2019

Knochenjobs

Wenn ich mich morgens mit dem portugiesischen Kollegen vom Reinigungsdienst unterhalte und er mir erzählt, dass er diese Woche wieder sechs Tage am Stück arbeiten muss und nur am Sonntag frei hat, dann klingt das erst einmal nicht besonders komfortabel, doch es ist für mich höchstens eine Randnotiz.

Aber nun war ich selbst "dran". Ich musste am Samstag einen halben Tag im Büro verbringen, um wichtige Updates zu installieren. Und ich muss sagen, dass es durchaus einen Unterschied macht, ob man einen oder zwei Tage am Stück frei hat. Auch wenn ich Samstag ausschlafen konnte und erst um 14 Uhr im Büro war, so war der Tag trotzdem eben nicht frei und ich war mit den Gedanken auf Arbeit. Es blieb nur der Sonntag zum Erholen. Und das merke ich jetzt durchaus - der eine freie Tag fehlt irgendwie.

Der erwähnte Kollege ist noch ein paar Jahre älter und muss hier körperlich deutlich mehr leisten als ich. Wenn er mir also nächstes Mal erzählt, dass er wieder am Samstag arbeiten muss, wird mein Respekt deutlich grösser sein. Ich bin froh, dass ich ein geregeltes Wochenende und sogar jeden zweiten Freitag frei habe.

Mittwoch, 25. September 2019

Was tut man nicht alles

Wie am Montag schon angedeutet, hüte ich immer noch das Bett oder zumindest das Haus. Und ich kann Euch nur raten: Vorsicht, wenn man sich morgens im Bett streckt! Ich hab das getan, dann hat es in meiner LWS gekracht und das war es dann. Rosalie musste mir zwei Krücken, ach nein, das heißt ja Unterarm-Gehhilfen, holen, damit ich die drei Meter bis zum Bad überhaupt irgendwie bewerkstelligen konnte.

Nun ist das für mich aber nicht ganz neu, damit hab ich seit bald 20 Jahren zu tun. Insofern habe ich mich zwar geärgert, aber mir keine Sorgen gemacht. Und inzwischen bin ich schon wieder so gut drauf, dass ich wohl morgen ins Büro zurückkehren kann.

Dort ist allerdings gähnende Leere, das ganze Betriebsteam ist fort. Das wollte und konnte ich der Kollegin, die nun alles abbekommt, aber eigentlich gar nichts dafür kann, nicht antun. Und so haben wir seit Montag jeden Morgen ein kurzes Telefon-Meeting. Ich hab von zu Hause aus Zugriff auf das Büro-Netz und kann dann vom Bett aus ein paar Dinge bearbeiten, von denen die Kollegin keine Ahnung oder dafür keine Berechtigungen hat.

Ich weiß, das ist eigentlich Irrsinn und nicht nötig, aber sie ist sehr dankbar dafür und mir tut es nicht weh, eine halbe Stunde fürs Büro zu opfern. Außerdem habe ich dann morgen nicht ganz so viel zu tun, wenn ich wieder da bin.

Wenn man dann so im Bett liegt, hat man auch Zeit, mal gemütlich in Prospekten zu blättern. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Discounter am Samtag mal wieder Schwep*es im Angebot hat. Wir kaufen das zum Sonderpreis mal ganz gern, weil wir es für unsere Lieblings-Cocktails nutzen. Als ich da so blätterte, sah ich, dass auch eine andere Kette die Marke im Sonderangebot hat, und verglich die Preise. Was mir dabei auffiel? Die verkaufen doch tatsächlich beim Billig-Discounter Flaschen mit 900 ml statt 1 Liter. Habt Ihr solche Flaschen schon mal gesehen? Das gibt's doch nicht - was für ein "Betrug". Gut, es steht ja irgendwo auf der Flasche, aber die sieht aus wie immer, es sind nur 100 ml weniger drin! Da kann man natürlich munter Werbung machen und der Preis sieht auf den ersten Blick toll aus. Dass man dafür auch weniger bekommt, muss man mit der Lupe suchen.

Ist übrigens nicht das erste Mal, dass mit Flaschengrößen geschummelt wird. Bei der großen Cola-Marke hat man zu Beginn des Jahres - immerhin offiziell - die kleinen Flaschen von 500 auf 450 ml verkleinert. Natürlich zum selben Preis! Begründet hat man das damit, dass der Verbraucher diese Größe angeblich wünschen würde. Aha, ganz bestimmt, hat mich schon immer geärgert, dass ich 50 ml weggiessen musste, weil der Durst zu Ende war ... Ist das in Deutschland eigentlich auch verändert worden oder nur hier?

Man muss wirklich überall aufpassen, um nicht übers Ohr gehauen zu werden. Sind ja keine riesigen Summen, aber 100 ml hier, 20 g da - so kommt auch Einiges zusammen. Und natürlich IMMER zu Lasten der Kunden, versteht sich.

Donnerstag, 19. September 2019

Schlafen auf Knopfdruck

Rosalie besitzt die Fähigkeit, in Bruchteilen von Sekunden einschlafen zu können. Ich finde das bewundernswert. Letzte Nacht wurden wir von einem Katzenkampf geweckt. Während ich danach, zurück im Bett, noch darüber nachdachte, ob ich wohl wieder einschlafen kann, hatte Rosalie noch nicht mal das zweite Bein im Bett, während das erste schon schlief.

Sie kann abends im Bett liegen, das Handy in der Hand, und schläft damit ein. Womöglich zittern dann die Icons, weil ein Finger auf dem Display geblieben ist, oder das Gerät fällt ihr auf die Nase. Im Auto kann ich mit ihr reden, und wenn sie irgendwann nicht mehr antwortet, ist sie eingeschlafen und staunt, wenn wir plötzlich "schon" zu Hause sind. Ich bin im Flieger nach Florida zehn Stunden wach und schaue die Mediathek hoch und runter - mein Schatz kann herrlich schlafen.

Ich beneide sie um diese Fähigkeit. Vor rund 30 Jahren bin ich mit dem Bus nach Paris und London gefahren. Ich hätte viel dafür gegeben, wenigstens mal eine Stunde im Sitzen schlafen zu können, aber keine Chance. Es war eine Qual. Während meiner Pendelei zwischen Berlin und Bern habe ich mich über Menschen amüsiert, die neben mir schon schliefen, bevor der Flieger zur Startbahn rollte. Genial!

Die Kehrseite der Medaille ist nur die Gefahr, dass einem das auch passiert, wenn man am Steuer sitzt. Davor habe ich bei Rosalie immer ein wenig Angst. Aber sie kennt sich ja und weiss, wie sie, mit frischer Luft oder lauter Musik, dagegen vorgehen muss, bevor es gefährlich wird.

Ich konnte diese Nacht zum Glück wieder einschlafen, sodass ich nicht ganz so müde bin wie an anderen Tagen, wenn die Katzen sich streiten, wer denn nun in unserer Nähe sein darf.

Die haben es aber gut und können jetzt am Tage weiterschlafen ....

Dienstag, 17. September 2019

Winzerfest

Jedes Jahr zur Weinlese findet an zwei Tagen das Winzerfest statt. Eine schöne Tradition, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man Wein mag. Hier kann man nicht nur die verschiedenen Sorten der vielen Winzer verkosten, sondern auch alles Mögliche essen und natürlich die Leute aus dem Dorf treffen. Seit wir umgezogen sind, ist der Weg zum Fest zu Fuss nicht mehr möglich, daher muss zumindest einer von uns halbwegs nüchtern bleiben. Aber entgehen lassen werden wir uns das Spektakel sicherlich auch diesmal nicht.

Dabei stelle ich fest, dass wir dieses Jahr bisher nicht sooo viel Wein getrunken haben. Statt dessen geniessen wir derzeit lieber mal einen Cocktail! Begonnen hat das während unserer Reise nach England, wo wir den Pimm's Cup probiert haben und anschliessend direkt am Flughafen eine Flasche des Likörs mit nach Hause nahmen (da wir nicht sicher waren, wo man den hier in der Schweiz bekommt). Ausserdem trinken wir auch mal einen Gin Tonic oder Aperol Sprizz.

Mein Schatz hat zum Geburtstag ein Cocktail-Set und Rezept-Buch bekommen, und wir wollen uns dann nach und nach einen kleinen Vorrat an Spirituosen zulegen, um das eine oder andere mal auszuprobieren. Mein Favorit ist ja Frozen Strawberry Margarita. Der ist allerdings etwas aufwändiger zu mixen, ich möchte es aber auf jeden Fall mal versuchen.

Und was kann man sonst noch so empfehlen - ausser Long Island Iced Tea? :-)

Montag, 16. September 2019

Zwei Wochen ohne Chef

Chef, Chef ... da war doch was? Ach ja - wir haben einen neuen Chef. Mit zarten 26 Jahren ein steiler Aufstieg, aber ich bin zufrieden. Er macht, was ich sage und kümmert sich um den ganzen administrativen Schei*. Er stört also nicht und redet nicht dazwischen. So stelle ich mir das vor.

Darum fällt es auch vermutlich nicht auf, wenn er jetzt zwei Wochen Ferien hat. Ich denke, wir werden hier gut klar kommen, und wenn es was zu entscheiden gäbe, können wir jederzeit darauf verweisen, dass dies nicht in unserer Kompetenz liegt und der Chef erst Anfang Oktober wieder unter uns weil.

Blöd ist nur, dass der einzig verbliebene Teamkollege vom Betrieb dann ab nächsten Montag auch Urlaub hat und ich somit ganz allein im Büro bin. Aber dann muss man eben eine Nummer ziehen und sich hinten anstellen. Die Zeiten sind vorbei, in denen ich mich gevierteilt habe, um jedermann gerecht zu werden.

Und ansonsten mache ich es so wie der neue Mitbewohner: Bauch in die Sonne und ausstrecken!