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Freitag, 23. November 2018

Heimkino

Unser Fernseher führt ein recht tristes Aussenseiterdasein. Das hängt einerseits damit zusammen, dass wir wenig Zeit haben, um uns mal gemütlich vor die Glotze zu setzen, und andererseits haben wir in dem grossen Haus lustigerweise bisher keinen geeigneten Platz gefunden, in den sich ein TV vernünftig integrieren liesse.

Und so steht das Teil relativ unmotiviert auf einem kleinen Tisch vor einem Bücherregal, sodass wir vom Sofa aus fernsehen können. Viele werden jetzt lachen, wenn ich noch dazu sage, dass unser TV die niedliche Diagonale von gerade mal 42 Zoll hat. Fast antiquiert also :-)

Für uns reicht das aber derzeit, und ein grösseres Gerät würde den ganzen Raum verunstalten. Also begnügen wir uns mit dem "Mickymaus-Kino". Was mich allerdings nervt, ist der Sound. Mal ehrlich - wer möchte sich Mamm Mia aus einer Konservendose anhören? Schliesslich geht es bei dem Film nicht um die Handlung, sondern um die Musik!

Ich hab einen tollen Receiver mit grossen Standboxen, aber aus dem beschriebenen Grund kann ich die derzeit nicht aufstellen. Also bin ich auf die Idee gekommen, mich nach einer Soundbar umzusehen. Wie immer bei solchen Kaufabsichten muss man sich dabei vorher wochenlang mit der unüberschaubaren Auswahl an Geräten, Kritiken, Preisvergleichen auseinandersetzen. Und das Schlimme in diesem Fall ist, dass Sound absolut subjektiv ist, und wenn der eine meint, der Klang sei phantastisch, kann man sicher sein, dass der nächste Rezensent das Gegenteil behauptet. Was also glauben? Und auf welche Ausstattungsmerkmale achten? Was ist wirklich wichtig?

Nun kam mir der Black Friday zupass. Ich hatte mehrere Kandidaten verschiedener Hersteller auf meiner Liste, wobei ich, auch anhand der überwiegend positiven Kritiken, ein Gerät von Samsung favorisiert hatte. Der Preis lag 100 Franken unter dem derzeit normalen Angebot. Wie Rumpelstilzchen sprang ich nun schon ein paar Tage zumindest virtuell immer wieder um das Gerät. Gestern fiel mir dann noch ein, dass es von diesem Teil sicher auch eine silberfarbene statt der schwarzen Variante geben könnte. Ich suchte danach, fand sie auch gleich - und stellte fest, dass diese Version bei einem Anbieter nochmals 20 Franken günstiger angeboten wird.

Das war dann wohl das "Zeichen", auf das ich gewartet habe. Also nichts wie kaufen, bevor die 18 Stück am Lager weg sind. ;-) Schon heute soll das gute Stück ankommen. Wenn alles klappt, können wir also am Abend Mamma Mia mit vernünftigem Sound in voller Lautstärke hören (und sehen).

Mittwoch, 1. November 2017

Das Haus gibt Ruhe

Seit wir das Haus vor ein paar Jahren übernommen hatten, wehrte es sich scheinbar mit allen Mitteln: Ziegel, die vom Dach fallen, Putz, der vom Schornstein bröckelt, ein zu feuchter Keller und eine Fliegenplage auf dem Dachboden.

Dem Putz und den Ziegeln sind wir mit Handwerkern zu Leibe gerückt, bei den anderen beiden Problemen war das nicht möglich. Vor allem der Einfall von Tausenden Fliegen jeden Herbst war ziemlich eklig. Der Fussboden schwarz, alle Kartons, Tüten und Taschen, die wir oben lagerten, waren übersät mit den Biestern.

Doch nun scheint alles anders zu werden ... Die Feuchtigkeit im Keller konnten wir mit ein paar kleinen Veränderungen im normalen Bereich halten, und - oh Wunder - derzeit gibt es nicht eine Fliege unterm Dach. Es heisst ja, dass die Generationen die Info weitergeben, wo man überwintern kann, und es daher von Jahr zu Jahr schlimmer werden kann. In diesem Wissen haben wir im Frühjahr nun die Fenster erst wieder geöffnet, als alle Fliegen, die sich an den Wänden und Fenstern in Haufen gesammelt und gewärmt hatten, tot waren.

Ausserdem brauchen diese Mistviecher Wärme und keine Zugluft. Da wir keine Chance haben, auf dem riesigen Dachboden alle Ritzen und Löcher zu stopfen, um den Fliegen den Einlass zu verwehren, haben wir nun gleich alle Dachfenster offen gelassen, sodass es ziemlich stark zieht und die Insekten keinen Platz finden, wo es so richtig schön kuschelig ist.

Und nun sieht es so aus, als würden wir verschont werden von dieser Plage. Das wäre ein Segen und eine Erleichterung, denn es ist wirklich abscheulich, durch ein Meer von toten oder kältstarren Fliegen laufen und die Viecher in allen Kartons und Taschen finden zu müssen.

Wieder ein Problem weniger ...

Freitag, 2. Juni 2017

Zangengeburt

Es wäre irgendwie zu einfach, wenn mal etwas ohne Widerstände und Pannen funktionieren würde.

Gestern sollte unser neuer Kühlschrank geliefert werden. Mit dem Händler war vereinbart, dass der Lieferant am Nachmittag erscheinen sollte. Dafür kamen am Vortag gleich 2 SMS mit unterschiedlichen Zeiten: 12-15 Uhr 13-15 Uhr. Nun gut, beides nicht gerade "Nachmittag", aber Rosalie wollte sich entsprechend einrichten und früh Feierabend machen.

Um 11:01 klingelte zu Hause das Festnetz (ich werde per Mail informiert). Ich vermutete, dass die Lieferfirma sich anmelden wollte. Dann schrieb mir Rosalie, dass sie eine SMS erhalten hätte mit der Ankunftszeit des Monteurs zwischen 11:10 und 11:40 Uhr - da war sie natürlich noch im Büro. Sie rief daraufhin die Hotline an und konnte den Monteur erreichen. Der meinte, das würde alles gar nicht gehen, sie seien nur zu zweit und würden das schwere Ding nicht nach oben tragen, ausserdem sei ja niemand vor Ort gewesen.

Meine Liebste wies darauf hin, dass das alles nicht ihr Problem sei, schliesslich war alles richtig im Auftrag vermerkt, auch die Lieferzeit! Dann brach das Gespräch ab.

Kurz danach rief wieder die Firma an und entschuldigte sich mit der Frage, wann denn nun geliefert werden könne. Rosalie bestätigte, dass sie, wie vereinbart, ab 13 Uhr anwesend sein werde. Es verging aber eine halbe Stunde, und es kam - niemand. Meine Liebste musste wieder die kostenpflichtige Nummer anrufen. Die Dame von der Hotline versuchte, den Fahrer zu erreichen, aber vergeblich. Sie hinterliess eine Nachricht und meinte, man würde wieder anrufen.

Ich hatte mir eine Frist bis 15 Uhr gesetzt, dann wollte ich persönlich in den Laden fahren und den Filialleiter verlangen. Dazu kam es aber zum Glück nicht. Um 14:46 kam die nächste SMS, dass das Gerät in der nächsten halben Stunde ankommen würde. So war es dann auch. Diesmal kamen gleich drei Leute mit drei Autos, in einem davon war das neue Kühlgerät.

Also das alte die Treppe hinunter und das neue hinauf ... Leider nicht, denn trotz Demontage der Lampe im Flur steckte der Karton des neuen Kühlschranks auf der Treppe fest. Oh man. Mit Schieben, Drücken und viel Kraft brachten es die drei dann schliesslich doch noch in den ersten Stock.

Und nun steht es da, das neue Schmuckstück, vor der Wand, die mein Schatz aus diesem Anlass auch gleich noch neu gestrichen hat. Schick sieht es aus, und wir hoffen, dass es uns nun lange Freude macht, anstatt nur zu brummen und Energie zu verschwenden.

Dienstag, 30. Mai 2017

Wasser ist zum Waschen da

... wenn man denn welches hat ...

Unser Haus wird einzig durch eine sehr ergiebige Quelle mit Wasser gespeist. Klingt toll, und das ist es im ersten Moment auch. Aber mit so einer Quelle geht man auch Risiken ein: Was, wenn die Leitung kaputt geht? Was, wenn das Wasser verunreinigt wird? Was, wenn der zweite Rechte-Inhaber plötzlich etwas "mauschelt" und man selbst nicht mehr genug Wasser bekommt? Was, wenn die Quelle sich plötzlich andere Wege sucht?

Mit all diesen Fragen müssen wir uns nun, genauer gesagt heute mal wieder beschäftigen. Der zweite Rechteinhaber, der über all das Wasser verfügen kann, was wir nicht brauchen, möchte gern einen Brunnen für Tiere installieren. Abgesehen davon, dass wir davon nur zufällig erfahren haben und unsere Bedenken äusserten, hat man sich nun zumindest darauf geeinigt, dass der neue, zusätzliche Abzweig der Leitung mit einem Schieber versehen wird, damit im Falle, dass wir danach zu wenig Wasser im Haus haben, diese neue Leitung gleich wieder stillgelegt werden kann.

Aber so eine Quelle mit Brunnenstube und langer Wasserleitung ist ein sensibles Gebilde. Da für die Zeit der Bauarbeiten die Hauptleitung zugedreht werden muss, besteht immer ein Risiko, dass das Wasser danach nicht mehr so fliesst wie bisher. Für uns wäre das fatal, denn wir sind nicht an die Wasserversorgung des Ortes angeschlossen, hätten damit im schlimmsten Fall ab heute keinen Tropfen Wasser mehr und auch der Teich wird dann nicht mehr versorgt.

Meine Liebste wird, soweit zeitlich möglich, die Arbeiten ein wenig beaufsichtigen, aber im Grunde können wir nicht viel mehr tun als zu hoffen, dass alles gut geht und das Quellwasser nach Abschluss der Bauarbeiten so ergiebig sprudelt wie zuvor. Ansonsten haben wir ab heute Abend ein riesiges Problem ...