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Samstag, 3. November 2018

Die zweite Urlaubswoche

Nach einer Woche Fort Lauderdale in einem wirklich sehr angenehmen Hotel fiel uns die Weiterreise fast ein wenig schwer. Wir machten und mit dem Auto auf die gut vierstündige Reise nach Key West, vorbei an Miami, entlang der vielen kleinen Keys und langen Brücken übers offene Meer. Beim letzten Mal spielte das Radio "Kokomo" von den Beach Boys, was mir seit dem als Inbegriff des Florida-Urlaubs regelmäßig Gänsehaut bereitet, wenn ich es höre. Und wir mussten auch diesmal nicht lange warten, bis es im Radio (mit voller Lautstärke) lief.

Leider waren wir vom Hotel in Key West diesmal nicht ganz so begeistert. Wir hatten zwar das selbe Zimmer, aber im Resort gab es eine größere Gruppe von Leuten aus New York, die dort wohl mal richtig feiern und die Sau rauslassen wollten. So saßen oder standen sie meist ab Mittag im Wasser am Pool, Wein oder Bier in der Hand und zum Teil noch Zigarette oder Zigarre. Mit der Zeit zeigte auch der Alkohol in der Hitze Wirkung und sie wurden immer lauter. Das war nervig.

Aber ansonsten haben wir auch die zweite Woche sehr genossen. Ziemlich schräg dabei war das dortige Fantasy-Fest, das seit mehreren Jahren in Key West im Oktober stattfindet. Wir konnten uns wenig darunter vorstellen und interessierten uns zunächst kaum dafür. Bis wir dann an einem Nachmittag zufällig eine "Parade" von Fahrrädern sahen, die durch die Straßen fuhren. Das sah dann zum Beispiel so aus wie hier links im Bild.

Beim Fantasy-Fest geht es in erster Linie darum, sich zu verkleiden. Neun Tage lang, auch am Tage, wen man denn will. Nun ist es in Florida immer und überall heiß. Dementsprechend knapp fallen viele der Verkleidungen aus. Erscheinen die Amis in der Regel prüde, erlebt man hier das absolute Gegenteil. Alles schräg, verrückt, wie in einer Art riesiger Loveparade. Wir sahen die Fahrerinnen aus dem Bild dann später am Abend auch wieder, dort wo nachts das Leben tobt, man sich trifft, bestaunt, etwas trinkt, tanzt und feiert. Und möglichst auffällig ist. Und sei es durch Körperbemalung ...



Ich könnte eine lange Serie an nackten Brüsten und fast nackten Genitalien hier hochladen, aber das wollt Ihr sicher nicht sehen. ;-)

Stattdessen noch ein paar Impressionen vom Schmetterlingsmuseum. Ein wunderschöner kleiner Ort voll von bunten Faltern, Vögeln und auch zwei Flamingos. Sehr liebevoll eingerichtet und beeindruckend. Der Schmetterling ist übrigens der gleiche, von außen und von innen ...



Wie gesagt - das Wetter in Key West ist fast immer ein Traum. Manchmal aber dann auch kurz und überraschend ein Albtraum. Auf dem Rückweg vom Fest wurden wir eines Abends auch überrascht. Das Tolle ist, dass so ein tropischer Regen heftig ist, aber meist nur Minuten anhält und dabei so warm ist, dass man sich nicht zwingend unterstellen muss, falls es einem nichts ausmacht, mit nassen Klamotten durch die Stadt zu laufen:



Nach einer knappen Woche dort hieß es auch hier, Abschied zu nehmen. Es ist hier allerdings sehr angenehm, dass der Flughafen in Key West winzig ist und man kaum Menschen trifft. Eine entspanntere Abreise habe ich bisher nur in Bern erlebt. Nur fehlte da diese traumhafte Aussicht auf das Meer:



Im letzten Teil dann noch ein paar Bilder von Washington, D. C.

Montag, 1. Oktober 2018

Schmatzende Gäste

Über eine Woche war ich nun zu Hause, und so ganz ist die Erkältung noch immer nicht auskuriert. Aber es bleiben nur noch acht Arbeitstage bis zum Urlaub, und Einiges muss ich noch auf den Weg bringen. Daher ist eine längere Auszeit nicht möglich, und ansteckend sollte ich inzwischen auch nicht mehr sein.

Aber während der Zeit zu Hause habe ich spannende Dinge erlebt. Vor einigen Tagen haben wir endlich unsere Außenkamera installiert. Sie soll mögliche Eindringlinge abschrecken, aber natürlich auch zeigen, was da so alles passiert hinter unserem Haus, vor allem nachts. Und gleich am Samstag haben wir ein tolles Spektakel miterlebt.

Weil wir die Hoffung hatten, dass es bei uns Igel gibt, hat Rosalie am Abend ein Schälchen mit Futter hinaus gestellt. Nun ja, es war Katzenfutter, und so dauerte es nicht lange, bis eine der vielen Katzen draußen das Buffet entdeckt hatte. Aber sie war nicht die Einige, die Interesse hatte, wie man hier auf dem Bild sieht:


Wir sind dann hinaus gegangen und die Katze hat das Weite gesucht. Dem Igel war unsere Nähe aber völlig wurscht. Er hat sich nicht beirren lassen und weiter an seiner Mahlzeit geschleckt. Und so konnte ich ein tolles Video von ihm machen:


Ist das nicht putzig, wie er da mampft und schmatzt? Als auch wirklich der letzte Bissen verschlungen war, drehte er sich um und watschelte zurück ins Dickicht. Er ist ein Riesenkerl, so einen großen Igel habe ich noch nie gesehen. Jetzt sind wir schon gespannt, ob wir den Braunbrustigel auch weiterhin abends auf seinen Spaziergängen beobachten können und überlegen uns schon, ihm ein Häuschen zum Überwintern zu schenken. :-)

Mittwoch, 8. August 2018

Die lieben Kollegen (38) - Chef oder nicht Chef?

Oft verraten sogenannte Freudsche Versprecher mehr als lange Reden oder Mails ...

Einmal im Monat findet bei uns ein grosses Teammeeting statt, an dem alle Bereiche teilnehmen. Der Chef-Chef hat die Leitung und führt durch die Agenda. Diesmal wurde unter anderem eine neue HR-Kollegin vorgestellt und anschliessend wurden wir gebeten, uns alle kurz vorzustellen, damit die Mitarbeiterin zumindest mal Gesichter und Namen gesehen und gehört hat.

Mittendrin in der Runde sass mein Chef. Als er an der Reihe war, stellte er sich vor mit den Worten:" Ja, mein Name ist .... Ich bin hier der IT-Leiter, eigentlich."

Ich glaube, ausser mir hat es niemand so richtig wahr genommen, aber ich hätte fast los gelacht und spontan gefragt: " Und uneigentlich?" Aber letztlich trifft es genau den Kern: Er möchte so gern Chef sein, hat aber weder das Format noch die Sozialkompetenz. Er ist ein grosser Junge und wäre als Teamplayer sicherlich besser aufgehoben. Seine Art und Weise, in anderer Runde über seinen Chef herzuziehen, um dann in dessen Gegenwart wie ein Schuljunge seinen Text aufzusagen, kann ich nicht ernst nehmen. Und über das Thema "Führung" habe ich mich ja schon oft genug geäussert.

Immerhin hat mir mein "eigentlicher Chef" die vielen freien Tage genehmigt, die in den nächsten Wochen und Monaten anstehen, und mehr muss er in der Regel für mich auch nicht tun. Das Problem mit den Arbeitszeiten der Team-Kollegen habe ich für ihn gelöst, das zumindest funktioniert jetzt für den Moment. Ich bin stolz auf mich. :-)


Dienstag, 5. Juni 2018

"Fast" wie zu Hause

Am Wochenende waren wir essen und wurden im Restaurant von einer Frau um die dreissig bedient. Ich bemerkte, dass die Dame hochdeutsch sprach, aber Rosalie fragte mich irgendwann, ob sie eben ein "jut" gehört haben könnte. Möglicherweise war es mir entgangen, denn dieser Dialekt ist mir einfach zu vertraut, wenn auch nicht unbedingt mitten in Bern.

Ich hörte aber danach etwas genauer hin und fand einige verräterische Wörter wie "wat" oder "did" in den Sätzen. Also fragte ich sie irgendwann, als sie wieder an unseren Tisch kam, aus welcher Ecke rund um Berlin sie denn käme. Sie war überrascht von der Frage und entgegnete, dass sie in Potsdam geboren und in Berlin aufgewachsen sei. Sie wäre jetzt seit sechs Jahren in Bern und wolle auf keinen Fall zurück. Ich outete mich dann auch als Berliner. Wir sprachen nur noch kurz, weil der Laden brechend voll war.

Die Deutschen haben sich also nicht nur im Gesundheitswesen breit gemacht, sie sind überall in der Schweiz. :-) Berliner habe ich darunter allerdings bisher noch sehr selten entdeckt. Deshalb war es lustig, für einen Augenblick mal ungeniert und deftig Dialekt zu sprechen.

Ansonsten belasse ich es dann doch eher beim Hochdeutsch, auch wenn im normalen Gespräch die "üblichen Verdächtigen" der Berliner Sprache nicht zu überhören sind. Mein Kollege amüsiert sich dann immer darüber und versucht, mich nach zu machen, was wohl genauso lustig klingt wie mein Versuch, Berndeutsch zu sprechen. :-)

Montag, 28. Mai 2018

Knochentrocken

Das vergangene Wochenende war gut, ruhig, mit etwas Abwechslung (inklusive Bratwurst und Bier). Ein wenig Regen war eigentlich auch vorhergesagt worden, aber wir haben in der Vergangenheit schon öfter festgestellt, dass der Regen um unser Dorf meist einen grossen Bogen macht.

In letzter Zeit hat es nur einmal so stark und etwas länger geregnet, dass der Boden tatsächlich mal profitieren konnte. Ansonsten ist er schon fast das ganze Jahr über so hart, dass man mit Gartenwerkzeug kaum 5 cm tief eindringen kann. Ich hatte versucht, ein paar LED-Lampen im Garten mit einem Plastik-Spiess aufzustellen, aber das kann man vergessen. Eher brechen sie ab, als dass sie sich im Boden verankern lassen.

Heisst für uns: giessen, giessen, giessen. Nun sind wir Beide nicht so wirklich gut darin, immer daran zu denken. Das führt dann schon mal zu der einen oder anderen trostlosen Ansicht von Pflanzen, die sich noch in Töpfen befinden.

Wir haben in der Küche einen Wochenkalender mit lustigen Sprüchen. Und zum Thema passend steht da für diese Woche:

Die Blume ist nicht vertrocknet - die wächst knusprig!

Freitag, 25. Mai 2018

Nachtrag

Tja, Katzen haben eben doch den siebten Sinn. Kaum "beschwert" man sich über mangelndes Kuschelverhalten, tun sie prompt das Gegenteil. Als ich Mittwoch heim kam, folgte erst unser momentanes Ritual - der gemeinsame Weg zum Teich, um die Fische zu füttern.

Wieder im Haus, schlich Henry immer weiter um meine Beine. Sein wortloser Wunsch kam bei mir an: Ich will jetzt kuscheln. Also setzte ich mich aufs Sofa, und ohne zu zögern kam der Herr in Schwarz hinterher und machte es sich eine ganze Stunde lang auf meinem Schoss gemütlich. Das sah dann so aus:



Wirkt ziemlich entspannt, oder? :-)

Schönes Wochenende!

Mittwoch, 2. Mai 2018

Kult

Schon wieder ein Jahr um, und wer erinnert sich noch an den Gewinner 2017? Egal, nächste Woche ist es wieder soweit - ESC! Daumen drücken für Deutschland und die Schweiz (in der Hoffnung, dass sie es endlich mal wieder ins Finale schaffen - also bitte für die Schweiz im HF voten!).

Aber das wollte ich eigentlich gar nicht schreiben. Es ist viel "schlimmer". Als ich letzten Freitag bei meinem Vater war, lief dort der Sender "Radio Paloma". Hier wird 100% deutscher Schlager gespielt, quer durch alle Jahrzehnte. Bei den aktuellen Songs habe ich wenig Ahnung, zumal Helene, Andrea, Beatrice und Co für mich alle ähnlich klingen, aber die Lieder aus "meiner" Zeit erkannte ich wie ein menschliches Shazam nach wenigen Sekunden, manchmal im Wettstreit mit meiner Stiefmutter, der ich solche Talente gar nicht zugetraut hatte.

Als ich wieder zu Hause war, schaute ich zum Spass, ob der Sender in der Schweiz auch verfügbar wäre, und fand sogar noch eine "bessere" Variante: Paloma Kultschlager. Hier laufen nur und ohne Pause die Ohrwürmer aus den 60er, 70er und 80er Jahren. Klar, vieles wiederholt sich mit der Zeit und irgendwann wird es langweilig werden, aber jetzt es ist lustig und läuft nun momentan allabendlich in der Küche oder bei mir im Auto. Vorteil hier: Ich kann mitgrölen, ohne dass mich jemand hört, und die meisten Texte habe ich noch perfekt im Kopf.

Wir lesen bei enigen der damaligen Stars deren Vita. Nicht wenige sind leider schon verstorben, aber es scheint erstaunlich, wie viele der Herren, die in ihren Songs stets über Frauen sangen, seinerzeit schwul waren und sich früher oder später auch outeten. War das ein Phänomen dieser Zeit oder ist das noch heute so?

Donnerstag, 19. April 2018

Wenigstens die Engländer!

Wenn meine Arbeit hier im Büro schon nicht gewürdigt wird, dann zumindest im Ausland. :)

Wie ich hier schon mal berichtet habe, besitzen wir seit Anfang des Jahres ein Türchen für unseren "Herrn in Schwarz". Ein cooles Gadget, wenn es denn funktioniert.

Nun ist nicht jeder unbedingt technikaffin und weiss mit dem Teil umzugehen bzw. es zu programmieren. Wie heutzutage üblich, gibt es auch dafür Foren und Communities. Weil neulich unser Gerät nicht mitspielen wollte, habe ich eben diese Community aufgerufen. Und weil es dort ein paar unbeantwortete Fragen in deutscher und englischer Sprache gab, begann ich, darauf zu antworten. Leider sieht man nicht, woher die Anfragen kommen, es wäre noch spannend zu sehen, von wo auf der Welt die User schreiben.

Daraus entstand der eine oder andere nette Dialog mit verschiedenen Nutzern einerseits und dem Support in England andererseits. Wie überall sind die Fragen aber letztlich immer ähnlich und meist einfach zu beantworten. Viele sind nur zu bequem, um in den Beiträgen die Suchfunktion zu nutzen. Und so kamen bei mir bereits über 50 solcher Antworten zusammen.

Gestern nun wurde ich benachrichtigt, dass ich jetzt vom Support zum "Experten" in der Community ernannt wurde. Die Engländer haben meine Qualitäten offenbar durchaus erkannt. Also - wenn das alles im Spital den Bach runter gehen sollte, bleibt mir immer noch eine Beratertätigkeit als Katzentür-Crack. Gut, bisher bekomme ich nichts dafür, aber man kann ja mal mit den Leuten auf der Insel reden. So ein paar Pfund für einen Support-Job in Switzerland können die doch sicher locker machen. :))

Dienstag, 3. April 2018

Küchen-TV

Wenn man ein paar Tage frei hat, kann man endlich mal Dinge entdecken, die sonst oft zu kurz kommen oder die man einfach verpasst.

Dazu gehört auch der überaus putzige Ausblick aus dem Küchenfenster. Wir schauen dort auf einen kleinen Hang mit Wiese, und der dient hin und wieder für den ansässigen Schäfer und seine Tiere als Weide. Gerade jetzt sind die Osterlämmer da und es ist wieder eine Freude, den kleinen Lämmchen zuzuschauen. Eine Herde aus etwa dreißig weißen und schwarzen Mini-Schafen rennt und springt voller Lebensfreude immer von ganz links nach ganz rechts, verharrt einen Moment, um dann den Weg auf die andere Seite der Wiese im Affenzahn mit Bocksprüngen und wehenden Schwänzchen anzutreten.

Da braucht man keinen anderen Fernseher. Dort einfach am Fenster zu stehen und zuzusehen ist die reinste Freude. Natur pur zum Schmunzeln und Mitfreuen über diese tollpatschigen, lebenslustigen und sicher glücklichen jungen Schafe.

Mittwoch, 10. Januar 2018

Die Sache mit dem Esszett

Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass ich einige Texte mit und einige ohne das Esszett schreibe (natürlich nur an den Stellen, wo es hingehört!)? Das liegt daran, dass ich mit unterschiedlichen Geräten hantiere. Auf den schweizerischen Tastaturen ist das Esszett nicht vorhanden, da muss ich dann leider darauf verzichten. Aber wann immer es möglich ist, nutze ich dieses "besondere" Zeichen gern.

Für Rosalie ist es auf Blogs und bei anderen Texten immer ein gutes Indiz dafür, ob der Ursprung der Zeilen in der Schweiz liegt. Für mich war es zu Anfang durchaus verwirrend, wenn zum Beispiel von "Bussen" geschrieben wurde, die man zu zahlen hat. Zahlt man denn in der Schweiz mit Verkehrsmitteln? Nein, natürlich nicht ...

Das Ausrufezeichen, das Plus oder das @ befinden sich auf Schweizer Tastaturen darüber hinaus ganz woanders. Sehr verwirrend. Da hat man schon Mühe mit der Mundart, und dann findet man nicht einmal die Zeichen und Buchstaben auf der Tastatur! :)

Aber wie fast immer im Leben gewöhnt man sich an Vieles, so eben auch an die liebenswerten Besonderheiten im Land von (Achtung Klischee!) Heidi, Fondue und Schokolade. Und irgendwann möchte man sie dann gar nicht mehr missen.

Missen würde ich dagegen gern meine Rückenschmerzen. Leider lässt sich das Cortison sehr viel Zeit mit der Entfaltung seiner Wirkung ...

Mittwoch, 3. Januar 2018

Erwischt!

Nach einem gemütlichen Rutsch ins neue Jahr haben wir gleich einen Erfolg zu vermelden: Maus gefangen! Wir waren uns ja nicht sicher, um was für ein Tier es sich handeln könnte. Ich hab also eine Webcam installiert mit Bewegungserkennung, damit wir eine Info bekommen, wenn sich da  oben etwas tut. Es passierte allerdings nie etwas ...

Also haben wir einen Abend lang vor dem Monitor gesessen und wollten uns selbst davon überzeugen. Und dann plötzlich sah Rosalie zwei Punkte im Infrarot leuchten. Da war sie, die Maus! So klein, dass die Kamera die Bewegung gar nicht bemerkt hatte. Wir haben eine Falle aufgestellt, und sechs Stunden später hatten wir sie. Seht selbst:



Wir haben das süsse kleine Mäuschen dann noch dem Kater gezeigt, der aber nicht sonderlich interessiert war .... Nur die Maus zitterte vor Angst, als die Katzennase über ihr war.



Schliesslich brachten wir sie ins Freie, etwa 100m vom Haus entfernt. Und, kaum war die Fallentür offen, rannte sie wie der Blitz - zurück in unseren Garten! Oh man.

Gestern Abend meinte Rosalies Tochter, sie hätte wieder Geräusche von oben gehört. Offenbar haben wir noch einen Gast im Haus - sofern es nicht die selbe Maus ist. :-)  Wir müssen also erneut auf die Jagd gehen ...


Montag, 18. Dezember 2017

Katzenhund

Endlich - ein ruhiges Wochenende mit Wein trinken, auf dem Sofa ausstrecken und Film gucken liegt hinter uns! Ich weiss gar nicht, wann wir das zum letzten Mal ohne schlechtem Gewissen, weil noch so viel zu erledigen wäre, gemacht haben. Nun gut, Rosalie war an beiden Tagen mit den Kindern noch auf Shopping-Tour für Wintersachen, aber auch das war sonst kaum möglich.Nun können wir Weihnachten hoffentlich ohne Zwischenfälle geniessen. Allenfalls eine Anwaltsrechnung könnte die Stimmung vielleicht noch trüben ...

Ich hab die "Befürchtung", die Ärztin hat bei der Kater-OP irgendwelche "Drähte" falsch zusammen gebunden. Seit ein paar Tagen hat unser Tier grossen Spass am Apportieren! Wirft man ihm etwas durch den langen Flur, rennt er hinterher, nimmt es ins Maul, kommt im Schweinsgalopp zurück und legt es einem vor die Füsse. Das geht solange, bis er kaum noch Luft bekommt. Ist das normal? ;) Ausserdem frisst er gern gekochte Kartoffeln oder leckt vegetarische Pastasauce vom Teller. Also ich weiss nicht ...

Ansonsten ist aber alles in Ordnung bei uns. :) Und seit der Nacht schneit es draussen wie verrückt - Weihnachten kann kommen!

Montag, 16. Oktober 2017

Der Mauswanderer

Neulich am Frühstückstisch ... Rosalie und ich tranken gemütlich unseren Kaffee, als ich hinter mir im Schrank ein ungewohntes Geräusch hörte. Es klang, als würde da jemand knabbern. Ein regelmässiges "Rapp rapp rapp" kam anscheinend aus dem Regal. Sollte sich da ein ungebetener Gast eingeschlichen haben? Im ersten Stock?

Ich bat Rosalie, alle Türen zu schliessen, damit der potenzielle Eindringling nicht flüchten könnte. Dann nahmen wir nach und nach vorsichtig alle Kisten aus dem Regal. Nichts in der ersten Kiste, nichts in der zweiten. Es blieb nur noch eine, die grösste Kiste übrig. Ich stellte sie auf den Küchentisch und begann, sie vorsichtig auszupacken. Nachdem ich ich ein paar Dosen heraus genomnmen hatte, sah ich sie: Am Boden des Kartons kauerte tatsächlich eine Maus! Sie war wohl genauso erschrocken wie ich, während sie sich gerade an einer Packung Nudeln zu schaffen machte ...

Früher wäre ich als typisches Stadtkind vielleicht ein wenig in Panik geraten. Und bei einer Ratte sähe das womöglich auch heute noch so aus. Aber dieses kleine, süsse Mäuslein war einfach nur niedlich mit den grossen Ohren und Knopfaugen. Vor lauter Aufregung haben wir sie nicht einmal fotografiert.

Dafür habe ich schnell die Kiste so gut es ging abgedeckt, Rosalie gebeten, mir alle Türen nach draussen zu öffnen, und dann haben wir sie auf die andere Strassenseite an den Rand der Wiese gebracht. Nachdem ich alles wieder ausgepackt und das Tier freie Bahn hatte, ist die Maus davon geflitzt.

Wir haben keine Ahnung, wie sie in unsere Küche gekommen ist. Aber wenn man sich ansieht, wie flink sie war und dass sie mühelos eine Mauer hinauf gerannt ist, dann kann man sich ungefähr vorstellen, dass eine Hauswand mit offenem Fenster wohl ein leichtes Ziel sein könnte. Und da wir auf dem Land wohnen, gehören Mäuse nun mal zum Leben dazu.

Unser Kater hat davon übrigens nichts mitbekommen. Er schlief während der Zeit friedlich im Erdgeschoss. Kein Verlass mehr auf die Tiere heutzutage. :))

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Der Herr im Haus

Wir haben keinen Knoten
in den Kater gemacht,
es geht im gut!

Wenn man ein Tier im Haus hat, verändert sich natürlich auch der Alltag mit seinen Abläufen ein wenig. Die Katze hat ihre eigenen Ansprüche, Wünsche, und natürlich auch ihre Rechte. Solange der Panther sein Reich ausschliesslich unten hatte, war sein Revier klar begrenzt und unsere "Zuständigkeit" begann auch erst nach dem ersten Kaffee am Morgen. Katerchen hörte uns natürlich schon oben laufen und wartete dann immer bereits ungeduldig mit leisem Wehklagen an der Verbindungstür zum Flur.

Seit einigen Tagen haben wir - dank der abklingenden Allergie bei mir - sein Revier erweitern können und er darf jetzt, wenn wir zu Hause sind, auch in "unsere" Räume im oberen Stock, also Bad, Küche usw. Das hat den Alltag wieder ein Stück weit verändert. Zum Beispiel beim gemeinsamen Abendessen: Wir haben ja ein gut erzogenes Kätzchen, das nicht bettelt. Aber es hat sich meinen Stuhl als Liegeplatz ausgesucht, wenn wir am Tisch sitzen und essen. Tja, und nun sitze ich also auf einem Hocker ... Ist doch klar, wer hier der Herr im Haus ist, oder? :))


Was er jetzt im oberen Stock während der Nacht treibt, wissen wir nicht, aber wann immer man nachts mal raus muss, oder spätestens, wenn man aufstehen muss am Morgen, wartet der schwarze Teufel schon ganz brav ohne zu mauzen vor der Schlafzimmertür darauf, dass endlich jemand mit ihm kuschelt. So habe ich mich auch heute früh direkt auf dem Flur mit ihm hingesetzt und ihn ein paar Minuten lang ausgiebig gestreichelt, bis Rosalie mich abgelöst hat.

Klar, wer hier der Herr im Hause ist ...


Mittwoch, 27. September 2017

Zwischen Kuscheltier und Kampfkatze

Unser Panther ist nun "schon" rund viereinhalb Monate alt, und ab und zu hat man jetzt das Gefühl, dass die Hormone beginnen, sich bemerkbar zu machen. Jeden Tag hat er kurze Phasen, in denen er völlig "verrückt" spielt. Dann tobt er wie ein Irrer durchs Haus, macht Bocksprünge und Purzelbäume, stellt sich gern mal wie im Zeichentrickfilm quer zur Laufrichtung hin, macht den Buckel krumm, stellt das Fell und den Schwanz auf und wirkt damit in der Tat sehr bedrohlich. Wer ihn nicht kennt, könnte annehmen, gleich angefallen zu werden.

Tatsächlich ist er aber in der Regel sehr vorsichtig. Im Übermut beisst er hin und wieder mal etwas fester in die Hand, aber ohne Verletzungen zu verursachen. Er ist halt pubertär und testet sich aus. Die Kinder im Haus machen es ihm ja vor (ohne zu beissen!). :)

Das ist übrigens interessant zu beobachten - beide Kinder haben bisher so gut wie keine Erfahrungen im Umgang mit Tieren und wirken daher manchmal sehr unbeholfen im Umgang. Gerade Katzen sind ja sehr eigenwillig und bestimmen selbst, ob, wann und wie sie gestreichelt werden wollen. Sie sind halt keine Stofftiere, die man sich nimmt, wenn man gerade Lust hat. Das führt dann dazu, dass die Kinder denken, die Katze hätte etwas gegen sie, was natürlich nicht stimmt.

Wie überall, wo Tiere und Menschen zusammen wohnen, stehen vor allem die Futtergeber hoch im Kurs. Daher ist es nur natürlich, dass unser Kater am liebsten zu Herrchen oder Frauchen kommt, wenn es darum geht, geknuddelt zu werden oder einfach nur zu schlafen. In diesen Momenten wirkt der "junge Mann", wie hier auf dem Bild beim Mittagsschlaf, dann ganz friedlich, schnurrt, kuschelt sich an oder dreht sich auf den Rücken und geniesst die Berührungen der Hände.

Das ist es wohl, was das Zusammenleben mit einer Katze so besonders macht.

Mittwoch, 30. August 2017

Besuch aus Deutschland

Nun bin ich bald ein Jahr hier in der neuen Heimat, und jetzt kündigt sich zum ersten Mal Besuch aus Deutschland an! Der Anlass ist leider nicht so fröhlich, schliesslich wurde der Mann gerade nach 32 Jahren von seiner Frau verlassen. Aber ich werde mich hüten, darüber zu urteilen, denn aus eigener Erfahrung weiss ich zu gut, wie sich so etwas entwickelt, und da ist es egal, ob man 10 oder 30 Jahre zusammen gewesen ist.

Nun braucht er jedenfalls mal einen Tapetenwechsel und wird sich mit seiner erwachsenen Tochter Mitte September mit dem Auto auf den Weg machen quer durch Deutschland, mit einem "Schlenker" in die Schweiz. Witzig sind die Klischees, die offenbar viele Menschen mit diesem Land verbinden. So hatte er befürchtet, dass er Mitte September (!) bei uns schon Winterreifen brauchen würde, weil hier Schnee liegt. Ich hab ihm dann erklärt, dass es hier in der Region meist weniger Schnee hat als in Berlin und oftmals eher wärmer ist als im Norden. Schliesslich sind wir nur rund 500 m über dem Meer. Das ist ja nix, verglichen mit den Alpen um uns herum.

Bei uns im Haus übernachten möchte er nicht, sodass ich mich jetzt auf die Suche nach einem Hotelzimmer machen werde. Unter 140 Euro pro Nacht geht da nichts, das sind nun mal Schweizer Preise ...

Obwohl wir nie ein richtig enges Verhältnis hatten, freue ich mich auf den Besuch und darauf, in meiner neuen Heimat mal als Fremdenführer aktiv zu sein. Es gibt ja viel zu sehen, aber da wir im Grunde nur den Samstag zur Verfügung haben, wird es lediglich eine kleine Stippvisite werden. Aber Zeit genug, um zu zeigen, wie gut ich mich hier schon eingelebt habe. :)


Dienstag, 15. August 2017

Ungewöhnliche Anfrage

Gestern Morgen klopfte es an der Bürotür (sie hat keine Klinke, da wir jede Menge Hardware im Büro haben und daher nicht jedermann Zugang erhalten soll). Mein Kollege öffnete die Tür, ein Mitarbeiter stürmte herein und rief ganz aufgeregt durchs Zimmer:

"Ich brauche mal ganz schnell einen Ständer!"

Ich konnte mich nur mit Mühe zusammen reissen, um nicht vor Lachen unter den Tisch zu rutschen, wobei dem Mitarbeiter offenbar überhaupt nicht bewusst war, welch zweideutige Bitte er da gerade geäussert hatte. Am liebsten hätte ich geantwortet, dass gleich gegenüber eine Apotheke sei, aber das habe ich mir verkniffen, da ich den Humor des Kollegen nicht kenne.

Und natürlich ging es nicht um etwas Medizinisches, sondern die Halterung für einen Monitor. :) Helfen konnte ich ihm dann trotzdem nicht, denn ich habe nur einen Ständer, den kann ich nicht hergeben.




Donnerstag, 11. Mai 2017

Alle Jahre wieder

Es ist wieder soweit - am Samstag startet das Finale vom Eurovision Song Contest 2017, diesmal in Kiew. Ich habe mich ja schon öfter als treuer Fan dieses Musik-Events geoutet und tue das gern wieder.

Seit meiner Liebe zur Schweiz schlagen nun immer zwei Herzen in meiner Brust, wobei das eine davon leider meist schon in der Vorausscheidung  das Zeitliche segnet, da die Eidgenossen nur selten den Weg ins Finale finden. Dabei sind die Songs oft gar nicht schlechter als die von anderen Mitbewerbern, aber der Schweiz fehlen einfach die Sympathiepunkte der Nachbarn, so wie es z. B. die vormals sowjetischen Staaten regelmässig vorführen. Mit diesem Nachteil belastet ist es schwer, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Und ich behaupte, dass es Deutschland genauso schwer hätte, wäre es nicht prinzipiell fürs Finale gesetzt. Die Ergebnisse der letzten Jahre beweisen dies eindrücklich, und es steht zu befürchten, dass es in diesem Jahr nicht besser wird, trotz der üblichen Euphorie im Vorfeld.

Aber was soll's - es wird wieder ein amüsantes Spektakel. Wir auf dem Sofa mit Chips und Wein, Barbara Schöneberger heizt auf der Reeperbahn ein, Peter Urban steuert seine witzigen Kommentare bei, und dann können wir uns bei der Punktevergabe wieder ärgern, dass sich Länder gegenseitig die Punkte zuschustern. Same procedure as every year: Thank Your for this amazing show ... :)

Samstag, 1. April 2017

Saugen und Blasen

Es ist nun schon acht Monate her, seit ich die Zusage für eines meiner grössten Abenteuer im bisherigen Leben erhielt. Was ich seinerzeit im Blog nicht erzählt habe: Noch vor der Unterschrift auf meinem neuen Arbeitsvertrag erhielt ich ein weiteres Angebot für ein Vorstellungsgespräch.

Das war schon verrückt damals - ein Jahr lang passierte nichts, und dann plötzlich trudelten zwei Einladungen im Abstand von drei Wochen ein. Nur wenige Tage, nachdem ich eine mündliche Zusage erhalten hatte, wollte mich eine Firma aus einer ganz anderen Branche auch gern kennen lernen. Leider war das Zeitfenster sehr klein, denn ich hatte nur noch ein paar Tage, um den unterschriebenen Vertrag zurück zu senden. Doch weil ich neugierig war, rief ich bei der anderen Firma an. Sie hätte mich nur zu gern eingeladen, weil nach Aussage der Personalerin bisher kaum interessante Bewerbungen eingegangen waren. Ich hab dann versucht, noch einen Termin zu finden, aber wegen Urlaub und anderen Termin-Kollisionen bot sich leider keine Chance für ein Vorstellungsgespräch.

So werde ich also nie erfahren, was mir möglicherweise entgangen ist. Interessant wäre in jedem Fall die Lage gewesen, denn ich hätte mit dem Auto in rund zehn Minuten dort sein und direkt vor dem Haus kostenfrei parkieren können. Aber wer weiss, wofür es gut war, dass mir diese Entscheidung abgenommen wurde.

Und ausserdem - wer möchte schon in einem Unternehmen arbeiten, das mit "Saugen und Blasen" Werbung macht? :-D

Wenn einem nicht gerade etwas höchst Unanständiges dazu einfällt, denkt man sicherlich gern an diesen Sketch!