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Freitag, 15. November 2019

Tom und Jerry daheim

Wir sind froh, dass es unserem Henry besser geht, die Wunde heilt endlich. Und der Panther wirkt auch wieder fitter als zuletzt.

Seit gestern Abend scheint er auch einen neuen "Kumpel" gefunden zu haben. Rosalie berichtete mir zunächst, er würde unten immer an einer bestimmten Stelle hocken und ganz unruhig warten. Heute Morgen dann das gleiche Spiel in der oberen Etage.  Wir konnten aber nicht erkennen, was er entdeckt hat, vermuteten jedoch eine Maus.

Vorhin dann die lustige Bestätigung. Viel Vergnügen beim Filmschnipsel und schönes Wochenende!


Dienstag, 12. November 2019

Patient entlassen

Es war eine langwierige Geschichte, nun schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen. Und die Verletzung bei Henry war um Einiges schlimmer als zuletzt am Pfötchen. Diesmal war der Schwanz ramponiert und ist es noch.

Immer wieder mussten wir deswegen zum Arzt gehen. Wie oft waren wir eigentlich da? Ich hab gar nicht mehr mitgezählt. Wunde genäht, Antibiotikum nicht vertragen, Wunde infiziert, Wunde wieder geöffnet, wieder Fieber bekommen, erbrochen ... Und während all der Tage durfte er natürlich nicht raus.

Zunächst ging das ganz gut, weil er sowieso viel zu matt war und lieber schlief. Teilweise war ihm so kalt, dass er anfing zu zittern. Wir haben zum Glück im letzten Jahr eine Heizdecke speziell für Tiere gekauft. Die hat er nun gut brauchen können. Wir haben ihn dann sogar noch zugedeckt, und irgendwann ging es ihm offenbar etwas besser und er hat wieder ruhig schlafen können.

Gestern war Rosalie ein weiteres Mal beim Tierarzt, der hat nun endlich grünes Licht gegeben, dass Henry wieder raus darf, wenn er unbedingt möchte. Heute Nacht um vier Uhr war es soweit: Henry ist wie ein Irrer durchs Haus gerast, quer über unser Bett gehüpft, durch den Flur geflitzt, laut mautzend und klagend vor der Tür sitzen geblieben. Und so bin ich aufgestanden und hab ihn nach rund zwei Wochen endlich wieder nach draussen gelassen.

Ich hoffe, der arme Kerl wird nun verschont von neuen Attacken und geht weiteren Kämpfen aus dem Weg. Er ist halt kein Kämpfer und zieht in der Regel bei solchen Rangeleien immer den Kürzeren. Glücklicherweise kommt er mit unserem zugelaufenen Kater gut klar. Der ist auch ein sehr gemütlicher Typ, wie man hier sehen kann:

Montag, 7. Oktober 2019

Sorgenkinder

Momentan sind es immer die Füsse, die Sorgen machen. Bei meinem Papa geht das nun schon seit März! Wie kann es sein, dass man in einem halben Jahr keine gescheite Therapie hinbekommt und er nach wie vor mit den offenen Füssen leben muss? Seit letzter Woche mal wieder eine neue Salbe und ein neues Fussbad. Wie lange soll das jetzt noch so weiter gehen, ist er ein Versuchskaninchen für Fusspflegemittel?

Leider auch nichts Gutes von Kater Henry. Der war ja am Freitag erneut beim Arzt. Dort hat man eine Bisswunde entdeckt, gereinigt und Antibiotika verordnet. Aber leider ist es bis heute Morgen überhaupt nicht besser geworden - das Pfötchen ist dick und er kann nicht auftreten. Also muss er nun zum dritten Mal innerhalb einer Woche zum Arzt und ich hoffe, dass nun endlich mal nachhaltig Besserung eintritt, damit der arme Kerl wieder laufen kann und auch wieder raus darf. Das einzig "Schöne" ist, dass er momentan mal wieder bei uns im Bett schläft, was er zuvor seit Monaten nicht mehr getan hat. Nun ja, ich schlafe dadurch recht wenig, aber was tut man nicht alles. :-)

Gute Nachrichten aber von unserem neuen Mitbewohner. Mit ihm waren wir am Samstag beim Arzt (wir sollten über ein Tierarzt-Abo nachdenken ...), und er scheint kerngesund zu sein. Wie zu erwarten, hat er keinen Chip, ist etwa 7-10 Jahre alt, wiegt rund 5,5 kg und ist topfit. Da sich seit rund sechs Wochen niemand gemeldet hat, scheint ihn wohl niemand zu vermissen und er darf natürlich gern bleiben, zumal er ein äusserst angenehmer Kater ist. Und ihm scheint es bei uns auch zu gefallen. Während er zu Anfang fast nur zum Fressen herein kam und den Rest des Tages auf dem Dach des Schuppens verbrachte, geht er nun kaum noch raus und schläft lieber auf dem Gästebett.

Er kann unseren armen verstorbenen Kater natürlich nicht ersetzen, aber wir freuen uns, dass er uns gefunden hat.


Montag, 9. September 2019

Back to reality

Nachdem mich irgend so ein blöder Erreger seit Mittwoch ausser Gefecht gesetzt hat, bin ich jetzt endlich wieder halbwegs fit. Ausgerechnet die letzte Nacht hätte etwas besser sein können, aber wie das so ist nach einem Wochenende, brauchten die "Kinder" ewig, bis sie im Bett waren, und um halb Fünf war eine Fellnase der Meinung, mich wegen akuten Hungers wecken zu müssen, indem sie mit der Pfote in meinem Gesicht herum patschte. So war dann die Nacht doch ziemlich kurz.

Apropos Fellnase ... Diese komische Leere im Haus ist immer noch ausgeprägt, seit wir vor einer Woche den jungen Kater begraben mussten. Das liegt wohl auch daran, dass er einer war, der immer mal tagsüber im Haus auftauchte und uns Freude gemacht hat, während die anderen Katzen eher selten zu sehen sind und entweder draussen herum laufen oder irgendwo im Haus schlafen. Dadurch ist es recht ruhig geworden. Die ganzen Umstände haben uns ziemlich mitgenommen ...

Für Abwechslung sorgt derzeit der Kater ganz links in der zweiten Reihe aus diesem Post. Er ist eigentlich schon seit längerer Zeit immer mal vorbei gekommen, aber seit ca. zwei Wochen ist er nur noch bei uns, schläft im Heizungskeller (offenes Fenster) oder im Garten und sitzt ansonsten den lieben langen Tag vor der Terrassentür. Inzwischen hat er auch die Klappe entdeckt und kommt dann gern mal rein, bettelt und geht schliesslich wieder raus. Wir haben nun im Internet eine Fundmeldung erstellt und Plakate draussen aufgehängt, da ihn ja eigentlich jemand vermissen sollte (zumal er ein Halsband trägt und damit offensichtlich ein Zuhause hat). Aber es meldet sich niemand. Schon komisch, oder? Und warum kommen immer wieder "solche" Tiere zu uns?

Vermutlich ist es einfach sooo schön bei und mit uns. :-)



Dienstag, 27. August 2019

Herbstlich

Eine Woche hat er noch, der meteorologische Sommer, aber man merkt nun schon abends und nachts, dass er längst nicht mehr so viel Kraft hat wie noch vor Wochen. Kühl wird es, fast schon kalt, ohne Jacke am Morgen geht nichts mehr, wenn man keine Gänsehaut bekommen will. Sogar Nebel sieht man schon. Es wird tatsächlich bereits wieder Herbst!

Zum Schlafen ist es natürlich angenehm, aber ich hätte gut und gern noch vier Wochen "richtigen" Sommer vertragen - abends auf der Terrasse sitzen mit T-Shirt und einem Glas Wein, dem Plätschern des Baches lauschen, Katzen knuddeln, die sich am Abend alle einfinden.

Nun braucht man bald wieder eine Decke, um nach Sonnenuntergang noch draussen sitzen zu können, am Morgen ist es dunkel, wenn ich das Haus verlasse, und bald schon wird der Kamin wieder zum Leben erweckt. Herbst und Winter haben auch ihre schönen Seiten, aber ich hab es lieber warm. Daher ist es schade, dass wir in diesem Jahr den Sommer nicht in der Ferne noch ein wenig verlängern können. Zumindest die Katzen werden es uns sicherlich danken. :-)

Mittwoch, 21. August 2019

Super cat

Durch die Dauerüberwachung unserer Terrasse per Webcam haben wir sehen können, dass hin und wieder in der Nacht ein Fuchs bei uns unterwegs ist, sogar die Aussentreppe herauf kommt und aufgeregt schnuppert. Dem Anschein nach ist es immer das selbe Tier, und so ganz wohl ist uns nicht bei dem Gedanken, dass er vielleicht die Katzenklappe entdecken könnte. Bisher machte es noch nicht den Anschein, dass ihn die Tür interessieren würde.

Ich hab jedoch mal nachgelesen, wie das Verhältnis Fuchs-Katze im Allgemeinen ist. Und ich war überrascht zu erfahren, dass der Fuchs wohl in der Regel mehr Angst vor Katzen hat als umgekehrt. Da ein ausgewachsener Fuchs grösser ist als eine Katze und durchaus eine beeindruckende Schnauze hat, war ich überrascht von dieser Aussage.

Aber nun haben wir den Beweis! Gestern Abend konnten wir diesen Film bestaunen, bei dem unser Superkater cool wie verrückt einfach da sitzt und sich von dem Gehabe des Fuchses überhaupt nicht beeindrucken lässt. Leider gibt es keinen Ton, aber man kann anhand der Bewegungen erahnen, dass der Herr Fuchs versucht, die Katze auch mit Geräuschen einzuschüchtern. Aber die ist total lässig und bewegt sich keinen Millimeter. Erstaunlich.

Aber schaut selbst, am besten im Vollbild, dann ist es noch beeindruckender:




Mittwoch, 31. Juli 2019

Gefährliches "Raubtier"

Bin ich schon mal von einem Igel gebissen worden? Ja!

Ein riesiger, vermutlich genmanipulierter Igel hat mich gestern Nachmittag im Garten angegriffen! Ich stand da so vor mich hin, als er sich plötzlich vor mir aufbaute, seine riesige Schnauze aufriss und mir herzhaft in den grossen Zeh biss! Das hat sogar weh getan! Bissspuren habe ich allerdings nicht entdeckt, und leider war ich so überrascht, dass es von diesem denkwürdigen Angriff kein Foto gibt. Erst danach, als ich aus dem Schuh geflohen bin, konnte ich ein Bild von dem Ungetüm machen. Und hier ist es:



Ist er nicht riesig und sieht er nicht extrem furchteinflössend aus?

Der Kater war sich seiner Sache auch nicht so sicher ob des bösen Blickes dieses Monsters. Erst war er neugierig, aber dann ... Na, seht selbst:


Die Schweiz begeht morgen ihren Nationalfeiertag und ich starte in die Ferien, gerade rechtzeitig, um mich von diesem schrecklichen Angriff erholen zu können ...


Mittwoch, 24. Juli 2019

Fox-Trott

Dank unserer Aussenkamera haben wir schon öfter den oder die Füchse ertappt, wenn sie nachts um unser Haus schleichen. Meist ist das Licht aus, sodass man nur Infrarot-Aufnahmen sieht. Diesmal war das Licht zufällig eingeschaltet und ich stand dem Herrn Fuchs Auge in Auge gegenüber, nur durch eine Glasscheibe getrennt. Ich weiss nicht, wer sich mehr erschreckt hat ... Hier sieht man ihn, wie er neugierig die Treppe herauf kommt. Ein stattliches Exemplar:



So stelle ich mir einen Fuchs vor. Daher war ich vorgestern völlig irritiert, als ich im Auto während der Fahrt zur Arbeit um die Ecke bog und ein Tier am Ende der Strasse sah. Im "Halbschlaf" dachte ich zunächst aufgrund der Kontur an ein junges Reh - aber es war ein Fuchs! Ein ganz eigenartiges Exemplar, sehr dünn und hochbeinig. Er war völlig sorglos, lief gemütlich vor meinem Auto über die Strasse und jagte auf dem Rasen ein Insekt.

Am nächsten Morgen sah ich ihn wieder. Diesmal hatte ich mein Handy parat und konnte ein Foto machen, während er gemütlich am Strassenrand döste.



Er sieht schon ungewöhnlich aus, oder? Man stellt sich einen gedrungenen, kräftigen Körper vor. Dieser Herr hier sieht eher wie ein kleiner Windhund aus. Da er auf dem Bild liegt, sieht man die Statur nicht ganz so gut. Vermutlich ist er noch jung und unbedarft und deswegen so sorglos. Warum er allerdings immer mitten im Dorf unterwegs ist, und dann doch am hellichten Tage, kann ich mir kaum erklären.

Montag, 15. Juli 2019

Seelische Folter (noch ein Katzen-Post)

Momentan halten uns die Katzen daheim in Atem. Kaum hatten wir das arme Weisspfötchen begraben, gab es schon die nächsten Sorgen. Einer unserer Dauergäste von nebenan hatte zwei kahle Stellen auf der Brust, eine davon leicht angeschwollen und offenbar schmerzhaft.

Also fuhr Rosalie am Donnerstagmorgen mit ihm zum Arzt. Die behielten ihn zur Begutachtung da. Am Mittag erfuhren wir, dass der arme Kerl offenbar gebissen wurde, und unter der Haut bildete sich ein riesiger Abszess. Dazu hatte er hohes Fieber - kein Wunder, dass er recht apathisch wirkte. Man verabreichte ihm Antibiotika, ich machte am Mittag Feierabend und holte ihn ab.

Das Problem nun: Er musste zwei Tage im Haus bleiben. Erklärt das mal einem Kater, der seit Jahren rein und raus kann, wie er will. Die beiden folgenden Nächte waren "für die Katz". An Schlaf war kaum zu denken. Kurz legte er sich mal hin, rannte dann wieder zu Tür, weinte jämmerlich oder hüpfte aufs Bett, schnurrte am Kopfende, um auf sich aufmerkam zu machen: "Hey, ich will raus, was soll das hier?"

Ich nahm mir dann am Freitag auch frei, denn wir mussten nicht nur sicherstellen, dass der Kater drinnen bleibt, sondern auch darauf achten, dass er seine Wunden nicht aufkratzt. Da Katzenhaut schnell heilt, hatte man ihm zwei Röhrchen eingesetzt, damit die eitrige Flüssigkeit ablaufen konnte. Und so war der Tag unglaublich anstrengend, denn ausser ihm wollten ja noch diverse andere Tiere rein und raus, die ich dann jeweils mühsam rangierte.

Samstagvormittag mussten wir zur Nachkontrolle mit dem Patienten. Die Röhrchen wurden entfernt und der Arzt war zufrieden. Dann kam meine vorsichtige Frage: "Wann darf er wieder raus?" Der Arzt meinte, dass es gut wäre, ihn noch einen Tag im Haus zu lassen.

Also noch eine weitere Nacht mit wenig Schlaf. Wir wollten ihn dann am Sonntagmorgen, wenn es hell ist, befreien, aber um 4 Uhr haben wir aufgegeben und die Tür geöffnet. Er war glücklich, drehte eine zehnminütige Runde im Freien und warf sich dann zufrieden und müde in unser Bett. :-)

Nun hatten wir uns eigentlich auf eine normale Nacht zum Montag gefreut. Aber gestern Abend mussten wir feststellen, dass unser Henry das rechte Auge zukneift. Was nun? Zum Tierarzt? Wir beträufelten das Auge mit Augentrost und Rosalie sperrte ihn oben ein, während ich die Nacht im Wohnzimmer verbrachte, um wenigstens etwas Schlaf zu bekommen.

Um halb vier schrieb sie mir dann eine Nachricht, dass es dem Panther wieder gut gehe und er wieder raus dürfe. Gott sei Dank!

Nun hoffe ich auf eine ruhige Nacht heute Abend in meinem Bett.

Ach ja - ich hab dem Kater ohne Schwanz Unrecht getan. Es ist keine Manx, sondern ein Japanese Bobtail. Er sieht zwar ähnlich aus, ist aber nicht mit der Manx verwandt. Diese Rasse ist in Japan die Glückskatze! Na, dann haben wir jetzt sicher viel Glück, nachdem sie nun täglich vorbei kommt und sich ein paar Streicheleinheiten abholt.

Donnerstag, 11. Juli 2019

Schlimmer Verdacht

Rosalie war schon immer eine kleine Miss Marple und gibt keine Ruhe, bis sie Dingen auf den Grund gehen konnte und Antworten findet.

In diesem traurigen Fall geht es um unser Weisspfötchen. Als sie, gemeinsam mit der Nachbarin, den kleinen Kerl im hohen Gras auf dem Feld fand, sind Beide davon ausgegangen, dass sie einen herausstehenden Knochen gesehen haben.

Rosalie hat das aber keine Ruhe gelassen und so schickte sie die beiden Fotos, die sie vom Fundort machte, an den Tierarzt und das Tierheim. Gestern Abend fühlte ich mich dann auch stark genug, mir die Fotos ebenfalls anzuschauen. Und leider ist es ziemlich wahrscheinlich, dass es sich nicht um einen Knochen, sondern ein Stück Holz handelt, das in der Hüfte steckt. Der Tierarzt bestätigte diesen Verdacht ebenfalls.

Nun ist die Frage, wie das Holz, das durchaus von einem Pfeil stammen könnte, dorthin kommen konnte, und wie tief es im Körper steckte. Die Tierärztin meinte, es könnte vielleicht von einem Klettermanöver stammen. Dagegen spricht, dass es offenbar von hinten eingedrungen ist. Die Katze müsste also rücklings irgendwo herunter gefallen sein, um sich so aufzuspiessen. Das ist doch recht unwahrscheinlich.

Auch der Fundort ist seltsam. Es sieht aus, als hätte jemand die Katze dort im hohen Gras abgelegt. Ich erspare Euch die traurigen Fotos ...

Was ist also wirklich passiert - haben wir vielleicht einen Katzenhasser im Dorf? Merkwürdig ist auch, dass in den letzten vier Wochen mindestens zwei weitere Katzen spurlos verschwunden sind (wir wissen davon durch die Tiermeldezentrale im Internet). Ausserdem vermissen wir mehrere Katzen, die sonst immer nachts ums Haus schlichen. Seit ein paar Tagen ist nachts quasi nichts zu sehen, wo sonst ein reges Treiben herrschte.

Und einer der Kater, die bei uns wohnen, hat zwei Verletzungen auf der Unterseite des Oberkörpers, ebenfalls vom Wochenende. Dort fehlt jetzt das Fell,es scheint ihm weh zu tun und schwillt an, sodass Rosalie beschlossen hat, mit ihm zum Tierarzt zu gehen.

Das ist alles sehr eigenartig. Es kann eine Häufung von Zufällen sein, aber es könnte auch etwas Bösartiges dahinter stecken. Wir überlegen daher, Anzeige gegen unbekannt zu erstatten. Rosalie ärgert sich, dass sie das Weisspfötchen nicht genauer untersucht hat. Aber ich habe ihr abgeraten, den armen Kerl jetzt noch einmal auszugraben. Er soll seine Ruhe geniessen, und wer weiss, ob es etwas bringen würde.

Wir sind nun besorgt wegen der anderen Tiere. Was, wenn da draussen wirklich ein Irrer herum rennt? Wie soll man seine Katzen schützen?

Montag, 8. Juli 2019

Unanständiges Wochenende

Nein, es geht nicht um etwas Intimes, sondern nur um Katzen. :-)

Wenn man sich Haustiere zulegt, dann stellt man meist Regeln auf, um klar zu stellen, was erlaubt ist und was nicht. Eine Regel besagte, dass Katzen nichts auf dem Tisch zu suchen haben. Das haben wir zu Anfang mit viel Mühe versucht: Wenn Henry auf dem Tisch stand, haben wir ihn runter genommen und "nein" gesagt. Mit Vorliebe hat er das Spiel dann fünf Mal und mehr wiederholt, aber wir blieben standhaft.

Seit er viel draussen ist, hatte sich das von allein erledigt, denn er hatte kein Bedürfnis mehr, auch im Haus zu klettern. Nun haben wir ja einige Katzen immer mal zu Besuch, und am letzten Wochenende scheint irgendwie massiver Kuschelbedarf ausgebrochen zu sein. Und so lagen bei uns an einem Tag nacheinander drei Katzen auf dem Küchentisch - und keiner konnte man böse sein ...



Wie will man da streng bleiben ...

Dieser nasse Kerl hier blieb zum Glück unten:



Sie sind schon sehr süss, die kleinen Fellnasen!

Donnerstag, 27. Juni 2019

Nicht bewegen

Nein, ich meine jetzt nicht das "Beamten-Mikado": Wer sich zuerst bewegt, verliert. Es ist die Hitze, die einen fast erstarren lässt. Denn jede Bewegung im Freien ist anstrengend.

Tagsüber ist das hier dank Klimaanlage gar kein Problem. Aber wenn ich dann zum Feierabend das Haus verlasse, schlägt die Hitzekeule zu. Am Auto angekommen, wartet die nächste Herausforderung. Das steht nämlich fast den ganzen Tag in der Sonne, sodass man kaum das Lenkrad anfassen kann, ohne sich die Finger zu verbrennen.

Daheim im Garten zeigen einem dann die Katzen, wie man es richtig macht: Einfach nicht bewegen!



In diesem Sinne: Einen schönen heissen Donnerstag!

Montag, 24. Juni 2019

Ein Sonntag in Paris

Wusstet Ihr, dass man innerhalb weniger Minuten ganz einfach an einen weit entfernten Ort gelangen kann? Und es ist ganz einfach. Ich hab es gestern wieder mal ausprobiert:

Gegen 11 Uhr habe ich mich gemütlich auf den Korbstuhl unter unseren Linden im Garten gesetzt, ein Glas Wasser auf den Tisch gestellt, mein neuestes Buch aufgeschlagen - und kurz danach fand ich mich mitten in Paris wieder.

Meine "alte" Freundin E. hat mir zum Geburtstag den aktuellen Roman von Nicolas Barreau geschenkt. Ich hab alle Bücher von ihm gelesen, dies ist aber das erste gedruckte, das ich besitze. Die anderen Romane habe ich "nur" elektronisch gelesen. Und es fühlte sich gut an, mal wieder ein richtiges Buch in den Händen zu halten!

Eigentlich sind die Geschichten von Nicolas Barreau ja eher etwas für Frauen - romantische Liebesgeschichten, immer mit einem guten Ende, das man meist schon nach rund fünfzig Seiten erahnen kann. So richtig etwas für die Seele. Aber die Leichtigkeit, mit der er schreibt, die kleinen Details, in denen man sich immer mal selbst wieder findet, weil man sie ganz ähnlich erlebt hat - das fasziniert mich und führt dazu, dass ich das Buch kaum mehr aus den Händen legen kann, wenn ich einmal angefangen habe.

Und so waren die gut 300 Seiten kurz nach 17 Uhr durchgelesen und ich fand mich wieder neben meinem Schatz in unserem Garten unter den Linden.

Es war ein schöner Ausflug, fernab von den Sorgen, die uns zurzeit umtreiben, an einem schönen Sommertag in unserem gemütlichen Garten.

Dienstag, 18. Juni 2019

Warum in die Ferne schweifen

Nach fünf freien Tagen muss ich nun heute wieder ins Büro. Aber wenn man das Gefühl hat, der letzte Arbeitstag sei eine kleine Ewigkeit her, dann hat man vermutlich alles richtig gemacht, oder?

Es war wirklich sehr erholsam daheim. Wir haben ein paar Ausflüge gemacht, waren bei Freunden, haben uns Naturgärten in der Nähe von Zug angeschaut, waren lecker Essen mit Blick auf den Zuger See, während Sturm und Regen über das Wasser peitschten, und gestern hatten wir einen gemütlichen Tag im Garten bei sommerlichen Temperaturen und viel Sonne. Und während wir am Teich sassen, stellten wir fest, dass wir eigentlich gar nicht unbedingt verreisen müssen, um Erholung und Ruhe zu finden. Solange wir uns vom Alltag und dem Ärger nicht zu sehr ablenken lassen, können wir uns auch daheim im Garten mit unseren Katzen gut erholen.

Dienstag, 11. Juni 2019

Wenn der Mensch Gott spielt

Nein, ich meine jetzt nicht den Ex von Rosalie, auch wenn der genau so tut und der Meinung ist, er sei der Nabel der Welt und alles, was er sagt, sei Gesetz. Stellt Euch vor, Ihr habt gemeinam mit einem Freund ein Konto. Jeder zahlt 5000 Euro ein, um es bei Bedarf für irgend etwas einsetzen zu können. Nun möchtet Ihr das Konto auflösen und Euer Freund sagt Euch, dass er leider alles ausgegeben habe und Euch nur noch 2000 Euro geben könne, weil er mehr nicht habe. Würdet Ihr Euch darauf einlassen und auf den Rest einfach verzichten, weil der Freund es rücksichtlos für sich verprasst hat und es nicht mehr beschaffen kann?

Genau das verlangt Rosalies Ex derzeit (nur in anderen Dimensionen) ...

Aber das nur am Rande. Eigentlich geht es mir um Manx. Das ist eine schon sehr alte Katzenrasse, die durch Inzucht entstanden ist und einen Gendefekt aufweist, der u. a. dafür sorgt, dass diese Tiere keinen Schwanz haben.

So ein armseliges Geschöpf besucht uns jetzt täglich, holt sich ein paar offenbar dringend benötigte Streicheleinheiten ab und geht dann wieder. Diese Tiere sind bemitleidenswert. Sie werden so gezüchtet, dass nicht nur der Schwanz fehlt, sondern sie auch durch den Körperbau so hoppeln wie Kaninchen. Diese Zucht bringt es ausserdem mit sich, dass viele weitere Schäden auftauchen können. So hat dieses Exemplar offenbar einen Enddarm-Prolaps, was nicht schön aussieht und vermutlich auch schmerzhaft sein dürfte.

Wenn der kleine Kerl vor der Klappe steht und mich sieht, stürmt er herein, wirft sich auf den Boden und schnurrt vor Begeisterung. Mit dem süssen Kater, der von der Natur sehr benachteiligt wurde, muss man einfach Mitleid haben. Ich hab beim Katzengott schon darum gebeten, dass er im nächsten Leben eine normale Katze wird, damit er so richtig toben und vor allem auch klettern kann, wie sich das gehört!


In Deutschland ist die Zucht dieser Rasse wegen Qualzucht inzwischen verboten. In der Schweiz wohl nicht, aber es gibt offenbar so gut wie keine Nachfrage nach Manx, was schon mal gut ist. Aber in England und Skandinavien ist diese Rasse wohl noch recht verbreitet. Mir ist ein Rätsel, wie man so entstellte Tiere schön finden kann.


Montag, 3. Juni 2019

What a great journey!

Der Alltag hat mich wieder. Kaum daheim angekommen, warteten einige unschöne Neuigkeiten, die in der nächsten Zukunft mal wieder für Ärger sorgen werden. Aber dazu in den nächsten Tagen mehr.

Heute soll es nur um unsere schöne Reise nach England gehen. Ich war bis kurz vor dem Abflug skeptisch, ob ich überhaupt fit genug sein würde nach dem schmerzhaften Rücken-Problem. Aber ich war soweit wieder hergestellt, dass ich guten Gewissens in den Flieger steigen konnte.

Und so landeten wir am Sonntag vor einer Woche auf dem Flughafen London City. Ein sehr kleiner, übersichtlicher Flughafen, den ich jedem wärmstens empfehle, der die englische Hauptstadt besuchen möchte. Nahe dem Zentrum, direkt an der Themse. Man hat das Gefühl, im Wasser zu landen. :-)

Wir blieben aber trocken und fuhren dann noch zwei Stunden mit dem Bus Richtung East Anglia. Unser Hotel aus dem 15. Jahrhundert war sehr herzig, absolut nicht barrierefrei und mit Kopf einziehen auf dem Weg ins Zimmer verbunden. Das Abendessen mit drei Gängen war meist ein Genuss, das Frühstück typisch englisch und für deutsche Verhältnisse eher bescheiden. Das "Schlimmste" war der Kaffee, der war ungeniessbar, weil so dünn, dass er als warmes Wasser durchgehen würde. Ab dem zweiten Tag haben wir stets ausdrücklich nach einem extra starken Kaffee gefragt, den konnte man dann trinken.

Von Montag bis Donnerstag unternahmen wir diverse Ausflüge quer durch die Grafschaften Suffolk, Norfolk, Essex, Cambridge. Wir besuchten wunderschöne Gärten, fanden zufällig eine uralte Kirche mit einem sehr romantischen Friedhof, machten einen Ausflug in die Uni-Stadt Cambridge mit ihren 31 Colleges, die sehr an Harry Potter erinnerte, und auch ein Besuch an der Nordsee war Bestandteil des Programmes.

Das Wetter war leider typisch englisch, obwohl die Reiseleiterin versicherte, in diesem Teil des Landes würde es selten regnen ... Na ja, immerhin kam auch mal zwischendurch die Sonne heraus, aber insgesamt war es eher ungemütlich, windig, kühl und eben nass.

Hier noch ein paar wenige Impressionen von den vielen schönen Eindrücken, die wir gesammelt haben.

Sonntag, 26. Mai 2019

Kurzurlaub

Ich bin noch nicht restlos wieder hergestellt, aber ich hoffe, dass ich die Reise und die Ausflüge in die schönen Gärten ohne größere Schmerzen überstehen werde. Gestern habe ich mich gut geschont und brav meine Medizin genommen, die mir zwar Magenschmerzen bereitet, aber die sind leichter zu ertragen als Rückenweh.

Und so werden wir heute Mittag Richtung London City abheben, und falls sich England von seiner guten Seite zeigt und den Regen mal ein paar Tage lang zurück hält, werden wir sicher viele schöne Eindrücke mitnehmen können.

Am kommenden Freitagabend sind wir wieder zurück, und danach gibt es natürlich ein paar Impressionen der Reise hier auf dem Blog.

Bis dahin eine schöne Woche - danke Himmelfahrt/Auffahrt wird sie ja für die Meisten relativ angenehm.

Freitag, 17. Mai 2019

Ziemlich gute Freunde

Diesmal geht es mir nicht um die starren und gruseligen Strukturen in der Behörde, es geht um etwas ganz Natürliches: Die Rangordnung bei Katzen.

Unser Henry war ja bei uns ein "Einzeltier", im Nachhinein nicht gerade eine gute Entscheidung. Solange er im Haus eingeschlossen war und damit auch nie "Besuch" bekam, war er der uneingeschränkte Herrscher daheim. Daran änderte sich zunächst auch nichts, als er Freigänger wurde. Wir haben ihn draussen hin und wieder mal beobachtet, wie er mit einer anderen Katze herum sprang oder auch mal jemanden verjagte.

Aber seit wir nun Dauerbesuch von den Nachbarn haben, hat sich sein Verhalten geändert. Henry selbst ist eher ängstlich und kommt mit einigen Katzen nicht gut aus. Das führt nun auch dazu, dass er sich zum Teil nicht mehr herein traut oder gleich wieder das Weite sucht, wenn er daheim auf einen Konkurrenten trifft. Das macht uns Sorgen, und wir versuchen immer wieder, ihn herein zu locken und zu überreden, auf seinen Lieblingsplätzchen zu schlafen. Mal klappt das, mal möchte er aber auch unbedingt schnell wieder ins Freie.

Es gibt aber offenbar auch Katzen, die noch unter ihm stehen und die dann "des Feldes verwiesen" werden, wenn sie im Garten auftauchen. Und besonders froh sind wir, dass Henry einen Freund gefunden hat, von dem wir früher dachten, es sei ein Mädchen. Schon seit einiger Zeit sehen wir die Beiden immer mal, wie sie gemeinsam durch den Garten toben oder sich necken. Damals wussten wir lange nicht, wer der oder die war. Inzwischen "wohnt" der Freund ja nun auch bei uns, und es ist immer noch süss zu sehen, wie die zwei zusammen auf dem Dachboden toben oder nebeneinander auf der Tischtennisplatte schlafen.

Oder beienander stehen, wenn es ums Fressen geht. Um Henry ein gewisses Privileg zu verleihen, darf er manchmal auf der Küchenplatte seine Mahlzeit einnehmen. Aber das ist natürlich auch für seinen Kumpel sehr verlockend. Und so wartet der Freund ungeduldig, bis Henry endlich fertig wird, um die Reste zu fressen:



Es ist daheim nun immer etwas los. Rosalie meinte heute Morgen, wir können eigentlich gar nicht mehr verreisen wegen der vielen Fellnasen. Manchmal müssen wir regelrecht "jonglieren", damit sich keine benachteiligt fühlt oder Angst bekommt. Wenn hier vier Katzen aus verschiedenen Haushalten gleichzeitig zur Tür herein wollen, ist das gar nicht so einfach. :-) Und wer kann bei so einem Anblick schon widerstehen ...





Donnerstag, 9. Mai 2019

Unser Katzenhaus

Es ist schon verblüffend, was man tags und nachts rund ums Haus beobachten kann, wenn man eine Webcam benutzt: ob Fuchs, Marder oder eben unsere vielen Katzen.

Zwei Strassen weiter gibt es ein Haus mit drei Rassekatzen. Die scheinen sich abzusprechen, denn immer wieder tauchen alle drei bei uns auf. Sie sind ganz verschieden, aber jede für sich ist etwas Besonderes.

Neulich traute ich allerdings meinen Augen nicht. Alle drei sassen gleichzeitig auf der Gartentreppe und warteten auf ... mich?

Vermutlich eher auf ein Leckerli, aber ich musste lachen, als ich die Tür öffnete und die drei da sitzen sah.

Inzwischen haben auch alle drei Tiere die Katzenklappe entdeckt. Da wir die Verriegelung ausgeschaltet haben, spazieren sie nun gern mal eine Runde durchs Erdgeschoss und gehen dann wieder ihrer Wege.

Solange das so bleibt, haben wir nichts dagegen. Schwierig würde es, wenn sie sich entschlössen, bei uns zu schlafen. Dann müssen wir uns etwas einfallen lassen.

Im Bild von unten nach oben: Abessinerkatze, Manx und British Shorthair.

Freitag, 3. Mai 2019

Schnee bis ins Flachland?

Heute Morgen im Autoradio wurde voraus gesagt, dass es am Sonntag Schnee geben wird bis in die unteren Lagen. Und "Flachland" meint in der Schweiz halt Orte bei 400 m ü. M. und höher. Es kann also auch bei uns daheim (590 m) am Wochenende weiss werden. Anfang Mai? Wo ist denn die olle Klimaerwärmung, wenn man sie mal braucht? ;-) Brauchen wir jetzt noch mal Kaminfeuer, Glühwein und eine Kuscheldecke?

Wie es auch kommen mag - machen wir das Beste draus. Schönes Wochenende!