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Donnerstag, 11. April 2019

Sentimental

Während meiner Kindheit habe ich in einem der bekanntesten Chöre des Landes gesungen. Neben diversen (TV-)Auftritten hatten wir fast jeden Donnerstag auch zwei bis drei Stunden am Nachmittag Rundfunk-Produktionen im Studio.

Viele Aufnahmen aus dieser Zeit finden sich auf alten Schallplatten. Oder auch auf Spo*ify. Mit der Installation von smarten Lautsprechern daheim bietet sich dieser Dienst an, um zu Hause per Sprachbefehl und überall im Haus Musik zu hören.

Das geht am besten, wenn man zuvor Playlists aus seinen Lieblingssongs erstellt hat. Um dies zu tun, muss man fleissig im Angebot stöbern. Und dabei bin ich auch auf diverse dieser Lieder aus alter Zeit gestossen. Im Einzelfall lässt sich nicht sagen, ob ich nun gerade bei der einen oder anderen Aufnahme dabei war, da die Lieder immer mal wieder neu produziert wurden. Aber allein das Anhören und Mitsingen der Musik lässt die alten Bilder und Gefühle aus dieser längst vergangenen Zeit wieder zum Vorschein kommen.

Und dann ist alles wieder da: der Probenraum in der Schule, die Chorleiter, Mitschüler, Busfahrten zum Aufnahmestudio, Auftritte im Fernsehen ...

Es ist spannend, was so ein Schlüsselreiz auslösen kann. Und ich lächle dann und denke gern an die alten Zeiten zurück. Es sind überwiegend schöne Erinnerungen und ich bin froh, dass mich meine Eltern damals an diese Spezialschule geschickt haben, die meine Entwicklung intensiv prägte.

Montag, 11. Februar 2019

Heile Welt

Wir sind derzeit dabei, unsere Urlaubspläne abzuklopfen. Ausserdem drängelt der Ex und möchte wissen, ob Rosalie seinem Vorschlag zustimmt: Kinder im Frühling bei uns und im Herbst bei ihm. Nun hatten wir ja eigentlich geplant, im Oktober mit beiden Kindern vielleicht, eventuell, nach Florida ...

Während die Tochter sofort Zustimmung signalisierte, war der Sohn unentschlossen. Da wir nun eine Entscheidung brauchten, haben wir gestern mit Beiden gesprochen. Die Tochter war weiterhin Feuer und Flamme, aber Sohnemann hat keine Lust auf Familienurlaub. Das eigentlich Interessante dabei war aber die Begründung ...

Seit Rosalies Ex eine neue Freundin hat, haben wir immer das Gefühl, sie sei ein Statussymbol für ihn und er stellt sie überall auffällig zur Schau. Als das Verhältnis zu Rosalie noch besser war, sind wir mal an einem Fest bei ihm gewesen. Damals kannten sich die Beiden rund ein halbes Jahr. Was uns sehr irritierte, waren die Fotos, die während der Party in Dauerschleife auf dem TV zu sehen waren: Vorwiegend (Zungen-)Kuss-Selfies der Beiden. Wie bei Teenagern! Und auch das Verhalten des Pärchens wirkte wie ein überzeichnetes Zur-Schau-Stellen des neuen Lebens und der Glückseligkeit. Rosalie fiel ausserdem auf, dass der Ex in Gegenwart seiner Neuen eine Rolle zu spielen schien und gar nicht er selbst war und ständig auf dem Sprung, ihr alles recht zu machen.

Nun sind das natürlich sehr subjektive Beobachtungen aus einer ganz speziellen Sichtweise. Aber genau diese Feststellungen bestätigte uns gestern ganz ungefragt Rosalies Sohn. Man war ja im vorletzten Jahr gemeinsam auf Hawaii: der Ex mit seinen beiden Kindern, die neue Freundin mit ihrer Tochter (alles grosszügigerweise vom Ex bezahlt ...). Und es war offenbar alles sooo (gespielt) harmonisch, das so tolle neue Leben wurde in jeder Sekunde betont, die neue Super-Familie gepriesen, es gab eine WA-Gruppe "Family-Team", dazu die Hektik von sieben Flügen in drei Wochen, Jetlag, täglich jede Menge Aktivitäten ... Das war dem Sohnemann offenbar zu viel.

Er mag darum keinen Familienurlaub mehr, hat aber betont, dass das nichts mit uns zu tun habe, sondern er einfach für sich sein möchte. Das müssen wir natürlich akzeptieren, stellt uns aber vor Probleme. Wir hatten angedacht, in unseren Lieblingshotel zwei Zimmer zu buchen, eines für die Kinder und eines für uns. Wenn nur die Tochter mitkommt, ist das blöd, und ein Zimmer zu dritt wäre auch keine Lösung, denn der Urlaub ist der Moment, in dem wir auch mal wirklich Zeit für uns haben (wollen) ...

Davon abgesehen ist völlig offen, wie viel Geld die Scheidung noch verschlingen wird. Es mag daher ratsam sein, kleine Brötchen zu backen und die schönen Pläne auf ein anderes Jahr zu verschieben. Das wäre zwar bitter, aber rational vielleicht eine sinnvolle Entscheidung.


Donnerstag, 7. Februar 2019

Wunder der Technik

Ich muss schon sagen, dass ich bei genauerer Überlegung selbst als IT-Mensch doch immer wieder mal fasziniert bin, was Technik heutzutage so kann. Gerade bei uns daheim auf dem Land - und verglichen mit Deutschland! Vor unserem Haus wurde ein dünnes Drähtchen in 5m Höhe quer über die Strasse zum nächsten Mast gespannt, und mit diesem schwarzen Kabel bin ich nun in der Lage, mir Live-Bilder von Key West anzschauen, binnen Millisekunden Millionen von Musikstücken abzurufen, meinen Papa nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen und Briefe in nullkommanichts in die ganze Welt zu senden. Ist das nicht eigentlich unvorstellbar?

Begeistert bin ich dabei tatsächlich vom Ausbaustandard hier in der Schweiz. Wenn ich meinen Papa sehe oder auch eine ehemalige Kollegin, die beide mitten in der Stadt wohnen und froh sind, knapp 6000 MBit/s durch die Leitung zu bekommen, und das dann mit uns vergleiche, am Dorfrand, das Drähtchen über der Strasse, und dann rassige 110000 MBit/s ...

Wer erinnert sich noch an alte Zeiten mit analogem Modem und so: Habe ich früher zum Herunterladen eines Liedes fast eine halbe Stunde warten müssen, landet heute ein ganzes Album in einer Minute auf meiner Festplatte. Am besten hat man vorher noch in der Familie gefragt, ob jemand einen Anruf erwartet, damit der Download nicht vielleicht durch ein Anrufsignal unterbrochen wurde.Und soeben hat mein Handy (!) satte 1,8 GB für das neue Android Pie mal eben aus dem Netz gesaugt. Irre.

Man nimmt es heute schon als selbstverständlich hin, dabei ist diese Technik noch gar nicht so alt. Verzichten möchte ich aber nicht mehr darauf. Irgendwie ist es auch cool, meinen smarten elektronischen Zuhörer mal eben zu bitten, Mamma Mia von ABBA zu spielen, und eine Sekunde später läuft der Song auf einem Lautsprecher meiner Wahl.

Die Kehrseite der Medaille sei natürlich auch nicht ganz vergessen: Wenn ich heute sehe, dass Rosalies Kinder keine Sekunde ohne ein Internet-Gerät sein können, mit Handy oder gar Notebook vor der Nase sogar aufs Klo gehen, dann frage ich mich, ob wir "Alten" uns daran gewöhnen müssen, weil es normal geworden ist, oder ob man einschreiten müsste. Obwohl ich nun wirklich kein Handy-Junkie bin, erzählt mir mein Smartphone, dass selbst ich täglich schon zwischen ein und zwei Stunden aktiv mit dem Gerät verbringe. Bei den Kindern ist es vermutlich drei oder vier Mal so viel Zeit, wenn man das Notebook noch dazu rechnet.

Es gibt eine schöne Karikatur zu dem Thema: Früher musste man die Kids an den Haaren ins Haus zerren, heute muss man die Kids an den Haaren ins Freie ziehen. Muss man sich darüber Gedanken machen oder ist das der Lauf der Dinge?

Donnerstag, 21. Juni 2018

Neues aus dem Irrenhaus

Zunächst vielen Dank für die Genesungswünsche! Ich bin zurück im Büro. Ist ja nur ein Tag, denn morgen habe ich frei, und das wird schon irgendwie gehen. Zumindest die Niesanfälle haben nachgelassen, und der Husten wird auch irgendwann mal weniger werden - hoffe ich.

Erinnert Ihr Euch noch an die Geschichte des Ex mit dem Notebook, dass so unheimlich wichtig war? Er hat noch immer nicht aufgegeben und benimmt sich inzwischen wie ein kleines, trotziges Kind, das seinen Willen nicht bekommt. Einfach zum Fremdschämen ...

Rückblende: Rosalies Tochter hatte noch nie einen eigenen PC. Deshalb schenkte Rosalie ihr im vorletzten Jahr ein Notebook. Ein paar Wochen später kam sie plötzlich mit einem Notebook mit Apfel darauf nach Hause. Das hätte ihr der Papili geschenkt. Rosalie war zu Recht erbost. Ihre Tochter meinte ebenfalls, dass sie nun wirklich kein zweites bräuchte, und stattdessen vielleicht, wenn überhaupt, lieber noch ein Tablet hätte. Aber Rückgabe war kein Thema, das Papili war natürlich von seiner Entscheidung nicht abzubringen und "überzeugte" die Tochter von dem ach so tollen Gerät. Nun hat die Tochter also zwei Notebooks, die beide auf dem Schreibtisch stehen ... Schon damals hätte es, wenn überhaupt, eher Sinn gemacht, dem  älteren Sohn ein Notebook zu schenken.

Nun vertritt das Papili ja plötzlich die Ansicht, dass sein Sohn dringend und sofort für die Schule ein Notebook braucht. Diesmal kein Apfel, sondern unbedingt ein Surface (die vermuteten Hintergründe habe ich ja schon geschildert). Dabei schiesst er sich mit seiner Forderung, das Kind bräuchte das Gerät JETZT, sowieso raus, denn JETZT sind Ferien - und damit kann wohl kaum die Schule der Grund für die überstürzte Anschaffung sein. Das Teil würde jetzt erst einmal zwei Monate im Schrank verstauben, weil der heimische PC viel mehr Power hätte als ein Notebook und ohnehin nur zum Spielen gebraucht wird.

Rosalie sprach gestern nochmals mit ihrem Sohn, nachdem der Papa standhaft behauptet hatte, sein Sohn "wünsche jetzt" ein Notebook. Sie erklärte ihm auch, dass wir derzeit dringend eine neue Spülmaschine brauchen, weil das 19 Jahre alte Gerät leider defekt ist, und da der Papa seit Monaten keine Alimente zahlt, derzeit auch kein Geld für ein Geschenk dieser Grössenordnung vorhanden sei. Der Sohn versicherte, dass er wirklich kein Notebook brauche und mit Papili auch in letzter Zeit gar nicht mehr darüber gesprochen hätte. Sie redete ihm noch ins Gewissen, denn wenn er bei seiner Mama etwas Anderes erzählen würde als beim Papa, wäre das eine Katastrophe. Aber er versicherte, dass er nie gesagt hätte, ein Notebook zu brauchen und wolle das seinem Vater auch nochmals so sagen. Rosalie zeigte ihm auch noch den Screenshot mit der offenbar frei erfundenen Behauptung vom Papa, das Notebook wäre sein unbedingter und sofortiger Wunsch. Ob ihm das zu denken gegeben hat?

Kurze Zeit später kam ein Mail vom Ex, der Sohn würde sich bei Rosalie telefonisch melden. Das war gestern Nachmittag. Seitdem ist Ruhe ... Ich hoffe, der Sohn blieb standhaft und hat sich von Papili diesmal nicht bequatschen lassen.

Nochmal zur Erinnerung: Der Ex ist der Meinung, das Gerät sei schulnotwendig (und ausserdem hätten ALLE Kinder ausser seinem Sohn schon ein Notebook), daher müsse es Rosalie als Unterhaltsempfänger bezahlen, aber er als grosser IT-Guru wolle bei der Auswahl helfen, das Gerät selbst kaufen und ihr dann die Rechnung schicken. Das alles ist schon absurd genug. Aber, wie gesagt, die Tatsache, dass es keine solche Forderung der Schule gibt, macht das ganze zur Farce.

Wenn also ein Notebook wirklich mal gekauft würde, dann von Rosalie als Geschenk, und da hat der IT-Experte überhaupt nicht mitzureden. Man darf nun gespannt sein, ob es dem Ex doch gelungen ist, seinen Sohn weich zu kochen, oder ob der bei seiner Meinung geblieben ist, dass ein Notebook derzeit völlig unnötig ist. Es wäre für Papili ein weiterer Rückschlag.

To be continued - fürchte ich ....


Dienstag, 18. April 2017

Französisch kann ich gut

... aber mit der Sprache haperts. Ja, den Spruch kennt man. Ich muss leider wirklich sagen, dass ich von der Möglichkeit, eine einfache Konversation in Frankreich zu führen, noch Lichtjahre entfernt bin.

Das zeigte sich schon auf der Hinfahrt Richtung Côte d'Azur. Gefühlt muss man auf den Autobahnen in Frankreich alle zehn Minuten eine Mautstelle passieren und dort entweder ein Ticket ziehen oder die angefallenen Gebühren berappen. Und prompt beim zweiten Mal muss ich die falsche Gasse erwischt haben, denn der Automat wollte meine Kreditkarte nicht annehmen. Nach kurzer Zeit meldete sich eine menschliche Stimme aus dem Gerät. Zum Glück saß Rosalie ja neben mir und konnte das Problem auflösen. Ich wäre völlig überfordert gewesen. Die Dame aus dem Off schaltete das Gerät ausnahmsweise frei und wir konnten nach Bezahlung durchfahren.

Französisch zu lesen und zu sprechen sind halt zwei Paar Schuhe. Da der Franzose auch dazu neigt, schnell zu sprechen, wird das Verstehen damit noch schwieriger. Ich war nur "froh", dass selbst meine Liebste trotz ihrer großen Erfahrung hin und wieder nachfragen musste.

Aber zurück zu unserem Urlaub. Schön war er, wie erwartet und erhofft. Das Haus, in dem wir wohnten, hatte eine tolle Lage mit Blick aufs Meer, und über das Wetter da unten muss man in der Regel ohnehin kaum ein Wort verlieren ... Bis auf den Donnerstag, an dem es ziemlich stürmte, hatten wir perfektes Frühsommerwetter.

Wenn man mit pubertierenden Kindern  unterwegs ist, steht man vor der Herkules-Aufgabe, sie überhaupt zu irgend etwas zu motivieren, außer im Haus (nicht etwa wenigstens draußen) herum zu liegen und in Handys und Notebooks zu starren. Wir haben daher nach einer guten Mischung zwischen Chillen (was ja auch für uns Erwachene im Urlaub wesentlicher Bestandteil ist) und ein paar Ausflügen gesucht.

Ingesamt ist uns das auch recht gut gelungen. Schwierig wurde es immer dann, wenn wir mal versucht haben, den Kindern die Schönheit der Gegend schmackhaft zu machen und darum darauf bestanden, dass zum Beispiel zumindest im Café mal das Handy in der Tasche bleibt. Die Gesichter der Kinder sprachen Bände: Das ist ja soooo langweilig. Wann fahren wir wieder zurück?

Dabei ist der Charme der Côte d'Azur wirklich eine Augenweide, das südländische Flair einfach traumhaft. Aber so etwas erkennt man vielleicht erst, wenn man älter ist. Ich habe es jedenfalls genossen, einfach nur da zu sitzen, meine Kaffee zu genießen und die Leute zu beobachten oder aufs Meer zu schauen. Wir haben gut gegessen, leckeren Wein aus der Region getrunken und sind schön braun geworden.

Samstagabend waren wir wieder zu Hause, mitten im Regen und bei zehn Grad weniger als am Urlaubsort. Was für ein abruptes Ende. Doch ein paar schöne Erinnerungen haben wir natürlich mitgenommen, auch auf Bildern. Hier sind ein paar davon, u. a. das seltene Exemplar eines Mittelmeer-Laubfrosches, der sich zu uns verirrte hatte.

Der Blick von der Terrasse
Mitten in Südfrankreich
Der Frosch
Noch ein Blick von der Terrasse
Typisch Frankreich
Sonnenuntergang am Meer
Eine Bucht wie aus dem Bilderbuch

Dienstag, 24. Januar 2017

Gänsehaut

Mein Kind, inzwischen erwachsen, hatte vor fast 20 Jahren einen ziemlich schwierigen Start. Er erblickte das Licht der Welt viele Wochen zu früh und es gab unmittelbar nach der Geburt und kurze Zeit später noch einmal Momente, als nicht sicher war, ob er überleben würde.

Das war natürlich auch für uns Eltern eine schwere Zeit. Wir wurden mit der Problematik völlig überrascht. Das Internet war noch jung, es gab kaum Informationen zum Thema, und die täglichen Besuche auf der Intensiv waren sowohl eine psychische als auch physische Extrembelastung.

Aus diesen Erlebnissen heraus engagierte ich mich lange Zeit auf diesem Gebiet. Erst im letzten Jahr, auch bedingt durch den anstehenden Umzug, habe ich mich nun zurück gezogen und jungen Eltern das Feld überlassen. Doch so ganz lässt mich das Thema nicht los, auch wenn mein Sohn heute völlig gesund ist.

Und so wagte ich gestern einen Besuch auf der Station hier bei meinem neuen Arbeitgeber. Wie ich erwartet hatte, war es sehr eindrücklich. Schon beim ersten "bekannten" Geräusch war ich gedanklich wieder im Jahr 1997 und bekam unweigerlich eine Gänsehaut. Diese kleinen Würmchen da liegen zu sehen, ist schon etwas ganz Besonderes. Mein Chef wollte erst gar nicht mitkommen, da er selbst ein kleines Kind hat. Aber er hat mich dann doch begleitet und war nach dem Besuch recht aufgewühlt.

Es ist toll, wozu die Medizin heutzutage in der Lage ist und ich bin sehr dankbar, dass sie meinem Kind damals das Leben retten konnte. Noch einige Jahre zuvor wäre das kaum möglich gewesen.

Montag, 9. Januar 2017

Wer zum Teufel ist S. D.?

Wenn man jung ist, kann man sich nicht vorstellen, dass es einem selbst mal so gehen könnte wie den Eltern, die mit Idolen, Musik und Jargon der Jugend nichts anfangen können. Nun hat es uns aber auch erwischt ...

Die Tochter meiner Liebsten bat uns, ein Bild auszudrucken. Als wir fragten, um wen es sich denn da handelt, erfuhren wir, dass diese "Frau" auf dem Bild Sh*r*n Dav*d sei, eine bekannte Y*uT*berin und neuerdings auch D*D*-Jurorin. Du meine Güte!

Wiki teilte uns außerdem noch mit, dass dieses Geschöpf 21 Jahre alt sei, 1.8 Mio Abonnenten hätte und neben dem eigenen YT-Kanal auch noch singen würde. Wir haben uns kurz mal in einen Ihrer Beiträge (oder wie heißt das richtig?) rein geklickt. Das Gefasel war nicht zu ertragen!

Doch das war nicht einmal das Schlimmste. Diese Frau scheint aus aus der Plastik-Schachtel entstiegen zu sein! Riesige Möpse, die aussehen wie aufgesetzte Melonen-Halbschalen, aufgespritzte Lippen wie bei einer 50jährigen Hollywood-Diva oder einer Gummi-Puppe von Orion, und Klamotten am Leib, die an Barbie erinnern. Hat der schon mal jemand gesagt, dass das nicht hübsch, sondern nur billig aussieht? Wenn ich mir vorstelle, dass DAS ein Vorbild für viele junge Mädchen sein soll, bekomme ich es mit der Angst zu tun.

Aber bei unserer Recherche haben wir auch etwas gelernt - nämlich zwei neue Begriffe! Ich wusste bisher noch nicht, dass ein Hashtag bei Twi**er trenden kann, und das Wort pranken kannten wir bisher nur als Substantiv und Begriff für große Tierfüße. Doch im jugendlichen Neusprech meint es etwas ganz Anderes. ;) Habt Ihr das schon mal gehört?

Dienstag, 29. November 2016

Neues vom Nachwuchs

Die Kommunikation mit meinem Sohn ist momentan etwas schwierig, nachdem ich es gewagt hatte, seine spontane Entscheidung zum Abbruch des Studiums zu kritisieren. Aber es geht ja um Unterhalt, und daher stehe ich mit meiner Ex, bei der mein Kind momentan noch lebt, in Kontakt.

Und so weiss ich, dass die Bemühungen in Richtung einer Ausbildung zum Erzieher offenbar voranschreiten. Seit einer Woche absolviert er dafür bereits ein notwendiges Praktikum, und sowohl er als auch die Angestellten sind nach Aussage meiner Ex begeistert von seinem Engagement.

Nun geht es noch darum, die passende Schule und die richtige Ausbildungsart zu finden. Das Ganze funktioniert als reine Schulausbildung oder auch berufsbegleitend. Beide Möglichkeiten stünden ihm offen und er ist im Gespräch mit verschiedenen Anbietern. Für den Weg der berufsbegleitenden Ausbildung müsste er mindestens 19,5 Stunden pro Woche arbeiten, also rund drei Mal sieben Stunden. Wenn ich dann aus dem Munde eines 19jährigen höre, sieben Stunden Arbeit am Tag wären ja ganz schön viel, läuten bei mir schon wieder die Alarmglocken, aber ich hoffe, dass er diesmal die Zähne zusammenbeissen wird. Und wählt er diesen Weg nicht, sondern macht die Ausbildung "pur" an einer Schule, muss er nebenbei arbeiten, um sich seinen Lebensstandard zu verdienen, und ich glaube nicht, dass es ihm mehr Spass bereiten wird, am Abend und Wochenende Paletten im Supermarkt zu stapeln ...