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Dienstag, 18. April 2017

Französisch kann ich gut

... aber mit der Sprache haperts. Ja, den Spruch kennt man. Ich muss leider wirklich sagen, dass ich von der Möglichkeit, eine einfache Konversation in Frankreich zu führen, noch Lichtjahre entfernt bin.

Das zeigte sich schon auf der Hinfahrt Richtung Côte d'Azur. Gefühlt muss man auf den Autobahnen in Frankreich alle zehn Minuten eine Mautstelle passieren und dort entweder ein Ticket ziehen oder die angefallenen Gebühren berappen. Und prompt beim zweiten Mal muss ich die falsche Gasse erwischt haben, denn der Automat wollte meine Kreditkarte nicht annehmen. Nach kurzer Zeit meldete sich eine menschliche Stimme aus dem Gerät. Zum Glück saß Rosalie ja neben mir und konnte das Problem auflösen. Ich wäre völlig überfordert gewesen. Die Dame aus dem Off schaltete das Gerät ausnahmsweise frei und wir konnten nach Bezahlung durchfahren.

Französisch zu lesen und zu sprechen sind halt zwei Paar Schuhe. Da der Franzose auch dazu neigt, schnell zu sprechen, wird das Verstehen damit noch schwieriger. Ich war nur "froh", dass selbst meine Liebste trotz ihrer großen Erfahrung hin und wieder nachfragen musste.

Aber zurück zu unserem Urlaub. Schön war er, wie erwartet und erhofft. Das Haus, in dem wir wohnten, hatte eine tolle Lage mit Blick aufs Meer, und über das Wetter da unten muss man in der Regel ohnehin kaum ein Wort verlieren ... Bis auf den Donnerstag, an dem es ziemlich stürmte, hatten wir perfektes Frühsommerwetter.

Wenn man mit pubertierenden Kindern  unterwegs ist, steht man vor der Herkules-Aufgabe, sie überhaupt zu irgend etwas zu motivieren, außer im Haus (nicht etwa wenigstens draußen) herum zu liegen und in Handys und Notebooks zu starren. Wir haben daher nach einer guten Mischung zwischen Chillen (was ja auch für uns Erwachene im Urlaub wesentlicher Bestandteil ist) und ein paar Ausflügen gesucht.

Ingesamt ist uns das auch recht gut gelungen. Schwierig wurde es immer dann, wenn wir mal versucht haben, den Kindern die Schönheit der Gegend schmackhaft zu machen und darum darauf bestanden, dass zum Beispiel zumindest im Café mal das Handy in der Tasche bleibt. Die Gesichter der Kinder sprachen Bände: Das ist ja soooo langweilig. Wann fahren wir wieder zurück?

Dabei ist der Charme der Côte d'Azur wirklich eine Augenweide, das südländische Flair einfach traumhaft. Aber so etwas erkennt man vielleicht erst, wenn man älter ist. Ich habe es jedenfalls genossen, einfach nur da zu sitzen, meine Kaffee zu genießen und die Leute zu beobachten oder aufs Meer zu schauen. Wir haben gut gegessen, leckeren Wein aus der Region getrunken und sind schön braun geworden.

Samstagabend waren wir wieder zu Hause, mitten im Regen und bei zehn Grad weniger als am Urlaubsort. Was für ein abruptes Ende. Doch ein paar schöne Erinnerungen haben wir natürlich mitgenommen, auch auf Bildern. Hier sind ein paar davon, u. a. das seltene Exemplar eines Mittelmeer-Laubfrosches, der sich zu uns verirrte hatte.

Der Blick von der Terrasse
Mitten in Südfrankreich
Der Frosch
Noch ein Blick von der Terrasse
Typisch Frankreich
Sonnenuntergang am Meer
Eine Bucht wie aus dem Bilderbuch

Dienstag, 24. Januar 2017

Gänsehaut

Mein Kind, inzwischen erwachsen, hatte vor fast 20 Jahren einen ziemlich schwierigen Start. Er erblickte das Licht der Welt viele Wochen zu früh und es gab unmittelbar nach der Geburt und kurze Zeit später noch einmal Momente, als nicht sicher war, ob er überleben würde.

Das war natürlich auch für uns Eltern eine schwere Zeit. Wir wurden mit der Problematik völlig überrascht. Das Internet war noch jung, es gab kaum Informationen zum Thema, und die täglichen Besuche auf der Intensiv waren sowohl eine psychische als auch physische Extrembelastung.

Aus diesen Erlebnissen heraus engagierte ich mich lange Zeit auf diesem Gebiet. Erst im letzten Jahr, auch bedingt durch den anstehenden Umzug, habe ich mich nun zurück gezogen und jungen Eltern das Feld überlassen. Doch so ganz lässt mich das Thema nicht los, auch wenn mein Sohn heute völlig gesund ist.

Und so wagte ich gestern einen Besuch auf der Station hier bei meinem neuen Arbeitgeber. Wie ich erwartet hatte, war es sehr eindrücklich. Schon beim ersten "bekannten" Geräusch war ich gedanklich wieder im Jahr 1997 und bekam unweigerlich eine Gänsehaut. Diese kleinen Würmchen da liegen zu sehen, ist schon etwas ganz Besonderes. Mein Chef wollte erst gar nicht mitkommen, da er selbst ein kleines Kind hat. Aber er hat mich dann doch begleitet und war nach dem Besuch recht aufgewühlt.

Es ist toll, wozu die Medizin heutzutage in der Lage ist und ich bin sehr dankbar, dass sie meinem Kind damals das Leben retten konnte. Noch einige Jahre zuvor wäre das kaum möglich gewesen.

Montag, 9. Januar 2017

Wer zum Teufel ist S. D.?

Wenn man jung ist, kann man sich nicht vorstellen, dass es einem selbst mal so gehen könnte wie den Eltern, die mit Idolen, Musik und Jargon der Jugend nichts anfangen können. Nun hat es uns aber auch erwischt ...

Die Tochter meiner Liebsten bat uns, ein Bild auszudrucken. Als wir fragten, um wen es sich denn da handelt, erfuhren wir, dass diese "Frau" auf dem Bild Sh*r*n Dav*d sei, eine bekannte Y*uT*berin und neuerdings auch D*D*-Jurorin. Du meine Güte!

Wiki teilte uns außerdem noch mit, dass dieses Geschöpf 21 Jahre alt sei, 1.8 Mio Abonnenten hätte und neben dem eigenen YT-Kanal auch noch singen würde. Wir haben uns kurz mal in einen Ihrer Beiträge (oder wie heißt das richtig?) rein geklickt. Das Gefasel war nicht zu ertragen!

Doch das war nicht einmal das Schlimmste. Diese Frau scheint aus aus der Plastik-Schachtel entstiegen zu sein! Riesige Möpse, die aussehen wie aufgesetzte Melonen-Halbschalen, aufgespritzte Lippen wie bei einer 50jährigen Hollywood-Diva oder einer Gummi-Puppe von Orion, und Klamotten am Leib, die an Barbie erinnern. Hat der schon mal jemand gesagt, dass das nicht hübsch, sondern nur billig aussieht? Wenn ich mir vorstelle, dass DAS ein Vorbild für viele junge Mädchen sein soll, bekomme ich es mit der Angst zu tun.

Aber bei unserer Recherche haben wir auch etwas gelernt - nämlich zwei neue Begriffe! Ich wusste bisher noch nicht, dass ein Hashtag bei Twi**er trenden kann, und das Wort pranken kannten wir bisher nur als Substantiv und Begriff für große Tierfüße. Doch im jugendlichen Neusprech meint es etwas ganz Anderes. ;) Habt Ihr das schon mal gehört?

Dienstag, 29. November 2016

Neues vom Nachwuchs

Die Kommunikation mit meinem Sohn ist momentan etwas schwierig, nachdem ich es gewagt hatte, seine spontane Entscheidung zum Abbruch des Studiums zu kritisieren. Aber es geht ja um Unterhalt, und daher stehe ich mit meiner Ex, bei der mein Kind momentan noch lebt, in Kontakt.

Und so weiss ich, dass die Bemühungen in Richtung einer Ausbildung zum Erzieher offenbar voranschreiten. Seit einer Woche absolviert er dafür bereits ein notwendiges Praktikum, und sowohl er als auch die Angestellten sind nach Aussage meiner Ex begeistert von seinem Engagement.

Nun geht es noch darum, die passende Schule und die richtige Ausbildungsart zu finden. Das Ganze funktioniert als reine Schulausbildung oder auch berufsbegleitend. Beide Möglichkeiten stünden ihm offen und er ist im Gespräch mit verschiedenen Anbietern. Für den Weg der berufsbegleitenden Ausbildung müsste er mindestens 19,5 Stunden pro Woche arbeiten, also rund drei Mal sieben Stunden. Wenn ich dann aus dem Munde eines 19jährigen höre, sieben Stunden Arbeit am Tag wären ja ganz schön viel, läuten bei mir schon wieder die Alarmglocken, aber ich hoffe, dass er diesmal die Zähne zusammenbeissen wird. Und wählt er diesen Weg nicht, sondern macht die Ausbildung "pur" an einer Schule, muss er nebenbei arbeiten, um sich seinen Lebensstandard zu verdienen, und ich glaube nicht, dass es ihm mehr Spass bereiten wird, am Abend und Wochenende Paletten im Supermarkt zu stapeln ...