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Freitag, 7. August 2020

Kurztrip

In diesem Jahr ist vieles anders, und so ist es leider auch mit dem Urlaub. Eigentlich wollten wir morgen Richtung Berlin aufbrechen, doch daraus wird nichts. Neben den im Röntgen sichtbaren Gelenkveränderungen in Rosalies Knie ist die vorläufige Diagnose ein Pseudo-Gichtanfall. Dazu sagt die einschlägige Literatur im Internet, dass sie in diesem Alter meist als sekundäre Erkrankung auftritt. Man müsste also die Ursache herausfinden, aber das interessiert den Hausarzt überhaupt nicht. So muss Rosalie nun selbst auf die Suche gehen und wird sich von einem Endokrinologen untersuchen lassen, da die Symptome für eine Nebenschilddrüsenüberfunktion sprechen könnten.

Die Schmerzen sind leider allgegenwärtig und eine Reise nach Berlin wäre momentan undenkbar. Daher werde ich nun am Sonntag allein aufbrechen. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, denn Rosalie kann sich allein daheim kaum selbst versorgen. Aber die Kinder werden da sein, und falls etwas Dringendes zu erledigen wäre, sind auch Nachbarn und Freundinnen verfügbar.

Da Rosalie schon jetzt bis Ende August krank geschrieben und eine deutliche Besserung nicht in Sicht ist, macht es vermutlich keinen Unterschied, ob ich jetzt oder in zwei Wochen fahre. Und da mein Papa nun gerade 80 Jahre alt wurde, kann und möchte ich auch nicht ganz auf einen Besuch verzichten. Und so habe ich den Aufenthalt in Berlin auf ein Minimum verkürzt und werde nächsten Donnerstag schon wieder zurückkommen. Ausserdem macht das Shoppen mit Maske auch nicht wirklich Spass, Daher wird es im Wesentlichen darum gehen, meinen Papa zu sehen und (hoffentlich) meinen Sohn, und daneben noch ein paar Sachen einzukaufen bzw. bereits getätigte Bestellungen mit nach Hause zu holen.

Den Rest der dreiwöchigen Ferien verbringen wir dann daheim. Die Katzen werden sich besonders freuen, und zumindest müssen wir uns vorerst keine Gedanken machen, wer das Inhalieren bei unserem Kater übernimmt. Und wenn das Wetter schön wird, ist halt unser Garten das tägliche Ausflugsziel.



Montag, 20. Juli 2020

Back home


Ich hab es am Wochenende schon in einem Kommentar erwähnt, aber hier nochmals für alle, die mit uns gehofft haben: Makmak ist seit Freitagnachmittag wieder zu Hause!

Eine abschliessende Diagnose gibt es bisher nicht, am wahrscheinlichsten ist felines Asthma in Verbindung mit einer Lungenentzündung. Nach acht Tagen und 2700 Franken später wurde er in unsere Obhut entlassen und wir sind sehr glücklich.

Ein Wermutstropfen bleibt: Das arme Katerchen muss, vielleicht bis an sein Lebensende, zwei Mal täglich inhalieren. Stellt Euch vor: Kater mit Maske ... Da hat er grosse Freude! Im Internet finden sich diverse Video und Anleitungen, wie man Katzen an die Maske gewöhnen kann, allerdings geht man dort immer davon aus, dass die Katzen Zeit haben, um es zu lernen. Makmak hat aber keine Zeit, denn er braucht sein Medikament zwei Mal täglich. Nun versuchen wir es so sanft wie möglich, mit unzähligen Leckerlis, gutem Zureden und Geduld. Aber letztlich geht es derzeit nur mit einem Handtuch, in das ich ihn einwickle, ihn dann festhalte und fixiere, während Rosalie die Maske aufsetzt und wartet, bis er mindestens fünf Mal geatmet hat. 

Zuletzt rannte er schon weg, als er den Sprühstoss hörte, also müssen wir das jetzt schon in einem anderen Zimmer vorbereiten. Und er wehrt sich natürlich gegen die Maske mit aller Kraft. Armer Makmak, und was machen wir im Urlaub? Wir wissen es noch nicht ...

Falls jemand Erfahrung und den perfekten Tipp für uns hat - immer her damit.

Immerhin - es scheint ihm gut zu gehen und er ist wieder ganz der Alte!




Dienstag, 9. Juni 2020

Mäusejagd

Unsere neueste Mitbewohnerin hat seit einigen Tagen offenbar Freude darin, uns mitten in der Nacht ihre Jagdergebnisse in Form von toten Mäusen vors Bett zu legen, bevor sie ihre Beute auffrisst. Mit lautem Miau läuft sie zunächst durchs ganze Haus, damit es auch jeder hört, zeigt uns dann die toten Tiere und frisst sie anschliessend auf.

Auch am letzten Freitag brachte sie ein Mäuschen mit und legte es ab. Rosalie schaute hin, schaute kurz weg und wieder hin - Maus weg! Aber nicht gefressen, sondern geflüchtet. Sie hockte unter dem Schrank. Und es gibt ja nichts Schöneres, als mitten in der Nacht eine Maus zu fangen.

Es gelang mir, sie unter dem Schrank hervor zu bringen und unter einem grossen Eimer einzusperren. Nun fehlte noch eine grosse Pappe, die ich unter den Eimer schob. Dann konnte ich die Maus hinaus bringen und auf der Strasse freilassen.

Sie flitzte los und ich sagte zu Rosalie: "Da hat sie nochmal Glück gehabt!" Das Glück dauerte 20m, dann sprang Henry von der Mauer und schnappte sich die Maus ...

Mittwoch, 20. Mai 2020

Normalität

Ich hatte mich schnell daran gewöhnt, dass der Weg vom Schlafzimmer ins Büro nur 3 Meter beträgt. Damit ist nun leider Schluss. Ab Montag herrscht hier im Spital wieder Normalbetrieb und ich muss täglich anwesend sein. Vor allem die Zeitersparnis war schon ein schöner Luxus, auch wenn ich mir nicht vorstellen könnte, nur noch von daheim zu arbeiten.

Allerdings werde ich vorläufig auf leisen Sohlen das Haus verlassen, denn der "Rest" der Familie bleibt noch wenigstens für die nächsten zwei Wochen zu Hause. Wenn die "Kinder" dann zu Hause mal aufstehen, hab ich schon fast Feierabend. ;-)

Das Büro wurde inzwischen ein wenig umgeräumt, damit wir so einigermassen den Mindestabstand einhalten können und nicht ständig eine Maske tragen müssen. Die Partnerin meiner Kollegin leidet an einer Immunschwäche, daher ist sie verständlicherweise etwas besorgt, sich hier anzustecken, auch wenn die Gefahr gering ist. Und so werden auch Meetings zum Teil weiterhin als Videokonferenz stattfinden, auch wenn man sich persönlich treffen könnte.

Aber diese Arbeitswoche ist mit dem heutigen Tag beendet, denn auch hier in der Schweiz ist morgen ein Feiertag, der hier "Auffahrt" heisst. Herren- oder Vatertag kennt man hierzulande nicht, es wird also weniger getrunken als in Deutschland. ;-) Aber das Wetter wird herrlich und wir freuen uns auf ein schönes, langes Wochenende.

In diesem Sinne - bis bald!

Donnerstag, 7. Mai 2020

Im Hexenhaus


So langsam gewöhnt sich die neue Mitbewohnerin schon an ihre Wahlheimat und den Alltag bei uns. Ob das nun ein Nickerchen auf meinem "Bürostuhl" im Homeoffice, das gemeinsame Fressen mit Mitbewohnern oder ein gemütliches Päuschen auf dem "Katzensessel" ist. Nach wie vor hat sie Momente, in denen sie nach mir ruft, inzwischen dann auch mal nachts aufs Bett hüpft und sich zufrieden auf meiner Bettdecke niederlässt. Es wird dann hin und wieder mal eng, aber Platz für Menschen im Bett wird auch völlig überbewertet. Da meine Homeoffice-Periode (leider) vorüber ist und der Wecker für die Fahrt ins Büro wieder um halb sechs klingelt, sind die Nächte teilweise dann doch etwas kurz, wenn man immer wieder von schnurrenden Fellnasen geweckt wird. Doch was tut man nicht alles für diese faszinierenden Wesen.



Donnerstag, 30. April 2020

Krabbeltiere

Seit einer Woche haben wir einen neuen Staubsauger. Es ist einer von Dyson, ohne Kabel. Eine praktische Sache im grossen Haus, um nicht ständig das Kabel umstecken zu müssen und auch mal eben schnell den Flur von Katzenhaaren zu befreien.

Die Geräte haben ja keinen Beutel, sondern einen durchsichtigen Plastikbehälter für den Staub und Schmutz. Als Zubehör liegen diverse Düsen und Bürsten bei. Eine davon sei besonders für Tierhaare und tiefsitzenden Staub in Polstern und Betten geeignet. Das haben wir natürlich gleich mal an unserem Laken im Bett ausprobiert. Und wir waren schockiert, wie viel Staub und Schmutzteilchen man mit einem Sauger aus dem doch augenscheinlich sauberen Laken holen kann. Wir werden das mal mit einem ganz frisch gewaschenen Laken wiederholen, um zu sehen, ob es wirklich nur am Gebrauch liegt oder der Staub eben einfach immer vorhanden ist.

Danach möchte man eigentlich lieber im Stehen schlafen. ;-) Erst recht, wenn man sich dann noch vorstellt, dass bis zu 10 Millionen Hausstaubmilben in einem Bett lustig herumkrabbeln, wie dieser Artikel beschreibt. Na dann - gute Nacht!

Mittwoch, 29. April 2020

Hexen-Spielzeug

Die Katzendame, die offenbar inzwischen unser Haus als neues Zuhause ausgewählt hat, ist nun nicht mehr so aggressiv wie zu Beginn. Nachdem ich sie ein paar Mal angepustet habe, wenn sie mich attackierte, passiert das nur noch selten, und wenn, dann nur vorsichtig und offenbar als Zeichen von "Hallo, jetzt kümmere Dich mal um mich, ich bin hier unten!" Und zwar entweder, wenn sie Hunger hat oder Streicheleinheiten einfordert. Und wenn man das verstanden hat, ist sie die liebste Katze von der Welt, gurrt wie ein Täubchen und fühlt sich sichtlich wohl:


Allerdings gibt es auch einen "Haken": Nachdem lange nichts mehr passierte, weil Henry offenbar die Lust verloren hatte, bringt dafür nun Bibi schon zum zweiten Mal eine Maus zum Spielen mit nach Hause. Die erste war tot, jetzt gerade aber sitzt ein lebendes Mäuschen im Wohnzimmer unter einem Schrank, wie mir Rosalie mitteilte. Nun können wir also sehen, wie wir das süsse Tierchen wieder ins Freie bekommen ... Und Bibi schläft gemütlich im Bett.

Dienstag, 14. April 2020

Cruisen in den Sonnenuntergang

Nun sind sie da, unsere neuen Bikes. Und cooool sind sie, und es macht Spass, mit ihnen zu fahren. Strecken, die ich als ungeübter Fahrradfahrer sonst nur schiebend bewältigen würde, kann man mit diesen Velos mühelos absolvieren. Zehn Kilometer sind ein Klacks. So stelle ich mir einen entspannten Ausflug auf zwei Rädern vor! Und hier sind die beiden Flitzer:


Wenn wir nicht unterwegs waren, haben wir viel Zeit im Garten verbracht und das Erwachen der Natur beobachtet - ob die Blumenwiese im Garten oder den Frosch, der es sich auf der Plastikente gemütlich macht. Ostern mal anders ...


    

Donnerstag, 2. April 2020

Katzenbilder

In schweren Zeiten postet man in sozialen Medien ja gern Katzenbilder. Dem kann ich mich natürlich nicht entziehen. ;-)

Zunächst mal Monsieur Hector. Früher blieb er Tag und Nacht im Wohnzimmer. Neuerdings ist er oft schon vor mir im Bett zum Anwärmen:


Und unser neuestes Kätzchen, dass wir vorläufig Bibi getauft haben, da sie sich zu Beginn wie eine Hexe verhalten hat, scheint sich an ihr selbst gewähltes Zuhause zu gewöhnen. Allerdings machen wir uns ein paar "Sorgen" über ihren Zustand. Sie wird immer runder, und wir wissen nicht, ob das am guten Futter liegt oder andere Ursachen haben könnte. Sollte sie tatsächlich niemandem gehören, wäre sie sicherlich auch nicht sterilisiert ... Eine hübsche ist sie jedenfalls auch mit ihrem weissen Schleier:


Und nachdem ich ihr ein paar Mal klar gemacht habe, dass Angriffe auf Menschen nicht so toll sind, hat sie damit momentan auch aufgehört. Wenn sie sich tatsächlich dafür entscheidet, bei uns einzuziehen, und sich niemand findet, der sie vermisst, werden wir mit ihr mal zum Tierarzt gehen. Dann wissen wir zumindest, ob wir uns nun auch noch auf Nachwuchs einstellen müssen.

Wir denken jedenfalls, dass sie noch sehr jung ist. Und toben tut sie auch noch gern und versteckt sich dann in der selbst gebauten Höhle:


Mittwoch, 1. April 2020

Zügige Bise

Es ist April und man friert immer noch auf dem Weg ins Büro? Das geht ja gaaar nicht! Schuld ist hier nicht nur die kalte Luft, sondern es kommt noch ein Schweizer Wetterphänomen dazu: die Bise. Sie entsteht bei bestimmten Hochdruckwetterlagen mit Ostwind. Durch die geographische Besonderheit mit den Alpen im Süden und dem Jura im Norden entsteht eine Art Sog, der die Luftmassen beschleunigt und nun die ohnehin schon kühle Luft noch kälter erscheinen lässt.

Diese Bise war bissig heute Morgen. Aber nun kann ich mich aufwärmen im Büro, mit Kaffee und Wasser möglichst einigeln und den Tag ohne Viren überstehen ...

Bleibt gesund!


Mittwoch, 25. März 2020

Zurück an der Front

Um die Gefahren einer Ansteckung für das Team zu minimieren, haben wir uns die Anwesenheitstage aufgeteilt. In der Regel ist immer nur einer im Büro, die anderen machen Homeoffice. Das klappt ganz gut, und ich muss sagen, dass ich mich durchaus daran gewöhnen könnte, zumindest einen Tag pro Woche von zu Hause aus zu arbeiten. Mal schnell den Kater füttern oder in der Küche etwas zu essen holen, die Pause im Garten verbringen, und natürlich der extrem kurze Heimweg - das hat schon was!

Wie lange das noch so geht, steht in den Sternen. Vorerst staune ich, dass hier im Spital die Lage offenbar noch relativ ruhig ist. Schaut man die Nachrichten, vor allem über das Tessin und die dortigen Krankenhäuser, bekommt man ein mulmiges Gefühl. Davon ist hier jedoch noch gar nichts zu sehen. Wann wird sich das ändern?

Wir hier in der IT versuchen uns so gut es geht zu schützen und so selten wie möglich auf die Stationen zu gehen. Ob uns das vor einer Ansteckung schützen wird, werden wir sehen. Jetzt beginnen meine beiden Bürotage für diese Woche ...

Montag, 16. März 2020

Heute Morgen

... war ich der Einzige, der aufstehen musste. Die restliche Family darf daheim bleiben und schläft wohl noch. Ansonsten allerdings war der Unterschied auf den Strassen kaum zu spüren. Business as usual.

Sollte allerdings das öffentliche Leben auch hier weiter eingeschränkt werden, wird sich das wohl bald ändern. Hier im Spital sind die administrativen Tätigkeiten nach Möglichkeit von daheim zu erledigen, was beim IT-Support technisch möglich ist. Aber es gibt halt immer wieder Situationen, in denen die Anwesenheit vor Ort nötig ist. Insofern werden wir den Tag mal abwarten und überlegen, ob und wie wir hier etwas organisieren können, um die Risiken einer Ansteckung zu minimieren.

Also: schön gesund bleiben!

Donnerstag, 12. März 2020

Da geht einem das Herz auf

Wir haben ja seit ein paar Wochen einen neuen Gast. Dank Webcam haben wir ihn schon eine Weile beobachtet, wie er ums Haus schlich und heimlich Futter klaute. Sobald man aber die Tür öffnete, nahm er ganz scheu Reissaus.

Eines Tages änderte sich das. Ich öffnete die Tür, hörte es unten mauzen und die Fellnase kam die Treppe herauf, um sich neugierig umzuschauen.

So ging das jetzt eine ganze Weile, wobei ich ein etwas angespanntes Verhältnis zu dem Racker hatte, weil er mich immer mal wieder ohne Vorwarnung angriff. Die "Kinder" dagegen konnten ihn immer streicheln. Sehr merkwürdig und ungewöhnlich.

Vorgestern kam er oder sie wieder zu Besuch. Nachdem der Bauch gefüllt war, legte sich das Tierchen auf einen Tisch und beobachtete mich auf dem Sofa daneben.


Nach ein paar Minuten setzte es sich plötzlich auf, sprang zu mir aufs Sofa, hockte sich neben mich, mauzte, liess sich ein paar Mal streicheln - und legte sich dann entspannt an meinen Oberschenkel.

Es ist ein tolles Gefühl, wenn einem ein Tier sein Vertrauen schenkt und das dann auch gleich so deutlich zeigt. Man muss ihm halt Zeit geben und geduldig sein, ohne etwas einzufordern. Hier hat es viele Wochen gedauert, bis das Eis gebrochen war. Aber die Geduld zahlt sich aus und man wird mit Zuneigung belohnt.

Wir sind nicht sicher, ob es sich um ein ganz junges oder einfach ein kleines Kätzchen handelt. Zuletzt konnten wir ein paar Mal zuschauen, wohin es läuft, wenn es unser Grundstück verlässt, und es scheint, als würde es unter einem alten Wohnwagen zwischen Planen und Containern "wohnen". Falls es jetzt noch öfter zu uns kommt, werden wir mal die Nachbarn, auf deren Grundstück der "Schrott" steht, fragen, ob sie das Tier kennen und es womöglich doch zu ihnen gehört. Vielleicht aber ist es irgendwo entlaufen oder ausgesetzt worden? Im Zweifel gibt es mal wieder eine Fundmeldung im Netz und wir schauen, ob es jemand vermisst.

Und falls nicht, darf es natürlich auch bei uns wohnen, wenn es möchte. Dann haben wir halt eine Katze mehr im Haus. Es wäre bereits der vierte Streuner bei uns, wovon zwei ja leider schon gestorben sind.

Update - am Sonntagabend ist dann dieses Foto entstanden. Ich glaube, da fühlt sich jemand richtig wohl bei uns:


Dienstag, 10. März 2020

Autsch!

Einige der Fellnasen daheim statten uns nachts gern mal einen Besuch im Bett ab. Der jüngste Neuzugang steigt in der Regel immer auf meiner Seite ein, legt sich auf mich oder schnurrt so lange, bis ich endlich wach werde und ihm etwas zu fressen hinstelle.

Am Samstag hat er sich beim Sprung leider verschätzt. Er rutschte ab und versuchte dann, sich mit den Vorderpfoten festzuhalten. Leider war mein Gesicht zu nah an der Bettkante, und so bekam ich einen tiefen Kratzer quer über die Nase. Es blutete wie auf einer Schlachtbank und nun trage ich ein hübsches Pflaster mitten im Gesicht, damit möglichst keine Narbe entsteht. Natürlich werde ich ständig gefragt, ob ich mich geprügelt hätte ...

Ein neues Passbild würde ich derzeit jedenfalls ungern machen müssen. Aber bis ich gross bin, wird schon alles wieder gut werden. :-)

Dienstag, 3. März 2020

Testfahrt

Gestern haben wir drei verschiedene e-Bikes zum Testen erhalten. Eine Woche lang können wir nun ausprobieren, welcher Motor und welche Konstruktion für uns und das hügelige Gelände am besten passen. Leider ist das Wetter nicht optimal dafür, aber die Firma hat gerade besondere Angebote, daher mussten wir diesen ungünstigen Termin wählen.

Fest steht jetzt schon, dass wir nur die langsamen Motoren mit 25 km/h kaufen werden. Für unsere Ansprüche ist das schnell genug! Ausserdem braucht es dafür weder Versicherung noch Plakette. Und wir wollen ja gemütlich durch die Landschaft cruisen und keine Rennen veranstalten.

Ich bin gespannt und freue mich auf die Probefahrt, sobald es mal nicht regnet, denn bisher habe ich noch nie auf einem e-Bike gesessen

Wir haben uns fest vorgenommen, die Räder dann auch ausgiebig zu nutzen. Die Komoot-App habe ich schon installiert und mir die Routen für die Region herunter geladen. Sobald wir dann die Bikes geliefert bekommen haben und das Wetter besser ist, werden wir los fahren und Natur und Umgebung erkunden!

Donnerstag, 27. Februar 2020

Es wird hektisch

Seit gestern sorgt der Virus auch hier für rege Betriebsamkeit: Krisenstab, Hotline, Isolationsbereich.

Ist vielleicht ganz gut, dass ich ein langes Wochenende habe und ab morgen damit drei Tage lang zu Hause bleiben kann.

Also - bleibt gesund und ein schönes Wochenende!

Dienstag, 25. Februar 2020

Sie ist schuld

Ich war noch gar nicht lange in der Schweiz angekommen, als ich an einem Samstag vor drei Jahren allein daheim war. Rosalie musste etwas erledigen, und so verbrachte ich den Tag gemütlich im Wohnzimmer.

Wie genau ich darauf aufmerksam wurde, weiss ich nicht mehr, jedenfalls bemerkte ich im Garten ein offenbar noch ganz junges Kätzchen, das neugierig über die Terrasse spazierte. Kaum hatte ich die Tür geöffnet, flitzte sie die Treppe herauf zu mir und stand schon im Wohnzimmer. Völlig sorglos begann sie sofort, das Haus zu inspizieren, schnupperte überall, sprang auf den Tisch, und kurze Zeit später sass sie bei mir auf dem Sofa!

Sie warf sich auf die Kissen und wollte unbedingt bekuschelt werden. Dem Wunsch kam ich gern nach, und so blieb sie mehrere Stunden bei mir, bis Rosalie mich abholte und wir gemeinsam das Haus verlassen mussten. Ich brachte sie sanft nach draussen auf die Treppe. Danach sahen wir sie tagelang gar nicht mehr und erfuhren erst viel später, dass sie einem unserer Nachbarn gehört. Vermutlich war sie noch viel zu jung, um draussen zu sein.

Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch stark allergisch war, begannen die bekannten Reaktionen an diesem Tag erst rund acht Stunden später, aber dafür um so heftiger. Doch trotz der Attacken war der Wunsch wieder wach, selbst ein Kätzchen haben zu können. Bei diesem Anblick und dem wohligen Schnurren wird einem nun mal warm ums Herz:


Es schien mir zu diesem Zeitpunkt aber unmöglich und so geriet dieser Tag etwas in Vergessenheit. Erst, als wir dann Monate später Bilder von unserem Henry sahen, der gerade geboren war, begann ich intensiv, nach einer Lösung für mein Allergie-Problem zu suchen. Und die hab ich ja zum Glück gefunden.

Die Schwarznase haben wir seit dem nur noch selten gesehen. Sie wurde immer mehr scheu und traute sich nur nachts in den Garten. Doch vor ein paar Tagen kam sie mal wieder näher und liess sich von mir streicheln - ziemlich genau drei Jahre später:



Nun ist sie eine stattliche Katze, aber mit ihrer auffälligen Zeichnung immer noch sehr speziell!

Wäre sie nicht gewesen, würde unser Schlössli heute womöglich kein Katzenparadies sein. Und da es wieder wärmer wird, geniessen unsere Fellnasen schon wieder die Sonne im Garten:







Freitag, 14. Februar 2020

Ein neuer Gast

In unserem Tierasyl ist irgendwie immer etwas los. Nicht nur Füchse, Igel, Marder und Mäuse, vor allem natürlich Katzen gehen aus und ein im Garten. Aktuell sind vier Fellnasen bei uns zu Hause, fünf weitere von den Nachbarn kommen täglich kurz zu Besuch. Und drei Katzen, auch zugelaufen, haben wir leider schon verloren.

Seit Monaten erscheint nun ein neuer Asylbewerber. Ihn oder sie, wir haben das Tier wieder Weisspfötchen genannt, konnten wir zu Anfang nur über die Webcam beobachten, weil es beim leisesten Geräusch das Weite gesucht hat. Es kam jedoch jeden Abend und suchte gierig nach Futter.

Dann, von einem Tag zum anderen, hat es seine Scheu verloren. Ich hatte die Tür zur Terrasse geöffnet, hörte es unter der Bank mauzen und schwups - kam Weisspfötchen die Treppe hinauf und stand im Wohnzimmer. Direkt hinter der Tür stand ein Futternapf, und es frass und frass und frass ...

So geht das nun seit Wochen. Weisspfötchen kommt in der Regel erst nach Einbruch der Dunkelheit, sitzt vor der Tür und mauzt herzerweichend, bis es endlich jemand herein lässt. Dann frisst es, dreht eine Runde durch das Wohnzimmer und geht wieder.

Seit zwei Tagen hat es nun das Bett im Gästezimmer entdeckt. Als ich es neulich herein liess und kurz das Zimmer wechselte, war es anschliessend verschwunden - und hatte es sich im Bett gemütlich gemacht. Da ich es nicht vertreiben wollte, liess ich es liegen in der Hoffnung, dass es irgendwie allein mit der Katzenklappe klar kommen würde, wenn es nach draussen will. Und tatsächlich öffnete es nach zwei Stunden Schlaf die Klappe fast so, als würde es das seit Jahren machen.

Vorgestern kam die Katze wieder gegen 22 Uhr zu uns. Ich liess sie herein - und dann verbrachte sie gleich mal die ganze Nacht auf dem Bett!

Ihr Verhalten ist allerdings sehr ungewöhnnlich. Mit den anderen Katzen im Haus hatte sie zu Beginn Probleme (was ja normal ist), aber zum Teil scheinen sie sich inzwischen schon arrangiert zu haben und lagen schon zu zweit im Bett. :-) Aber mit Menschen kann das Weisspfötchen scheinbar nicht gut umgehen. Es kommt auf einen zu, mauzt einen bettelnd an, und hockt man sich hin, streicht es einem um die Beine, als wäre es immer unter Menschen gewesen. Aber wehe, man streckt den Arm aus und versucht es zu streicheln! Dann stellt es sich blitzschnell auf die Hinterbeine und man bekommt mit beiden Vorderpfoten eine gewischt, so als würde ein Mensch einem mit beiden offenen Händen je eine Backpfeife geben. Das Gleiche hat es auch schon mit meinem Bein gemacht, als ich neben ihr her lief. Dazu knurrt es dann kurz und geht nach der Attacke auf einen Meter Abstand.

Wir fragen uns, warum es sich so aggressiv verhält? Ist das Tier doch nicht an Menschen gewöhnt und hat Angst, oder hat es vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht? Wir wissen natürlich auch nicht, woher es kommt. Ich habe schon ein paar Mal beobachtet, in welche Richtung es verschwindet. Dort gibt es aber kaum Häuser und es ist fast ausgeschlossen, dass es dort "wohnt", denn wir kennen die Bewohner recht gut. Vielleicht kommt es von einem Bauernhof? Abgemagert und verwahrlost sieht es nicht aus, aber das hat ja nicht so viel zu sagen. Schaut selbst:


Donnerstag, 13. Februar 2020

Unsere Glückszahl

Für einige Menschen bedeutet diese Zahl Unglück, für uns ist sie schon immer etwas Besonderes gewesen. Daher erscheint sie bei einem ganz wichtigen Datum gleich zwei Mal: 13.02.2013. An diesem Tag, genau vor sieben Jahren, habe ich Rosalie zum ersten Mal getroffen!

Wir haben also heute einen Grund zum Feiern. Und so viel ist seit jenem Tag, den ich noch gut in Erinnerung habe, passiert. Darüber habe ich auf diesem Blog ja ausführlich berichtet. Unzählige Kilometer habe ich im Flugzeug zwischen Berlin und Zürich zurückgelegt, sodass ich mit den vielen gesammelten Meilen jetzt zumindest knapp die Hälfte des Flugtickets für unsere nächste USA-Reise bezahlen konnte.

Inzwischen bin ich auch schon mehr als drei Jahre in meiner neuen Heimat. Wo ist nur die Zeit geblieben? Mein "altes Leben" liegt gefühlt schon eine Ewigkeit zurück.

Da wir das berühmte verflixte Jahr nun überstanden haben, wird es Zeit für neue Ziele. Jetzt, wo Rosalies Scheidung endlich überstanden und auch das Gerichtsverfahren gegen die Bauspekulanten gewonnen ist, bedeutet das vor allem, uns mehr um unsere Gesundheit zu kümmern. Mich plagt immer noch der Rücken, Rosalie zwickt und zwackt es in allen möglichen Gelenken. Das muss jetzt besser werden, und das wird es natürlich nicht von allein ...

Heute Abend werden wir erst eiinmal mit einem Glas Wein anstossen und dann gemütlich ins lange Wochenende starten.


Dienstag, 11. Februar 2020

Räudig

Ich muss zugeben, dass ich dieses Wort bisher nur im Zusammenhang mit einer abwertenden Äusserung kannte. Dank unserer Webcam habe ich nun gelernt, woher der Begriff tatsächlich kommt.

Das Foto scheint einem postapokalyptischen Gruselfilm entnommen zu sein, entstand aber vor unserer Gartentür. Und wie ich nun weiss, leidet dieser arme Fuchs an der Fuchsräude. Schuld sind sogenannte Grabmilben. Sie bohren sich in die Haut und legen dort ihre Eier ab. Allein das ist schon gruselig. Der Fuchs verliert dann sein Fell oder reisst es sich wegen des Juckreizes aus. Zumeist sterben die Tiere nach etwa drei Monaten daran.

Zum Glück ist diese Krankheit für Katzen und Menschen ungefährlich. Aber der Fuchs ist schon bemitleidenswert. Rosalie hat den Wildhüter angerufen, der ihr erzählte, dass es momentan sehr viele solcher Beobachtungen gibt. Offenbar grassiert diese blöde Milbe derzeit in unserer Region. Wird so ein Tier beobachtet, sollte es erlegt werden, um sein Leiden zu beenden und die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Ich hoffe, dieses Tier hier hat es bald hinter sich ...