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Montag, 1. Juli 2019

Schöner wohnen

Bei der momentanen Hitze hat man die Wahl, im Haus zu bleiben, wo die Temperaturen dank der alten und dicken Mauern noch erträglich sind, oder sich entweder ein schattiges oder kühles nasses Plätzchen im Garten zu suchen.

Rosalie hat sich schon lange in den Kopf gesetzt, einen Pool im Garten aufzustellen. Keinen Kinder-Plansch-Pool, sondern etwas "Richtiges". Nun kam die Lieferung letzte Woche und wir hätten das Teil gern aufgestellt. Wir mussten dann aber aufgeben, weil wir im gesamten Garten keine Fläche gefunden haben, die eben ist. So ist das halt in einem bergigen Land ... Bei der Grösse des Pools reicht schon ein geringes Gefälle, um die Standhaftigkeit zu gefährden, und das wollten wir nicht riskieren. Nun brauchen wir erst einmal starke Hände, um eine Fläche von 12 m2 zu begradigen.

Also erst mal kein Pool. Dann also die neuen Gartenliegen aufstellen! Tja, leider war das auch nicht so einfach wie gehofft. Die Beine waren schlecht gesägt und die Schrauben dafür zum Teil zu lang, sodass wir sie nicht befestigen konnten. Mit zu Unterlegscheiben umgewandelten Filzklebern für Stuhlbeine haben wir es am Ende geschafft:



Mit uns hat es sich dann gleich ein Kater gemütlich gemacht, erst auf der Liege, dann darunter:



Viel bewegen konnte man sich bei 35°C wirklich nicht, zumal kaum ein Lüftchen wehte - das kam dann erst mit Macht in der Nacht, als ein Sturm über den Ort fegte und Äste und Blumentöpfe durch die Luft wirbelte.

Zuvor suchten bei der Hitze offenbar nicht nur die Katzen ein schattiges Plätzchen. Auch Flip war zu Gast und winkte durch die Scheibe:



Ein imposantes Kerlchen!

Mitte der Woche soll es sich auf 26°C "abkühlen", Regen ist aber nicht in Sicht. Wir werden also weiter schwitzen.


Donnerstag, 27. Juni 2019

Nicht bewegen

Nein, ich meine jetzt nicht das "Beamten-Mikado": Wer sich zuerst bewegt, verliert. Es ist die Hitze, die einen fast erstarren lässt. Denn jede Bewegung im Freien ist anstrengend.

Tagsüber ist das hier dank Klimaanlage gar kein Problem. Aber wenn ich dann zum Feierabend das Haus verlasse, schlägt die Hitzekeule zu. Am Auto angekommen, wartet die nächste Herausforderung. Das steht nämlich fast den ganzen Tag in der Sonne, sodass man kaum das Lenkrad anfassen kann, ohne sich die Finger zu verbrennen.

Daheim im Garten zeigen einem dann die Katzen, wie man es richtig macht: Einfach nicht bewegen!



In diesem Sinne: Einen schönen heissen Donnerstag!

Montag, 24. Juni 2019

Ein Sonntag in Paris

Wusstet Ihr, dass man innerhalb weniger Minuten ganz einfach an einen weit entfernten Ort gelangen kann? Und es ist ganz einfach. Ich hab es gestern wieder mal ausprobiert:

Gegen 11 Uhr habe ich mich gemütlich auf den Korbstuhl unter unseren Linden im Garten gesetzt, ein Glas Wasser auf den Tisch gestellt, mein neuestes Buch aufgeschlagen - und kurz danach fand ich mich mitten in Paris wieder.

Meine "alte" Freundin E. hat mir zum Geburtstag den aktuellen Roman von Nicolas Barreau geschenkt. Ich hab alle Bücher von ihm gelesen, dies ist aber das erste gedruckte, das ich besitze. Die anderen Romane habe ich "nur" elektronisch gelesen. Und es fühlte sich gut an, mal wieder ein richtiges Buch in den Händen zu halten!

Eigentlich sind die Geschichten von Nicolas Barreau ja eher etwas für Frauen - romantische Liebesgeschichten, immer mit einem guten Ende, das man meist schon nach rund fünfzig Seiten erahnen kann. So richtig etwas für die Seele. Aber die Leichtigkeit, mit der er schreibt, die kleinen Details, in denen man sich immer mal selbst wieder findet, weil man sie ganz ähnlich erlebt hat - das fasziniert mich und führt dazu, dass ich das Buch kaum mehr aus den Händen legen kann, wenn ich einmal angefangen habe.

Und so waren die gut 300 Seiten kurz nach 17 Uhr durchgelesen und ich fand mich wieder neben meinem Schatz in unserem Garten unter den Linden.

Es war ein schöner Ausflug, fernab von den Sorgen, die uns zurzeit umtreiben, an einem schönen Sommertag in unserem gemütlichen Garten.

Dienstag, 18. Juni 2019

Warum in die Ferne schweifen

Nach fünf freien Tagen muss ich nun heute wieder ins Büro. Aber wenn man das Gefühl hat, der letzte Arbeitstag sei eine kleine Ewigkeit her, dann hat man vermutlich alles richtig gemacht, oder?

Es war wirklich sehr erholsam daheim. Wir haben ein paar Ausflüge gemacht, waren bei Freunden, haben uns Naturgärten in der Nähe von Zug angeschaut, waren lecker Essen mit Blick auf den Zuger See, während Sturm und Regen über das Wasser peitschten, und gestern hatten wir einen gemütlichen Tag im Garten bei sommerlichen Temperaturen und viel Sonne. Und während wir am Teich sassen, stellten wir fest, dass wir eigentlich gar nicht unbedingt verreisen müssen, um Erholung und Ruhe zu finden. Solange wir uns vom Alltag und dem Ärger nicht zu sehr ablenken lassen, können wir uns auch daheim im Garten mit unseren Katzen gut erholen.

Montag, 3. Juni 2019

What a great journey!

Der Alltag hat mich wieder. Kaum daheim angekommen, warteten einige unschöne Neuigkeiten, die in der nächsten Zukunft mal wieder für Ärger sorgen werden. Aber dazu in den nächsten Tagen mehr.

Heute soll es nur um unsere schöne Reise nach England gehen. Ich war bis kurz vor dem Abflug skeptisch, ob ich überhaupt fit genug sein würde nach dem schmerzhaften Rücken-Problem. Aber ich war soweit wieder hergestellt, dass ich guten Gewissens in den Flieger steigen konnte.

Und so landeten wir am Sonntag vor einer Woche auf dem Flughafen London City. Ein sehr kleiner, übersichtlicher Flughafen, den ich jedem wärmstens empfehle, der die englische Hauptstadt besuchen möchte. Nahe dem Zentrum, direkt an der Themse. Man hat das Gefühl, im Wasser zu landen. :-)

Wir blieben aber trocken und fuhren dann noch zwei Stunden mit dem Bus Richtung East Anglia. Unser Hotel aus dem 15. Jahrhundert war sehr herzig, absolut nicht barrierefrei und mit Kopf einziehen auf dem Weg ins Zimmer verbunden. Das Abendessen mit drei Gängen war meist ein Genuss, das Frühstück typisch englisch und für deutsche Verhältnisse eher bescheiden. Das "Schlimmste" war der Kaffee, der war ungeniessbar, weil so dünn, dass er als warmes Wasser durchgehen würde. Ab dem zweiten Tag haben wir stets ausdrücklich nach einem extra starken Kaffee gefragt, den konnte man dann trinken.

Von Montag bis Donnerstag unternahmen wir diverse Ausflüge quer durch die Grafschaften Suffolk, Norfolk, Essex, Cambridge. Wir besuchten wunderschöne Gärten, fanden zufällig eine uralte Kirche mit einem sehr romantischen Friedhof, machten einen Ausflug in die Uni-Stadt Cambridge mit ihren 31 Colleges, die sehr an Harry Potter erinnerte, und auch ein Besuch an der Nordsee war Bestandteil des Programmes.

Das Wetter war leider typisch englisch, obwohl die Reiseleiterin versicherte, in diesem Teil des Landes würde es selten regnen ... Na ja, immerhin kam auch mal zwischendurch die Sonne heraus, aber insgesamt war es eher ungemütlich, windig, kühl und eben nass.

Hier noch ein paar wenige Impressionen von den vielen schönen Eindrücken, die wir gesammelt haben.

Donnerstag, 2. Mai 2019

Gierige "Regierungen"

Die Struktur aus Bund, Kantonen und Gemeinden in der Schweiz mit ihren ausgeprägten eigenen Kompetenzen ist für deutsche Verhältnisse schon ungewohnt. Das fängt bei den sehr unterschiedlichen Feiertagsregelungen an (es gibt nur einen gesetzlich festgelegten Tag für die ganze Schweiz, das ist der Nationalfeiertag, alle anderen Feiertage legt der Kanton fest), und hört bei den völlig unterschiedlichen Steuern auf.

Man zahlt hier Bundessteuern, die sind natürlich einheitlich. Darüber hinaus Kantonssteuern und Gemeindesteuern. Und da fangen die grossen Unterschiede schon an. Jeder Kanton legt seinen Steuersatz selbst fest, und jede Gemeinde auch. Damit kann es sein, dass zwei benachbarte Gemeinden extrem unterschiedliche Steuersätze haben. Die Gemeindesteuern betragen einen bestimmten Prozentsatz der Kantonssteuern, die Schwankungen sind enorm. Es gibt Gemeinden mit 60%, wir liegen bei schon recht hohen 85% der Kantonssteuern.

Dies haben wir der letzten Fusion zu verdanken. Die Schweiz ist bemüht, die Anzahl der Gemeinden zu verringern, in dem sie die Kantone drängt, einzelne Dörfer und Städte verwaltungstechnisch zusammen zu legen. Grundsätzlich ist das sicherlich eine gute Idee, aber die Gefahr ist, dass einzelne Gemeinden dabei unter die Räder kommen. Man kann eben nicht mal eben so relativ grosse Städte einfach mit ganz kleinen Gemeinden in der Nähe zusammen legen und denken, es wird für alle ein Gewinn. Genau das hat man den Einwohnern in unserem Dorf versprochen, und trotz aller Bedenken und Warnungen verschiedener Menschen, auch von uns, hat sich letztlich eine Mehrheit für die Fusion ausgesprochen, weil sie den tollen Visionen geglaubt hat.

Davon ist leider, wie zu erwarten war, nichts übrig geblieben. Unser Dorf spielt in der grossen Stadt so gut wie keine Rolle, die Verwaltung gleicht alle Reglemente Schritt für Schritt an, ohne auf die besondere Situation der Dörfer in irgendeiner Weise Rücksicht zu nehmen. Und natürlich wird alles teurer. Als Erstes wurde gleich mal die Grundsteuer verdoppelt und in der Höhe damit der grossen Stadt angepasst. In der Stadt sind natürlich die Parzellen in der Regel kleiner, weil verdichtet gebaut wird. In den historischen Dörfern hatten und haben die Bauernhöfe schon immer mehr Fläche gehabt, die sie natürlich auch benutzen. Interessieren tut das niemanden in der Verwaltung - eine Gemeinde, ein Steuersatz, fertig.

Genauso zeichnet sich das nun beim Abwasser ab. Rosalie kam gestern völlig genervt von der Info-Veranstaltung zurück. In unserem Dorf galt bisher eine durchaus faire Regelung, die bei der Grundgebühr im Wesentlichen auf die Anzahl der Wohneinheiten abstellte. Macht ja auch Sinn - je mehr Menschen auf einem Grundstück wohnen, desto mehr Abwasser wird produziert.

Davon will man nun plötzlich nichts mehr wissen. Neu soll jetzt nach Fläche bezahlt werden. Nach Fläche!! Heisst, wer einen grossen Garten hat, wird bestraft mit Abwassergebühren - also Gebühren für Wasser, das im Garten versickert und im Grundwasser auf natürlichem Wege ankommt. Auch hier wieder die tolle Argumentation der Verwaltung: Das sei halt Pech und man könne ja die Fläche überbauen! Aber sicher, nichts leichter als das ... Und erneut hat man sich nur an der Stadt orientiert und die Besonderheiten von Dörfern völlig ignoriert. Für viele Einwohner könnte das dazu führen, dass sich die Gebühren mehr als verdoppeln, und das ohne irgendeine Gegenleistung!

Es gibt Gemeinden, wo man zumindest unterscheidet, ob ein Grundstück betoniert ist oder nicht. Das macht auch Sinn, denn in Beton kann Wasser nicht eindringen und landet in der Kanalisation. Aber ein Naturgarten, der Vorbild bei der Biodiversität ist, soll dafür noch Abwasser-Gebühren zahlen? In Zukunft muss also ein Paar genauso hohe Gebühren zahlen auf 1000 m2 Land wie die vielleicht zehn Bewohner eines Mehrfamilienhauses zusammen auf der gleichen Fläche. Was ist daran gerecht?

Leider war das Interesse an der Veranstaltung gestern sehr gering, sodass die Wenigsten wissen, was da auf sie zukommt. Vermutlich ist das dem Chef der Gemeinde auch völlig bewusst und er setzt darauf, dass durch Unwissenheit die neue Bestimmung ohne Proteste durchgewunken werden kann.

Dagegen hilft nur, die Bevölkerung mobil zu machen und aufzufordern, auf der nächsten Versammlung dagegen zu stimmen. Ob das gelingt, ist fraglich ...


Donnerstag, 4. April 2019

Surreal

Als ich heute Morgen mit dem Auto los fuhr, hatte ich kurzzeitig das Gefühl, Weihnachten stünde vor der Tür, zumal als Joke im Radio ein Winterlied gespielt wurde.

Tatsächlich ist bei uns heute alles weiss. Der Winter ist zurück mit einer kurzen, aber knackigen Kaltfront. Das fühlt sich total schräg an, nachdem wir am letzten Wochenende schon mit T-Shirt bei 20 Grad Celsius am Gartenteich sassen. Daher hatte ich Anfang der Woche schon daran gedacht, endlich die Sommerreifen aus dem Keller zu holen. Gut, dass ich es wieder vergessen haben.

Immerhin soll der Spuk morgen schon wieder vorbei sein. Auch wenn wir im vergangenen Winter kaum Schnee hatten, möchte ich dringend den Frühling zurück, und mit ihm Sonne und Wärme! Und da es wohl in diesem Jahr nichts wird mit einem grossen Urlaub, darf der Sommer daheim gern so schön werden wie im letzten Jahr.

Wo muss ich den Antrag dafür stellen? :-)

Freitag, 29. März 2019

Fuchs ohne Hase

Seit wir die Aussenkamera installiert haben, konnten wir schon einige interessante Beobachtungen im Garten machen: Marder, Elstern, die Katzenfutter klauen, der Hund vom Schäfer auf Entdeckungsreise, diverse Katzen.

Gestern kam ein neuer Gast dazu, und wir sind uns nicht so sicher, ob wir das lustig finden oder uns Sorgen machen sollen. Ein Fuchs hat uns mitten in der Nacht besucht, alles beschnuppert und inspiziert, und nach einer Minute war der Spuk vorbei. Ein stattliches Kerlchen! Aber wie sehen das unsere Katzen - sind sie in Gefahr? Und was ist, wenn der Fuchs übertragbare Krankheiten anschleppt? Bis jetzt war er nur einmal bei uns, vielleicht hat er sich "verlaufen". Aber falls er jetzt öfter kommt, könnte das vielleicht ein Problem werden.

Hier das Video dazu:


Montag, 18. März 2019

Frühlings-Impressionen

Wir haben ihn gesehen, den Frühling! Zuerst und ganz ausführlich in Zürich. Es ist erstaunlich, wie die Gartenbauer es schaffen, punktgenau zur Ausstellung ihre Installationen zum Blühen zu bringen, sodass die Besucher ein Blumenmeer bestaunen können:



Nach diesen Eindrücken hat sich dann das Wetter auch etwas Mühe gegeben und mal gezeigt, wie sich Frühling anfühlen kann. Leider nur am Samstag, und leider war es zum Teil doch sehr windig, sodass man sich schon eine geschützte Ecke aussuchen musste, um die Wärme der Sonne schon geniessen zu können. Und nicht nur wir Menschen haben Freude daran, auch bei den Katzen merkt man, dass die Lebensgeister zurück kehren und sie mit uns wahnsinnig gern den Tag im Garten verbringen, neugierig zuschauen, was wir da treiben, oder sich einfach von der Sonne wärmen lassen.



Der Sturm hat gestern den Frühling noch einmal kurz verjagt, aber wir erwarten ihn Mitte der Woche zurück, und dann hoffentlich auf Dauer. Passend dazu habe ich Donnerstag und Freitag frei. Zeit für den ersten Sonnenbrand. :-)

Donnerstag, 14. März 2019

Wir (be)suchen den Frühling

Momentan schwächelt das Wetter und kann sich nicht entscheiden, ob es noch winterlich oder doch schon frühlingshaft sein möchte. Regen, Graupel, Sturm, Sonne - das macht gerade nicht wirklich Spass.

Morgen werden wir diesem ollen Wetter für ein paar Stunden entfliehen. Das geht ganz einfach per Zug - zur Gartenmesse "Giardina" nach Zürich! Ein bisschen geschummelt wird natürlich schon, schliesslich ist das keine Freiluftveranstaltung. Die wunderschön angelegten Gärten befinden sich in einer Messehalle! Ein riesiger Aufwand, der dort jedes Jahr betrieben wird, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Für Rosalie gehört ein Besuch dort seit vielen Jahren zur Tradition, und ich nehme natürlich daran teil, seit ich hier bin. Und so werden wir uns morgen Vormittag gemütlich in den Zug setzen, durch den Regen fahren und dann ein paar Stunden lang Frühlingsluft schnuppern und Inspirationen sammeln. Auch wenn vieles aus finanziellen oder Platzgründen nicht realisierbar ist, macht es doch Freude, ein bisschen zu träumen. :-)

Das wird ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 7. März 2019

Herein spaziert!

Früher hab ich es nicht recht verstehen können, inzwischen weiss ich, wie das ist: Wenn man ein Tierliebhaber ist, wird der Gang durchs Tierheim zur Qual. Man möchte am liebsten alle dieser armen Geschöpfe mitnehmen und ihnen ein neues Zuhause geben.

Und es muss nicht mal das Tierheim sein. Bei uns daheim tauchen ja auch immer wieder neue Kätzchen auf und schauen zum Teil scheu, zum Teil aber zutraulich und neugierig durch die Katzenklappe.

Einer Katze konnten wir in den letzten Monaten ja ein paar Stunden in Ruhe schenken, bis sie nun - vermutlich - verstorben ist. Andere Kätzchen haben sicherlich ein Zuhause und brauchen unsere Aufmerksamkeit nicht, kommen aber trotzdem gern vorbei und sind so hübsch, dass man sie am liebsten knuddeln möchte.

Wobei - der Begriff "Kätzchen" trifft es nicht immer. Derzeit besucht uns abends ein Katzentier, dass locker als mittelgrosser Hund durchgehen würde. Auf dem Bild fehlt der Grössenvergleich, aber wenn es auf der Treppe sitzt, muss man zwei Mal hinschauen, um zu erkennen, ob es eine Katze ist oder doch etwas Anderes. Und mit seiner Gestalt und einem Gemisch aus Knurren und Miauen verschafft er sich so viel Respekt, dass die anderen Katzen tunlichst Abstand halten.



Das ganze Gegenteil davon ist ein ganz schlankes, kleines Kätzchen, das seit langem tagsüber mal kurz zu Besuch kommt und seit einigen Tagen durchaus mal eine kleine Runde im Erdgeschoss dreht, seit es entdeckt hat, dass man die Katzenklappe öffnen kann. Dabei hat sie es nicht leicht, denn der Besitzer hat ihr ein Glöckchen verpasst, mit dem sie durchs Gelände streifen muss.





An eine norwegische Waldkatze erinnert dieser propere und hübsche Kerl hier. Er hat ein Halsband und damit auch ziemlich sicher ein Zuhause. Wir wissen allerdings nicht, wo das ist.








Und diesen kleinen Jüngling habe ich ja schon mal vorgestellt. Da er bei uns nicht willkommen ist und von Henry verjagt wird, hat er sich ein neues Terrain gesucht, wie wir am Wochenende von den Nachbarn erfahren haben. Er ist ja ein süsser Fratz, aber als nicht kastrierter Kater macht er ziemliche Sauereien, und so sind wir nicht ganz so traurig, wenn er nicht mehr bei uns auftaucht.

Montag, 18. Februar 2019

Frühlingsgefühle

Wir sind zurück von unserem kleinen Abstecher nach Berlin. Schön war's. Viel Zeit zum Shoppen hatten wir diesmal nicht, aber das war auch nicht unser Ziel.

Dafür haben wir wie immer super gut und günstig in unseren Lieblings-Restaurants gegessen. Ausserdem trafen wir meinen Sohn mit Freundin, per Zufall eine Mitschülerin von mir, die ich seit 44 Jahren kenne, und mit der wir dann an einem Vormittag zusammen Kaffee getrunken haben, und der Samstag gehörte meinem Papa.

Natürlich hat er sich riesig gefreut, uns zu sehen. Gleichzeitig war es endlich wieder etwas Abwechslung in seinem tristen Alltag. Daran ist er leider zum Teil selbst schuld. Er läuft schlecht, hat Angst, hinzufallen, daher läuft er noch weniger, und damit wird seine Muskulatur immer weiter geschwächt. Und dann läuft er folglich noch schlechter ...

Und so wirkte er ziemlich niedergeschlagen. Ihm fällt die Decke auf den Kopf. Er ist halt bequem und erwartet, dass seine Beschwerden von selbst oder durch Tabletten nachlassen. Das wird natürlich nicht passieren. Wir konnten ihn dann zumindest überreden, bei wunderschönem Sonnenschein eine kleine Runde mit seinem Rollator zu drehen. Danach war er völlig erschöpft. Aber eigentlich müsste er das jeden Tag machen, und nicht nur, wenn er zum Arzt muss.

Und sein grosser Wunsch ist es, uns noch einmal besuchen zu kommen. Diesen Wunsch möchte ich ihm gern erfüllen, wenn es irgendwie geht. Wenn feststeht, wann wir den runden Geburtstag von Rosalie feiern werden, schauen wir mal, ob wir eine Reise für ihn organisieren können. Es wird sicher sehr anstrengend werden für ihn, aber ich denke, das wird er auf sich nehmen, um sich diesen Wunsch zu erfüllen. Und wir werden alles versuchen, damit das auch klappt.

Wieder daheim, hatten wir gestern noch einen wunderschönen und sonnigen Sonntag. Es war richtig frühlingshaft und man hatte das Gefühl, die Natur atmet auf. Vor allem unser roter Kater Bernie hat sich gefreut, dass wir wieder zu Hause sind, und folgte uns im Garten auf Schritt und Tritt:



Rosalie begann die Gartensaison mit der Schere und ich habe mich ein wenig mit unserem neuesten Gast im Garten beschäftigt. Seit einer Woche flitzt ein offenbar junger, ausgehungerter Kater ums Haus, war schon zwei Mal drinnen und hat sich den Schuppen als neues Zuhause ausgesucht. Sobald er uns hört, kommt er angerannt und frisst gierig. Da er nicht kastriert ist und wir nicht wissen, wohin er gehört, versuchen wir, ihn draussen zu lassen, zumal er schon im Haus markiert hat, und das geht natürlich gar nicht ... Wir haben jetzt eine Fundmeldung im Internet hinterlassen und schauen mal, ob sich jemand meldet. Falls nicht, müssen wir weiterschauen. Drei Kater im Haus wären keine gute Mischung.

Und das ist der lustige Geselle. Ist er nicht putzig mit den weissen Pfötchen?

Dienstag, 22. Januar 2019

Von richtigen und falschen Mäusen

Mit zunehmender Anzahl von Katzen im Haus nimmt auch die Häufigkeit der "Mitbringsel" zu. Erst Anfang der letzten Woche konnten wir wieder beobachten, dass zwei der Katzen stundenlang vor einem Schrank hockten und lauerten. Ein Blick mit Taschenlampe unter den Schrank brachte die Bestätigung: eine Hausmaus kauerte voller Angst in der hintersten Ecke. Mit viel Geduld und ein paar Tricks konnten wir sie schliesslich bei guter Gesundheit einfangen und zurück ins Freie bringen.

Rosalie hat vor einiger Zeit im Internet entdeckt, dass man Tierfunde melden kann, sodass diese Beobachtungen dann für wissenschaftliche Zwecke weiterverwendet werden können. Durch den Mailverkehr haben wir inzwischen schon Einiges gelernt, vor allem über die Nagetiere in unserer Gegend. So weiss ich jetzt, dass die Spitzmaus keine Maus ist, sondern zu den Insektenfressern gehört.

Und die Haselmaus (ein sehr süsses Tier) ist auch keine klassische Maus, sondern gehört zu den Hörnchenverwandten. Die Schermaus wiederum gehört auch nicht zu den Altweltmäusen, sondern ist eine Wühlmaus. Lediglich Haus- und Waldmaus sowie diverse Ratten (die es bei uns nur selten gibt) gehören zur klassischen Maus-Gattung.

Auf uns aufmerksam wurde man, da unsere Haselmaus im November gesichtet wurde, zu einer Zeit also, in der diese Tiere, die zu den Schläfern gehören, eigentlich schon tief und fest pennen. Man vermutet, dass durch die warme Jahreszeit der Rhythmus durcheinander gekommen ist. Daher möchte man darüber im nächsten Newsletter berichten. Unser Mausfund wird also berühmt. :-)

Wie wir am Wochenende feststellen konnten, schläft die Schermaus im Winter nicht. Bernie brachte ein Prachtexemplar, so gross wie eine Ratte, mit nach Hause. Henrys Freundin, unsere "Fressraupe", sah das, wartete einen günstigen Moment ab, als Bernie seinen Fang ablegte, schnappte sich ganz frech das tote Tier und frass es gemütlich im Nebenzimmer auf (netterweise auf den Fliesen und nicht auf dem Teppich).

Ja, wer Katzen hat, auf dem Land lebt und sie raus lässt, sollte keine Angst vor kleinen lebenden und toten Tieren haben ...

Samstag, 17. November 2018

Was Putziges zum Wochenende

Rein zufällig haben wir eine ganz witzige Szene entdeckt, die sich Freitagmorgen bei uns vor der Gartentür abgespielt hat. Das ist kein Fake, sondern wirklich echt. Man achte auf den Baum ...

Schönes Wochenende!


Montag, 12. November 2018

Von Fischköpfen und anderen Naturereignissen

Diese langen Wochenenden sind schon etwas Schönes, und ich möchte, wenn irgend möglich, auf diesen Luxus nicht mehr verzichten. Es ist ein gutes Gefühl, am Donnerstagabend zu wissen, drei Tage am Stück frei zu haben. Und ein gewisser Erholungseffekt ist durchaus zu spüren, ganz abgesehen davon, dass man den Freitag dann auch für den Kram nutzen kann, zu dem man sonst wegen der langen Arbeitszeit nicht kommt.

So habe ich diesmal meinem Auto die Winterschuhe anziehen lassen. Als wir wieder heim kamen, fand ich etwas sehr Appetitliches auf der Bodenmatte vor der Terrassentür: einen Fischkopf! Das Gruselige war, dass sich das Maul noch bewegte, als wolle er atmen. Ziemlich schräg.

Wir haben dann im Video der Webcam schnell gesehen, wer der Übeltäter war, der den Fisch aus unserem Teich geangelt hat: Bernie! Das erklärte auch, warum er so nass war am Bauch, als er etwas später herein wollte. In diesem Fall waren wir froh, dass er keinen Chip hat, denn er wollte mit seiner tollen Beute unbedingt ins Wohnzimmer, und bei der Sauerei, die er draussen hinterlassen hat, wäre das eine nette Überraschung geworden. Zum Wegräumen der Fischreste kamen wir dann trotzdem nicht, da sich in der Zwischenzeit eine andere Katze über den leckeren Fischkopf hermachte und auch die übrigen Spuren gierig aufschleckte. Problem gelöst ...

Ansonsten war das Wochenende ziemlich grau, nebelig und nass. Gut für die Natur, aber nicht ganz so fürs Gemüt. Da halfen nur Rotwein und ein Feuerchen im Kamin. Unsere Region ist "berühmt" für zahlreiche Nebeltage in dieser Jahreszeit, da braucht man dann Sonnen-Ersatz für die Seele. Immerhin kam gestern Mittag doch noch die Sonne heraus, sodass es noch einmal richtig mild wurde und wir einige Stunden im Garten verbrachten.

Als die Sonne unterging, kam der Nebel auch schon wieder zurück gekrochen. Ein tolles, etwas unheimliches Naturschauspiel ...



Apropos "Naturereignis". Ich hab heute noch einen Termin beim Friseur. Vor vielen Jahren habe ich mir geschworen, dass ich nicht zu den Männern gehören werde, die ihre letzten drei Haare quer über die Glatze legen werden. Nun sieht es bei mir von vorn noch relativ gut aus, schaut man aber von oben oder hinten, ist es schon ziemlich licht auf dem Kopf. Was also tun? Ein "Kranz" kommt auch nicht in Frage, wenn, dann muss alles kurz werden, damit das nicht so auffällt. Wird es jetzt schon Zeit dafür? Und wie sieht das dann aus? Ich werde meine Top-Stylistin mal fragen, was sie dazu meint, und mich dann entscheiden. Vielleicht lege ich mir ein Trump-Toupet zu. ;-)



Montag, 1. Oktober 2018

Schmatzende Gäste

Über eine Woche war ich nun zu Hause, und so ganz ist die Erkältung noch immer nicht auskuriert. Aber es bleiben nur noch acht Arbeitstage bis zum Urlaub, und Einiges muss ich noch auf den Weg bringen. Daher ist eine längere Auszeit nicht möglich, und ansteckend sollte ich inzwischen auch nicht mehr sein.

Aber während der Zeit zu Hause habe ich spannende Dinge erlebt. Vor einigen Tagen haben wir endlich unsere Außenkamera installiert. Sie soll mögliche Eindringlinge abschrecken, aber natürlich auch zeigen, was da so alles passiert hinter unserem Haus, vor allem nachts. Und gleich am Samstag haben wir ein tolles Spektakel miterlebt.

Weil wir die Hoffung hatten, dass es bei uns Igel gibt, hat Rosalie am Abend ein Schälchen mit Futter hinaus gestellt. Nun ja, es war Katzenfutter, und so dauerte es nicht lange, bis eine der vielen Katzen draußen das Buffet entdeckt hatte. Aber sie war nicht die Einige, die Interesse hatte, wie man hier auf dem Bild sieht:


Wir sind dann hinaus gegangen und die Katze hat das Weite gesucht. Dem Igel war unsere Nähe aber völlig wurscht. Er hat sich nicht beirren lassen und weiter an seiner Mahlzeit geschleckt. Und so konnte ich ein tolles Video von ihm machen:


Ist das nicht putzig, wie er da mampft und schmatzt? Als auch wirklich der letzte Bissen verschlungen war, drehte er sich um und watschelte zurück ins Dickicht. Er ist ein Riesenkerl, so einen großen Igel habe ich noch nie gesehen. Jetzt sind wir schon gespannt, ob wir den Braunbrustigel auch weiterhin abends auf seinen Spaziergängen beobachten können und überlegen uns schon, ihm ein Häuschen zum Überwintern zu schenken. :-)

Dienstag, 4. September 2018

Ich will rein (3) - Vertrauensbildende Massnahmen

Die letzten Tage und Nächte waren für alle nicht leicht, weder für Mensch noch Tier. Während "unser" roter Tiger inzwischen fast den ganzen Tag bei uns auf dem Sofa verbringt, sind wir damit beschäftigt, Henry davon zu "überzeugen", dass der Neue absolut keine Gefahr darstellt. Nur will der das noch nicht recht glauben und reagiert mit Knurren und Fauchen, bevor er flüchtet.

Die erste Nacht habe ich mit dem roten Kater auf dem Sofa gemeinsam verbracht. Das Witzige dabei - der süsse Rote schlief neben mir, während Henry ihn gar nicht sah und sich ca. 2 Meter daneben auf einem kleinen Tisch niederliess. Irgendwann hörte er ein Geräusch, entdeckte den Eindringling, überlegte offenbar kurz, war aber zu müde für Empörung ... und legte sich wieder hin.

Leider hielt das Verhalten aber nicht an, denn auch danach und bis heute beginnt Henry stets zu knurren, sobald er das rote Tigerchen hört oder sieht. Den stört das allerdings gar nicht, er ist völlig gelassen und beachtet Henry kaum. Nur einmal lief er ihm auf leisen Sohlen nach und beschnupperte ihn von oben bis unten, während Henry nach ihm an der Tür Ausschau hielt und ihn überhaupt nicht wahr nahm. Es war ein witziges Schauspiel.

Oftmals merkt unser schwarzer Kater gar nicht, dass Besuch im Haus ist, denn wenn der Rote schläft, sieht man ihn auf dem Sofa kaum. Henry trottet dann gemütlich zum Futternapf und geht danach entweder hinaus oder legt sich irgendwo in aller Ruhe zum Schlafen nieder.

Die Beiden könnten es also wirklich gut haben, aber Henry sieht das momentan noch anders. Das bedeutet für uns, dass wir nachts immer ein Ohr im Wohnzimmer haben für den Fall, dass es zu Auseinandersetzungen kommen sollte. Dann müssen wir unseren Kater beruhigen und weg tragen.

Wir werden uns heute noch um Feliway bemühen, vielleicht hilft es beim Anfreunden der beiden Herren.

Am Wochenende haben wir eine Fundmeldung im Internet abgelegt und im Dorf zwei Plakate angeklebt, falls der Kater irgendwo vermisst wird. Es könnte aber gut sein, dass er schon länger draussen unterwegs ist, denn offenbar verpflegt er sich mit Lebendfutter. Rosalie hat ihn gestern "erwischt", als er freudestrahlend mit einer riesigen toten Maus auf der Terrasse auftauchte, die er ruckzuck verspeist hat. So etwas würde Henry nie tun. Übrig blieben nur der Kopf und die Gallenblase von dem kleinen Schlachtfest sowie ein kleiner Blutfleck.

Dem roten Kerlchen scheint es ausserordentlich gut bei uns zu gefallen, und im Grunde hätten wir kein Problem damit, wenn er bei uns einzöge. Er müsste dann nur noch einen Chip bekommen, damit er nicht nur hinaus, sondern durch die Katzentür auch herein kann. Und Henry müsste natürlich auch "zustimmen" ...

Ach ja, Rosalie hat dem roten Monsterchen vorhin beim Markieren im Garten zugesehen. Sollte er das auch im Haus machen, könnte dies ebenfalls problematisch werden.

Hier noch drei Impressionen von dem süssen Tiger:









Freitag, 24. August 2018

Ich will rein!

Wenn ich wochentags nach Hause komme, ist meist der erste Gang mit unserem Kater zum Gartenteich. Gestern war er jedoch gar nicht im Haus, also ging ich allein in den Garten, um ihn zu suchen. Statt eines schwarzen Tieres lag da ein rötliches. Eine Katze, die sich seit einiger Zeit gern bei uns herumtreibt, mit der Henry allerdings nichts anfangen kann und daher erst faucht und dann flüchtet.

Zu uns wurde das rote Monsterchen aber immer zutraulicher, und gestern nun kam es an und liess sich streicheln. Erst vorsichtig, dann immer fordernder. Allerdings führte das dann dazu, dass mir das Kätzchen gar nicht mehr von der Seite wich und mir den ganzen Nachmittag hinterher lief - bis zum Haus. Kaum war ich drin, stand es vor der Tür und mauzte herzzerreissend.

Das fand unser Kater natürlich nicht lustig, denn damit war ihm der Weg ins Haus versperrt. Also ging ich wieder raus, fand Henry, nahm ihn auf den Arm und trug ihn hinein, während er erst knurrte und dann fauchte, als er die Konkurrenz vor der Tür sitzen sah.

Und so sah das dann aus, als wir angekommen waren:






Ich bin dann wieder raus, hab mich in den Garten gesetzt - das Kätzchen daneben:



Bin ich vors Haus gegangen, kam es mir hinterher und legte sich auf die Stufen vor der Haustür. Da blieb es, bis Rosalie nach Hause kam, dann nahm es unter ihrem Auto Platz.

Wir wissen nicht, wo das Tier her kommt und wem es gehört. Und so niedlich es ist, macht es halt unserem Kater den Platz streitig. Da es offenbar gern markiert, müssen wir sehr aufpassen, dass es nicht versehentlich mit rein kommt, sonst haben wir den Gestank im Haus, und Henry dürfte auch nicht erfreut sein.

Heute Morgen war es zumindest nicht zu sehen, vielleicht ist es ja mal nach Hause gegangen und hat unserem Kater wieder das Terrain überlassen.



Montag, 13. August 2018

Unser Tierpark

Vor einiger Zeit hatte ich von den Tieren berichtet, die unser Kater anschleppt. Diesmal habe ich ein paar Exemplare parat, die wir selbst entdeckt haben.

Als Erstes wäre da ein auf den ersten Blick etwas gruseliges Tierchen:



Würdet Ihr sofort erkennen, worum es sich handelt? Es ist eine Libelle, vermutlich eine Mosaikjungfer, ganz frisch geschlüpft und noch nass auf den Flügeln. Ein beeindruckendes Insekt, hier noch einmal in seiner ganzen Schönheit:



Wenig später beobachtete ich unseren Kater, wie er am etwas verwilderten Beet im Hang lauerte und kurz danach zum Sprung ansetzte. So, wie er ins Beet sprang, kam auf der anderen Seite "etwas" heraus gesprungen:



Ein stattlicher Grasfrosch.

Als es dunkel wurde, sassen wir noch gemütlich auf der Terrasse, als plötzlich etwas an uns vorbei schwirrte. Wir waren uns zunächst nicht ganz sicher, ob es eine junge Fledermaus gewesen sein könnte. Aber nein, es war ein riiiesiger Falter:



Und mit riesig meine ich wirklich riesig - so etwas habe ich noch nie gesehen. Es handelt sich um einen Windenschwärmer. Er ist so gross wie ein kleiner Finger:



Wenn der an einem vorbei fliegt, klingt das wirklich unheimlich.

Es ist spannend, was einem in einem halbwegs natürlichen Garten mit Fischteich so alles begegnet. Und es war eine willkommene Abwechslung, nachdem ich am Samstag Rasen (oder besser Unkraut) gemäht, Laub gesaugt und die ganze Hecke geschnitten habe. Nun sieht es zumindest wieder ordentlich aus, wenn auch die Trockenheit deutliche Spuren hinterlässt ...

Donnerstag, 9. August 2018

Und nun - das Wetter!

Es hilft nichts, wir müssen jetzt übers Wetter sprechen. Gerade schaue ich aus dem Fenster, und wieder ist der Himmel strahlend blau, die Sonne scheint, und es sollen auch heute erneut über 30°C werden. Wie lange geht das jetzt schon so? Wochen? Monate?

Und war das "ganz früher" wirklich anders? Der gute Rudi sang vor vielen Jahren "Wann wird's mal wieder richtig Sommer ... mit Sonnenschein von Juni bis September .." Ist das nicht genau DAS, was wir jetzt haben?

Gäbe es hier in der Schweiz noch ein Meer, müsste man wirklich gar nicht mehr in den Urlaub fahren. :-) Die Bademöglichkeiten hier in der Nähe sind nun aber hoffnungslos überfüllt, und ausserdem bin ich nicht der grosse Schwimmer, um mich in der nicht ganz ungefährlichen Aare wohl zu fühlen.

Dann warte ich doch lieber auf die Ferien im Oktober. Bis dahin halte ich es hier sicher noch aus. Etwas Regen wäre dann aber zwischendurch nicht schlecht. Der Rasen im Garten ist längst kein Rasen mehr, die Obstbäume ächzen unter der Last und bekommen gelbe Blätter, und im Haus wird es trotz der dicken Wände auch immer wärmer. Aufgrund der Lage kommen die meisten Regenwolken bei uns nicht an, sondern machen lieber einen Bogen um unser Dorf. Und so sieht man zwar Blitze und gestern sogar einen Regenbogen, aber der Regen dazu fehlt.


In den nächsten zwei Tagen soll es sich angeblich mal um ein paar Grad abkühlen, bevor die Temperaturen wieder steigen. Ehrlich gesagt, wäre ich in diesem Fall auch nicht unglücklich darüber, denn nächste Woche fliegen wir nach Berlin, und wir würden von dort gern einen Tagesausflug an die Ostsee machen. Da darf es dann ruhig noch einmal schön warm und sonnig werden!