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Donnerstag, 17. Januar 2019

Die lieben Kollegen (51) - Verstärkung

Der gekündigte Kollege hat sich am Schluss einmal mehr nicht mit Ruhm bekleckert. Nachdem er die letzte Woche unentschuldigt fehlte, wurde zur Sicherheit erst einmal sein Account gesperrt. Schliesslich hat er noch ein Notebook der Firma daheim, und wer weiss, was er damit anstellt ... Dieses Gerät ist er bis heute schuldig. Wir haben strenge Anweisung erhalten, seinen Account nur in Gegenwart eines Mitglieds vom Team noch einmal zu aktivieren, damit er seine persönlichen Daten sichern kann (ich hätte das als AG gar nicht zugelassen, aber sei es drum). Ob und wann er das Gerät vorbei bringt, ist unbekannt. Ausserdem wird er eine Rechnung erhalten, um die nicht geleistete Arbeitszeit zurück zu zahlen. Vermutlich wird man ihn dann betreiben müssen, da er stets pleite ist ...

Soweit, so schlecht. Nun hiess es, dass wir kaum eine Chance hätten, die Stelle neu besetzen zu können. Gestern kam die freudige Nachricht, dass dem Antrag überraschenderweise doch zugestimmt wurde! Wir bekommen also wieder eine dritte Person hinzu. Die Anzeige soll so schnell wie möglich geschaltet werden.

Natürlich müssen wir erst mal abwarten, wer da kommt, aber schlimmer kann es einmal mehr ja kaum werden. Mit ziemlicher Sicherheit werde ich auch diesen neuen Mitarbeiter dann einarbeiten und zusehen, dass ich ihm das richtige Rüstzeug mitgebe. Ich hoffe nur, dass er nicht zu jung ist und dann mit dem anderen jungen Kollegen aus meinem Team abdriftet.

Beruflich fängt das neue Jahr also einigermassen positiv an. Es wäre schön, wenn das überall so wäre. Ansonsten mach ich es einfach so wie unsere Katzen: Einkuscheln und an bessere Zeiten denken ...


Mittwoch, 9. Januar 2019

Fellnasen-Quartett

Vom starken Allergiker zum Katzen-Papa - was für eine Entwicklung. :-) Und das alles nur durch die Einnahme von Schwarzkümmelöl. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, trotz der positiven Berichte im Netz. Aber inzwischen kann ich es bestätigen.

Nun gehen also an manchen Tagen vier Katzen bei uns ein und aus. Ok, eigentlich gehört zum Haus nur unser Henry, aber Bernie ist seit August quasi eingebürgert, und die anderen beiden sind gern gesehene Dauergäste. Nur schade, dass die Kater dauerhaft Feinde geblieben sind. Da ist leider nichts zu machen. Bernie hat den stärkeren Charakter und allein seine Präsenz lässt unseren Henry regelmässig flüchten. Aber dafür hat er seine Freundin oft zu Gast und kann mit ihr durchs Haus und den Garten toben.

Und "netterweise" nimmt die Dame ihre Beute auch wieder mit hinaus, wie heute Morgen geschehen, als Rosalie sie mit einer Maus erwischt hat. Weil sie die nicht hergeben wollte, hat sie sie wieder mit in den Garten geschleppt. Das ist doch anständig. ;-)

Kleiner Wermutstropfen - wir können kaum eine Nacht durchschlafen. Entweder möchte eine der Katzen unbedingt im Bett schlafen, oder Henry sitzt an der Tür (er traut sich nicht ins Schlafzimmer aus Angst vor seinem "Feind") und mautzt, weil er Hunger hat. Natürlich könnten wir die Tür einfach zumachen und die Katzen sich selbst überlassen. Aber das bringen wir nicht übers Herz ...

Apropos Herz: Auf der Internet-Seite vom Tierheim haben wir eine wunderschöne Bengal-Katze entdeckt. Sie ist schon über zehn Jahre alt und vermutlich schwer zu vermitteln. Sie wäre eigentlich eine ideale Ergänzung für daheim, aber logistisch ist das leider derzeit kaum zu schaffen, denn wir müssten sie bei uns wenigstens ein paar Tage lang einsperren, bis sie sich eingelebt hat, und das geht nicht mit den anderen Katzen im Haus. Die wären dann ja ausgesperrt. Hoffentlich findet sie einen schönen Alters-Ruhesitz.

Dienstag, 8. Januar 2019

Die lieben Kollegen (50) - Positive Momente

Dass mein Job eigentlich auch Freude machen kann, war mir immer klar; es scheiterte zumeist nur daran, dass ich mich immer wieder über meine Kollegen ärgern musste.

Das ist nun hoffentlich vorbei. Die eine oder andere "Leiche" wird wohl noch zum Vorschein kommen, aber das sind nur die Nachbeben. Was sich der letzte Kollege vor und nach seinem Abgang noch geleistet hat, sprach ja noch einmal Bände. Das Letzte, was ich noch gehört hatte, war der Versuch, für die untenschuldigte Fehlwoche nachträglich noch ein Attest zu "besorgen". Da hat HR jetzt richtig und konsequent reagiert und gleich abgewinkt. Die Fehlzeit wird er zurückzahlen müssen. Richtig so. Auch das Abschiedsgeschenk, das eigentlich geplant war, wurde nicht gekauft und wir haben unser gespendetes Geld zurück erhalten.

Mein Chef (dessen Frau ganz langsam auf dem Weg der Besserung ist) hat mich gestern in sein Büro geholt und sich für meinen Einsatz bedankt - mit einem 100-Franken-Gutschein. Damit hatte ich nicht gerechnet und war sehr erfreut. Es ist zumindest eine Anerkennung und zeigt, dass meine Arbeit hier wertgeschätzt wird.

Und im Vergleich zu meiner Tätigkeit in Berlin ist die Arbeit hier zum Teil wirklich angenehmer. Das liegt daran, dass ich mir den Tag selbst einteilen kann und nicht nur fremd bestimmt bin. Ausserdem hocke ich nicht nur am Telefon, sondern kann hingehen zu den Menschen und viele IT-Probleme persönlich klären. Dadurch hat man nicht nur Namen im Kopf, sondern meist auch ein Gesicht dazu. Oftmals bekomme ich vor Ort auch einen Kaffee angeboten, man plauscht einen Moment lang, und wenn dann der Fehler behoben ist, freuen sich beide Seiten. :-)

Und da die Menschen in der Schweiz von Natur aus nett und höflich sind, ist das ein wunderbares Arbeiten. :-)

Montag, 17. Dezember 2018

Best of Katzen 2018

Sie sind schon zuckersüss, diese Fellgeschöpfe. Obwohl jedes Tier seinen eigenen, durchaus unterscheidbaren Charakter hat, haben sie doch alle etwas Niedliches, Herzerwärmendes.

In diesem Jahr hat sich die Anzahl der Dauer- und Zeitbewohner in unserem Haus bekanntlich schlagartig vervierfacht. Gerade jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, sind drei Katzen hier und schlafen in verschiedenen Räumen. Eine davon, die Freundin von Henry, hat einen toten Spatz mitgebracht. Das ist leider die Kehrseite der Medaille, aber man kann es leider den Raubtieren nicht abgewöhnen.

Vor lauter Begeisterung haben wir viele Fotos von den kleinen Stubentigern gemacht, denn fotogen sins sie irgendwie alle. Vor allem, das muss man neidlos anerkennen, natürlich Bernie:



Süß war aber auch der Augenblick, als wir das Buffet an der Tür eröffnet haben. Damals waren zwei der Kätzchen noch recht scheu:











Unser eigener Kater ist uns natürlich nach wie vor am wichtigsten. Hier hat er gerade einen seiner Lieblingsplätze erobert - auf dem Bügelbrett:



Und seine Freundin soll natürlich auch nicht fehlen in der Sammlung.



Ja, sie sind schon sehr niedlich und wir haben viel Freude mit den vier Rackern. Sie muntern einen auf, beruhigen, bringen einen zum Lachen und hören zu. Und doch haben sie stets ihren eigenen Kopf und zeigen einem deutlich, wenn es genug ist.

Statt einer zweiten Katze aus dem Heim haben wir nun vier, die freiwillig zu uns kommen. Wer hätte das gedacht ...

Montag, 10. Dezember 2018

Motivation, bitte!

Das war ein schönes langes Wochenende in Berlin! Gut, das Wetter war zum Fürchten, aber ansonsten hatten wir eine gute Zeit:

Am Mittwochabend das Treffen mit meinem Sohn und Freundin. Wir haben viel gegessen, geredet, gelacht. Und dabei das gute Gefühl, dass die Freundin meinem Sohn gut tut. Sie ist die abeklärtere, erwachsenere von Beiden, und gemeinsam ergänzen sie sich sehr gut. Ich fand es auch süss zu hören, dass sie sich darüber unterhalten haben, wie viele Kinder sie bekommen wollen und ob es Jungs oder Mädchen werden sollen. Das kann natürlich ruhig noch warten, aber es ist schön zu sehen, dass sie sich Gedanken machen über die Zukunft. Immerhin sind sie auch schon zwei Jahre zusammen.

Am Donnerstag war erst mal Shopping angesagt und am Abend dann die Komödie. Meine Erwartungen waren gross, so ganz erfüllt wurden sie nicht. Ja, es gab komische Momente, und die Thematik (älterer Mann sucht sich sehr junge Frau) ist sicherlich ein interessantes Feld. Aber zuweilen wirkte das Stück etwas bemühend und zäh. Mir fehlte die Spritzigkeit, teilweise sehnte ich mich nach einer Pointe. Beeindruckend war die Leistung von Jochen Busse aber allemal. Mit 77 Jahren so viel Text zu lernen und zwei Stunden lang fast ununterbrochen zu stehen - das muss man erst mal schaffen!

Freitag war Papatag. Ihm kullerten die Tränen, als wir ankamen. Er hat sich, genau wie wir, riesig über das Wiedersehen gefreut. Als wir am Abend nach viel Essen und zwei Flaschen Rotwein aufbrachen, war der Gedanke wieder da, wie oft wir uns wohl noch verabschieden werden können ...

Samstag nochmals Shopping (Schatzi brauchte Schuhe ...). Da es in Strömen regnete, haben wir draussen auch nichts verpasst.

Während der Tage hatten wir per Webcam und App immer ein Auge auf unsere Fellnasen daheim. Die süssen Kätzchen sind uns schon sehr ans Herz gewachsen. Henry hat ja einen Freifahrtschein, aber Bernie ist darauf angewiesen, dass ihn jemand hinein lässt. Das klappte leider erst am Samstagabend, als die Ferienbetreuung und er gerade zur selben Zeit dort waren. Anschliessend verliess Bernie fast 24 Stunden lang das Haus nicht mehr und schlief und schlief ... Es scheint, als würde er ansonsten immer draussen sein und sein altes Zuhause kaum noch aufsuchen. Wie schon beim letzten Urlaub wirkt er bei unserer Ankunft sehr erschöpft.

Gestern Nachmittag kehrten wir pünktlich zurück. Der erste Blick ging in den Garten. Henry kam uns sofort laut mauzend entgegen. Ob das nun Freude oder Vorwurf sein sollte, ist schwer zu sagen. Bernie sah ich in 200 m Entfernung auf dem Feld. Als ich ihn rief, kam er ebenfalls angerannt. Und dann war grosses Kuscheln angesagt. Erst mit Bernie im Bett, dann mit Henry auf dem Schoss, während Bernie schon wieder vor mir sass und auf eine Verlängerung wartete.

Das ging die halbe Nacht so weiter ... Um 2 Uhr hörte ich ein lautes Jammern auf dem Flur: Henry wollte geknuddelt werden. Er sprang im Bad auf den Waschtisch, legte seine Vorderpfoten auf meine Schultern und drückte seinen Kopf an meinen - wie ein Hund. Ich nahm ihn eine Weile auf den Schoss und kraulte seinen Bauch. Kaum wieder im Bett, sprang Bernie auf mich drauf. Dann war es schon nach 3 Uhr. Gegen 4 Uhr döste ich wieder ein, bevor Henry um halb sechs erneut Sehnsucht hatte, bis mein Wecker klingelte. Gääähn.

Das wird ein langer Tag bis zum Feierabend. Und dann noch vier Mal ins Büro, bevor die Weihnachtsferien beginnen. Ich bin in der glücklichen Lage, noch zwei Wochen frei nehmen zu können, sodass ich nur an Silvester noch mal im alten Jahr ran muss. Das lässt allerdings die Motivation gerade ziemlich in den Keller rutschen. Was fängt man noch an im alten Jahr, das gerade mal noch vier Tage hat? Eigentlich nichts, oder? Verstecken im Gelände und warten, dass die Zeit vergeht? Mal schauen, ob mir das gelingt ...


Dienstag, 4. Dezember 2018

Schönes Wochenende!

Morgen machen wir uns auf den Weg nach Berlin. Zum ersten Mal seit zwei Jahren wird es wieder ein besonders langer Weg sein, da wir erst ab Zürich fliegen können anstatt ab Bern. Etwas Nostalgie schwingt aber auch mit, denn das war ja bis Oktober 2016 meine wöchentliche Standard-Route beim Pendeln zwischen Berlin und Bern. Ein Weg, den ich im Schlaf kenne. Und ich bin froh, dass diese Pendelei nicht mehr nötig ist. :-)

In Berlin werden wir unser übliches "Programm" absolvieren: die Lieblings-Restaurants, die Lieblings-Malls, Besuch bei meinem Papa und ein Treffen mit meinem Sohn und seiner Freundin. Darüber hinaus wird es ein weiteres Highlight geben. Wir gehen ins Theater, genauer in eine Komödie. Ich bin zufällig durch einen Newsletter darauf aufmerksam geworden, habe Karten gekauft und die Flüge entsprechend gebucht, damit wir die Vorstellung nicht verpassen, denn die Namen Jochen Busse und Hugo Egon Balder stehen für guten Humor und einen gelungenen Abend.

Die Katzenbetreuung ist auch organisiert, damit unsere armen Miezen versorgt sind während der vier Tage. Da sie unsere lange Abwesenheit im Oktober gut verkraftet haben, hoffe ich, dass diese kurze Zeit auch ohne Probleme vorüber geht. Immerhin haben wir inzwischen teilweise vier Katzen im Haus. Aber die müssen nun draussen bleiben, bis wir wieder daheim sind. Nur unser Henry hat ja einen "Schlüssel" am Hals, und Bernie darf natürlich auch ins Haus, falls er sich gerade blicken lässt, wenn die Katzenbetreuung morgens und abends nach dem Rechten sieht.

Also - wir sind dann mal weg und lesen uns nächste Woche.


Montag, 3. Dezember 2018

Lieblingsfilm

Gestern war es mal wieder soweit - spontan und auch wegen des gruseligen Wetters draussen haben wir einen Fernsehnachmittag eingelegt. Und ausgesucht habe ich mir meinen Lieblingsfilm: Zurück in die Zukunft.

Warum das mein Lieblingsfilm ist? Zum Einen war es der erste Film, den ich damals auf VHS-Kassette besass (gibt es sowas überhaupt noch zu kaufen?). Lange Zeit war es auch der einzige Film und ich hab ihn schon deswegen damals oft gesehen, sodass ich weite Teile mitsprechen konnte.

Zum Anderen finde ich ihn noch heute ziemlich originell. Steven Spielberg hat sich so richtig ausgelebt, die Musik von Alan Silvestri ist toll, Christopher Lloyd ist zum Totlachen, und aus heutiger Sicht sind die Klamotten und Frisuren aus dieser Zeit schon fast Kult.

Und so haben wir uns gestern ein weiteres Mal köstlich amüsiert über die Gags und Wendungen, auch wenn sie natürlich nicht mehr überraschen. Aber dieser Film ist einer der wenigen, die ich immer wieder gern anschauen kann, ohne dass es mir langweilig wird.

Habt Ihr solche Filme auch?

Freitag, 30. November 2018

Wer kann dazu schon "nein" sagen

Als meine Allergie besser wurde und wir Henry zu uns holten, galt als strikte Regel, dass das Schlafzimmer tabu ist, damit ich zumindest einen Rückzugsort im Haus habe, an dem ich mich "erholen" kann.

Irgendwann haben wir die Regel aufgegeben, da meine Symptome immer weniger wurden und wir es nicht mehr ertragen haben, dass der arme Kater in der Nacht nicht bei uns sein konnte. Fortan schlief er eigentlich jede Nacht in unserem Zimmer.

Das änderte sich dann, nachdem er raus durfte, genau wie sein Biorhythmus. Er wurde nun nachtaktiv und irgendwann kam er in der Nacht gar nicht mehr zu uns.

Seit nun Bernie bei uns eingezogen ist, haben wir einen neuen Schlafgast im Bett. Fast jede Nacht verbringt er bei uns, manchmal unauffällig am Fussende, manchmal auch eher präsent ... Aber kann man bei diesem Anblick das arme Tier verjagen?

Irgendwie sind ja alle Tiere (und auch Menschen) sehr niedlich, wenn sie schlafen. Henry und auch die weiteren "Gäste" sind da keine Ausnahme ...





Schönes Wochenende!


Freitag, 23. November 2018

Heimkino

Unser Fernseher führt ein recht tristes Aussenseiterdasein. Das hängt einerseits damit zusammen, dass wir wenig Zeit haben, um uns mal gemütlich vor die Glotze zu setzen, und andererseits haben wir in dem grossen Haus lustigerweise bisher keinen geeigneten Platz gefunden, in den sich ein TV vernünftig integrieren liesse.

Und so steht das Teil relativ unmotiviert auf einem kleinen Tisch vor einem Bücherregal, sodass wir vom Sofa aus fernsehen können. Viele werden jetzt lachen, wenn ich noch dazu sage, dass unser TV die niedliche Diagonale von gerade mal 42 Zoll hat. Fast antiquiert also :-)

Für uns reicht das aber derzeit, und ein grösseres Gerät würde den ganzen Raum verunstalten. Also begnügen wir uns mit dem "Mickymaus-Kino". Was mich allerdings nervt, ist der Sound. Mal ehrlich - wer möchte sich Mamm Mia aus einer Konservendose anhören? Schliesslich geht es bei dem Film nicht um die Handlung, sondern um die Musik!

Ich hab einen tollen Receiver mit grossen Standboxen, aber aus dem beschriebenen Grund kann ich die derzeit nicht aufstellen. Also bin ich auf die Idee gekommen, mich nach einer Soundbar umzusehen. Wie immer bei solchen Kaufabsichten muss man sich dabei vorher wochenlang mit der unüberschaubaren Auswahl an Geräten, Kritiken, Preisvergleichen auseinandersetzen. Und das Schlimme in diesem Fall ist, dass Sound absolut subjektiv ist, und wenn der eine meint, der Klang sei phantastisch, kann man sicher sein, dass der nächste Rezensent das Gegenteil behauptet. Was also glauben? Und auf welche Ausstattungsmerkmale achten? Was ist wirklich wichtig?

Nun kam mir der Black Friday zupass. Ich hatte mehrere Kandidaten verschiedener Hersteller auf meiner Liste, wobei ich, auch anhand der überwiegend positiven Kritiken, ein Gerät von Samsung favorisiert hatte. Der Preis lag 100 Franken unter dem derzeit normalen Angebot. Wie Rumpelstilzchen sprang ich nun schon ein paar Tage zumindest virtuell immer wieder um das Gerät. Gestern fiel mir dann noch ein, dass es von diesem Teil sicher auch eine silberfarbene statt der schwarzen Variante geben könnte. Ich suchte danach, fand sie auch gleich - und stellte fest, dass diese Version bei einem Anbieter nochmals 20 Franken günstiger angeboten wird.

Das war dann wohl das "Zeichen", auf das ich gewartet habe. Also nichts wie kaufen, bevor die 18 Stück am Lager weg sind. ;-) Schon heute soll das gute Stück ankommen. Wenn alles klappt, können wir also am Abend Mamma Mia mit vernünftigem Sound in voller Lautstärke hören (und sehen).

Donnerstag, 8. November 2018

Ich will auch rein!

Wir haben mittlerweile den "Widerstand" und die Zurückhaltung aufgebeben. Da Bernie offenbar in seinem Zuhause nicht vermisst wird (Rosalie hatte dort Bescheid gesagt, dass er oft bei uns im Garten ist, und falls man ihn sucht, sollte man bei uns fragen), lassen wir ihn jederzeit herein, wenn er vor der Tür steht, und seit unserer Rückkehr schläft er jede Nacht in meinem Bett. Es scheint, als geniesse er vor allem die Ruhe und auch die menschliche Aufmerksamkeit und Nähe. Offenbar hat er mit seinen 12 Jahren ein tolles Seniorenheim gefunden.

Das scheint sich draussen im Dorf herum zu "sprechen". Schon vor dem Urlaub und jetzt danach regelmässig gegen 18 Uhr findet sich eine Katze am Haus ein und sitzt dort zum Teil stundenlang, während sie die Tür im Auge behält. Im Gegensatz zu Bernie ist sie sehr scheu und gibt keinen Ton von sich. Sie sieht nicht ganz so gepflegt aus, hat mehrere Schrammen an der Nase und eine recht frische Wunde auf der Stirn.

Sie (oder er) wirkt sehr mitleiderregend, daher bekommt sie nun auch wenig Futter von uns. Und inzwischen reisst sie zumindest nicht mehr aus, wenn man die Tür öffnet, um ihr etwas zu geben. Sie bleibt aber immer auf Distanz.

Neulich habe ich am Abend mal die Tür angelehnt gelassen und über die Webcam zugeschaut, was sie macht. Tatsächlich traute sie sich irgendwann ins Zimmer und lag dann sogar für eine kurze Zeit auf einem Korbstuhl.

Allerdings schaute ich nicht die ganze Zeit auf den Monitor, und plötzlich hatten wir zusätzlich noch eine ganz andere Katze im Zimmer. Sehr neugierig, sehr aufgeschlossen. Es vergingen keine fünf Minuten, da stand sie plötzlich im ersten Stock direkt vor uns und der Küche. Alle haben sich erschreckt und sie ist dann gemütlich wieder raus spaziert.

Gestern Morgen war sie nun auch draussen vor dem Haus. Und kaum hatte ich die Tür geöffnet, kam sie mauzend herein, drückte sich gegen meine Beine und meine Hand und liess mich nicht mehr aus den Augen. So süss! Und dann haben wir sie wieder erkannt: Es ist Henrys "Freundin". Im Sommer war sie öfter da und tollte mit Henry durch den Garten. Dann sahen wir sie lange nicht, und nun kommt sie täglich und ist auch plötzlich ganz zutraulich. Sie wohnt wohl im selben Haus wie Bernie - ein Zufall?





Hier lag sie mal einen Moment lang und flirtete mit Henry. Sonst ist sie immer sehr neugierig und aufgeregt, aber ich konnte sie gestern Abend dann nach einigen Minuten mal etwas beruhigen, sodass sie sich noch einmal ruhig auf den Boden legte und den Kopf in meine Hand drückte.

Das erinnerte mich an das Buch über Homöopathie bei Katzen, das Rosalie kürzlich gekauft hat. Dort werden u. a. fünf verschiedene Hand-Typen und deren Wirkung auf Katzen beschrieben. Schon beim Überfliegen des Textes war völlig klar, welche Hand ich habe, nämlich die, zu der Katzen am schnellsten Vertrauen haben und die gut beruhigen kann. Auch die Beschreibung der Handform passt absolut. Und Katzen suchten schon immer meine Nähe, nur musste ich bis vor 1,5 Jahren wegen meiner Allergie sehr zurückhaltend sein.

Wer hätte damals gedacht, dass eines Tages zwei Katzen in unserem Schlafzimmer schlafen, eine im Bett und die andere daneben? Die Kinder sind auch begeistert von unseren Stubentigern, schliesslich sind es für sie die ersten Haustiere überhaupt.

Bei all dem Katzentrubel im und um das Haus haben wir unsere Idee, noch ein Tier aus dem Heim zu holen, vorerst auf Eis gelegt. Wir warten mal ab, wie sich das Ganze entwickelt, und dann überlegen wir erneut. Das Kätzchen, das wir uns ausgesucht hatten, ist wegen ihrer Scheu so schwer vermittelbar, dass es auch später vermutlich noch auf uns warten wird.


Montag, 5. November 2018

Die letzten Urlaubstage

Nach insgesamt rund 3 Stunden Flug und mit 20 Grad Celsius weniger in der Luft kamen wir schliesslich in Washington, DC an. Das erste Erlebnis direkt am Flughafen: Wir folgten den Schildern Richtung EXIT und standen plötzlich vor sechs verschlossenen Türen, die in den Abgrund führten, sprich aufs Rollfeld. Zum Glück standen wir nicht allein, sonst wären wir wohl arg ins Grübeln gekommen. Keine Schienen, viel zu hoch für einen Bus - also wie sollte es von hier aus weiter gehen?

Nach ein paar Minuten dann des Rätsels Lösung: Ein grosser "Container" kam angefahren. Drinnen wie ein U-Bahn-Wagen ausgestattet, vorn und hinten je zwei Türen und ein Führerstand für den Fahrer. Ein Bus auf riesigen Rädern:



Davon gibt es drei, die immer zwischen dem Terminal und der Haupthalle pendeln. Bei der Ankunft drängelte sich alles und es war etwas chaotisch, bei unserem Abflug am Sonntag war es dann ganz leer und wir konnten sogar sitzen in diesem Container auf seiner fünfminütigen Fahrt.

Vom Hauptterminal aus ging es dann per Bus in rund 50 Minuten in die Stadt. Danach noch drei Stationen mit der Metro und wir hatten unser Hotel erreicht. Nach einem leckeren Steak im Restaurant wollte ich unbedingt noch das Weisse Haus sehen. Rosalie wollte mir nicht glauben, dass unser Hotel ganz in der Nähe lag, aber tatsächlich waren wir nach fünf Minuten schon in Sichtweite von Donalds Residenz. Am nächsten Tag waren wir noch mal bei Tageslicht dort. Hier der Beweis:



Uns hat die Stadt sehr gut gefallen. Sie hat einen ganz anderen Charme als NY. Dort ist es hektisch, laut, hoch, in Washington wirkt alles gediegener, weitläufiger, ruhiger. Wir haben an einem Tag eine "Rundfahrt" mit mehreren normalen Linienbussen gemacht, um mal einen kleinen Eindruck von den Stadtteilen ausserhalb der Touristen-Zentren zu bekommen, und das war sehr interessant. Hier sieht man die Ecken mit den vornehmeren Villen und auch die Viertel, wo man vielleicht nicht unbedingt aussteigen möchte ...

Ausgestiegen sind wir aber u. a. an der Washington National Cathedral. Hier reibt man sich erst einmal die Augen, weil man solche Gebäude in den Staaten nicht unbedingt erwartet. Beeindruckend war es allemal, zumal drinnen gerade ein Gottesdienst stattfand zu Ehren von Matthew Shepard:
https://cathedral.org/event/service-of-thanksgiving-and-remembrance-for-matthew-shepard/
Mir sagte das Thema zuvor nichts, aber es hat damals für viel Wirbel gesorgt und Einiges angestossen in den USA.



Wir hatten ja nur rund zwei Tage, die gerade für die wichtigsten Stationen reichte. Darunter auch der Arlington-Friedhof, dessen Dimensionen noch riesiger sind, als ich erwartet hatte.



Am letzten Tag frühstückten wir noch in Ruhe und machten uns gegen Mittag bei strömendem Regen auf den Weg zum Flughafen. Der Rückflug war etwas holprig, aber nach knapp acht Stunden landeten wir sicher in Zürich. Und drei Stunden später waren wir daheim, wo die Katzen uns freudig begrüssten. Henry kam sofort im Garten angelaufen, als ich ihn rief, und machte Geräusche, die ich noch nie von ihm gehört hatte. Und etwas später sah ich dann auch Bernie weit entfernt auf dem Feld. Als ich ihn rief, schüttelte er den Regen aus dem Fell und rannte voller Freude auf mich zu. Seitdem haben wir den Eindruck, dass Beide viel öfter im Haus sind als früher, als müssten sie ganz viel Nähe nachholen. Uns soll es recht sein. :-)

Ich hatte noch eine Woche frei und konnte mich daheim in Ruhe an den Alltag gewöhnen. Heute Morgen musste ich dann aber auch wieder ins Büro, denn irgendwann ist auch der schönste Urlaub vorbei. Es war wirklich, wirklich wieder so schön, sodass wir schon überlegen, im nächsten Jahr ... Na, schauen wir mal.

Samstag, 3. November 2018

Die zweite Urlaubswoche

Nach einer Woche Fort Lauderdale in einem wirklich sehr angenehmen Hotel fiel uns die Weiterreise fast ein wenig schwer. Wir machten und mit dem Auto auf die gut vierstündige Reise nach Key West, vorbei an Miami, entlang der vielen kleinen Keys und langen Brücken übers offene Meer. Beim letzten Mal spielte das Radio "Kokomo" von den Beach Boys, was mir seit dem als Inbegriff des Florida-Urlaubs regelmäßig Gänsehaut bereitet, wenn ich es höre. Und wir mussten auch diesmal nicht lange warten, bis es im Radio (mit voller Lautstärke) lief.

Leider waren wir vom Hotel in Key West diesmal nicht ganz so begeistert. Wir hatten zwar das selbe Zimmer, aber im Resort gab es eine größere Gruppe von Leuten aus New York, die dort wohl mal richtig feiern und die Sau rauslassen wollten. So saßen oder standen sie meist ab Mittag im Wasser am Pool, Wein oder Bier in der Hand und zum Teil noch Zigarette oder Zigarre. Mit der Zeit zeigte auch der Alkohol in der Hitze Wirkung und sie wurden immer lauter. Das war nervig.

Aber ansonsten haben wir auch die zweite Woche sehr genossen. Ziemlich schräg dabei war das dortige Fantasy-Fest, das seit mehreren Jahren in Key West im Oktober stattfindet. Wir konnten uns wenig darunter vorstellen und interessierten uns zunächst kaum dafür. Bis wir dann an einem Nachmittag zufällig eine "Parade" von Fahrrädern sahen, die durch die Straßen fuhren. Das sah dann zum Beispiel so aus wie hier links im Bild.

Beim Fantasy-Fest geht es in erster Linie darum, sich zu verkleiden. Neun Tage lang, auch am Tage, wen man denn will. Nun ist es in Florida immer und überall heiß. Dementsprechend knapp fallen viele der Verkleidungen aus. Erscheinen die Amis in der Regel prüde, erlebt man hier das absolute Gegenteil. Alles schräg, verrückt, wie in einer Art riesiger Loveparade. Wir sahen die Fahrerinnen aus dem Bild dann später am Abend auch wieder, dort wo nachts das Leben tobt, man sich trifft, bestaunt, etwas trinkt, tanzt und feiert. Und möglichst auffällig ist. Und sei es durch Körperbemalung ...



Ich könnte eine lange Serie an nackten Brüsten und fast nackten Genitalien hier hochladen, aber das wollt Ihr sicher nicht sehen. ;-)

Stattdessen noch ein paar Impressionen vom Schmetterlingsmuseum. Ein wunderschöner kleiner Ort voll von bunten Faltern, Vögeln und auch zwei Flamingos. Sehr liebevoll eingerichtet und beeindruckend. Der Schmetterling ist übrigens der gleiche, von außen und von innen ...



Wie gesagt - das Wetter in Key West ist fast immer ein Traum. Manchmal aber dann auch kurz und überraschend ein Albtraum. Auf dem Rückweg vom Fest wurden wir eines Abends auch überrascht. Das Tolle ist, dass so ein tropischer Regen heftig ist, aber meist nur Minuten anhält und dabei so warm ist, dass man sich nicht zwingend unterstellen muss, falls es einem nichts ausmacht, mit nassen Klamotten durch die Stadt zu laufen:



Nach einer knappen Woche dort hieß es auch hier, Abschied zu nehmen. Es ist hier allerdings sehr angenehm, dass der Flughafen in Key West winzig ist und man kaum Menschen trifft. Eine entspanntere Abreise habe ich bisher nur in Bern erlebt. Nur fehlte da diese traumhafte Aussicht auf das Meer:



Im letzten Teil dann noch ein paar Bilder von Washington, D. C.

Donnerstag, 1. November 2018

Die erste Urlaubswoche

Heute ist es genau drei Wochen her, seit wir uns Richtung Florida auf den Weg gemacht haben. Lange dauerte die Vorfreude, denn schon im Februar hatte ich alles geplant und gebucht. Und nun war es endlich soweit - Koffer ins Auto und ab zum Bahnhof.

Wir hatten extra viel Vorlauf eingeplant, um ja nicht ein böse Überraschung mit der Bahn zu erleben. In letzter Zeit gab es in Bern öfter Totalausfällen Sperrungen, und das wäre eine  Katastrophe gewesen. Unser Zug fuhr jedoch pünktlich und wir kamen ohne Verzögerungen an. Wie viel Glück wir dabei hatten, lasen wir kurz danach am Flughafen: Stromausfall und Totalsperrung folgten rund eine Stunde nach unserer Abfahrt. Nicht auszumalen, was das für uns bedeutet hätte ...

So hatten wir aber nun ganz viel Zeit am Flughafen, die wir gar nicht brauchten, denn man hat die Passkontrolle inzwischen automatisiert. Keine Menschen mehr, nur noch Automaten! Man legt seinen Pass auf einen Scanner, betritt dann eine  Schleuse, die macht ein Foto, und wenn alles gut ist, geht die Tür auf und man ist ausgereist. Funktionierte bei uns super und schwups waren wir schon am Gate.

Zehneinhalb Stunden Flug sind eine verdammt lange Zeit, aber mit der Vorfreude und guten Filmen an Bord verging die Zeit recht schnell. In Miami dann das selbe Prozedere, auch hier mit Maschinen. Einziger Unterschied: Im Anschluss schaut dann doch noch ein Mensch mit ernster Miene auf den Ausweis und drückt schließlich einen Stempel in den Pass.

So kamen wir nach "nur" dreißig Minuten Anstehen zum Gepäckband, wo unsere Koffer schon rotierten. Es folgte auch gleich eine Schrecksekunde. Mein Koffer war ziemlich ramponiert! Es war erst seine zweite Reise, und dann DAS! Aber, oh Wunder, ein paar Stunden später war die Beule verschwunden. Offenbar ist das Material in der Lage, wieder in die Ausgangsposition zurück zu kehren. Der Koffer sah bald wieder aus wie neu.

Für den Flughafen Miami hatten wir einen Mietwagen bei AVIS reservieren lassen. Cooler Service: Dort am Schalter gibt es eine Tafel, auf der steht der Name und der Parkplatz des Autos. Ohne Anstehen, ohne weitere Formalitäten. Überrascht waren wir vom Typ. Eigentlich hatten wir eine mittelgroße Limousine bestellt, bekommen haben wir einen Jeep Cherokee! Nun gut, dann eben ein Jeep ...

Ich war froh, dass ich die Fahrweise in den Staaten auf den teilweise siebenspurigen Straßen schon kannte und eine der schwierigsten Mega-Kreuzungen vorher schon auf Streetview angeschaut hatte, denn mit unbekanntem Auto, im Dunkeln, nachts um 2 Uhr unserer Zeit war das Fahren doch etwas anstrengend. Aber nach gut einer Stunde kamen wir gut und erschöpft im Hotel an.

Das Hotel in Fort Lauderdale kannten wir schon vom letzten Mal, und so konnten wir uns auf das wundervolle Ambiente freuen und wurden nicht enttäuscht. Wir fielen ziemlich schnell in einen tiefen Schlaf ...

Am nächsten Morgen sprangen wir als Erstes in den Pool. Da es sich um ein ganz kleines Hotel handelt, waren wir morgens immer ganz allein dort und konnten Pool und Liegen fast wie im Privathaus genießen. Aber ganz allein waren wir nicht:



Diese Leguane gibt es massenhaft in Florida und sie stellen teilweise schon eine Plage dar. Sie sind dort nicht heimisch, sondern wurden irgendwann vor Jahren mal ausgesetzt. Als reine Pflanzenfresser machen sie sich über alles Grüne her, was ihnen in die Quere kommt. Putzig sind sie aber trotzdem, vor allem für Touristen. ;-)

Die Tage in Fort Lauderdale waren sehr entspannend - das warme Klima den ganzen Tag hindurch, die Sonne, die netten, entspannten Menschen ... Einfach herrlich. Hier der Blick von der Hotelanlage aus in den Abendhimmel, und dann noch zwei Impressionen von dort. Der Strand (ausnahmsweise an einem Tag fast ohne Wind und Wellen) und der Blick von der Cocktailbar.







Im nächsten Post gibt es dann ein paar süße und heiße Bilder aus Key West ...



Dienstag, 30. Oktober 2018

Weit weg

Wenn man nach zwei Wochen das Passwort für den PC im Büro vergessen und auch sonst keinen Gedanken an die Arbeit verschwendet hat, dann hat man wohl so ziemlich alles richtig gemacht im Urlaub!

Wir sind zurück und genau so ist es. Sonntagmorgen landete unser Flugzeug aus Washington, D. C. pünktlich in Zürich. Mussten wir schon zwischen Key West und der amerikanischen Hauptstadt einen Temperaturunterschied von rund 20 Grad "überwinden", kamen daheim noch einmal 10 Grad dazu, und auf dem Weg zum Auto sogar noch die ersten Schneeflocken der Saison. Was für eine Begrüßung ...

Aber egal. Trotz des nun grauen, trostlosen Himmels und des Jetlags fühle ich mich gut, denn die 2,5 Wochen USA haben saugut getan. Ich werde davon in den nächsten Tag ein wenig berichten, denn ich hab die Woche noch frei und kann mich langsam wieder an den Alltag herantasten.

Auch Henry war hoch erfreut und machte beim Wiedersehen Geräusche, die ich noch nie von ihm gehört habe. Überhaupt ist er seit der Rückkehr viel anhänglicher, sehr viel öfter im Haus statt draußen, und er hat offenbar keinen Schaden genommen durch die lange Abwesehenheit. Und Bernie? Dem geht es ganz genauso. Als wir zurück kamen, entdeckte ich ihn auf dem Feld, ca. 150m entfernt. Ich rief ihn, er schüttelte den Regen ab und rannte auf mich zu. Seitdem ist er fast nur noch bei uns im Haus. Und - große Premiere - gestern schliefen beide Katzen bei uns im Schlafzimmer: Bernie im Bett, Henry machte es sich auf bzw. in meinem noch nicht ausgepackten Koffer gemütlich.

Also alles gut daheim, und auch die "böse Post" hielt sich in Grenzen. Etwas Bewegung scheint es vielleicht auch bei der Scheidung zu geben. Zumindest mal Post vom Gericht, dass seit einem halben Jahr geschwiegen hat. Auch dazu bald mehr.

Nun gaaaanz langsam wieder in den Alltag hinein kommen. Also erst mal: Kaffee!

Freitag, 5. Oktober 2018

Die Luft ist raus

Wir laufen so ziemlich auf dem Zahnfleisch. Der letzte "richtige" Urlaub ist eine Ewigkeit her, der Stress mit dem Ex und dazu die Baurechts-Verfahren lassen vor allem Rosalie nicht ruhen. Es wird Zeit, dass wir diesem ganzen Mist mal entfliehen. Dann können sich die Drohbriefe vom Gatten mit seinen Forderungen und Betreibungen hier stapeln bis unter die Decke. Egal.

Und da wir unsere Reise bereits im Februar gebucht haben, ist die Vorfreude auch bald nicht mehr zu steigern. Im Gegensatz zum letzten Mal vor drei Jahren, ist es diesmal weniger die Neugier, die uns treibt, sondern das Wissen um das, was uns erwartet. Sonne, Meer, tolle Hotels und jede Menge Entspannung. Und Zeit für uns.

Im Büro wird man sicher auch 3,5 Wochen ohne mich auskommen. Da können sich die beiden Kollegen mal beweisen.

Morgen hole ich die Koffer vom Dach, dann können wir mit dem Packen beginnen. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass es bald los geht. Viel braucht man - zumindest als Mann - ja in Florida ohnehin nicht: ein paar Shirts, kurze Hosen, Flip-Flops, Sonnenbrille und -hut. Reicht eigentlich schon. :-)

Noch sechs Mal schlafen ...

Donnerstag, 13. September 2018

Ich will rein (5) - Wer bist Du?

Noch immer hat sich niemand auf unsere Fundmeldungen im Netz und im Dorf gemeldet. Dafür haben wir noch ein Video aus dem März 2017 entdeckt. Und nun rätseln wir: Ist er das oder doch nicht? Schaut selbst:



Und zum Vergleich hier noch ein Foto von dieser Woche:



Tja, nicht so einfach. Wenn er wirklich schon so lange in der Gegend unterwegs ist, müsste er zu jemandem im Ort gehören. Doch warum vermisst ihn dann niemand? Und warum hat er sich ein neues Zuhause gesucht?

Am 28. September gehen wir zum Tierarzt, werden ihn checken und chippen lassen. Dann darf er anschliessend auch selbständig das Haus betreten. Gestern Mittag stand er wieder vor der Katzentür und versuchte vergeblich, sie zu öffnen. Dann zog er enttäuscht wieder ab. Da möchte man am liebsten ganz schnell heim und ihn rein lassen.

Das "Verhältnis" zu Henry scheint sich zu bessern. Rosalie hat vorhin berichtet, dass die Beiden sich heute Morgen im Erdgeschoss begegnet sind und sich Nase an Nase gegenüber standen. Dann hat sich Henry ganz locker umgedreht und ist zu seinem Fressnapf gegangen, während sich der Rote entspannt auf eine Bank gelegt hat. Das war magisch und vielleicht tatsächlich der Durchbruch.

Zu einem neuen Haustier gehört natürlich auch ein Name. Den ersten hatte Rosalies Tochter ausgewählt, diesmal kam die Idee von ihrem Sohn, und wir haben uns inzwischen überreden lassen: Der Name ist zwar ungewöhnlich für eine Katze, aber Victor - der Sieger - passt ja schon irgendwie zu ihm.

Mittwoch, 12. September 2018

Projekt E-Bike

Wir bewegen uns viel zu wenig! Ich glaube, das können ziemlich Viele von sich sagen. Uns geht es nicht anders. Zwar erreiche ich an so manchem Arbeitstag immerhin meine 10000 Schritte, schon weil ich ein Stück bis zum Parkplatz laufen muss, aber bei Rosalie sieht das ganz anders aus. Und gerade an den Wochenenden, wo wir gemeinsam etwas tun könnten, passiert meist - nichts.

Eine gute Möglichkeit wäre ein Fahrrad ("Velo" sagt man in der Schweiz). Das Problem: Wir sind beide ungeübt, und die Hügel um uns herum würden uns den Spass wohl schnell verderben.

Aber es gibt ja Abhilfe - ein E-Bike! Sogar unsere betagten Nachbarn kommen damit noch locker bis in den nächsten grösseren Ort, also warum sollten wir das nicht auch schaffen? Mal abends mit dem Rad in die Pizzeria, anstatt sich ins Auto zu setzen, einen Parkplatz suchen zu müssen und genau zu überlegen, ob noch ein halbes Glas Wein drin liegt oder nicht? Der Weg dahin ginge durch Wälder und Nebenstrassen, also perfekt für einen abendlichen Ausflug. Oder mal im Sommer schnell an den See?

Alles machbar - wenn man denn will und das richtige Equipment parat hat. Die Auswahl an elektrischen Rädern ist inzwischen sehr gross, die Unterschiede in Sachen Qualität und Leistung allerdings auch. Es wird also eine Weile dauern, bis wir etwas für uns Passendes gefunden haben. Ganz billig ist der Spass dann auch nicht, also müssen wir noch ein bisschen dafür sparen.

Aber vielleicht kann es im nächsten Frühling losgehen - Helm auf, und dann ist kein Hügel mehr vor uns sicher! :-)


Mittwoch, 5. September 2018

Der Puls steigt

Nur noch 36 Tage! Drei Jahre nach dem ersten, atemberaubenden Urlaub in Florida werden wir im Oktober wieder nach Miami fliegen. Wie ich schon mehrfach geschrieben habe, bin ich noch heute überwältigt von dem Erlebnis in 2015. Es war ein Traum, den ich mir gemeinsam mit Rosalie in jenem Jahr erfüllt habe. Hier kann man es noch einmal nachlesen.

Und damals habe ich mir geschworen, dass ich da in jedem Fall noch einmal hin möchte! Mag sein, dass das zweite Mal weniger Eindruck hinterlässt, weil man vieles schon einmal gesehen hat, aber auf der anderen Seite wissen wir diesmal, was uns erwartet, denn wir haben zwei wunderbare Hotels vom letzten Mal wieder auf unserer Liste, und damit können wir sicher sein, dass wir uns auch in diesem Jahr wieder sehr wohl fühlen werden. Gerade erhielt ich noch ein Mail vom Hotel in Key West, das unseren Wunsch, eine bestimmte Suite im Resort nutzen zu können, bereits hinterlegt hat.

Diesmal werden wir den Weg durch Florida von Norden nach Süden nehmen und dann von ganz "unten" aus noch Washington einen kurzen Besuch abstatten, bevor es zurück in die Schweiz geht. Zu gern hätte ich noch Boston und Montauk (wegen unserer Lieblings-TV-Serie "The Affair", die dort spielt) mit ins Programm genommen, aber das hätte den zeitlichen Rahmen gesprengt. Wir haben also schon einen Grund parat, um irgendwann wieder Richtung USA zu reisen ... ;-)

Der Countdown läuft!


Dienstag, 4. September 2018

Ich will rein (3) - Vertrauensbildende Massnahmen

Die letzten Tage und Nächte waren für alle nicht leicht, weder für Mensch noch Tier. Während "unser" roter Tiger inzwischen fast den ganzen Tag bei uns auf dem Sofa verbringt, sind wir damit beschäftigt, Henry davon zu "überzeugen", dass der Neue absolut keine Gefahr darstellt. Nur will der das noch nicht recht glauben und reagiert mit Knurren und Fauchen, bevor er flüchtet.

Die erste Nacht habe ich mit dem roten Kater auf dem Sofa gemeinsam verbracht. Das Witzige dabei - der süsse Rote schlief neben mir, während Henry ihn gar nicht sah und sich ca. 2 Meter daneben auf einem kleinen Tisch niederliess. Irgendwann hörte er ein Geräusch, entdeckte den Eindringling, überlegte offenbar kurz, war aber zu müde für Empörung ... und legte sich wieder hin.

Leider hielt das Verhalten aber nicht an, denn auch danach und bis heute beginnt Henry stets zu knurren, sobald er das rote Tigerchen hört oder sieht. Den stört das allerdings gar nicht, er ist völlig gelassen und beachtet Henry kaum. Nur einmal lief er ihm auf leisen Sohlen nach und beschnupperte ihn von oben bis unten, während Henry nach ihm an der Tür Ausschau hielt und ihn überhaupt nicht wahr nahm. Es war ein witziges Schauspiel.

Oftmals merkt unser schwarzer Kater gar nicht, dass Besuch im Haus ist, denn wenn der Rote schläft, sieht man ihn auf dem Sofa kaum. Henry trottet dann gemütlich zum Futternapf und geht danach entweder hinaus oder legt sich irgendwo in aller Ruhe zum Schlafen nieder.

Die Beiden könnten es also wirklich gut haben, aber Henry sieht das momentan noch anders. Das bedeutet für uns, dass wir nachts immer ein Ohr im Wohnzimmer haben für den Fall, dass es zu Auseinandersetzungen kommen sollte. Dann müssen wir unseren Kater beruhigen und weg tragen.

Wir werden uns heute noch um Feliway bemühen, vielleicht hilft es beim Anfreunden der beiden Herren.

Am Wochenende haben wir eine Fundmeldung im Internet abgelegt und im Dorf zwei Plakate angeklebt, falls der Kater irgendwo vermisst wird. Es könnte aber gut sein, dass er schon länger draussen unterwegs ist, denn offenbar verpflegt er sich mit Lebendfutter. Rosalie hat ihn gestern "erwischt", als er freudestrahlend mit einer riesigen toten Maus auf der Terrasse auftauchte, die er ruckzuck verspeist hat. So etwas würde Henry nie tun. Übrig blieben nur der Kopf und die Gallenblase von dem kleinen Schlachtfest sowie ein kleiner Blutfleck.

Dem roten Kerlchen scheint es ausserordentlich gut bei uns zu gefallen, und im Grunde hätten wir kein Problem damit, wenn er bei uns einzöge. Er müsste dann nur noch einen Chip bekommen, damit er nicht nur hinaus, sondern durch die Katzentür auch herein kann. Und Henry müsste natürlich auch "zustimmen" ...

Ach ja, Rosalie hat dem roten Monsterchen vorhin beim Markieren im Garten zugesehen. Sollte er das auch im Haus machen, könnte dies ebenfalls problematisch werden.

Hier noch drei Impressionen von dem süssen Tiger:









Montag, 3. September 2018

Die lieben Kollegen (39) - Töffli-Tour

Am Freitag hatten wir unseren Teamausflug von der Firma. Eigentlich war es mein freier Tag, aber den habe ich in diesem Fall gern geopfert. Schon deswegen, weil meine Anreise nicht so weit war und ich in zehn Minuten am Treffpunkt sein konnte.

Geplant war eine Fahrt mit "Töfflis", was nichts Anderes als Mofas sind. Mit 30 Sachen und viel Krach der "Keksfräsen" um den See - sehr lustig, erst recht mit einer so grossen "Meute". Ich empfing mein Team am Bahnhof. Dort wartete schon ein "Töffli-Bube" mit den Fahrzeugen, erklärte kurz, worauf es ankommt, übergab uns noch Helme, und dann ging es los. Ich muss zugeben, dass ich noch nie auf so einem Teil sass, aber nach kurzer Testphase (Gas geben, bremsen, zum Glück mit Automatik-Getriebe) bin ich gut zurecht gekommen und wir knatterten mit den Zweitaktern los.

Das Wetter war bescheiden, aber immerhin hörte es auf zu regnen, als wir die Motoren anliessen. Ich hatte angeboten, einen Abstecher zu unserem Haus zu machen, da es fast auf dem Weg lag. Und so kamen 12 Töfflis und zwei E-Bikes (zwei Kollegen haben keinen Führerschein) kurz nach dem Mittag vor unserem Haus an. Rosalie hat alles gefilmt und es war wirklich lustig zu sehen, wie die Töfflis wie an einer Perlenschnur angerauscht kamen und quietschend anhielten.

Es gab einen kleinen Imbiss auf unserer Terrasse und alle schwärmten von dem tollen Gebäude und unserem Paradies. Wie Recht sie haben. :-)

Nach etwa einer Stunde schwangen wir uns wieder auf die Gefährte und setzten unsere Fahrt fort. Teilweise mussten wir über Hauptstrassen, das war weniger gemütlich und teilweise sogar gefährlich. Aber nach knapp vier Stunden hatten wir alle sicher das Ziel erreicht.

Es ging dann weiter zu einer Weinprobe und anschliessend noch zu einem feinen Abendessen. Während das Team sich am späten Abend in den Zug setzte, wurde ich von Rosalie abgeholt und kam ziemlich müde zu Hause an.

Die Stimmung war gut im Team, aber heute Morgen dann mal wieder die Ernüchterung: Meine beiden Kollegen haben am Freitag vergessen, die Vorbereitungen für die heutigen Eintritte zu erledigen, und der eine Kollege ist schon wieder krank - er habe schlecht geschlafen letzte Nacht. Nun fällt es sogar meinem Chef mal auf, wie oft der Kerl fehlt. Da der andere Kollege auch nicht daran dachte, mal etwas früher zu kommen, sass ich mit dem ganzen Kram eine Stunde lang allein hier. Mein Frust war dann nicht zu überhören, als der junge Mann endlich in der Tür stand.

Das mit dem TEAM funktioniert also nach wie vor nicht wirklich gut, daran ändert auch ein lustiger Ausflug nichts.