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Dienstag, 17. Juli 2018

The Affair

Kennt jemand den kleinen Ort Montauk? Er liegt an der Ostspitze von Long Island in New York. Dort spielt die Serie "The Affair", mittlerweile in der vierten Staffel.

Ich bin eigentlich vor rund einem halben Jahr nur zufällig darauf gestossen, weil ich ein Fan von Maura Tierney bin, die in den 90er Jahren bei "Emergency Room" mitspielte, der einzigen Krankenhaus-Serie, die ich jemals gesehen habe. Die Ankündigung klang interessant, und so hatten Rosalie und ich begonnen, die Staffeln eins bis drei zu schauen.

Es geht, wie der Name schon sagt, um ein Thema, das sich so oder ähnlich millionenfach auf der Welt wiederholt: Familienvater trifft nach rund 17 Jahren Ehe auf eine ebenfalls verheiratete Frau, kurz darauf zerbrechen beide Ehen und alle vier Erwachsenen und die Kinder wollen oder müssen ein neues Leben beginnen.

Natürlich wird das Ganze dramaturgisch überhöht und angereichert, um die Menschen am TV zu halten, aber im Grunde kennt wohl fast jeder die eine oder andere Situation, die in dieser Serie zu sehen ist. Vielleicht auch deshalb hat sie uns in den bisher rund 33 Stunden Spielzeit gefesselt. Nicht unbedingt immer ganz leichte Kost und nichts zum Lachen und Entspannen. Aber wenn man selbst gescheiterte Ehen hinter sich hat, kann man sich gut in die Protagonisten hinein versetzen und so ganz nebenbei auch die eigene Geschichte noch einmal ein wenig aufarbeiten.

Das in der Serie gezeigte Restaurant "Lobster Roll" gibt es tatsächlich, und als Fans der Serie wollen wir gern mal dorthin und am Originalschauplatz etwas essen. Leider ist Montauk nur nach langer Autofahrt zu erreichen und passt damit nicht in die Planung unseres Florida-Trips im Oktober. Aber ganz bestimmt schaffen wir es ein anderes Mal, um dort zu sitzen, wo zuvor schon Maura Tierney gesessen hat. :-)

Freitag, 13. Juli 2018

Nichts Neues an der "Front"

Nachdem der Ex Anfang Juli mal wieder einen Jammerbrief verfasst hatte, sahen wir ihn Tage später in der VIP-Lounge des Open Air gemeinsam mit seiner Freundin, Kostenpunkt: 400 Franken. Man gönnt sich ja sonst nichts, wo man doch behauptet, kein Geld für die Alimente zu haben und im Supermarkt angeblich nur noch No-Name-Produkte kaufen zu können. Einmal mehr tischt er Rosalie Schuldner-Lügenmärchen auf.

Dem Amt hat er nun mitgeteilt, dass er "plane", die betriebenen Unterhaltszahlungen am 25. Juli zu überweisen. Was auch immer das genau bedeuten soll. Von den noch nicht betriebenen Alimenten bisher kein Wort. Lediglich die Zahlung für Juli kam pünktlich, und dann steht ja auch die Überweisung für August schon bald aus. Es wird also eng, wobei er ja im ersten halben Jahr genügend Geld gespart hat. Sofern er das nicht für seinen luxuriösen Lebenswandel verprasst hat, sollte ja der eine oder andere Franken vielleicht noch übrig sein.

Im Raum steht auch noch seine Forderung an Rosalie, sich an seinen Betriebskosten zu beteiligen! Das lehnt sie logischerweise komplett ab. Ob er versuchen wird, sie deswegen ebenfalls zu betreiben und sich damit zu rächen? Bei seinen "Realitätswahrnehmungsstörungen", wie es Rosalies Anwalt sarkastisch beschreibt, wäre das nicht auszuschliessen. Bei aller Einfältigkeit dieses Versuchs sollte er das vielleicht tatsächlich tun, denn wenn er damit erneut auf die Nase fällt, brächte ihn das womöglich doch mal zur Besinnung. Der eine oder andere Schlag auf den Hinterkopf soll ja bekanntlich hilfreich sein ...

Schönes Wochenende!

Montag, 9. Juli 2018

Schmerzhaftes Open Air

Ich war seit langem nicht mehr in einem Konzert, erst recht nicht auf einem Open Air Festival. Letzten Samstag war es mal wieder soweit. Eigentlich bin ich mehr Rosalie zuliebe mitgekommen, denn die Acts allein hätten mich nicht aus dem Haus gelockt.

Was mich gleich am Eingang erstaunt hat: Der Veranstalter selbst gab für die Zuschauer Ohrenstöpsel aus. Naiv, wie ich war, glaubte ich, dass dies wohl für besonders sensible Menschen gedacht wäre. Aber dem war nicht so.

Der Lärm aus den 30 m hohen Boxentürmen war ohrenbetäubend. Man spürte die Druckwelle nicht nur körperlich unangenehm, auch für die Ohren war es eine Zumutung. Ich wusste gar nicht, dass die Hörgeräteakustiker so eine starke Lobby zu haben scheinen ...

Ganz im Ernst - ich mag mir nicht vorstellen, was das mit den Hörnerven der vorwiegend jungen Menschen macht, wenn die so einem Krach viele Male im Jahr ausgesetzt sind. Ich habe es ohne Stöpsel keine Minute ausgehalten, aber ich sah kaum jemanden, der die Dinger genutzt hat. Das kann doch nicht gesund sein?! Und warum dreht man die Beschallung nicht einfach 10dB runter, anstatt dafür Ohropax auszugeben? Macht das irgendwie Sinn?

Immerhin war das Wetter gut, der Wein, das Essen an den zahlreichen Ständen, und der Blick über den See mit Sonnenuntergang war auch nicht zu verachten. Auch die Stimmung war bestens und wir haben uns gut amüsiert. Dank der Hilfsmittel hat mein Hörorgan hoffentlich auch nicht all zu viel gelitten. Und ich habe gelernt: Nie wieder ohne Stöpsel zu einem Musik-Event dieser Art!

Donnerstag, 5. Juli 2018

Etappensieg

Neben dem zermürbenden Scheidungsverfahren (der Ex hat die fälligen Alimente noch immer nicht gezahlt, weil er angeblich kein Geld hat ...) läuft bei uns seit Jahren noch ein Rechtsstreit wegen mehrerer Bauprojekte auf dem Gelände gegenüber, deren Umsetzung den Charakter des alten Dorfes komplett ruinieren würden. Nachdem die Einsprachen allesamt abgeschmettert wurden und der Oberamtmann mit einem Handstreich die Baubewilligungen ausstellte, mussten wir das Verfahren ans Gericht weiterziehen, weil wir der Meinung waren, dass hier eindeutig falsch entschieden wurde.

Wir haben eine Menge Geld investieren müssen, ohne zu wissen, wie es ausgehen würde. Gestern nun haben wir einen Anruf erhalten mit der freudigen Botschaft, dass das Gericht die Baubewilligungen aufgehoben hat. Noch haben wir es zwar nicht schriftlich und kennen die Details daher auch nicht, aber eines ist schon jetzt klar: Der Oberamtmann ist eine Pfeife und sollte verklagt werden. Die Bewilligungen hätten nämlich gar nicht erteilt werden dürfen, da der zugrunde liegende Bebauungsplan noch nicht genehmigt wurde.

Somit basiert die ursprüngliche Bewilligung auf einer krassen Fehlentscheidung unter Missachtung der gültigen Rechtslage, die uns dazu zwang, Geld "aus dem Fenster zu werfen", nur um diesem Mann da ganz oben per Gerichtsbeschluss zu beweisen, dass er im Unrecht ist. Wie kann so etwas in einem Rechtsstaat möglich sein?? Wir werden zwar eine Entschädigung erhalten, die deckt aber bei weitem nicht die entstandenen Kosten.

Immerhin, das Feld auf der Nordseite unseres Hauses wird vorläufig  nicht bebaut werden. Wir haben Zeit gewonnen und können nun abwarten, was mit dem neuen, derzeit hängigen Bebauungsplan passiert. Und wenn wir Glück haben, verleidet es den Spekulanten jetzt das Bauen, sodass die Pläne ganz vom Tisch sind.

Wir sind erleichtert, denn mit einem anderen Urteil wären nicht nur hässliche Klötzer vor unserer Nase gebaut worden, sondern wir hätten auch noch die Gegenpartei finanziell entschädigen müssen. Das bleibt uns nun erspart.

Mittwoch, 4. Juli 2018

Von Waldspitzmäusen und Taubenschwänzchen

Etwas Gutes hat es ja durchaus, wenn unser Kater seine Beute mit ins Haus bringt: Man lernt etwas über die einheimische Fauna. So lag neulich eine junge Ringelnatter im Wohnzimmer (tot). Am "liebsten" bringt er allerdings Spitzmäuse mit.

Im Netz gibt es ein Uni-Portal, auf dem man seine Fauna-Funde melden kann. Die werden dann bestimmt und in eine Karte eingetragen. So haben wir erfahren, dass es sich bei unseren Mäusen um Waldspitzmäuse und Waldmäuse handelt. Eine läuft vermutlich noch durchs Haus, wir konnten sie nicht einfangen, nachdem Henry sie mit rein gebracht hat ...

Ausserdem wimmelt es im Garten am Lavendel von Insekten, ein tolles Bild. Und habt Ihr schon mal einen Falter gesehen, der wie ein Kolibri fliegt? Das ist ein Taubenschwänzchen, hier leider nur etwas unscharf zu sehen. Und der "Käfer" ist eine Grille ...






Da wir ein paar Frösche am Teich haben, gab es im Frühling auch Kauquappen. Damit die nicht alle von den Fischen gefressen werden, haben wir sie in ein Wasserfass umquartiert. Nun sind tatsächlich ein paar "fertige" Frösche heraus geklettert.




Dienstag, 3. Juli 2018

Wie ein kleines, trotziges Kind

Ihr erinnert Euch - der Ex von Rosalie wollte seit Monaten keine Alimente mehr zahlen. Mein Schatz musste ihn daher betreiben (in Deutschland sagt man Zwangsvollstreckung). Er begründete vor Gericht sein Nichtzahlen mit einem 20seitigen Pamphlet, was vom Richter sang- und klanglos abgeschmettert wurde.

Nach dem Entscheid hätte er Gelegenheit gehabt für eine Berufung, verzichtete aber umgehend darauf. Und warum? Weil er nun seinerseits - wie ein bockiges kleines Kind, dass sich ärgert, nicht zu seinem Recht gekommen zu sein - vermutlich eine Betreibung einleiten wird, und zwar u. a. für die Betriebskosten des Hauses, also Strom, Wasser, Kehricht usw. Er ist der Meinung, da Rosalie noch im Grundbuch stehe, müsse sie sich an seinen Kosten (und denen seiner Freundin, die ja auch dort wohnt) beteiligen. Das ist so absurd wie dämlich, dass man nur den Kopf schütteln kann. Aber er ist der Meinung, das stehe ihm zu. Oder er ist so verzweifelt und in seiner Ehre gekränkt, dass er keine Möglichkeit auslässt, um sich zu rächen.

Sogar eine elektrische Zahnbürste für die Kinder möchte er als "ausserordentliche Kinderbetreuungskosten" abziehen. Warum nicht auch noch einen Haartrockner oder Handtücher, Tassen und Teller, die natürlich allesamt nur die Kinder benutzen? Und was wird der Richter dazu sagen - ihn wegsperren wegen Gefahr für die Allgemeinheit?

Man könnte lachen, wenn es nicht so traurig wäre und nur sinnlos Geld verbraten würde ...

Montag, 25. Juni 2018

Erfolgreiches Wochenende

Na bitte, geht doch! Schlussendlich darf ich also doch noch für zwei Mannschaften die Fahnen schwenken und die Daumen drücken. Knapp war es in beiden Fällen, aber nun schauen wir mal, ob es für die K.O.-Runde reicht ...

Daheim ist es auch weiter gegangen. Unser Teich ist nach fünfstündiger Saugaktion wieder so schön wie früher, und es sieht fast so aus, als würden die Fische im Wasser lächeln. Vor allem aber macht der Gartenteich jetzt optisch wieder viel mehr her, und da freut sich nicht nur Tier, sondern auch Mensch.

Und auch die nächste Deadline ist erreicht - bis heute muss die Duplik auf das letzte Jammerwerk des Ex ans Gericht gehen. Rosalie hat noch das ganze Wochenende daran gearbeitet, nun ist es, wie immer in letzter Minute, fertig geworden. Enthalten ist u. a. ein Angebot von ihr an den Ex, um das Verfahren abzukürzen. Allerdings liegen die Forderungen zwischen Ex und ihr um den Faktor zehn auseinander. Es ist also kaum davon auszugehen, dass man sich einigen wird, zumal der Ex offenbar immer noch der Meinung ist, es wäre alles seins und seine Frau hätte keinen Anspruch auf das Geld.

Und, klar, es ist noch nichts zu sehen von den ausstehenden Alimenten. Dies kann auch am Amt liegen, über das die Überweisung abgewickelt werden muss. Ich könnte mir aber auch denken, dass es der Ex damit gar nicht eilig hat.

Mühsam, das alles ...

Donnerstag, 21. Juni 2018

Neues aus dem Irrenhaus

Zunächst vielen Dank für die Genesungswünsche! Ich bin zurück im Büro. Ist ja nur ein Tag, denn morgen habe ich frei, und das wird schon irgendwie gehen. Zumindest die Niesanfälle haben nachgelassen, und der Husten wird auch irgendwann mal weniger werden - hoffe ich.

Erinnert Ihr Euch noch an die Geschichte des Ex mit dem Notebook, dass so unheimlich wichtig war? Er hat noch immer nicht aufgegeben und benimmt sich inzwischen wie ein kleines, trotziges Kind, das seinen Willen nicht bekommt. Einfach zum Fremdschämen ...

Rückblende: Rosalies Tochter hatte noch nie einen eigenen PC. Deshalb schenkte Rosalie ihr im vorletzten Jahr ein Notebook. Ein paar Wochen später kam sie plötzlich mit einem Notebook mit Apfel darauf nach Hause. Das hätte ihr der Papili geschenkt. Rosalie war zu Recht erbost. Ihre Tochter meinte ebenfalls, dass sie nun wirklich kein zweites bräuchte, und stattdessen vielleicht, wenn überhaupt, lieber noch ein Tablet hätte. Aber Rückgabe war kein Thema, das Papili war natürlich von seiner Entscheidung nicht abzubringen und "überzeugte" die Tochter von dem ach so tollen Gerät. Nun hat die Tochter also zwei Notebooks, die beide auf dem Schreibtisch stehen ... Schon damals hätte es, wenn überhaupt, eher Sinn gemacht, dem  älteren Sohn ein Notebook zu schenken.

Nun vertritt das Papili ja plötzlich die Ansicht, dass sein Sohn dringend und sofort für die Schule ein Notebook braucht. Diesmal kein Apfel, sondern unbedingt ein Surface (die vermuteten Hintergründe habe ich ja schon geschildert). Dabei schiesst er sich mit seiner Forderung, das Kind bräuchte das Gerät JETZT, sowieso raus, denn JETZT sind Ferien - und damit kann wohl kaum die Schule der Grund für die überstürzte Anschaffung sein. Das Teil würde jetzt erst einmal zwei Monate im Schrank verstauben, weil der heimische PC viel mehr Power hätte als ein Notebook und ohnehin nur zum Spielen gebraucht wird.

Rosalie sprach gestern nochmals mit ihrem Sohn, nachdem der Papa standhaft behauptet hatte, sein Sohn "wünsche jetzt" ein Notebook. Sie erklärte ihm auch, dass wir derzeit dringend eine neue Spülmaschine brauchen, weil das 19 Jahre alte Gerät leider defekt ist, und da der Papa seit Monaten keine Alimente zahlt, derzeit auch kein Geld für ein Geschenk dieser Grössenordnung vorhanden sei. Der Sohn versicherte, dass er wirklich kein Notebook brauche und mit Papili auch in letzter Zeit gar nicht mehr darüber gesprochen hätte. Sie redete ihm noch ins Gewissen, denn wenn er bei seiner Mama etwas Anderes erzählen würde als beim Papa, wäre das eine Katastrophe. Aber er versicherte, dass er nie gesagt hätte, ein Notebook zu brauchen und wolle das seinem Vater auch nochmals so sagen. Rosalie zeigte ihm auch noch den Screenshot mit der offenbar frei erfundenen Behauptung vom Papa, das Notebook wäre sein unbedingter und sofortiger Wunsch. Ob ihm das zu denken gegeben hat?

Kurze Zeit später kam ein Mail vom Ex, der Sohn würde sich bei Rosalie telefonisch melden. Das war gestern Nachmittag. Seitdem ist Ruhe ... Ich hoffe, der Sohn blieb standhaft und hat sich von Papili diesmal nicht bequatschen lassen.

Nochmal zur Erinnerung: Der Ex ist der Meinung, das Gerät sei schulnotwendig (und ausserdem hätten ALLE Kinder ausser seinem Sohn schon ein Notebook), daher müsse es Rosalie als Unterhaltsempfänger bezahlen, aber er als grosser IT-Guru wolle bei der Auswahl helfen, das Gerät selbst kaufen und ihr dann die Rechnung schicken. Das alles ist schon absurd genug. Aber, wie gesagt, die Tatsache, dass es keine solche Forderung der Schule gibt, macht das ganze zur Farce.

Wenn also ein Notebook wirklich mal gekauft würde, dann von Rosalie als Geschenk, und da hat der IT-Experte überhaupt nicht mitzureden. Man darf nun gespannt sein, ob es dem Ex doch gelungen ist, seinen Sohn weich zu kochen, oder ob der bei seiner Meinung geblieben ist, dass ein Notebook derzeit völlig unnötig ist. Es wäre für Papili ein weiterer Rückschlag.

To be continued - fürchte ich ....


Mittwoch, 20. Juni 2018

Silberstreif!

Es gibt sie, die Gerechtigkeit vor Gericht! Ich hatte ja berichtet, dass der Richter die Rechtsöffnung gut geheißen und der Beklagte nun zehn Tage Zeit hatte, eine Begründung zu verlangen und dann zu entscheiden, ob er in Berufung gehen möchte.

Gestern nun erreichte Rosalies Anwalt ein Mail vom Ex: Er würde den Prozessweg in diesem Fall nicht weiter beschreiten wollen und möchte den ausstehenden Betrag überweisen.

Was für ein kleines Wunder! Wir rätseln immer noch über die Gründe für seine Einsicht. Wichtig war aber erst einmal der Sieg in diesem Verfahren, aus den im anderen Post geschilderten Gründen. Nun hat Rosalie eine deutlich bessere Position als bisher, sieht der Ex doch endlich, dass er sich längst nicht alles erlauben kann.

Und eine nette kleine Entschädigung muss er auch noch zahlen. Ein kleines Trostpflaster für Ärger und sinnlos verlorene Zeit. Vielen Dank allen fürs Daumendrücken - es hat sich gelohnt!

In Kürze geht es dann weiter mit dem eigentlichen Scheidungs-Verfahren, dann werden wir sehen, ob er zu weiteren Zugeständnissen bereit ist oder seine absurde Linie weiter fährt.

Off-Topic: Ich konnte die Kommentarfunktion wieder aktivieren. Damit sollte es wieder schneller möglich sein, auf Kommentare zu reagieren. :-)

Dienstag, 19. Juni 2018

Kurze Zwangspause

Am Sonntag fing es schon an, gestern wurde es schlimmer, und letzte Nacht hat sie mich dann voll erwischt - die Sommergrippe. Gerade komme ich aus dem Garten - es ist wunderschön so am Morgen bei herrlichem Sonnenschein und blauem Himmel, kurz am Teich zu sitzen, während vier Katzen durch den Garten toben (unser Garten scheint sehr beliebt zu sein - liegt sicher am Hauskater ...). Allerdings ist es trotzdem recht anstrengend, wenn man ständig husten und niesen muss. Darum liege ich jetzt doch vorübergehend wieder im Bett.

Es gab Zeiten, da hätte ich mich vielleicht auch mit diesen Symptomen noch ins Büro gequält, aber wozu? Außerdem arbeite ich in einem Spital, da muss und sollte man bei solchen Symptomen noch mehr Zurückhaltung üben. Also hüte ich Haus und Bett.

Während Rosalie wieder die halbe Nacht an der aktuellen Stellungnahme fürs Scheidungs-Gericht gearbeitet hat. Es ist furchtbar - wie viele Jahre geht das jetzt schon ...?

So, Kaffee schmeckt noch, den mache ich mir jetzt und schaue mal, ob ich es damit bis auf den Balkon schaffe.

Donnerstag, 14. Juni 2018

Silberstreif?

Auch heute nochmals das Thema Scheidung. Man sieht, wie sehr es unseren Alltag beeinflusst ...

Diesmal ist es immerhin keine ganz schlechte Nachricht! Gestern rief der Anwalt an. Es ging um die Betreibung der Alimente vom Ex. Wie gehofft und eigentlich erwartet, hat der Richter die definitive Rechtsöffung gut geheissen. Doch was heisst das jetzt?

Das Urteil des Gerichts erfolgt zunächst ohne Begründung. Der Verlierer hat nun zehn Tage Zeit, um bei Gericht eine Begründung zu verlangen. Tut er das nicht, wird das Urteil rechtskräftig. Im anderen Fall hat der Ex nach Eingang der Urteilsbegründung dreissig Tage Zeit, um in Berufung zu gehen.

Wenn der Ex (und auch sein Anwalt, der immer schön mitverdient) auch nur einen Funken Verstand übrig haben, sollten sie auf dieses Rechtsmittel verzichten. Es ist einerseits mit weiteren Kosten verbunden, andererseits ist die Rechtslage dermassen eindeutig, dass die Aussichten auf Erfolg äusserst gering sind.

Warum? Eine so genannte "definitive Rechtsöffung" ist nur möglich, wenn der Gläubiger einen Gerichtsbeschluss als Beweis für seine Forderung vorlegen kann. So ein bestehendes Urteil wiegt schwer, und daher hat man als Schuldner in diesem Fall auch kaum noch Verteidigungsmöglichkeiten. Lediglich der Nachweis, dass die Schulden verjährt sind oder eine sonstige Urkunde (!), die den Forderungen entgegen steht, könnten helfen. All das hat der Ex nicht und bringt nur selbstherrlich Jammer-Argumente vor, die rechtlich belanglos sind.

Aber dieses Urteil wird an seinem Ego kratzen, deswegen kann ich mir gut vorstellen, dass er trotz der Ausweglosigkeit und der erneuten Kosten über eine Berufung zumindest nachdenken wird. Und wenn sein dämlicher Anwalt ihm, wie offenbar auch beim Verfassen der Begründung für den Rechtsvorschlag, noch gut zuredet, müssen wir wohl mit dem Schlimmsten rechnen. Das Schlimmste meint hier, dass das Verfahren erneut um Wochen verzögert wird.

Sollte der Ex aber nun Ruhe geben, muss Rosalie ein Fortsetzungsbegehren beim Amt stellen. Daraufhin gibt es dann eine Pfändungsankündigung.

Und in der Zwischenzeit sammeln sich schon die nächsten Forderungen an, denn er zahlt ja weiterhin keine Alimente, und für jeden Monat müssen diese Zahlungen erneut beim Amt eingeklagt werden. Es gibt leider keinen Automatismus, auch wenn das neue Verfahren dann wohl beschleunigt abgehandelt werden kann.

Das Einzige, was helfen würde, wäre der Umstand, dass der Ex endlich zur Vernunft kommt ...

Mittwoch, 13. Juni 2018

Kurz und knapp

Der Ex von Rosalie lässt ja bekanntlich keine Möglichkeit aus, um sich unbeliebt zu machen. Aktion in dieser Woche: Ein Mail an Rosalie.

Er behauptet darin, es sei zwingend notwendig, dass sein Sohn ab sofort für die Schule ein Notebook habe, und da dies Schulkosten seien, müsse Rosalie dies zahlen (man erinnere sich: Er überweist seit Monaten rechtswidrig keine Alimente mehr!).

Einschub: Rosalies Sohn berichtete, dass der Papa daheim ein Surface rumzuliegen habe, das er nicht brauche. Herkunft unbekannt - womöglich sogar gesponsert von seinem Arbeitgeber ...?

Ok, weiter in der Mail: Er sei ja schliesslich IT-Experte und wolle an der Auswahl des Gerätes beteiligt werden. Und er empfehle - welch Wunder - ein ... Surface! Sobald er grünes Licht habe, würde ER das Gerät "kaufen" und Rosalie die Rechnung zukommen lassen.

Frech, oder? Er versucht ganz offenbar, mit Hardware, die er nicht braucht, noch Geld zu machen bei seiner Frau. Unglaublich.

Ich hab Rosalie gebeten, nur ganz kurz zu antworten. Das hat sie getan: Ihr sind keine Anforderungen der Schule bekannt, die den Einsatz eines Notebooks in der Schule zwingend erforderlich machen würden. Ein solches Gerät wäre allenfalls "nice to have". Aber dann wäre es allenfalls ein Geschenk ihrerseits, und bei der Auswahl sei seine Unterstüzung nicht notwendig.

Fertig. Ich hoffe, das Mail war kurz und eindeutig genug, damit er den Inhalt versteht und das Thema abhakt ...

Donnerstag, 7. Juni 2018

Neue schmutzige Wahrheiten

Es vergeht ja leider keine Woche, in denen nicht neue schäbige Details im Scheidungskrieg ans Licht kommen. Zuletzt hatten wir zufällig beobachtet, dass neuerdings nicht nur ein nagelneues Luxusauto, sondern noch ein zweites, fast identisches neues Auto vor dem Haus des künftigen Ex steht. Und das, wo er doch ständig seinen Kindern vorjammert, er könne sich angeblich nur noch Budget-Produkte im Supermarkt leisten, weil seine Frau ihn so ausnehme ...

Rosalie hat diese Beobachtung zum Anlass genommen, ihren Anwalt zu beauftragen, nach dem Meldestatus der neuen Partnerin des Ex zu forschen. Und, siehe da, Madame ist seit unbestimmter Zeit in seinem Haushalt gemeldet! Als ich damals bei Rosalie einzog, hatte der Ex nichts Eiligeres zu tun, als die Alimente neu berechnen zu lassen, da mein Einkommen natürlich zu berücksichtigen sei. Dass sein Betthäschen nun bei ihm gemeldet ist, hätten wir im Grunde nie erfahren, wenn wir nicht selbst Recherchen veranlasst hätten.

Und wir erinnern uns: Der Gute fordert ja von Rosalie die Hälfte der Nebenkosten seines Hauses, also zum Beispiel der Müll- oder Rundfunkgebühren. Oder anders gesagt: Er erwartet, dass Rosalie die Müllgebühren seiner Freundin mitfinanziert. Dreister und schäbiger geht es nun wirklich nicht mehr.

Es läuft damit auf ein drittes Verfahren hinaus. Da man mit dem Ex und seinem Anwalt nicht verhandeln kann, muss Rosalie die Neuberechnung der Alimente vor Gericht einklagen. Wieder Kosten für  Anwälte und Gericht, wieder Schriftenwechsel, wieder Verzögerung.

Ist das nicht völlig schizophren???

Montag, 4. Juni 2018

Zwischen Hoffen und Bangen

Gut zehn Tage ist es jetzt her, seit die Frist für die Stellungnahme abgelaufen ist. Nun warten wir gespannt auf eine Reaktion vom Gericht zur Frage, ob der Ex-Gemahl seiner Verpflichtung zur Zahlung von Alimenten nachkommen muss oder nicht. Obwohl so eine Entscheidung eigentlich keinen Aufschub duldet, ist der Richter dafür bekannt, sich Wochen und Monate Zeit zu lassen, bis er mal zu einem Ergebnis kommt.

Das zehrt an den Nerven. Nach menschlichem Ermessen und auch nach Auffassung des Anwalts kann es zwar nur ein Urteil geben, aber man weiss eben nie, wie so ein Richter, und insbesondere der, wirklich tickt, und deshalb müssen wir mit allem rechnen. Dabei ist der Ausgang dieses Verfahrens von essenzieller Bedeutung. Ich befürchte, und auch das sieht Rosalies Anwalt genauso, dass, unabhängig von den direkten finanziellen Auswirkungen, nur ein knackiges Urteil zu Rosalies Gunsten den Ex endlich mal zum Nachdenken bringen kann. Anderenfalls wird sich seine Arroganz und Siegesgewissheit ins Unermessliche steigern, was den weiteren Prozessverlauf noch einmal massiv beeinträchtigen könnte.

Ein Mann, der sich nicht zu fein ist, die Hälfte der von ihm verursachten Müll- und Rundfunkgebühren von seiner Frau zu verlangen, nur weil sie noch im Grundbuch steht, ist so weltfremd, dass man nur den Kopf schütteln kann. Und das ist längst nicht alles, was auf seiner Liste der Forderungen steht. Man hat beim Lesen ständig das Gefühl, den Typen schütteln und aufwecken zu müssen.

Nun warten wir und hoffen, dass Justitia, die ja bekanntlich blind ist, in diesem Fall trotzdem den richtigen Durchblick hat. Alles Andere mag ich mir gar nicht ausmalen.


Donnerstag, 31. Mai 2018

Räumkommando

Kennt Ihr diese Filme oder Serien, in denen der Bösewicht reihenweise Leute umbringt, und sein "Team" dann anschliessend die Leichen beseitigen muss?

So kommen wir uns inzwischen daheim auch vor, wobei der Bösewicht "Henry" heisst und wir sein Team sind. In den letzten Tagen haben wir täglich eine (noch lebende) Spitzmaus gefunden, heute waren es gleich zwei, allerdings tote Tiere im Erdgeschoss. Auf dem Bildmaterial (wir lassen zwei Kameras laufen zur Kontrolle) sieht man, wie er mit den Mäuschen rein kommt und sie dann in der Luft herum wirbelt. Das machen sie offenbar nicht lange mit ...

Dabei haben wir dem Raubtier erklärt, dass Spitzmäuse keine Nagetiere, sondern Insektenfresser und damit nützlich sind. Aber das scheint ihn nicht zu interessieren. Und interessanterweise sondern sie wohl ein Sekret ab, das übel riecht, weshalb sie von Raubtieren in der Regel gar nicht gefressen werden.

Henry hat aber offenbar den Dreh raus und ein Nest gefunden, dem er nun jede Nacht auflauert. Womöglich gibt es im Haus noch irgendwo ein totes Tier. Es riecht seit zwei Tagen relativ streng im Erdgeschoss, aber trotz intensiver Suche konnten wir die Ursache nicht finden. Ob es wirklich ein totes Tier ist, kann man nicht mit Sicherheit sagen.

Der Kater hält uns also auf Trab, aber so hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt. Das ist halt der Nachteil, wenn das Tier seine eigene Tür hat ...

Dienstag, 29. Mai 2018

Katz und Maus

Schon zwei Mal habe ich in letzter Zeit über Besucher im Haus geschrieben und darüber, wie wir sie hinaus begleitet haben, hier und hier. Ich hab mich dann immer "beklagt", dass wir selbst aktiv werden mussten, obwohl wir doch extra für diesen Zweck einen Kater im Hause haben. :-)

Am Samstag kam ich am Vormittag ins Erdgeschoss, um nach Henry zu sehen. Entgegen meiner Erwartung war er wach und lag vor einem kleinen Schränkchen offenkundig auf der Lauer. Ich ging davon aus, dass er ein Spielzeug entdeckt hatte und wollte ihm helfen, es heraus zu holen. Der Kater war aber ganz aufgeregt und rannte immer von einer Schrankecke zur anderen. Also holte ich eine Taschenlampe und sah nach: Da sahen mich zwei süsse Knopfaugen einer Hausmaus an.

Schnell rief ich nach Rosalie. Gemeinsam überlegten wir, wie wir das Tier fangen könnten. Doch während wir noch überlegten, war Henry schneller. Er angelte mit der Pfote und hatte das Mäuschen plötzlich zwischen den Zähnen. Stolz marschierte er damit ein paar Meter und liess sie dann wieder fallen. Schwups, war sie unter dem nächsten Schrank.

Ich sperrte den Kater aus und wir bauten eine Barriere um den Schrank, damit die Maus nicht wieder flüchten konnte. Mit zwei Teichnetzen und viel Mühe gelang es uns endlich, das possierliche Tierchen zu fangen. Rosalie brachte es nach draussen und liess es dort frei. Im Affenzahn mit riesigen Sprüngen flüchtete es Richtung Wiese und ward nicht mehr gesehen.

Henry erhielt eine Belohnung für seinen Fleiss. Wir wissen allerdings nicht, ob er die Maus nun auf dem Dachboden gefangen und dann im Erdgeschoss fallen gelassen oder ob er sie draussen erwischt und mit hinein gebracht hat. Sie muss schon eine kleine Weile im Haus gewesen sein, denn wir haben einen angenagten Weinkorken sowie ein abisoliertes Stromkabel entdeckt.

Es wird wohl nicht das letzte Tier im Haus gewesen sein. Aber mit unserem Raubtier daheim kann uns ja nichts passieren. :-)

Montag, 28. Mai 2018

Knochentrocken

Das vergangene Wochenende war gut, ruhig, mit etwas Abwechslung (inklusive Bratwurst und Bier). Ein wenig Regen war eigentlich auch vorhergesagt worden, aber wir haben in der Vergangenheit schon öfter festgestellt, dass der Regen um unser Dorf meist einen grossen Bogen macht.

In letzter Zeit hat es nur einmal so stark und etwas länger geregnet, dass der Boden tatsächlich mal profitieren konnte. Ansonsten ist er schon fast das ganze Jahr über so hart, dass man mit Gartenwerkzeug kaum 5 cm tief eindringen kann. Ich hatte versucht, ein paar LED-Lampen im Garten mit einem Plastik-Spiess aufzustellen, aber das kann man vergessen. Eher brechen sie ab, als dass sie sich im Boden verankern lassen.

Heisst für uns: giessen, giessen, giessen. Nun sind wir Beide nicht so wirklich gut darin, immer daran zu denken. Das führt dann schon mal zu der einen oder anderen trostlosen Ansicht von Pflanzen, die sich noch in Töpfen befinden.

Wir haben in der Küche einen Wochenkalender mit lustigen Sprüchen. Und zum Thema passend steht da für diese Woche:

Die Blume ist nicht vertrocknet - die wächst knusprig!

Montag, 21. Mai 2018

Die Leichtigkeit des Seins

Es geht doch nichts über eine extrem kurze Woche. Dank des heutigen Feiertages und meines 90%-Arbeitspensums muss ich in dieser Woche nur drei Tage arbeiten. Herrlich!

Und ich genieße diese Jahreszeit: das frische Grün, die Luft, die noch nicht zu heiß ist, die vielen Blüten. Und die Ruhe. Wenn man wie ich aus einer riesigen Großstadt kommt, wirkt die Ruhe hier wie aus einer anderen Welt. Es ist aber nicht nur das, was man hört, auch das, was man fühlt.

Rosalie wohnte früher auf der anderen Seite des Sees. Dort spürte ich immer, wenn ich dort war, eine gewisse innere Unruhe, Anspannung, sonderbare Energie. Selbst, wenn wir draußen saßen mit Blick auf den See, hatte ich nie das Gefühl, wirklich abschalten zu können.

Ganz anders hier. Schon, wenn ich abends nach der Arbeit vor dem Haus aus dem Auto steige, spüre ich absolute Entspannung. Am Teich oder auch auf dem Balkon hat man immer das Gefühl, weit weg von allem, quasi im Urlaub zu sein.

Genau DAS ist es allerdings, was Rosalie manchmal etwas stört: Es ist ihr ZU ruhig. Unser Ort ist ein Schlafkaff, mit all den Vor- und nicht zu unterschätzenden Nachteilen, vor allem der fehlenden Infrastruktur. Rosalie hat zuvor lange auf der anderen Seeseite gelebt, kennt dort viele Menschen, die man unterwegs hin und wieder trifft und mit denen man sich austauscht. Dazu das Leben in den Straßen, die Events, Einkaufsmöglichkeiten direkt vor Ort. All das fehlt hier, und das bedauert sie hin und wieder, vor allem, wenn sie direkt von der einen zur anderen Seite fährt und den direkten Vergleich hat.

Leider ist es eben unmöglich, Beides zu haben, schon, weil es derartige Grundstücke dort drüben entweder nicht gibt oder sie nicht bezahlbar sind. Kompromisse sind da unabdingbar, und die Frage ist, was einem wichtiger ist.

Nein, wir werden demnächst nicht umziehen, aber wer weiß, wie es in ein paar Jahren sein wird. Wir werden älter, die Kinder sind aus dem Haus, und irgendwann werden wir die gesamte Situation neu bewerten.

Aber vorerst genießen wir unseren täglichen  Mini-Urlaub daheim, und die Ruhe. :)

Mittwoch, 16. Mai 2018

Was kommt als Nächstes?

Die Frist läuft. Nachdem Rosalies Ex sich immer neue, absurdere Forderungen "ausdenkt", mit denen er zu begründen versucht, warum er seit Monaten keine Alimente zahlt, hat ihm das Gericht nun bis zum 23. Mai Zeit gegeben, um sich abschliessend zu dem Thema zu äussern und seine Argumente vorzubringen.

Nach menschlichem Ermessen sollte und dürfte das Gericht darauf nicht eintreten und die Zahlung des ausstehenden Unterhalts notfalls mittels Gerichtsvollzieher anschliessend anordnen. Selbst, wenn es auf seiner Seite berechtigte Forderungen geben sollte (was wir aussschliessen), dürfen diese nicht ohne Einwilligung der Gegenseite einfach von den Alimenten abgezogen werden, sondern müssten ebenfalls per Klage eingefordert werden.

Ihr seht, wenn es um Rosalies Scheidung geht, kommen eigentlich inzwischen nur noch Worte wie Klage, Anwalt, Gericht und Kosten im Text vor. Das ist gruselig und vor allem auch psychisch sehr belastend. Ich hoffe und wünsche mir, dass ein saftiges Urteil aufgrund des oben geschilderten Sachverhaltes Rosalies Ex endlich wachrütteln und ihm zeigen wird, dass er mit seiner sinnlosen Sturheit und Überheblichkeit nicht weiter kommt. Wenn das Gericht Rosalies Antrag folgt, muss er nämlich neben den Anwalts- und Gerichtskosten auch noch eine sogenannte Parteientschädigung zahlen. Das tut dann weh.

Gut, genau genommen ist das alles völliger Irrsinn, denn alles, was da jetzt an Kosten angehäuft wird, schmälert am Ende nur das gemeinsame Vermögen. Aber momentan geht es wirklich darum, ihrem Ex klar die Grenzen aufzuzeigen und ihm klar zu machen, dass seine Arroganz ihm nur schadet und das Verfahren immer weiter verzögert.

Hoffen wir (mal wieder) das Beste ...

Montag, 14. Mai 2018

Ausflug ins Markgräflerland

Es kam, wie es kommen musste. Der Morgen war trüb, aber noch trocken. Doch kaum liefen wir zum Auto, fing es an zu regnen. Und dieser Regen begleitete uns durch den ganzen Tag. Der Vorteil: Man ist im Freien fast allein. Der Nachteil: Man bekommt mit der Zeit nasse Füsse im Gras und ein Spaziergang mit Regenschirm durch einen eigentlich wunderschönen Garten ist keine wirkliche Freude. Wir haben uns aber nicht abschrecken lassen und trotzdem ein paar Eindrücke mitgenommen. Schliesslich ging es auch um Inspiration für den eigenen Garten.

Am späteren Nachmittag fuhren wir dann weiter zu unserem kleinen Hotel - wo dann auch kurz vor dem Abendrot wieder die Sonne schien. Von einem Sternekoch verwöhnt, genossen wir den Abend zusammen mit leckerem Wein aus der Region.

Am Freitag, nach einem guten Frühstück, statteten wir dannschnell noch Kaufland einen Besuch ab, wo ich mich mit ein paar Lebensmitteln eindeckte, die man in der Schweiz in der Regeln nicht bekommt, wie zum Beispiel einer leckeren Leberwurst. Von dort aus ging es dann nach einem Abstecher zu einer Freundin von Rosalie zurück nach Hause - im schönsten Sonnenschein. Unser Kater, zum ersten Mal über Nacht allein, war sehr erfreut, uns zu sehen und machte nicht den Eindruck, als hätte er uns die Abwesenheit übel genommen.

Bei unserem derzeitigen Wetterglück graut es mir davor, was wohl im Oktober passieren wird, wenn wir nach Florida fliegen. Aber vielleicht beruhigt sich der Wettergott bis dahin.