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Mittwoch, 18. Juli 2018

Reiseplanung

Seit der Pleite von Air Berlin und der Übernahme zahlreicher Slots durch easyJet gibt es jede Menge günstiger Flüge aus der Schweiz nach Berlin. Das "Problem" für uns: Um von Zürich nach Tegel zu fliegen, müssen wir jeweils erst einmal bis zum Flughafen kommen. Das allein kostet uns schon mehr als zwei Stunden, dazu die nötige Vorlaufzeit von etwa 90 Minuten, um dann einen günstigen Flug nach Tegel anzutreten. Der ist dann auch nicht mehr ganz so günstig, wenn man die Kosten für die Zugfahrt hinzurechnet.

Weil es viel schneller und bequemer ist, direkt von Bern aus nach Berlin zu fliegen, schauen wir immer nach Sonderangeboten von Skywork Airlines. Wenn man die erhaschen kann, ist der Preisunterschied unter dem Strich gar nicht so gross, und wenn man die zeitliche Ersparnis dazu nimmt, lohnt es sich allemal.

Leider weiss man im Vorfeld nie genau, wann solche Aktionen laufen, daher ist es ein Glücksspiel, oder man bucht direkt nach Veröffentlichung des jeweils neuen Sommer- und Winter-Flugplans. Auf diese Weise haben wir nun zugeschlagen - einmal mit einem Super-Sonderangebot, sodass wir innerhalb von sechs Wochen gleich zwei Mal in Berlin sind (was mein Papa noch gar nicht weiss). Und dann wollte ich unbedingt noch im Dezember mit meinem Schatz in die alte Heimat, denn in diesem Monat gibt es ein Theaterstück, das mich sehr interessiert. Es spielen Jochen Busse, den wir schon einmal live erlebt und uns köstlich amüsiert haben, und Hugo Egon Balder, den man eigentlich nur aus dem TV, meist an der Seite von Hella von Sinnen, kennt.

Für diese Reise mussten wir nun die Veröffentlichung des Winterflugplans abwarten und dann nach einem günstigen Flug suchen. Das Schwierige dabei ist, dass man durch intensives Suchen die Preise nach oben treibt. Klickt man ein paar Mal hin und her, sind alle Flüge plötzlich wie durch ein Wunder 20 Franken teurer. Damit sollen die Leute natürlich animiert werden, schnell zu buchen. Haben wir aber nicht getan, sondern gewartet. Und es hat sich tatsächlich gelohnt. Nach vielen Versuchen mit verschiedenen Geräten und Netzwerken war der Preis irgendwann wieder auf dem alten Niveau und wir haben zugeschlagen.

Dann noch Eintrittskarten und Hotel gebucht, und nun starten wir auch im Dezember für einen 48-Stunden-Blitztrip inklusive Theaterbesuch nach Berlin. Wir freuen uns schon darauf, auch wenn es noch fünf Monate dauert.

Montag, 2. Juli 2018

Wenn einer eine Reise ...

.... bucht ... Das Gute, wenn man seine Reise individuell online bucht: Man kann alles selbst erledigen. Das Schlechte, wenn man seine Reise individuell online bucht: Mann muss alles selbst erledigen.

Wir haben Hotels und Flüge für den Urlaub im Oktober in Florida bereits im Februar gebucht - was man hat, hat man. Das hat auch alles super geklappt, alle Flüge wurden bestätigt und die Hotels haben uns ihre Reservierungen geschickt.

Bereits Ende April und erneut Samstagmorgen erhielt ich ein Mail von der Airline. Beim letzten Mal änderte sich eine Ablfugzeit um zehn Minuten, also nichts Schlimmes. Diesmal stand im Mail, es gebe wichtige Infos, ich möge doch bitte Kontakt aufnehmen. Im Mail war ein Link für weitere Informationen enthalten. Über diesen Link landete ich auf der Website der Airline, wo in Rot die Änderungen markiert waren: Bei zwei Flügen wurde der Abflug jeweils um fünf Minuten vorverlegt. Das war alles. Man solle dem zustimmen, dann würde die Buchung angepasst.

Das habe ich gemacht und eigentlich war die Sache damit erledigt. Stutzig wurde ich, als auf der Flugübersicht statt vier nur noch drei Flüge zu sehen waren. Der Anschlussflug war verschwunden. Das war mir nicht geheuer, also rief ich gleich am Samstag an.

Der Mann am Telefon rief meine Buchung auf und meinte, ja das stimme, denn die Flugzeit des Fluges wäre um fünf Stunden nach hinten verschoben worden, und damit käme der Flug ja nicht mehr in Frage. Ach was - und niemand sagt mir das? Wäre ja lustig geworden, wenn ich am Flughafen stehe und man mir sagt, dass der Flug erst in fünf Stunden geht. Der gute Mann meinte dann, er könne mir anbieten, von Orlando zunächst nach NY zu fliegen, und von dort weiter (also zurück) nach Washington. Ich wäre dann 21:10 Uhr dort. Oder ich solle doch von einem anderen Flughafen abfliegen!  Klar, kein Problem, von Key West aus gibt es auch wahnsinnig viele Flughäfen in der Nähe.

Und eine andere Option gäbe es nicht? Nein, meinte der Mann am Telefon, er würde nichts sehen. Das wollte ich selbst prüfen, zumal es mir egal war, wo ich umsteige, aber ich wollte nicht in der Nacht in Washington landen. Also machte ich mich fix auf der Website selber schlau und fand tatsächlich eine andere Verbindung über Tampa statt Orlando, die zeitlich deutlich besser passte und fast mit der eigentlichen Buchung übereinstimmte. Ob er uns denn nicht dafür umbuchen könne? Doch, doch, das sei gar kein Problem ...

Nach weiteren fünf Minuten war das Umbuchen erledigt. Nun haben wir wieder einen vollständigen Flugplan für unsere Reise. Wie gut, dass mir die Flugübersicht suspekt vorkam. Und gut, wenn man immer mal nachfragt, anstatt sich darauf zu verlassen, dass schon alles gut kommt.

Mittwoch, 8. November 2017

Up and away

Der letzte Arbeitstag vor dem Urlaub beginnt. Urlaub? Nun ja, irgendwie schon, aber die pure Erholung wird es nicht, auch wenn es toll ist, nach Lübeck zu fliegen.

Morgen früh (um 5 Uhr!) geht es los nach Hamburg, von dort dann mit dem Auto weiter Richtung Holstentor, Sonntagabend werden wir zurück sein. Rosalie hat dort am Freitag einen wichtigen Termin, und die Nachwirkungen könnten durchaus eine Weile anhalten. Deswegen habe ich dann auch in der nächsten Woche frei und werde meinen Schatz pflegen, so gut es geht.

Um unseren Stubentiger wird sich Rosalies Mama kümmern. Sie wird ab heute bis Sonntag bei uns wohnen und dafür sorgen, dass der Kater versorgt ist. Solange er noch nicht raus kann, halten wir das für die beste Lösung. Beim nächsten Mal reicht es dann vielleicht aus, ihm morgens und abends Futter hinzustellen. Aber das entscheiden wir im Januar, wenn Berlin auf dem Programm steht.

Meine Liebste hat noch bis gestern spät abends Unterlagen gewälzt, Mails geschrieben und Dateien verschickt, denn nicht nur die Papiere für den Scheidungsanwalt, sondern, wie befürchtet, auch noch weitere Gutachten zu den Bauvorhaben bei uns im Dorf trudelten ein und hatten eine kurze Deadline für die Begutachtung. Nun sollte hoffentlich alles erledigt sein, sodass wir uns auf das Kommende konzentrieren können.

Ready for Take off.


Samstag, 13. Mai 2017

It's a long way to ...

In diesem Fall nicht Tipperary. Ich möchte nur zu einem Schweizer Dokument gelangen: einem Führerausweis. Den muss man innerhalb von zwölf Monaten nach Einreise erwerben, da der eigene dann offiziell ungültig wird.

Nun ist das aber gar nicht so einfach, wie man meinen könnte. Man benötigt nämlich ein Attest vom Arzt, zumindest dann, wenn man sich die in Deutschland übliche Genehmigung C mit eintragen lassen möchte. Auf die möchte ich nicht verzichten, wer weiss, wofür ich sie noch brauchen könnte.

Woher nun bekommt man so ein Attest? Ich hab zuerst meinen neuen Hausarzt angerufen, und die Schwester meinte, das sei kein Problem. War es aber leider doch, denn mein Arzt darf dieses Dokument, wie sich im persönlichen Gespräch und nach einem Anruf beim Amt herausstellte, nicht ausstellen. Dafür gibt es eine besondere Liste mit Spezialisten, und nur diese dürfen meine Tauglichkeit nach einigen Untersuchungen bestätigen, darunter Hörtest, Sehtest, Untersuchung des Allgemeinbefindens (ungewöhnliche Einstiche inklusive).

Diese Tests habe ich nun gestern bestanden! Der "Spezialist" wusste allerdings auch nicht genau, ob ich nun zusätzlich noch zu einem Optiker muss, was auf dem eigentlichen Umtauschformular gefordert ist. Er hat mir jetzt trotzdem auf allen Papieren bestätigt, dass ich noch keinen Blindenhund benötige.

Damit habe ich nun alle Unterschriften beisammen. Als Nächstes muss ich meinen Ausweis mit Passbild und sämtlichen Formularen beim Amt für Strassenverkehr abgeben und erhalte dann einen neuen Ausweis. Der bisherige wird an den Heimatort gesendet und dort - für alle Fälle - aufbewahrt. Wie schon für den Arztbesuch (Termine nur vormittags!) werde ich auch dafür wieder einen freien Tag benötigen - was für ein Aufwand!

Am Ende kostet das Ganze natürlich auch Einiges. Etwa 250 Euro muss ich für Atteste und den Ausweis ausgeben. Ein teures Unterfangen, gegen das ich mich nicht wehren kann. Verdienen tun die Ärzte (allein 150 Franken gestern für eine einfache Untersuchung von 15 Minuten) und der Kanton also gut daran - einen Sinn erkenne ich in diesem notwendigen Übel leider nicht.

Immerhin habe ich dann am Ende ein schickes Plastikkärtchen mit Schweizer Kreuz! Im Gegensatz zu dem hässlichen Papierlappen, genannt Ausländerausweis, kann und muss ich das bei mir tragen und bin damit von Einheimischen nicht zu unterscheiden (solange ich nichts sagen muss ...). :))


Mittwoch, 26. April 2017

Die ewige Erkenntnis

Wer kennt das nicht: Man hat eine Aufgabe, und weil es sich entweder nach viel Arbeit anhört oder man nicht recht weiss, wie man es anstellen soll, schiebt man sie und schiebt und schiebt.

Besonders deutlich wurde mir das alljährlich mit der mühsamen Steuererklärung. Mühsam? Eigentlich nicht. Bei mir gab es nie viel abzuziehen und anzusetzen. Im Wesentlichen beschränkte sich das Ausfüllen der Formulare auf die Übertragung der Daten von der Steuerkarte plus aktueller Werte von Versicherungen, Fahrwegen usw. Mit Elster wurde das alles noch einfacher, weil das Programm einem die meiste Arbeit abnahm und man sogar auf Fehler aufmerksam gemacht wurde.

Und doch habe ich die Erklärung äusserst ungern gemacht und möglichst lange vor mir her geschoben, nur um dann nach der Fertigstellung den Kopf zu schütteln ob der Erkenntnis, dass es ganz einfach war und überhaupt nicht weh getan hat!

In letzter Zeit wiederholt sich dieser Aha-Effekt öfter im Büro. Es gibt immer wieder Aufgaben, die mir noch gänzlich fremd sind und bei denen ich keinen Schimmer habe, worum es geht oder wen ich fragen könnte. Doch kommt dann der Punkt, an dem ich mich mehr wehren kann und aus Zeitnot heraus handeln muss, stelle ich fast immer fest, dass es ganz leicht war: Manchmal hat sich das Problem von selbst gelöst, manchmal reicht das Gespräch mit dem betroffenen Kollegen und in den anderen Fällen finde ich die Lösung durch Nachlesen oder logisches Denken binnen kurzer Zeit selbst.

Das sind dann die Momente, in denen ich mir sage: Beim nächsten Mal stellst Du Dich nicht so an! Aber irgendwie will das noch nicht ganz zu einem Lebensmotto bei mir werden.

Ich arbeite daran.

Dienstag, 21. Februar 2017

Ich bleibe anonym

In eigener Sache: Ich bin zwar nicht so ein ausgepräger News- und Blog-Junkie wie meine Liebste, es gibt dennoch einige Blogs in der grossen weiten Internet-Welt, die ich regelmässig lese. Leider kann ich denen nur anonym folgen, denn wenn ich versuche, das Abo auf "öffentlich" umzustellen, warnt mich g**gle und möchte immer meinen real existierenden Namen verwenden. Ich kann das System leider nicht überreden, das Blogger-Pseudonym zu nutzen. Das ist wohl kein Fehler, sondern laut Support-Beiträgen auf den Seiten des Internet-Riesen genau so gewollt, warum auch immer.

Da mein Blog-Account mit meiner wirklichen Welt verknüpft ist, bleibt mir daher nichts Anderes übrig, als "heimlich" zu folgen. Schade, aber offenbar nicht zu ändern. Und ich habe keine Lust, mit verschiedenen Accounts zu hantieren und je nach Zweck dann ständig meine Identität zu wechseln. Das geht irgendwann doch mal schief. Rosalie war schon ein paar Mal kurz davor, sich im Netz zu "verraten". Das ist mir zu anstrengend, aber auf dem neuesten Stand bleiben kann ich zum Glück bei Euch dank Leselisten und Feed-Readern auch ohne Eintrag in der Follower-Liste.

Wir lesen uns! :)

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Perfekte Organisation

Ich mag Arztpraxen nicht, bei denen man trotz Termins eine Stunde oder noch länger warten muss. Als ich gestern mit Termin zum Arzt ging, ahnte ich schon Schlimmes, nachdem ich das volle Wartezimmer sah. Wenn die alle noch vor mir dran sein sollten ... Doch schon nach 15 Minuten wurde ich aufgerufen, obwohl andere Patienten vor mir angekommen waren. Super, und das mir - als Kassenpatient!

Auch die Organisation hin zum letzten Arbeitstag schreitet voran. Heute Morgen werde ich zum letzten Mal an meinem Schreibtisch sein. Leer geräumt habe ich ihn schon, nun kann ihn offiziell mein Kollege übernehmen (mein Tisch ist nämlich deluxe - er steht im Großraumbüro ganz hinten und daher kann niemand beim Vorbeigehen mal schnell auf den Bildschirm starren!). Die restlichen Tage werde ich nur noch im Seminarraum verbringen und meine Schulungen für die netten Kollegen durchziehen.

Wenn der Tag heute überstanden sein wird, arbeite ich noch genau NEUN Stunden, verteilt auf drei Tage. Das klingt ziemlich relaxt, oder? Der Mittwoch zählt dann ohnehin nicht mehr, da ist nur "Party" angesagt (natürlich ohne Alkohohl, ist schließlich eine Behörde!). Es gibt dafür jede Menge Schweizer Schoggi für das ganze Team!

Meine Tage in Berlin sind nun wirklich gezählt.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Alterserscheinungen

Wer kennt das nicht - mit zunehmendem Alter kommen die Wehwehchen, und bald fehlt einem was, wenn es nicht schon am Morgen irgendwo knarrt oder ächzt ...

Nein, ich spreche nicht von mir! Also wirklich - ich bin natürlich fit, was denkt Ihr denn?!

Die Rede ist von Rosalies Auto. Mit über 13 Jahren und mehr als 230 000 km hat es ein Alter erreicht, bei dem kein Monat vergeht, an dem nicht wieder etwas kaputt ist. Ob es sich zum Beispiel um eine blöde Sonnenblende handelt, deren Feder defekt ist und die daher ständig im Blickfeld des Fahrers hängt, oder ob es sich gar um den Schaltautomaten handelt, den wir trotz finanziellem Totalschaden in guter Hoffnung noch einmal haben erneuern lassen.

Nun hatten wir eigentlich erwartet, dass nach der letzten Reparatur im vorigen Monat mal Ruhe einkehrt. Doch schon bahnt sich seit gestern neuer Ärger an. Diesmal könnte es sich im schlimmsten Fall um einen Motorschaden handeln und der Wagen ist endgültig am Ende, im einfachsten Fall ist nur ein Stecker locker oder ein Schlauch undicht. Doch im aktuellen Zustand könnten wir mit dem Auto keinesfalls nach Berlin fahren. Also steht der Volvo nun in der Werkstatt und wartet darauf, repariert zu werden. Und wir beten ...

Anstatt mein neues Auto im Carport auf mich und den November wartet, fährt nun Rosalie erst einmal damit zur Arbeit. "Schade" für mich, weil ich es natürlich gern zuerst im Alltag fahren würde, aber gut für meinen Schatz, weil wir dadurch keinen Leihwagen brauchen, damit sie ins Büro kommt. Für die Fahrt nach Berlin wäre mein Auto aber zu klein, also bitte ein bisschen die Daumen drücken, dass der Volvo wieder gesund wird und dann in zwei Wochen die 2000 km durchhält!

Montag, 26. September 2016

Deal!

Mein Wohnungsnachfolger hat den Kaufvertrag unterschrieben, die Ablösesumme wird heute angewiesen. Mein Plan funktioniert also wie vorgesehen und ich kann das Thema Wohnung abhaken.

Das ist natürlich eine perfekte Lösung und kommt beiden Seiten sehr entgegen. Ich kann mich nun vollkommen auf meine persönlichen Dinge konzentrieren: Sachen einpacken, putzen, Keller aufräumen, Kühlschrank bis zum Stichtag leer essen und abtauen ... Ich spare aber damit viel Zeit, und das ist wichtig, denn die letzten beiden Wochen werden beruflich noch sehr anstrengend, da ich dann noch über 100 Leute schulen muss. Das war der Deal, damit ich Ende Oktober gehen kann.

Also - ein guter Start in die Woche. Den wünsche ich Euch auch!

Donnerstag, 22. September 2016

Privilegiert

Vor Jahren habe ich mich in einem Post mal darüber amüsiert, wie viele Jugendliche, aber auch Erwachsene mit zwei Handys unterwegs sind. Tja, nun gehöre ich selbst dazu!

Allerdings hat das wirklich einen praktischen Grund. Nach meinem Umzug brauche ich in jedem Fall einen neuen Vertrag in der Schweiz, und mein derzeitiger Vertrag, der mit 3,99 EUR unglaublich günstig ist, taugt im Nicht-EU-Ausland überhaupt nichts. Also habe ich mich bei den Providern in der Schweiz umgeschaut und einen Tarif gefunden, der gut zu mir passt. Über Preise reden wir lieber nicht, die sind jenseits von Gut und Böse - wie bei bekanntlich fast allem, was man käuflich erwerben muss. Dafür habe ich zumindest eine kostenlose Wunschnummer, in der unsere beiden Geburtstage enthalten sind, und noch ein stark subventioniertes neues Telefon. Kein "Apfel" übrigens, auch wenn ich mich damit in der Schweizer Öffentlichkeit schon sehr als Ausländer oute. :-)

Und so bin ich nun vorläufig immer mit zwei Telefonen unterwegs, bin dafür aber auch ohne Unterbrechung (für Schweizer: Unterbruch) unterwegs erreichbar, was toll ist zum Surfen und praktisch, wenn Zug oder Flugzeug mal wieder zu spät sind und ich Rosalie erreichen möchte. Außerdem können mich Schweizer nun auch ganz einfach in Deutschland anrufen, was gerade wieder von Vorteil war, weil ich auf einen Anruf der Steuerbehörde in Fribourg wartete.

Montag, 19. September 2016

Eine gute Idee

Wo ist das Wochenende geblieben? Schon ist wieder Montag und ich bin zurück in Berlin.

Und wie war es? In erster Linie verregnet! Immerhin gab es eine kurze trockene Phase, die wir nutzen konnten, um dem jährlichen Fest der Winzer bei 13 Grad einen Besuch abzustatten, Wein zu trinken und ein paar lokale Spezialitäten zu kosten. Dass wir zwischendurch mal eine Zeit lang mit Rosalies künftigem Ex samt Freundin an einem Tisch saßen, war ein weniger schönes Detail. Aber das ist ein anderes Thema.

Ansonsten haben wir jede Minute zum Bloggen genutzt. Diesmal nicht privat, sondern so richtig öffentlich. Es geht um die Zukunft unseres Dorfes, und das Ziel ist, die Einwohner aufzurütteln, um sich gegen die haarsträubenden Pläne des Noch-Bürgermeisters zur Wehr zu setzen. Ob sich der Aufwand lohnt, müssen wir abwarten, aber wir wollen zumindest kämpfen.

Und dann ist mir noch eine Idee gekommen, schließlich naht die Wohnungsübergabe schon mit großen Schritten! Die Chancen stehen gut, dass ich die Wohnung samt Inhalt und ohne großen Aufwand übergeben kann. Aber sauber und ordentlich soll sie natürlich schon aussehen. Ich habe weder Zeit noch Lust, um mich in den letzten Tagen darum zu kümmern. Es gibt aber eine Bekannte in meinem Umfeld, deren Job das Putzen ist. Ich habe ihr schon unzählige Male mit ihrem Notebook geholfen, natürlich kostenlos, und sie wollte sich immer mal revanchieren. Nun wäre die Gelegenheit dafür! Ein bisschen Fenster putzen, Staub wischen und saugen und Küche und Bad reinigen. In der kleinen Wohnung sollte das kein großer Aufwand sein, zumal es ja bei mir nicht dreckig ist.

Ich fliege am 26. Oktober zu Rosalie und wir kommen einen Tag später mit dem Auto zurück in die Stadt. Es wäre also ausreichend Zeit. Und die Idee ist, dass wir die beiden Tage bis zur Heimreise dann sowieso im Hotel bleiben, damit die Wohnung übergabefertig ist. Da ich vom Käufer der Wohnung noch einen kleinen Obolus für die Möbel bekomme, wäre das Geld dann auch gleich gut angelegt und meine Liebste und ich haben es noch ein wenig schön in der Stadt, bevor wir gen Süden fahren.

Langsam nimmt der Umzug Konturen an und alles fügt sich. Ich bin guter Dinge. Beste Voraussetzungen für einen guten Wochenstart!

Freitag, 9. September 2016

Termine, Termine

Es bleiben noch 7 Wochen, bis ich das Land verlasse, aber so langsam werden die freien Termine knapp. Verschiedene Bekannte möchten sich gern noch "ein letztes Mal" (ziehe ich auf den Mond?) mit mir treffen, darunter natürlich auch Eltern und Sohn, dazu Arzttermine, lange Wochenenden in der Schweiz, um meine Überstunden abzubauen ... Viel Zeit bleibt tatsächlich nicht mehr. In drei Wochen steht schon der Flug an, auf dem ich mit zwei Koffern einen Teil meiner Kleidung und Schuhe mitnehmen möchte. Auch das will gut überlegt und vorbereitet sein, damit ich möglichst viel, aber nicht das Falsche mitnehme.

Und apropos Arzttermine! Ich hab eine seltsame Stelle am Kopf und sollte mal einen Hautarzt aufsuchen. Also habe ich gestern versucht, einen Termin zu bekommen. Kurz im Internet geschaut und zwei Praxen in meiner Nähe gefunden. Auskunft bei der ersten: Sie vergeben keine Termine, man solle ganz früh morgens dort sein und dann könne man Glück haben, dass man im Laufe des Vormittags dran käme! Was ist das denn für eine Aussage? Doch es kam noch besser: Die zweite Praxis vergibt aktuell Termine für Ende Dezember!! Aber nur vormittags, denn am Nachmittag ist naürlich auch schon alles ausgebucht ... Wo bitte leben wir hier eigentlich und was mutet man Kassenpatienten heutzutage zu?? Ich hätte es natürlich in einer Privatpraxis versuchen können, das wäre sicher kein Problem, habe ich schon mal gemacht. Aber alles selber zahlen kann ich dann auch in der Schweiz!

Ich hab also weiter gesucht. Bei der dritten Praxis gab es Termine immerhin schon Ende November - also nur "knapp" zu spät! Bei der vierten hatte ich dann "schon" Glück und darf nun, nach langem Drängen, Suchen und Überlegen am 5. Oktober meinen Kopf vorzeigen. Es ist unglaublich. Genau wie mein Check Up gestern: Der dauerte sagenhafte 2 Minuten (inkl. Messung des Blutdrucks!). Als ich nach Abhören von Lunge und Herz annahm, jetzt ginge es richtig los, war es vorbei! Ich glaube, da könnte mir Rosalie mehr über meine Gesundheit sagen als diese Ärztin. Als Kassenpatient fühlt man sich in solchen Momenten wirklich als Mensch zweiter Klasse ...

Aber zurück zu meinen Terminen. Alles Luxusprobleme, aber das lässt mich spüren, dass es jetzt langsam wirklich "ernst" wird. Und als kleine Einstimmung auf mein Leben ab November steht am Montag der Ausflug mit meinem künftigen Team auf dem Programm. Ich bin sehr gespannt und werde natürlich berichten. Es geht - was sonst - in die Berge!

Doch nun erst einmal ab in den Flieger. Schönes Wochenende!

Dienstag, 6. September 2016

Er ist da!

Das war wieder ein ereignisreiches, positives Wochenende! Nicht nur, dass ich es genossen habe, am Sonntagnachmittag nicht auf die Uhr schauen zu müssen ... Nein, das Beste war natürlich am Samstagvormittag das Abholen meines Autos.

Als wir beim Händler eintrafen, stand es ganz prominent direkt am Eingang, mein Name stand am Spiegel. Tatsächlich MEIN Name! Der ganze Bürokratiekram dauerte etwa 20 Minuten, dann konnte ich mich endlich in MEIN Auto setzen. Es roch noch so "lecker" nach neuem Auto! Ich liebe diesen Geruch. Von innen und außen sah es aus wie neu, obwohl es schon ein Jahr alt ist. Ich werde es wohl nie wieder so sauber sehen.

Da ich schon während der Probefahrt mein Handy mit dem Bordcomputer gekoppelt hatte, haben sich die beiden Geräte sofort wieder gefunden und ich konnte direkt meine Lieblingsmusik spielen! Also Power on und los ging es. Einfach g*il! Unterwegs habe ich noch meinen Schatz angerufen, sie fuhr direkt hinter mir. Also Sprachsteuerung aktiviert: "Anrufen Rosalie mobil!" Eine nette Stimme wiederholte meinen Wunsch und schwups hatte ich meine Liebste auch schon am Telefon.

Zu Hause noch schnell die Daten vom Navi auf dem Notebook aktualisiert und noch einmal geschnüffelt im Auto, und dann durfte es bis Montagmorgen ausruhen. Leider regnete es dann in Strömen, und mein schönes Auto wurde nass! Und schmutzig. Von außen und innen! Aber ich konnte Rosalies Kinder schlecht in Strümpfen einsteigen lassen. :)

Wir haben dann gestern auch noch für mich ein Schweizer Bankkonto eröffnet und am Nachmittag eine Krankenkasse ausgewählt und dort einen Vertrag gemacht.

Nun ist fast alles erledigt, was ich bis zu meinem Umzug vorbereiten muss. Auch der Nachsendeauftrag bei der Post ist schon gestellt. Ich war ganz überrascht, dass die Deutsche Post mir ein Jahr lang die Post in die Schweiz nachsendet, und das für nur 25 Euro! Ich dachte erst, ich hätte mich verlesen und das seien die Kosten pro Monat. Aber nein, es gibt diesen Service tatsächlich zu dem günstigen Preis!

Jetzt kann und muss ich mich langsam daran machen, meine alte Wohnung auf den Kopf zu stellen und auszusortieren, was weg kann. Das sollte aber kein größeres Problem werden und in ein paar Stunden erledigt sein. Ein Mann besitzt doch nur das wirklich Notwendige zum Leben!

Donnerstag, 25. August 2016

Läuft bei mir!

Was die Vorbereitungen meines Umzuges betrifft, kann ich mich momentan wirklich nicht beklagen. Auch die Frage nach dem "Wohin mit meinen Möbeln", die ich hier vor ein paar Tagen stellte, könnte nun beantwortet sein. Es deutet sich im Augenblick eine für mich geniale Lösung an.

Vor gut einer Woche war mein Vermieter mit einem Kaufinteressenten für die Wohnung bei mir. Es war der erste, der wirklich den Eindruck machte, die Wohnung kaufen zu wollen. Was genau er damit vor hat, blieb zwar im Dunkeln, aber er machte Fotos und schien recht begeistert. Nun werden seine Absichten tatsächlich ernst, und das Beste: Er ließ über meinen Vermieter anfragen, was ich denn für die Inneneinrichtung als Ablöse haben wolle!

Das wäre natürlich DER Knaller - ich übergebe die Wohnung ohne zu malern mit allen Möbeln, die ich sonst hätte verkaufen, verschenken oder wegwerfen müssen! Und da ich auch sonst nichts mitnehmen möchte, blieben zusätzlich Geschirr, TV, Lampen usw. drin. Statt viel Arbeit und Mühe bekäme ich nun noch ein paar Euro als Geschenk obendrauf (ist mehr ein symbolischer Preis, ich wäre ja froh, wenn ich mich um nichts kümmern muss, das ist Vorteil genug).

Der Interessent war sehr angetan von meinem Vorschlag und hat mich gestern Abend bereits nach meiner Kontonummer gefragt. Es sieht also so aus, als würde der Berlin-Ausflug mit Auto Ende Oktober kaum Stress bedeuten, sondern eher zu einem gemütlichen Abschieds-Wochenende mutieren. Ist das nicht toll?