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Freitag, 5. Januar 2018

Zappenduster

Gestern Morgen, wir waren gerade dabei, aufzustehen, hörten wir einen lauten Knall aus Richtung des Umspannwerkes in der Nähe. Dann wurde es still. Wir hatten keinen Strom mehr: kein Wasser, keine Heizung, keine Kühlung, kein Herd ... Durch die vielen Stürme der letzten Wochen war schon mehrfach eine Phase weg, das konnten wir noch verschmerzen. Diesmal ging nichts mehr.

Da merkt man dann schmerzlich, wie abhängig man vom Strom geworden ist. Plötzlich funktioniert rein gar nichts mehr. Dank Handy kann man zumindest noch kommunizieren (sofern man es denn aufgeladen hatte), aber alles Andere ... Nicht mal die WC-Spülung läuft dann bei uns noch.

Wir haben noch etwa gewartet, uns dann angezogen und sind in die Stadt gefahren, um dort zu frühstücken und zur Toilette zu gehen. Und als wir nach rund zwei Stunden wieder nach Hause kamen, war der Strom zum Glück wieder da. Ich hatte schon Sorge, dass wir den Inhalt der Kühlschränke hätten entsorgen müssen, aber soweit kam es nicht.

Der Sturm hat sich nun endlich verzogen, und damit ist hoffentlich die Stromversorgung wieder stabil. Auch alle technischen Geräte haben den Ausfall überlebt. Nun darf es gern ruhig weiter gehen, das haben wir uns schließlich für 2018 gewünscht ...

Dienstag, 19. Dezember 2017

Cooles Spielzeug

Für neue Gadgets bin ich (genauso wie Rosalie übrigens) immer zu begeistern. Allerdings sind dem finanzielle Grenzen in Abhängigkeit vom Nutzen gesetzt. Ich kaufe also nicht jeden Mist ...

So war es auch bei Smartwatches. Seit Monaten lese und beobachte ich den Markt der erhältlichen Geräte, und mein Auge fiel seit Längerem auf die Samsung Gear S3. Der Haken: Zu teuer für ein Spielzeug.

Neulich war Black Friday und ich hatte durch Zufall plötzlich im Laufe des Tages ein Angebot mit 30% Rabatt gefunden. Trotzdem zögerte ich noch, bis Rosalie mich quasi überredete. Und so bin ich nun also im Besitz einer schicken Smartwatch.

Ein wenig skeptisch war ich aber schon, ob das Ding überhaupt einen Nutzen haben würde; die Meinungen darüber gehen ja extrem auseinander.

Nach ein paar Tagen des Ausprobierens kann ich aber jetzt sagen, dass das Teil für mich durchaus (auch) Sinn macht. Ob zu Hause oder im Büro - meist habe ich mein Handy nicht direkt dabei, weil ich es nicht in die Hosentasche stecken will. Es liegt dann irgendwo herum. Die Uhr bleibt aber trotzdem mit dem Telefon verbunden, und so werde ich immer informiert, wenn jemand mich erreichen möchte.

Sicher, man kann einwenden, dass es wirklich nicht notwendig ist, den ganzen Tag lang erreichbar zu sein. Aber nun werde ich stets informiert und kann dann selbst entscheiden, ob und wann ich reagieren will. Und nebenbei erfahre ich noch, wie viele Schritte ich gemacht habe oder kann ganz cool wie bei James Bond damit telefonieren ... :) Bei mir hält die Uhr mehr als zwei Tage durch, bevor sie geladen werden möchte, damit kann ich gut leben.

So ein Gadget ist ganz sicher kein Must Have, Spass macht es aber schon. Ob es sich generell durchsetzen wird in der heutigen Form, wage ich zu bezweifeln: recht klobig, kurze Laufzeit, begrenzte Funktionalität. Ich bin gespannt, was da noch geht. Bis dahin hab ich meinen Spass mit der Uhr und stelle mir täglich ein anderes Ziffernblatt ein. :))

Freitag, 1. Dezember 2017

Schöne neue Online-Welt

Es gibt ja - durchaus verständlich - zahlreiche Skeptiker, wenn es darum geht, Daten in der Cloud zu sichern. Ich gehöre nicht dazu. Ganz im Gegenteil: Ich finde es durchaus praktisch, wenn meine Dateien (bis auf Passwörter) automatisch ausser Haus abgelegt werden, ohne dass ich mich aktiv darum kümmern muss. Wenn Mr. Gates gern meine Urlaubsbilder von der Ostsee oder mein Anschreiben an die Rentenkasse lesen will - bitteschön. Im Zeitalter von Staatstrojanern kann man den Zugriff auf sensible Daten doch sowieso nicht gänzlich verhindern, es sei denn, man ist nur offline unterwegs.

Diese schöne neue Welt macht letztlich Vieles leichter. Ich musste vor kurzem mein Notebook neu aufsetzen, weil es mehrere Fehlfunktionen hatte und sich z. B. nicht mehr herunterfahren liess. In Zeiten von WinXP wäre das ein zeitaufwändiges, schier unlösbares Problem gewesen. Jetzt: Win10-Reparaturkonsole aufrufen, Recovery-Image vom Gerät installieren lassen, MS-Anmeldung nutzen, ein paar Einstellungen glatt ziehen, Updates online installieren lassen und fertig ist ein neu aufgesetztes Gerät mit allen persönlichen Daten. Einfacher geht es kaum.

Um uns nicht ganz "auszuliefern", gibt es aber seit ein paar Tagen auch ein neues NAS im heimischen Netzwerk, mit dem wir einerseits die Daten aus der Cloud nochmals sichern und zugleich andererseits für die ganze Familie Zugriff auf Musik, Bilder und Videos ermöglichen. Auch das geht eigentlich alles kinderleicht und bietet schier ungeahnte Möglichkeiten.

Ich gebe zu - ein wenig technikaffin muss man natürlich schon sein, um solche Dinge zu realisieren, auch wenn die Software heute so gut ist, dass man ein NAS auch als Laie ohne grosse Probleme installieren kann. Aber einmal eingerichtet, ist es einfach total cool, auf jedem Handy, Tablet, TV oder Notebook im Haus unsere gesamte Medien-Bibliothek aufrufen zu können.

Wenn es mir nicht (noch) ein wenig unheimlich wäre, dass da "jemand" ständig hört, was ich sage, hätte ich wohl auch schon ein Gadget mit Sprachassistent hingestellt. Über kurz oder lang wird das aber wohl die Zukunft sein. Eine Zukunft, wie sie schon vor 40 Jahren in diversen SF-Filmen gezeigt und damals für unmöglich gehalten wurde ...

Samstag, 18. November 2017

"Notruf" aus Berlin

Gestern schrieb mir mein Papa und fragte, wann er mich mal anrufen könne, er hätte grosse Probleme mit der Telekom. Ich dachte an eine technische Panne, falsche Abrechnungen oder Probleme mit dem Internet.

Am Telefon erzählte er mir aufgeregt, dass er Post bekommen hätte, in der stehe, dass jetzt alles neu werden würde und man seinen alten Anschluss kündigen wird. Er war völlig aufgelöst und beinahe in Panik. Eine Veränderung, und dann auch noch eine technische ... Geht ja gar nicht!

Ich bat ihn, mir den Brief doch mal als Foto zu schicken, ich würde mir den Inhalt mal ansehen. Das tat er dann, und es stellte sich heraus, dass es um die Umstellung des Anschlusses auf IP-Telefonie ging und man gebeten wurde, doch möglichst innerhalb von vier Wochen Kontakt für einen neuen Vertrag aufzunehmen. Also eigentlich alles ganz einfach.

Und so rief ich zurück und erklärte ihm, dass er nichts weiter tun müsse, als die angegebene kostenlose Nummer in den nächsten Wochen anzurufen und das Angebot aus dem Brief anzunehmen. Das sei schliesslich sogar noch besser als das bisherige. Da ich die Installation des neuen Routers leider nicht aus der Ferne durchführen kann, solle er auch den Service in Anspruch nehmen, den man dort anbietet.

Er war hörbar erleichtert, dass es sooo einfach sein soll. Eine Stunde später rief er mich wieder an und berichtete, dass er alles gleich und sofort erledigt habe, bevor "die Anderen" auch alle anrufen und die Nummer überlastet sei ... Und, siehe da - es war wirklich so einfach wie vermutet. Die nette Dame am Telefon hat alles aufgenommen und ihm sogar noch einen Rabatt eingeräumt! Nun kommt der Service-Mann am 16. April 2018! Was für ein Glück. :)

Wenn wir schon bei neuer Technik sind: Vor einiger Zeit schrieb ich mal über unsere geplante Anschaffung einer neuen Kühl-Kombi und das unverständliche Fehlen einer IST-Temperatur-Anzeige. Inzwischen hab ich des Rätsels Lösung gefunden:

Bei unserem und vielen anderen Geräten der mittleren gehobenen Preisklasse ist es so, dass unmittelbar nach dem Einschalten für etwa fünf Minuten die tatsächliche Temperatur erscheint, und dann springt die Anzeige dauerhaft auf die SOLL-Anzeige um. Das führt bei vielen Kunden nicht nur zur Verwirrung, sondern ist auch völlig unverständlich, denn was interessiert mich im Alltag der Wert, den das Gerät haben sollte??

Die Geräte in dieser Preisklasse haben in der Regel alle No-Frost, man muss sie also nicht mehr abtauen. Technisch bedingt müssen die Kühlstäbe aber trotzdem enteist werden. Und das ist das Problem: Beim Erwärmen der Stäbe, das automatisch passiert, erwärmt sich bei diesen Geräten auch der Kühlraum. Somit steigt die Temperatur etwa alle 24-36 Stunden im Tiefkühler innerhalb von etwa einer Stunde auf bis zu -6 Grad Celsius. Das ist völlig normal und wurde uns vom Mechaniker so bestätigt. Ich hatte mir nämlich separate Messgeräte mit Speicherfunktion besorgt, und als ich die Werte sah, den Kundendienst vor Ort bestellt. Der erklärte mir, dass nur die ganz teuren Geräte eine andere, bessere Technik nutzen, die den Kühlraum nicht erhitzt.

Ganz klar - wenn Besitzer eines Kühlschranks diese Schwankungen in der internen Anzeige sehen würden, wären Reklamationen vorprogrammiert, zumal sogar in der Bedienungsanleitung steht, dass Speiseeis schon bei -15° C zu schmelzen beginnt. Wie soll man da erklären, dass die Geräte einmal täglich noch viel wärmer werden? Dann lässt man die technisch ja durchaus mögliche IST-Anzeige lieber weg.

Es ist wie überall - es wird geschummelt, gelogen oder zumindest weggelassen, um die eigenen Unzulänglichkeiten zu vertuschen.

Montag, 6. November 2017

Die Kraft der Musik

Seit meiner frühen Kindheit ist die Musik ein sehr wichtiger Bestandteil in meinem Leben. Bevor ich zur Schule kam, stand ich schon in der Oper mit dem Kinderchor auf der Bühne, und das hat sich viele Jahre fortgesetzt.

Inspiriert durch eine Fachmesse kaufte ich mir vor etwa 25 Jahren den ersten "richtigen" Kopfhörer, ein High-End-Gerät von Sennheiser. Angeschlossen an meine Pioneer-Anlage war es ein Genuss, damit Musik zu hören. Ich weiss nicht mehr genau, was aus den Hörern geworden ist, vermutlich habe ich sie mal beim Auszug zurück gelassen ...

Bis zuletzt in Berlin hatte ich zumindest wieder eine gute Musikanlage mit grossen Standboxen. Nun ist es in einer Mietwohnung aber leider bekanntlich so, dass laute Musik schnell für Ärger mit den Nachbarn sorgt. Daher war an ein richtiges Musikerlebnis kaum zu denken.

Durch meine vielen Flüge in den letzten Jahren wurde das Thema Kopfhörer wieder aktuell. Aber ich scheute bisher immer das Geld für etwas Gutes und dachte mir, ein Billighörer tut es auch, Hauptsache, ich hab im Flieger etwas Unterhaltung. Allerdings konnte man teilweise beim normalen "Krach" im Flugzeug nur raten, worum es in einem Film oder bei einem Lied ging.

Im letzten halben Jahr wurde der Wunsch wieder stärker, mal guten Stereo-Sound zu geniessen. Das Haus ist zwar gross, aber derzeit gibt es keinen richtig guten Platz für meine Musikanlage, sodass sie noch im Karton verstaut ist. Und die Bluetooth-Lautsprecher machen zwar auch gut "Krach", aber Stereo und so ist halt doch noch etwas Anderes.

Es ist aber wahnsinnig schwierig, einen guten Kopfhörer zu finden. Die Auswahl ist gross, die Rezensionen natürlich immer subjektiv, und es bleibt eigentlich nichts weiter, als selbst Probe zu hören. Mein zunächst präferiertes Teil von Beyerdynamics kann man leider nirgends hören. Und da meine Kollegen von Noise  Cancelling schwärmten und in diesem Zusammenhang Bose ins Spiel kam, habe ich dann diesen Hörer mal kurz getestet. Nicht schlecht, das Teil - ohne Kabel, leicht, sitzt gut, guter Klang - und sehr teuer ...

Mehr oder weniger zufällig stolperte ich dann letzte Woche über einen Sennheiser. Mit Kabel, dafür aber deutlich günstiger. Kurz die Kritiken gecheckt und unmittelbar zugeschlagen im Netz. Einen Tag später war er da.

Und er hat mich nicht enttäuscht. Endlich wieder laut Musik hören, ohne jemanden zu stören, und auf Flügen auch mal einen Film schauen können, ohne von den Lippen lesen zu müssen. Gestern auf dem Sofa habe den halben Tag querbeet meine Lieblingsstücke gehört. Hach, schön. Musik hat noch immer die selbe, kraftvolle Wirkung auf mich. Manchmal habe ich da ziemlich nah am Wasser gebaut, und das nicht bei trauriger Musik. Sie ist dann einfach nur toll! Das passiert allerdings fast ausschliesslich bei klassischer Musik, einem Genre also, das wohl irgendwann ausstirbt. Wenn Rosalies Kinder so etwas hören, flüchten sie kopfschüttelnd und suchen das Weite. Und so geht es vermutlich den meisten Menschen in diesem Alter. Sehr schade.

Am Donnerstag kann ich meine neuen, schicken Hörer zum ersten Mal im Flieger testen. Ich freue mich auf ein neues Flugerlebnis. Für alle Fälle mit Taschentuch, falls die Musik mich mal wieder überwältigen sollte. ;)

Dienstag, 24. Oktober 2017

Technik, die (noch) nicht begeistert

Man kann über die Möglichkeit, bei Go*gle den Standort live zu teilen, sicher unterschiedlicher Meinung sein. Wobei - wer es nicht nutzen möchte, muss das ja auch nicht.

Ich finde das Feature jedoch für einige Situationen durchaus spannend. Wenn man sich z. B. in der Menge finden will oder bei einer Verabredung zu spät kommt und zeigen möchte, wie weit man noch entfernt ist.

Oder, wie bei uns, wenn man auf dem Weg nach Hause ist. Gerade, wenn Rosalie am späten Abend vom Büro heim kommt, bin ich ganz froh, wenn ich sehen kann, wo sie ist. Nicht zuletzt schon deshalb, weil das Auto nicht mehr so ganz zuverlässig ist. Und wenn sie irgendwo liegen bleibt, weiss ich immerhin, wo sie sich gerade befindet.

Leider funktioniert diese Funktion zwischen uns aber nicht zuverlässig. Auf meinem Android-Knochen scheint die Übertragung recht stabil zu laufen. Rosalie sieht mich auf ihrem Apfel zeitnah. Aber in die andere Richtung hakt es leider immer. Für die ersten Minuten nach der Freigabe klappt es gut, danach erhalte ich nur alle 10 bis 20 Minuten noch eine aktuelle Position. Ansonsten steht da, dass der Standort nicht ermittelt werden konnte. Ist jetzt nicht dramatisch, aber für den Fall, dass man sich bei laufender Bewegung, zum Beispiel in der Stadt, ziemlich nutzlos.

Habt Ihr solche Erfahrungen auch gemacht? Im Netz finde ich kaum etwas dazu. Nun hatte ich gehofft, dass WA, wo es diese Möglichkeit seit einigen Tagen auch gibt, das vielleicht besser beherrscht. Wir haben es gestern ausprobiert - und das Ergebnis ist noch schlechter als bei G. Nicht nur, dass der gezeigte Standort meilenweit von der Realität abweicht, nach 10 Minuten habe ich gar kein Update mehr von meinem Schatz bekommen. Auch hier scheint es wieder von der Richtung abzuhängen. Vom Android aus funktioniert es recht gut, vom Apfel aus geht fast nix. Beim Test gestern hätten wir uns wohl nie gefunden. Mein Telefon zeigte an, Rosalie wäre querfeldein gefahren und würde nicht im Supermarkt, sondern im Krankenhaus einkaufen ...

Zum Glück kann man im Zweifel immer noch das tun, wofür die Geräte vor langer Zeit mal erfunden wurden: Anrufen!