Es reicht. Was dieses Jahr an traurigen Augenblicken zu bieten hat, übertrifft alles, was ich bisher erlebt habe.
Von Juni bis Mitte Oktober sind drei unserer Katzen gestorben - wir mussten drei Mal die unglaublich schwere Entscheidung treffen, sie gehen zu lassen. Und jedes Mal stellt man sich anschliessend die quälende Frage, ob diese Entscheidung wirklich richtig war. Darauf gibt es leider keine abschliessende Antwort, nur die Hoffnung, die Tiere tatsächlich von ihrem ausweglosen Leid erlöst zu haben.
Zwischendrin mein Auszug in die eigene Wohnung. Und dann, vor ein paar Wochen, erhielt ich eine kurze Nachricht auf Whatsapp, die mich sehr bewegt hat ...
In den nächsten 12 Monaten werden alle aus meiner Abi-Klasse ihren 60. Geburtstag feiern. Bei der Mitschülerin, die als erste dran war, durfte ich im Juni persönlich dabei sein. Sie war an jenem Tag fröhlich, begeistert, wie immer voller Elan. Wir haben geflachst und uns vorgenommen, die Abstände der Klassentreffen zu verkürzen, da wir nun alle bald Rentner würden und man nie wisse, wie lange wir alle noch teilnehmen können.
Genau drei Monate später, so schrieb mir ihr Mann in der Nachricht, ist sie völlig überraschend gestorben. Krebs, der erst entdeckt wurde, als es schon zu spät war.
Letzte Woche war ich bei der Trauerfeier dabei, sass anschliessend in ihrem Haus, in dem wir vor wenigen Wochen noch gemeinsam von alten Zeiten erzählt und gelacht haben. Nie hätte ich im Juni daran gedacht, so schnell wieder dort zu sitzen und nur noch über sie statt mit ihr sprechen zu können.
2027 kann eigentlich nur besser werden. Aber das habe ich mir in den Jahren zuvor auch fast immer gesagt. Und es wurde noch schlechter.
Samstag, 24. Oktober 2026
Ein Jahr der Abschiede
Donnerstag, 10. September 2020
Von hüpfenden Chipstüten und anderen Schicksalen
Nach längerer Pause mal wieder ein paar Zeilen von mir, damit sich hier keine Spinnweben bilden.
Wer auf dem Lande wohnt, in einem Haus mit Katzen, der sollte keine Angst vor Mäusen haben. In manchen Situationen rechnet man dann aber doch nicht damit und ist überrascht. Rosalie und ich sassen neulich am Gartenteich, ganz ruhig und gemütlich mit einem Bier und einer Chipstüte (passiert selten, aber wir hatten gerade Appetit auf Beides). Die fast leere Tüte stand zwischen unseren beiden Stühlen, als sie plötzlich anfing, sich zu bewegen und Richtung Teich zu hüpfen. Als ich die Tüte von ihrer Flucht abhalten wollte, sprang ein Mäuschen heraus und offenbar direkt ins Wasser. Können Mäuse eigentlich schwimmen? Wir haben sie dann jedenfalls nicht mehr gesehen ...
Seit wir unseren Neuzugang Bibi im Haus haben, bekommen wir öfter mal Geschenke. Leider leben sie hin und wieder noch. Neulich brachte das Kätzchen eine Maus mit hoch, um sie dann direkt im Flur abzulegen - mit dem Erfolg, dass sie sofort flüchtete! Zum Glück waren die meisten Türen zu und ich konnte das Mäuschen nach kurzer Zeit einfangen. Vorsichtig habe ich sie hinaus gebracht und in der Nähe des Carports freigelassen. Was ich übersehen hatte: Einer der Kater hatte mich gesehen und machte sich sofort auf die Jagd. Keine fünf Minuten später war das Mäuschen wieder im Flur! Inzwischen war das arme Tier schon ganz matt und bewegte sich kaum noch, sodass ich keine Mühe hatte, es wieder zu fangen. Diesmal brachte ich es auf die andere Seite des Hauses. Kaum hatte ich es erneut frei gelassen, kam diesmal Henry aus seinem Versteck und verfolgte es. War irgendwie wie im Film "Final Destination" ...
Auch im Schlafzimmer hörten wir vor ein paar Tagen Geräusche, aber es ist fast unmöglich zu bestimmen, wo genau sie herkommen. Und für kleine Tiere gibt es so viele Verstecke im Raum, dass man keine Chance hat, sie aufzuspüren. Am nächsten Tag war dann aber Ruhe und wir hatten die Angelegenheit schon vergessen. Bis ich dann abends Geräusche aus der Küche hörte. Es klang, als würde sich jemand am Alupapier zu schaffen machen, dass ich über ein paar Stücke Hähnchenfleisch auf dem Herd gelegt hatte. Ich schlich Richtung Küche und machte das Licht an. Nach kurzem Suchen sahen mich zwei süsse Knopfaugen an, die zu einem winzigen Mäuschen gehörten, das auf der Arbeitsplatte zwischen ein paar Dosen kauerte!
Der Versuch, es zu fangen, scheiterte kläglich, denn sie verschwand blitzschnell unter dem Kühlschrank. Da wir eine Lebendfalle besitzen, haben wir versucht, sie damit zu fangen. In der ersten Nacht hat sie das Gerät überlistet und einfach das Futter geklaut. Aber am nächsten Tag schnappte die Falle zu. Die Katzen wirkten ziemlich irritiert beim Anblick der Maus hinter Gittern und trauten sich gar nicht recht heran. Aber das Mäuschen selbst litt vermutlich unter Todesangt im Angesicht ihrer schlimmsten Feinde.
Diesmal habe ich es aber geschickter angestellt und den kleinen Besucher im Feld auf der anderen Strassenseite abgesetzt. Und schwupps war die Maus im hohen Gras verschwunden.
Zum Glück scheint es in unserer Ecke keine Ratten zu geben.
Freitag, 7. August 2020
Kurztrip
In diesem Jahr ist vieles anders, und so ist es leider auch mit dem Urlaub. Eigentlich wollten wir morgen Richtung Berlin aufbrechen, doch daraus wird nichts. Neben den im Röntgen sichtbaren Gelenkveränderungen in Rosalies Knie ist die vorläufige Diagnose ein Pseudo-Gichtanfall. Dazu sagt die einschlägige Literatur im Internet, dass sie in diesem Alter meist als sekundäre Erkrankung auftritt. Man müsste also die Ursache herausfinden, aber das interessiert den Hausarzt überhaupt nicht. So muss Rosalie nun selbst auf die Suche gehen und wird sich von einem Endokrinologen untersuchen lassen, da die Symptome für eine Nebenschilddrüsenüberfunktion sprechen könnten.
Die Schmerzen sind leider allgegenwärtig und eine Reise nach Berlin wäre momentan undenkbar. Daher werde ich nun am Sonntag allein aufbrechen. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, denn Rosalie kann sich allein daheim kaum selbst versorgen. Aber die Kinder werden da sein, und falls etwas Dringendes zu erledigen wäre, sind auch Nachbarn und Freundinnen verfügbar.
Da Rosalie schon jetzt bis Ende August krank geschrieben und eine deutliche Besserung nicht in Sicht ist, macht es vermutlich keinen Unterschied, ob ich jetzt oder in zwei Wochen fahre. Und da mein Papa nun gerade 80 Jahre alt wurde, kann und möchte ich auch nicht ganz auf einen Besuch verzichten. Und so habe ich den Aufenthalt in Berlin auf ein Minimum verkürzt und werde nächsten Donnerstag schon wieder zurückkommen. Ausserdem macht das Shoppen mit Maske auch nicht wirklich Spass, Daher wird es im Wesentlichen darum gehen, meinen Papa zu sehen und (hoffentlich) meinen Sohn, und daneben noch ein paar Sachen einzukaufen bzw. bereits getätigte Bestellungen mit nach Hause zu holen.
Den Rest der dreiwöchigen Ferien verbringen wir dann daheim. Die Katzen werden sich besonders freuen, und zumindest müssen wir uns vorerst keine Gedanken machen, wer das Inhalieren bei unserem Kater übernimmt. Und wenn das Wetter schön wird, ist halt unser Garten das tägliche Ausflugsziel.
Dienstag, 28. Juli 2020
Neue Sorgen

Montag, 20. Juli 2020
Back home
Freitag, 10. Juli 2020
Freud und Leid
Dienstag, 9. Juni 2020
Mäusejagd
Donnerstag, 7. Mai 2020
Im Hexenhaus
Mittwoch, 29. April 2020
Hexen-Spielzeug
Donnerstag, 2. April 2020
Katzenbilder
Donnerstag, 12. März 2020
Da geht einem das Herz auf
Eines Tages änderte sich das. Ich öffnete die Tür, hörte es unten mauzen und die Fellnase kam die Treppe herauf, um sich neugierig umzuschauen.
So ging das jetzt eine ganze Weile, wobei ich ein etwas angespanntes Verhältnis zu dem Racker hatte, weil er mich immer mal wieder ohne Vorwarnung angriff. Die "Kinder" dagegen konnten ihn immer streicheln. Sehr merkwürdig und ungewöhnlich.
Vorgestern kam er oder sie wieder zu Besuch. Nachdem der Bauch gefüllt war, legte sich das Tierchen auf einen Tisch und beobachtete mich auf dem Sofa daneben.
Nach ein paar Minuten setzte es sich plötzlich auf, sprang zu mir aufs Sofa, hockte sich neben mich, mauzte, liess sich ein paar Mal streicheln - und legte sich dann entspannt an meinen Oberschenkel.
Es ist ein tolles Gefühl, wenn einem ein Tier sein Vertrauen schenkt und das dann auch gleich so deutlich zeigt. Man muss ihm halt Zeit geben und geduldig sein, ohne etwas einzufordern. Hier hat es viele Wochen gedauert, bis das Eis gebrochen war. Aber die Geduld zahlt sich aus und man wird mit Zuneigung belohnt.
Wir sind nicht sicher, ob es sich um ein ganz junges oder einfach ein kleines Kätzchen handelt. Zuletzt konnten wir ein paar Mal zuschauen, wohin es läuft, wenn es unser Grundstück verlässt, und es scheint, als würde es unter einem alten Wohnwagen zwischen Planen und Containern "wohnen". Falls es jetzt noch öfter zu uns kommt, werden wir mal die Nachbarn, auf deren Grundstück der "Schrott" steht, fragen, ob sie das Tier kennen und es womöglich doch zu ihnen gehört. Vielleicht aber ist es irgendwo entlaufen oder ausgesetzt worden? Im Zweifel gibt es mal wieder eine Fundmeldung im Netz und wir schauen, ob es jemand vermisst.
Und falls nicht, darf es natürlich auch bei uns wohnen, wenn es möchte. Dann haben wir halt eine Katze mehr im Haus. Es wäre bereits der vierte Streuner bei uns, wovon zwei ja leider schon gestorben sind.
Update - am Sonntagabend ist dann dieses Foto entstanden. Ich glaube, da fühlt sich jemand richtig wohl bei uns:
Dienstag, 10. März 2020
Autsch!
Am Samstag hat er sich beim Sprung leider verschätzt. Er rutschte ab und versuchte dann, sich mit den Vorderpfoten festzuhalten. Leider war mein Gesicht zu nah an der Bettkante, und so bekam ich einen tiefen Kratzer quer über die Nase. Es blutete wie auf einer Schlachtbank und nun trage ich ein hübsches Pflaster mitten im Gesicht, damit möglichst keine Narbe entsteht. Natürlich werde ich ständig gefragt, ob ich mich geprügelt hätte ...
Ein neues Passbild würde ich derzeit jedenfalls ungern machen müssen. Aber bis ich gross bin, wird schon alles wieder gut werden. :-)
Dienstag, 25. Februar 2020
Sie ist schuld
Wie genau ich darauf aufmerksam wurde, weiss ich nicht mehr, jedenfalls bemerkte ich im Garten ein offenbar noch ganz junges Kätzchen, das neugierig über die Terrasse spazierte. Kaum hatte ich die Tür geöffnet, flitzte sie die Treppe herauf zu mir und stand schon im Wohnzimmer. Völlig sorglos begann sie sofort, das Haus zu inspizieren, schnupperte überall, sprang auf den Tisch, und kurze Zeit später sass sie bei mir auf dem Sofa!
Sie warf sich auf die Kissen und wollte unbedingt bekuschelt werden. Dem Wunsch kam ich gern nach, und so blieb sie mehrere Stunden bei mir, bis Rosalie mich abholte und wir gemeinsam das Haus verlassen mussten. Ich brachte sie sanft nach draussen auf die Treppe. Danach sahen wir sie tagelang gar nicht mehr und erfuhren erst viel später, dass sie einem unserer Nachbarn gehört. Vermutlich war sie noch viel zu jung, um draussen zu sein.
Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch stark allergisch war, begannen die bekannten Reaktionen an diesem Tag erst rund acht Stunden später, aber dafür um so heftiger. Doch trotz der Attacken war der Wunsch wieder wach, selbst ein Kätzchen haben zu können. Bei diesem Anblick und dem wohligen Schnurren wird einem nun mal warm ums Herz:
Es schien mir zu diesem Zeitpunkt aber unmöglich und so geriet dieser Tag etwas in Vergessenheit. Erst, als wir dann Monate später Bilder von unserem Henry sahen, der gerade geboren war, begann ich intensiv, nach einer Lösung für mein Allergie-Problem zu suchen. Und die hab ich ja zum Glück gefunden.
Die Schwarznase haben wir seit dem nur noch selten gesehen. Sie wurde immer mehr scheu und traute sich nur nachts in den Garten. Doch vor ein paar Tagen kam sie mal wieder näher und liess sich von mir streicheln - ziemlich genau drei Jahre später:

Nun ist sie eine stattliche Katze, aber mit ihrer auffälligen Zeichnung immer noch sehr speziell!
Wäre sie nicht gewesen, würde unser Schlössli heute womöglich kein Katzenparadies sein. Und da es wieder wärmer wird, geniessen unsere Fellnasen schon wieder die Sonne im Garten:


Freitag, 14. Februar 2020
Ein neuer Gast
Seit Monaten erscheint nun ein neuer Asylbewerber. Ihn oder sie, wir haben das Tier wieder Weisspfötchen genannt, konnten wir zu Anfang nur über die Webcam beobachten, weil es beim leisesten Geräusch das Weite gesucht hat. Es kam jedoch jeden Abend und suchte gierig nach Futter.
Dann, von einem Tag zum anderen, hat es seine Scheu verloren. Ich hatte die Tür zur Terrasse geöffnet, hörte es unter der Bank mauzen und schwups - kam Weisspfötchen die Treppe hinauf und stand im Wohnzimmer. Direkt hinter der Tür stand ein Futternapf, und es frass und frass und frass ...
So geht das nun seit Wochen. Weisspfötchen kommt in der Regel erst nach Einbruch der Dunkelheit, sitzt vor der Tür und mauzt herzerweichend, bis es endlich jemand herein lässt. Dann frisst es, dreht eine Runde durch das Wohnzimmer und geht wieder.
Seit zwei Tagen hat es nun das Bett im Gästezimmer entdeckt. Als ich es neulich herein liess und kurz das Zimmer wechselte, war es anschliessend verschwunden - und hatte es sich im Bett gemütlich gemacht. Da ich es nicht vertreiben wollte, liess ich es liegen in der Hoffnung, dass es irgendwie allein mit der Katzenklappe klar kommen würde, wenn es nach draussen will. Und tatsächlich öffnete es nach zwei Stunden Schlaf die Klappe fast so, als würde es das seit Jahren machen.
Vorgestern kam die Katze wieder gegen 22 Uhr zu uns. Ich liess sie herein - und dann verbrachte sie gleich mal die ganze Nacht auf dem Bett!
Ihr Verhalten ist allerdings sehr ungewöhnnlich. Mit den anderen Katzen im Haus hatte sie zu Beginn Probleme (was ja normal ist), aber zum Teil scheinen sie sich inzwischen schon arrangiert zu haben und lagen schon zu zweit im Bett. :-) Aber mit Menschen kann das Weisspfötchen scheinbar nicht gut umgehen. Es kommt auf einen zu, mauzt einen bettelnd an, und hockt man sich hin, streicht es einem um die Beine, als wäre es immer unter Menschen gewesen. Aber wehe, man streckt den Arm aus und versucht es zu streicheln! Dann stellt es sich blitzschnell auf die Hinterbeine und man bekommt mit beiden Vorderpfoten eine gewischt, so als würde ein Mensch einem mit beiden offenen Händen je eine Backpfeife geben. Das Gleiche hat es auch schon mit meinem Bein gemacht, als ich neben ihr her lief. Dazu knurrt es dann kurz und geht nach der Attacke auf einen Meter Abstand.
Wir fragen uns, warum es sich so aggressiv verhält? Ist das Tier doch nicht an Menschen gewöhnt und hat Angst, oder hat es vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht? Wir wissen natürlich auch nicht, woher es kommt. Ich habe schon ein paar Mal beobachtet, in welche Richtung es verschwindet. Dort gibt es aber kaum Häuser und es ist fast ausgeschlossen, dass es dort "wohnt", denn wir kennen die Bewohner recht gut. Vielleicht kommt es von einem Bauernhof? Abgemagert und verwahrlost sieht es nicht aus, aber das hat ja nicht so viel zu sagen. Schaut selbst:
Mittwoch, 4. Dezember 2019
Flohtaxi
Unser zugelaufener Kater fiel in den letzten Tagen dadurch auf, dass er oft den Kopf schüttelte, das rechte Ohr abknickte und sich dort kratzte. Daher lautete unser Verdacht: Parasiten! Wir haben also den Kamm-Test gemacht: Mit einem Flohkamm durchs Fell gestrichen, den Inhalt des Kamms auf ein weisses Blatt Papier gegeben und mit feuchten Fingern zerdrückt. Das Ergebnis bestätigte den Verdacht, denn die schwarzen Krümelchen färbten sich rot - er hat Flöhe!
Wir fanden noch ein Spot-On daheim, dass wir ihm sofort verabreicht haben, und schon am nächsten Tag schien es ihm besser zu gehen. Aber für uns fängt die Arbeit nun erst an: Bett neu beziehen, Staub saugen, alle Decken und Kissen reinigen, am besten bei 60 Grad waschen, und die anderen Katzen im Auge behalten.
Den Kindern haben wir gar nichts erzählt, weil vor allem der Sohn sonst sofort in Panik verfallen wäre und Todesängste ausgestanden hätte. Es ist schon so, dass Katzenflöhe auch auf den Menschen gehen, wenn sie nichts Besseres finden, aber in der Regel werden sie nur durch ihre Bisse lästig. Krankheiten oder andere Parasiten übertragen sie dabei nur noch selten.
Darauf ankommen lassen muss man es natürlich nicht, also müssen nach und nach alle Schlafplätze der Fellnasen von den Mistviechern befreit werden. Die können nämlich bis zu einem Jahr überleben. Und nur fünf Prozent sind ausgewachsen, der Rest sind Eier und Larven. Das möchte man sich gar nicht genauer vorstellen ...
Freitag, 15. November 2019
Tom und Jerry daheim
Seit gestern Abend scheint er auch einen neuen "Kumpel" gefunden zu haben. Rosalie berichtete mir zunächst, er würde unten immer an einer bestimmten Stelle hocken und ganz unruhig warten. Heute Morgen dann das gleiche Spiel in der oberen Etage. Wir konnten aber nicht erkennen, was er entdeckt hat, vermuteten jedoch eine Maus.
Vorhin dann die lustige Bestätigung. Viel Vergnügen beim Filmschnipsel und schönes Wochenende!
Dienstag, 12. November 2019
Patient entlassen
Immer wieder mussten wir deswegen zum Arzt gehen. Wie oft waren wir eigentlich da? Ich hab gar nicht mehr mitgezählt. Wunde genäht, Antibiotikum nicht vertragen, Wunde infiziert, Wunde wieder geöffnet, wieder Fieber bekommen, erbrochen ... Und während all der Tage durfte er natürlich nicht raus.
Zunächst ging das ganz gut, weil er sowieso viel zu matt war und lieber schlief. Teilweise war ihm so kalt, dass er anfing zu zittern. Wir haben zum Glück im letzten Jahr eine Heizdecke speziell für Tiere gekauft. Die hat er nun gut brauchen können. Wir haben ihn dann sogar noch zugedeckt, und irgendwann ging es ihm offenbar etwas besser und er hat wieder ruhig schlafen können.Gestern war Rosalie ein weiteres Mal beim Tierarzt, der hat nun endlich grünes Licht gegeben, dass Henry wieder raus darf, wenn er unbedingt möchte. Heute Nacht um vier Uhr war es soweit: Henry ist wie ein Irrer durchs Haus gerast, quer über unser Bett gehüpft, durch den Flur geflitzt, laut mautzend und klagend vor der Tür sitzen geblieben. Und so bin ich aufgestanden und hab ihn nach rund zwei Wochen endlich wieder nach draussen gelassen.
Ich hoffe, der arme Kerl wird nun verschont von neuen Attacken und geht weiteren Kämpfen aus dem Weg. Er ist halt kein Kämpfer und zieht in der Regel bei solchen Rangeleien immer den Kürzeren. Glücklicherweise kommt er mit unserem zugelaufenen Kater gut klar. Der ist auch ein sehr gemütlicher Typ, wie man hier sehen kann:
Montag, 4. November 2019
So ein Pechvogel
Freitagmittag schrieb mir Rosalie per WA, dass Henry stark bluten würde. Offenbar hatte er sich mit einer oder zwei Katzen "gestritten" und ging mal wieder als Verlierer vom Platz. Der Blutfleck auf dem Boden sah beängstigend aus, und Rosalie bat mich, nach Hause zu kommen, damit wir mit ihm zum Arzt gehen können. Also liess ich im Büro alles stehen und liegen und fuhr heim.
Anschliessend packten wir nun also zwei Kater ein und fuhren zum Tierarzt. Die gute Nachricht: Dem schwanzlosen Herren geht es gut! Bis auf ein paar Flöhe hat er keine sichtbaren Probleme. Leider haben wir ihn aber in Verdacht, auf Henry losgegangen zu sein, sodass wir nun überlegen müssen, wie wir künftig damit umgehen. Schliesslich müssen wir Henry schützen. Das Haus ist zwar gross, aber so ganz können sich die Katzen halt nicht aus dem Weg gehen. Es wird schwierig.
Bei Henry fand sich eine grosse Fleischwunde am Schwanz, so gross wie ein Daumennagel. So gross, dass Henry über Nacht da bleiben musste, weil die Verletzung genäht werden musste. Nun hat der arme Kerl nicht nur ein kahles Pfötchen von der letzten Bisswunde, sondern auch noch einen kahlen halben Schwanz, und er sieht damit sehr mitleiderregend aus. Er dürfte zwar damit raus, aber wir behalten ihn noch eine Weile drin, damit er sich erholt. Ausserdem muss er schon wieder Antibiotika nehmen und scheint doch recht geschwächt zu sein, frisst wenig und schläft viel.
Ach Mensch.
Und weil im Moment alles schief geht, hatten wir am Samstag dann noch eine Sauerei im Keller. Wie schon berichtet, hatte sich das Abwasserrohr gelöst und die ganze Schei*e ergoss sich tagelang in einen grossen Trog im Keller. Man mag sich die Gerüche vorstellen, die da entstanden sind. Dem wollten wir nun ein Ende bereiten und mittels Tauchpumpe die Gülle nach draussen befördern. Wir haben uns also eine Pumpe im Fachgeschäft geliehen, stellten sie in den Trog und - nichts passierte. Pumpe kaputt.
Ist das zu fassen? Also haben wir unseren Teichreiniger genommen. Da dessen Schlauch aber zu kurz ist, mussten wir literweise die Pampe in eine kleine Regentonne pumpen, die Tonne nach draussen tragen, entleeren und wieder von vorn. Zwischendurch löste sich auch mal das Rohr, sodass sich das Abwasser im ganzen Keller verteilte ...
Es war ein "schöner" Samstagnachmittag. Aber nun ist alles trocken und sauber. Ein Problem gelöst. Ich fürchte nur, dass das noch lange nicht alles war, und meine Hoffnung ist lediglich, dass der Scheidungstermin in drei Wochen nicht der traurige Höhepunkt dieses verkorksten Jahres werden wird.
Mittwoch, 30. Oktober 2019
Kann der weg?
In unserem Katzenasyl daheim ist ja immer etwas los. Unter anderem bekommen wir regelmässig Besuch von zwei Katzen aus der Nachbarschaft. Wie wir erfahren haben, steckt eine schwierige Familien-Geschichte dahinter, die zur Folge hat, dass sich kaum einer dort um die Tiere kümmert. Das ist vermutlich der Grund, warum sie gern bei uns sind.Der eine Kater ist ein Japanese Bobtail. Er ist schon mehr als 15 Jahre alt und offenbar nicht mehr so ganz fit. Immer wieder ist er tagelang bei uns und schläft nachts in meinem Bett, ohne zwischendurch mal nach Hause zu gehen. Seit letztem Freitag ist er erneut ununterbrochen daheim bei uns.
Daraufhin hat Rosalie gestern mal mit der Besitzerin gesprochen und erfahren, dass ihn eigentlich niemand wirklich vermisst, das Tier schon seit Jahren nicht beim Tierarzt war und man dort der Meinung ist, den Kater gegebenenfalls lieber einschläfern zu lassen, sollte er irgendwie krank sein.
Geht's noch? Er macht auf uns einen noch recht vitalen Eindruck, ist unheimlich anhänglich und eigentlich sehr lieb. Nur mit vielen anderen Katzen kommt er nicht so gut klar.
Rosalie hat angeboten, dass wir das Kätzchen ohne Schwanz adoptieren könnten. In jedem Fall haben wir für Freitag einen Termin beim Tierarzt gemacht, damit man sich dort die Probleme, die er hat, mal anschauen kann. Und wenn es nichts Lebensbedrohliches ist, dann darf er natürlich auch gern seinen Lebensabend bei uns verbringen.
Wie könnte man diesen kleinen Kerl ums Leben bringen?
Donnerstag, 10. Oktober 2019
Endlich Urlaub
Nun werden wir auch diesmal zu Hause sein, aber ich hoffe, es wird trotzdem eine kleine Auszeit. Kurz hatten wir noch überlegt, spontan nach Berlin zu fliegen, aber die Preise in unserem Lieblingshotel sind so kurzfristig doppelt so hoch wie sonst, und ausserdem macht uns der Henry immer noch ein paar Sorgen.
Gestern haben wir ihm den Verband am Pfötchen entfernt und das Unheil mit eigenen Augen sehen können. Da muss "jemand" herzhaft zugebissen haben, die Wunde ist gross und recht tief. Kein Wunder, dass ihm das weh tut. Es wird noch dauern, bis er wieder normal laufen kann und ich bin froh, dass wir morgen nochmals einen Termin beim Tierarzt zur Kontrolle haben.
Berlin muss also bis November warten und wir werden es uns daheim so gemütlich wie möglich machen. Auch der Blog wird ein wenig ruhen, zumal ich hoffe, dass es nicht so viel zu berichten gibt. Zumindest nichts Negatives. Aber beim Ex kann man da nie so sicher sein. Er hat jetzt gerade einen "Vorschlag" zur Scheidung geschickt, der ist genauso frech und dreist wie alles Andere. Zusammengefasst: Das Geld ist leider weg und Rosalie soll die Hälfte seiner Schulden übernehmen. Der Typ merkt wirklich nichts mehr.
Also dann - man liest sich!












