Posts mit dem Label Finanzielles werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Finanzielles werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 6. März 2019

Strategie oder Pleite?

Der Scheidungskrieg entwickelt sich immer mehr zu einem Desaster für alle Beteiligten. Aktuell hat der Richter einen Gutachter eingesetzt, der die Buchhaltung des Ex auf Unregelmässigkeiten prüfen soll.

Dieser Gutachter hat nun auch bereits ernsthafte Zweifel an der Ordnungsmässigkeit der Buchungen angedeutet, behauptet aber, mit dem von Rosalie geleisteten Kostenvorschuss nicht auszukommen, und fordert noch einmal mehr als doppelt so viel für genauere Stichproben.

Weitere Recherchen können natürlich dem Ex nicht recht sein, denn es würde seinen Beschiss gegenüber Firma, Finanzamt und erst recht Rosalie schonungslos aufdecken.

Nun zahlt der Ex seit Monaten keine Alimente mehr, es hat sich bereits ein fünfstelliger Betrag an Aussenständen aufgebaut, den Rosalie derzeit per Zwangsvollstreckung einfordert. Da drängt sich ein wenig die Frage auf, ob er das womöglich absichtlich macht, um Rosalie "auszutrocknen", damit sie die Kosten fürs Gericht und den Gutachter nicht mehr aufbringen kann?

Er behauptet zwar gebetsmühlenartig, er habe kein Geld, aber man muss schon viel Phantasie haben, um sich vorzustellen, wie man mehr als das Doppelte meines Gehalts (NACH Abzug der Alimente) monatlich aus dem Fenster werfen kann ...

Es ist derzeit kein Licht am Ende des Tunnels zu erkennen. Irgendwie haben wir zwar immer noch die Hoffnung, der Ex könnte irgendwann mal zur Vernunft kommen und über ein faires Angebot nachdenken, aber solange auch sein Anwalt der Ansicht ist, er müsse so gut wie nichts zahlen und das Vermögen gehöre allein seinem Mandanten, wird das schwierig.

Wer der Meinung war, der legendäre Film mit Michael Douglas und Kathleen Turner wäre Fiktion, wird hier teilweise eines Besseren belehrt. Leider.

Donnerstag, 28. Februar 2019

Frage an BWLer

Überall muss gespart werden, das ist ja nichts Neues. Lohnerhöhungen - nicht in Sicht, Abbau von Stellen - nicht ausgeschlossen. Das alles ist nachvollziehbar, selbst für einen Laien im Bereich Controlling.

Was ich aber nicht verstehe: Warum wird hier im Hause so ein Gezeter wegen Überstunden gemacht? Angeblich ist das dem zentralen HR und Controlling ein Dorn im Auge, und zwar nicht, weil vermutet wird, dass zu viel Arbeit für zu wenig Leute vorhanden ist, sondern weil es sich bei den Stunden um eine grosse Menge Geld handelt, die man im Budget vor sich her schiebt. Und das verstehe ich nicht. Schliesslich werde ich nicht auf Stundenbasis bezahlt, sondern erhalte ein festes Gehalt. Wie soll sich da ein Stundenguthaben auf die Finanzen der Firma auswirken? Was spielt es im Controlling für eine Rolle, ob ich nun 20 oder 50 Überstunden habe? Wenn ich dann mal zwei Tage zu Hause bleibe, ist alles wieder gut?

Ich kann das nicht nachvollziehen. Also vielleicht liest hier jemand mit, der mir das mit einfachen Worten erklären kann ...?

Merci. :-)

Dienstag, 12. Februar 2019

Geld ausgeben leicht gemacht

Es ist erstaunlich und erschreckend zugleich, wie einfach es heutzutage ist, Geld auszugeben. Rosalie und ich sind seit einigen Wochen Kunden von Revolut, dem englischen Fintech-Unternehmen, das kostenlos und zu sehr fairen Umrechnungskursen Prepaid-Kreditkarten anbietet. Man überweist also im Voraus Geld auf das dortige Konto und kann mit seinen Karten jederzeit darüber verfügen.

Soweit, so normal. Nun gibt es manchmal Shops im Internet, da ist man sich nicht ganz so sicher, ob und wie der Laden läuft, oder man bestellt vielleicht nur einmal und nie wieder. Hier kommen nun virtuelle Kreditkarten ins Spiel. In der App des o. g. Anbieters kann man mit einem Klick eine Einmal-Karte generieren. Im Shop gibt man dann die Daten der erstellten Karte ein, bezahlt damit, die Karte verfällt und kann nicht missbraucht werden.

Das alles kostet nichts extra und funktioniert tadellos, wie wir gestern getestet haben. Innerhalb von fünf Sekunden war die Karte erstellt, binnen einer Minute im Internet-Shop eingegeben und schwups - bezahlt, samt Bestätigung der Zahlung in der Karten-App. Einfacher und sicherer geht es nicht.

Nachdem ich ein Jahr nach dem ersten USA-Urlaub mal eine Karte wegen Missbrauchs sperren lassen musste und am eigenen Leib spürte, wie leicht es offenbar ist, mit solchen Daten zu betrügen (auch wenn mir zum Glück kein finanzieller Schaden entstanden ist), ist das Verfahren hier deutlich besser und transparenter, zumal ich bei jeder Transaktion sofort in der App informiert werde. Damit habe ich auch bei den physisch vorhandenen Karten sofort die Möglichkeit, bei falschen Buchungen die Karten unmittelbar per Klick zu sperren.

Vielleicht ein kleines Stück mehr Sicherheit in Zeiten, wo der Betrug überall lauert.


Montag, 4. Februar 2019

Niedere Instinkte?

Der Ex und sein Anwalt lassen ja keine Woche aus, in der ihnen nicht irgend ein Unsinn einfällt. Diesmal haben sie dem Richter (der ja bald weg ist) einen bösen Brief geschrieben mit der Aufforderung, doch schnell einen neuen Termin zu finden, zumal die böse Rosalie schon drei Mal die Hauptverhandlung verschoben hätte.

An diesem Schreiben ist mal wieder alles gelogen - und damit verdienen Anwälte ja bekanntlich gern ihr Geld. Aber es ist einfach nur peinlich, was da zusammen geschrieben wird. Und auch einem minderbemittelten Anwalt sollte doch klar sein, dass sich ein Richter nicht drängen lässt, schon gar nicht mit solchem Quatsch (ein Blick in die Akten reicht, um zu sehen, dass diese Unterstellungen aus dem Reich der Märchen stammen). Und was sollte der jetzt auch entscheiden, wenn er doch klar und deutlich  mitteilte, dass er das Verfahren seinem Nachfolger ab März überlässt? Aber schön, mit dem Schreiben kann der Anwalt seinem Klienten wieder locker 150 Franken in Rechnung stellen - für nichts.

Apropos nichts: Der Ex hatte Mitte Januar per Mail angekündigt, dass er am 25. zumindest zwei der drei ausstehenden Monatszahlungen für den Unterhalt überweisen wird. Passiert ist - ihr ahnt es - nichts. Bleibt nur die Frage, ob er es von Anfang an nur heisse Luft war, ob er beim Richter zu der nun abgesagten Verhandlung einen guten Eindruck machen wollte oder ob er jetzt eingeschnappt ist, weil er noch immer nicht geschieden ist?

Vergessen tut er dabei immer, dass nur ein Fünftel der Alimente für seine Ex ist, der Rest steht den Kindern zu. Er behauptet aber gern und überall, Rosalie würde damit jetzt in Saus und Braus leben. Das ist einfach lächerlich, dämlich und zeigt seinen Egoismus und Geiz.

Rosalie hat also nun zum zweiten Mal eine Betreibung (=Zwangsvollstreckung) einleiten müssen, denn auch bei uns fällt das Geld nun mal nicht vom Himmel und wir sind darauf angewiesen. Was allerdings besonders dämlich ist: Der Ex sollte ja wissen, dass er um die Zahlung nicht herumkommt, lediglich ein wenig Zeit gewinnt, denn das ganze Verfahren hatten wir ja schon mal im letzten Jahr. Und Rosalie hat einen Gerichtstitel, gegen den er sich nicht wehren kann. Und er wird nun erneut nicht nur die Alimente selbst, sondern dazu noch Zinsen, Gerichtskosten und eine happige Entschädigung an Rosalie zahlen "dürfen". Und wofür? Nur aus infantilem Trotz?

Wann wacht der Mann endlich mal auf?

Montag, 7. Januar 2019

Revolut(ion)

Zu meiner Zeit in Deutschland bin ich lange ohne jegliche Kreditkarte ausgekommen, zumal die Akzeptanz in deutschen Geschäften sowieso sehr eingeschränkt war und man solche Karten daher kaum nutzen konnte.

Mit zunehmendem Online-Einkauf kam ich auf Dauer aber nicht drum herum, zumal auch die Flugtickets nur mit einer Kreditkarte zu kaufen waren. Also habe ich mir vor rund sechs Jahren dann zum ersten Mal eine solche Plastikkarte zugelegt.

Solange man damit nur in Euro bezahlt, gibt es auch kein Problem und es ist wirklich praktisch. Schwierig wird es, sobald man in einer anderen Währung zahlen möchte. Da schlägt die Bank dann gleich doppelt zu: Mit Fremdwährungsspesen und einem nicht gerade freundlichen Umrechnungskurs. Das Problem hatte und habe ich mit meinem deutschen Konto hier in der Schweiz und natürlich auch bei unseren Reisen in die USA. Da kommen schon ansehnliche Beträge zusammen, allein schon durch die 1,75% Gebühren für jede Zahlung.

Damit ist nun Schluss. Seit einigen Jahren schon gibt es ein Fintech-Startup in England, dass genau dieses Ärgernis beseitigt: Revolut. Man bietet Kreditkarten an, die im Standard kostenlos sind, keine Gebühren fordern für Zahlungen und ausserdem immer zum Interbanken-Preis umrechnen, also ohne Banken-Aufschlag.

Man liest viel Gutes über das Unternehmen, und auch mein Kollege hat neulich gute Erfahrungen damit gemacht, selbst in der Ukraine. Da es sich um eine Prepaid-Karte handelt, ist möglicher Schaden durch Verlust oder Betrug auch begrenzt.

Die erste kostenlose Karte ist letzte Woche angekommen und ich werde sie dann im Februar in Berlin ausgiebig testen. Wenn das so gut funktioniert wie beschrieben, kann ich mir künftig das lästige Überweisen aufs deutsche Konto sparen, denn auch dabei wird beim Umrechnen zwischen Franken und Euro von der Bank natürlich ein Aufschlag berechnet von etwa 1,5 Rappen pro Franken. Hört sich nicht so viel an, läppert sich aber mit der Zeit.

Auch die App, mit der man seine Karten und das Prepaid-Konto steuert, macht einen guten Eindruck. Ich bin gespannt - der nächste Urlaub kann kommen. :-)

Ach ja - apropos schöne neue Welt: Man kann über Sinn und Unsinn des Smart Home, wie neulich schon erwähnt, natürlich trefflich streiten. Aber es hat auch seine Vorteile! Gestern Abend im Bett fiel Rosalie ein, dass sie im Erdgeschoss das Licht brennen liess. Nochmal aufstehen und runter gehen? Ach nö! Google erledigte das einfach für uns per Sprachbefehl: Ok Google, Lampen ausschalten! Erledigt. Ist das nicht mega cool? :-))




Dienstag, 27. November 2018

Spielchen oder Offenbarungseid?

Bekanntlich zieht sich das Scheidungsverfahren bei Rosalie seit Jahren in die Länge. Grund dafür ist u. a. auch die Kompromisslosigkeit ihres Ex. Er bewegt sich keinen Millimeter bei seinen Forderungen, und noch vor ein paar Monaten lehnte er jedes Gespräch mit Verweis auf die vorhandenen Dokumente vom Anwalt ab.

Nun wird der Ton etwas verhaltener. Schon seit ein paar Wochen hört man immer wieder, er habe kein Geld mehr. Neulich rechnete er in einer Mail sogar vor, wie viel Geld er angeblich noch im Portemonnaie und auf dem Konto habe. Und in diesem Zusammenhang fragte er Rosalie, ob man nicht miteinander sprechen könne.

Wir wissen, dass er ein Meister im Jammern ist und auch nicht unbedingt die Wahrheit sagt. Es kann gut sein, dass er in der Vergangenheit ein grösseres Sümmchen hat verschwinden lassen und sich jetzt hinstellt und behauptet, er sei pleite. Auf der anderen Seite war er so dumm, in den letzten Jahren riesige Geldbeträge mit vollen Händen auszugeben, um seiner neuen Freundin zu imponieren und vermutlich auch in der Hoffnung, davon dann nichts abgeben zu müssen, weil man es ihm nicht nachweisen kann.

Ob ein persönliches Gespräch ohne Anwälte etwas bringen wird, bezweifle ich zu weiten Teilen, denn in vielen Punkten stehen sich die Meinungen diametral gegenüber. Doch jeder noch so kleine Fortschritt würde helfen, Anwalts- und Gerichtskosten zu sparen, insofern ist es vielleicht einen Versuch wert. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass genau festgelegt wird, worum es gehen soll und wie die Spielregeln sind. In der Vergangenheit war es oft so, dass Rosalies Argumenten immer nur emotional, aber nie mit Fakten entgegnet wurde. Für viele Dinge liegen die Beweise schwarz auf weiss auf dem Tisch - er will sie trotzdem nicht akzeptieren und reagiert dann trotzig wie ein kleines Kind, dass man erwischt hat bei etwas Verbotenem. Das macht eine Diskussion wahnsinnig anstrengend. Rosalie ist inzwischen zum Glück soweit, dass sie damit ganz gut umgehen kann und ruhig bleibt.

Das ist ihr auch weiterhin zu wünschen, sollte es tatsächlich zu einem Dialog kommen. Es wäre an der Zeit, dass dieses Trauerspiel endlich zum Ende kommt.


Donnerstag, 20. September 2018

Stillstand

Vor ziemlich genau einem Monat erhielten wir die Kopie eines Schreibens, indem der Anwalt von Rosalies Ex das Gericht um Auskunft über den Stand und Fortgang des Verfahrens bat. Bis heute ist keine Antwort eingetroffen, was wohl darauf hindeutet, dass der zuständige Richter mit dem Fall restlos überfordert ist.

Wie es nun weiter geht, ist immer noch völlig offen. Der Ex jammert, er habe kein Geld, und ist bereits wieder einen Monat mit den Alimenten im Rückstand. Doch an ein Einlenken seinerseits ist nicht zu denken. Er rückt von seiner Position bisher keinen Millimeter ab und bietet damit absolut keine Basis, um überhaupt mal über eine Scheidungskonvention nachzudenken und damit das Verfahren abzukürzen.

Bleibt es dabei und weigert sich der Richter, mal auf den Tisch zu hauen und den Ex zur Vernunft zu bringen, wovon auszugehen ist, wird das Verfahren wohl noch Monate, im schlimmsten Fall Jahre dauern. Die nächste Aktion dürfte dann die Einschaltung eines Sachverständigen sein, um die Buchhaltung des Ex zu prüfen, da das Gericht sich weigert, dies selbst zu tun.

Dazu kommt die traurige Nachricht, dass Rosalies Anwalt erneut schwer erkrankt und vor zwei Wochen bereits wieder operiert wurde. Ob oder wann er wieder arbeitsfähig sein kann, wissen wir nicht.

Es ist eine verstörende, extrem belastende Situation, zumal kein Ausweg erkennbar ist (es sei denn, Rosalie verzichtet auf alles und schenkt ihrem Ex das gesamte gemeinsame Vermögen). Wie viel Geld die Anwälte auf beiden Seiten für diesen Irrsinn schon verschlungen haben, übersteigt jedes Vorstellungsvermögen.

Von dem vom Ex im Juni erwähnten, "zwingend notwendigen" Notebook für den gemeinsamen Sohn ist übrigens inzwischen, wie zu erwarten war, keine Rede mehr - und, oh Wunder, es geht tatsächlich ohne! Dafür erstellt der Ex weiter fleissig "Rechnungen" mit der Auflistung seiner Nebenkosten, an denen sich Rosalie seiner Meinung nach zu beteiligen habe, weil ihr das Haus zur Hälfte gehört. Offenbar hat der gute Mann zu viel Zeit, um sich mit solch idiotischen Dingen zu befassen. Eine sachliche und juristisch haltbare Begründung für diese Forderungen ist er jedenfalls bis heute schuldig geblieben.

Donnerstag, 30. August 2018

Mega-Frust und Trauer

Aus, vorbei, von einem Tag auf den anderen. Heute Morgen steht es in aller Schweizer Medien: Skywork Airlines stellt per sofort seinen Flugbetrieb ein und melde Konkurs an.

Es war für uns DIE Fluggesellschaft, mit der wir immer wieder bequem von Bern nach Berlin geflogen sind und für September und Dezember auch bereits wieder Flüge gebucht hatten. Die Tickets sind nun wertlos, auf den Kosten bleiben wir natürlich sitzen.

Es geht hier aber nicht nur um Kosten, es geht vor allem um Zeit. Konnten wir bisher locker in vier Stunden von Tür zu Tür reisen (sodass ich sogar am Abflugtag noch bis zum Mittag arbeiten konnte), müssen wir nun weit mehr als sechs Stunden für eine Richtung einplanen, da wir stets den Umweg mit der Bahn über Zürich nehmen müssen.

Bereits vor einem Jahr war die Finanzierung kurzfristig unsicher, aber nach drei Tagen Grounding hob Skywork wieder ab. Was mich aktuell besonders stört und nach Betrug riecht: Am Montag noch, also vor VIER Tagen, hatte man ganz gross die neuen Ferienziele 2019 beworben und Reisende zu Buchungen aufgefordert, vorgestern machte dazu eine Meldung die Runde, dass Skywork sein Aktienkapital verdoppelt hätte.

Und letzte Nacht heisst es nun, die Verhandlungen mit einem Partner seien gescheitert. Wenn am Montag also noch gar keine Finanzierung in Sicht war, wie kann man Kunden locken, ihr Geld bei Skywork aus dem Fenster zu werfen? Was läuft da, wollte man die Konkursmasse noch schnell erhöhen und seine "treuen" Kunden ausnehmen?

Wie dem auch sei, ich muss nun meinem Vater mitteilen, dass wir leider nicht kommen können ... Die Mutter meines Chefs kam gestern Abend noch mit einem der letzten Fluzeuge nach Bern geflogen. Wie sie nun wieder nach Hause kommt, steht in den Sternen. Eine Kollegin erzählte mir, dass sie am Wochenende in London sein wird und mit Skywork zurück kommt. Auch das ist nun nicht mehr möglich.

Und für uns wird es nun künftig sehr umständlich mit den Reisen nach Berlin. Sicher, in der Vergangenheit habe ich das 3,5 Jahre jede Woche gemacht. Aber die Umstände waren andere. Die Zeit ist das Hauptproblem. Rosalie muss mehr Stunden opfern von ihrer kostbaren Urlaubszeit, wir müssen aus Berlin viel früher weg, weil wir ja die Kinder vom Vater übernehmen müssen, und das geht nicht erst mitten in der Nacht, und wegen der langen Reise mit Flug und Zug kann es immer diverse Verspätungen geben, die wir kaum kalkulieren können.

Schade, dass es so endet.


Freitag, 13. Juli 2018

Nichts Neues an der "Front"

Nachdem der Ex Anfang Juli mal wieder einen Jammerbrief verfasst hatte, sahen wir ihn Tage später in der VIP-Lounge des Open Air gemeinsam mit seiner Freundin, Kostenpunkt: 400 Franken. Man gönnt sich ja sonst nichts, wo man doch behauptet, kein Geld für die Alimente zu haben und im Supermarkt angeblich nur noch No-Name-Produkte kaufen zu können. Einmal mehr tischt er Rosalie Schuldner-Lügenmärchen auf.

Dem Amt hat er nun mitgeteilt, dass er "plane", die betriebenen Unterhaltszahlungen am 25. Juli zu überweisen. Was auch immer das genau bedeuten soll. Von den noch nicht betriebenen Alimenten bisher kein Wort. Lediglich die Zahlung für Juli kam pünktlich, und dann steht ja auch die Überweisung für August schon bald aus. Es wird also eng, wobei er ja im ersten halben Jahr genügend Geld gespart hat. Sofern er das nicht für seinen luxuriösen Lebenswandel verprasst hat, sollte ja der eine oder andere Franken vielleicht noch übrig sein.

Im Raum steht auch noch seine Forderung an Rosalie, sich an seinen Betriebskosten zu beteiligen! Das lehnt sie logischerweise komplett ab. Ob er versuchen wird, sie deswegen ebenfalls zu betreiben und sich damit zu rächen? Bei seinen "Realitätswahrnehmungsstörungen", wie es Rosalies Anwalt sarkastisch beschreibt, wäre das nicht auszuschliessen. Bei aller Einfältigkeit dieses Versuchs sollte er das vielleicht tatsächlich tun, denn wenn er damit erneut auf die Nase fällt, brächte ihn das womöglich doch mal zur Besinnung. Der eine oder andere Schlag auf den Hinterkopf soll ja bekanntlich hilfreich sein ...

Schönes Wochenende!

Donnerstag, 5. Juli 2018

Etappensieg

Neben dem zermürbenden Scheidungsverfahren (der Ex hat die fälligen Alimente noch immer nicht gezahlt, weil er angeblich kein Geld hat ...) läuft bei uns seit Jahren noch ein Rechtsstreit wegen mehrerer Bauprojekte auf dem Gelände gegenüber, deren Umsetzung den Charakter des alten Dorfes komplett ruinieren würden. Nachdem die Einsprachen allesamt abgeschmettert wurden und der Oberamtmann mit einem Handstreich die Baubewilligungen ausstellte, mussten wir das Verfahren ans Gericht weiterziehen, weil wir der Meinung waren, dass hier eindeutig falsch entschieden wurde.

Wir haben eine Menge Geld investieren müssen, ohne zu wissen, wie es ausgehen würde. Gestern nun haben wir einen Anruf erhalten mit der freudigen Botschaft, dass das Gericht die Baubewilligungen aufgehoben hat. Noch haben wir es zwar nicht schriftlich und kennen die Details daher auch nicht, aber eines ist schon jetzt klar: Der Oberamtmann ist eine Pfeife und sollte verklagt werden. Die Bewilligungen hätten nämlich gar nicht erteilt werden dürfen, da der zugrunde liegende Bebauungsplan noch nicht genehmigt wurde.

Somit basiert die ursprüngliche Bewilligung auf einer krassen Fehlentscheidung unter Missachtung der gültigen Rechtslage, die uns dazu zwang, Geld "aus dem Fenster zu werfen", nur um diesem Mann da ganz oben per Gerichtsbeschluss zu beweisen, dass er im Unrecht ist. Wie kann so etwas in einem Rechtsstaat möglich sein?? Wir werden zwar eine Entschädigung erhalten, die deckt aber bei weitem nicht die entstandenen Kosten.

Immerhin, das Feld auf der Nordseite unseres Hauses wird vorläufig  nicht bebaut werden. Wir haben Zeit gewonnen und können nun abwarten, was mit dem neuen, derzeit hängigen Bebauungsplan passiert. Und wenn wir Glück haben, verleidet es den Spekulanten jetzt das Bauen, sodass die Pläne ganz vom Tisch sind.

Wir sind erleichtert, denn mit einem anderen Urteil wären nicht nur hässliche Klötzer vor unserer Nase gebaut worden, sondern wir hätten auch noch die Gegenpartei finanziell entschädigen müssen. Das bleibt uns nun erspart.

Donnerstag, 7. Juni 2018

Neue schmutzige Wahrheiten

Es vergeht ja leider keine Woche, in denen nicht neue schäbige Details im Scheidungskrieg ans Licht kommen. Zuletzt hatten wir zufällig beobachtet, dass neuerdings nicht nur ein nagelneues Luxusauto, sondern noch ein zweites, fast identisches neues Auto vor dem Haus des künftigen Ex steht. Und das, wo er doch ständig seinen Kindern vorjammert, er könne sich angeblich nur noch Budget-Produkte im Supermarkt leisten, weil seine Frau ihn so ausnehme ...

Rosalie hat diese Beobachtung zum Anlass genommen, ihren Anwalt zu beauftragen, nach dem Meldestatus der neuen Partnerin des Ex zu forschen. Und, siehe da, Madame ist seit unbestimmter Zeit in seinem Haushalt gemeldet! Als ich damals bei Rosalie einzog, hatte der Ex nichts Eiligeres zu tun, als die Alimente neu berechnen zu lassen, da mein Einkommen natürlich zu berücksichtigen sei. Dass sein Betthäschen nun bei ihm gemeldet ist, hätten wir im Grunde nie erfahren, wenn wir nicht selbst Recherchen veranlasst hätten.

Und wir erinnern uns: Der Gute fordert ja von Rosalie die Hälfte der Nebenkosten seines Hauses, also zum Beispiel der Müll- oder Rundfunkgebühren. Oder anders gesagt: Er erwartet, dass Rosalie die Müllgebühren seiner Freundin mitfinanziert. Dreister und schäbiger geht es nun wirklich nicht mehr.

Es läuft damit auf ein drittes Verfahren hinaus. Da man mit dem Ex und seinem Anwalt nicht verhandeln kann, muss Rosalie die Neuberechnung der Alimente vor Gericht einklagen. Wieder Kosten für  Anwälte und Gericht, wieder Schriftenwechsel, wieder Verzögerung.

Ist das nicht völlig schizophren???

Mittwoch, 16. Mai 2018

Was kommt als Nächstes?

Die Frist läuft. Nachdem Rosalies Ex sich immer neue, absurdere Forderungen "ausdenkt", mit denen er zu begründen versucht, warum er seit Monaten keine Alimente zahlt, hat ihm das Gericht nun bis zum 23. Mai Zeit gegeben, um sich abschliessend zu dem Thema zu äussern und seine Argumente vorzubringen.

Nach menschlichem Ermessen sollte und dürfte das Gericht darauf nicht eintreten und die Zahlung des ausstehenden Unterhalts notfalls mittels Gerichtsvollzieher anschliessend anordnen. Selbst, wenn es auf seiner Seite berechtigte Forderungen geben sollte (was wir aussschliessen), dürfen diese nicht ohne Einwilligung der Gegenseite einfach von den Alimenten abgezogen werden, sondern müssten ebenfalls per Klage eingefordert werden.

Ihr seht, wenn es um Rosalies Scheidung geht, kommen eigentlich inzwischen nur noch Worte wie Klage, Anwalt, Gericht und Kosten im Text vor. Das ist gruselig und vor allem auch psychisch sehr belastend. Ich hoffe und wünsche mir, dass ein saftiges Urteil aufgrund des oben geschilderten Sachverhaltes Rosalies Ex endlich wachrütteln und ihm zeigen wird, dass er mit seiner sinnlosen Sturheit und Überheblichkeit nicht weiter kommt. Wenn das Gericht Rosalies Antrag folgt, muss er nämlich neben den Anwalts- und Gerichtskosten auch noch eine sogenannte Parteientschädigung zahlen. Das tut dann weh.

Gut, genau genommen ist das alles völliger Irrsinn, denn alles, was da jetzt an Kosten angehäuft wird, schmälert am Ende nur das gemeinsame Vermögen. Aber momentan geht es wirklich darum, ihrem Ex klar die Grenzen aufzuzeigen und ihm klar zu machen, dass seine Arroganz ihm nur schadet und das Verfahren immer weiter verzögert.

Hoffen wir (mal wieder) das Beste ...

Dienstag, 27. März 2018

Dass es so weit kommen musste ...

Rosalie wehrt sich nun. Damit ist der ganze Scheidungsprozess wieder um eine unschöne Episode reicher.

Diesmal geht es um die Weigerung ihres Mannes, die Alimente zu zahlen. Er ist der Meinung, er könne andere Zahlungen einfach verrechnen, wie es ihm passt und ohne dies mit Rosalie abzusprechen. Das ist natürlich nicht zulässig, zumal es ein Gerichtsurteil gibt, dass die Höhe der Alimente festlegt und von dem er nicht nach eigenem Ermessen abweichen kann.

Möchte man zu seinem Recht kommen, geht man in der Schweiz dafür als Gläubiger zum Betreibungsamt und macht dort seine Forderungen geltend. Das Amt stellt diese Forderung dann dem Schuldner zu. Der hat die Möglichkeit, einen so genannten Rechtsvorschlag zu machen, also zu erklären, dass die Forderung nicht rechtens sei. Hiernach muss der Gläubiger wiederum die Rechtsöffnung beantragen, in dem er darlegt und dem Gericht beweist, dass die Forderung sehr wohl berechtigt ist.

Das ist für den Schuldner dann eine peinliche und teure Angelegenheit, denn er muss neben den ausstehenden Alimenten auch die Kosten für Gericht, Anwalt und eine Parteientschädigung zahlen. Sofern er verliert, aber davon sind wir und auch der Anwalt überzeugt, denn er kann sich nicht einseitig und ohne Absprache über einen Beschluss des Gerichts hinwegsetzen. Noch dazu, wenn es um Alimente geht, die in der "Rangordnung" ganz oben stehen.

Es ist leider so, dass ihr künftiger Ex-Mann mal in seine Schranken gewiesen werden muss, damit er vielleicht wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkehrt und sieht, dass er nicht schalten und walten kann, wie er will. Er darf eben nicht kraft seiner Person Urteile ignorieren und seine Frau im finanziellen Sinne peinigen, weil es ihm gerade in den Kram passt. Das wird er dann hoffentlich gelernt haben, wenn der Entscheid des Gerichts gefällt sein wird.


Donnerstag, 23. November 2017

Die lieben Kollegen (11) - Lessons learned?

Am Dienstag gab es mal wieder ein Donnerwetter meines Chefs gegenüber einem meiner tollen Kollegen. Auslöser war ein ganz einfacher Auftrag, den er mal wieder vergessen hatte zu erledigen. Da er dann auch noch unser wöchentliches Meeting vergasss, war das der perfekte Anlass für eine Standpauke. Ein weiterer Grund war, dass er nicht mal während eines gemeinsamen Termins darauf verzichten kann, aufs Handy zu schauen und WA-Nachrichten zu schreiben. Das ist entweder dumm oder dreist oder überheblich. Oder alles zusammen.

Ich hab mich allerdings mehr darüber geärgert, dass er am Montag mal wieder krank war. Grund: Er habe Kopfschmerzen und die ganze Nacht kaum geschlafen. Am Dienstag kam er dann immerhin ganz normal wieder arbeiten. Gestern war sein freier Tag - heute ist er wieder krank.

Was soll man mit so einem Typen im Team anfangen? Da kann man nur verlieren ...

Während meines gesamten Berufslebens war es stets so, dass ich, wo immer ich neu anfing, ganz unten starten musste. Mein Gehalt hinkte meinen Aufgaben und der verbundenen Verantwortung stets gewaltig hinterher und holte sie teilweise nie ein. Zuletzt in Berlin wäre es gerade soweit gewesen, dass mein Chef eine bessere Stelle für mich organisiert hatte, als ich die Kündigung schrieb.

Auch hier ist es nun nicht anders. In unserem Team bin ich der mit dem niedrigsten Gehalt, allein schon durch die geringe Betriebszugehörigkeit und die Aufgaben lt. Stellenbeschreibung. Gestern hat mein Chef mir nun die Leitung eines Rollout-Projektes übertragen, weil die anderen Pfeifen im Team (siehe oben) damit völlig überfordert wären, wie er meinte. Damit tritt nun die selbe Situation ein wie schon viele Male in meinem Leben: Verantwortung - ja, besondere Aufgaben - ja, besseres Gehalt - nein.

Irgendwie will mir das Leben wohl etwas beibringen ...


Dienstag, 17. Oktober 2017

Pleite?

Das Schicksal von Air Berlin war und ist derzeit in allen Medien präsent. Bitter ist es auch für die Fluggäste, die auf ihrem gekauften Ticket sitzen bleiben und keine Gegenleistung bekommen.

Bis gestern erzeugten diese Nachrichten bei mir "nur" ein trauriges Kopfschütteln. Doch dann verbreitete sich die Meldung, dass die Berner Skywork Airlines ab November keine Betriebsbewilligung mehr bekommen soll, weil die Finanzierung nicht gesichert sei. Mal davon abgesehen, dass dies generell ein sehr bitterer Verlust für mich, uns und die ganze Region wäre, stellte sich sofort die Frage, was denn mit unseren Flügen nach Berlin und Hamburg im Oktober, November und Januar passieren wird? Müssen wir alles absagen?

Die Airline hält sich momentan noch bedeckt und erklärt, sie würde alles daran setzen, ein Finanzierungskonzept bis Ende Oktober auf den Tisch zu legen. Ob das gelingt, steht in den Sternen. Wenn nicht, wäre es vorbei mit den so bequemen und praktischen Flügen Bern-Berlin der kleinen aber feinen Fluggesellschaft, und wir müssten jedes Mal mit SWISS den Umweg über Zürich nehmen (Genf ist genauso weit weg, und ich will nicht in Schönefeld landen, wenn ich nicht muss!). Das würde die Reisezeit nahezu verdoppeln! Ich hab ja langjährige Erfahrungen mit dieser Verbindung ...

Nun müssen wir abwarten und Daumen drücken. Meine Reise Ende Oktober wird hoffentlich in jedem Fall stattfinden. Ob wir dann aber im November nach Hamburg kommen oder Hotel und Auto stornieren müssen (sofern überhaupt möglich), werden die nächsten vierzehn Tage zeigen.

Das Flug-Geschäft ist hart umkämpft, kleine Airlines haben es überall schwer. Mehrere sind am Standort Bern schon gescheitert. Auch DARWIN steht kurz vor der Pleite, nun also auch, zum wiederholten Male, Skywork. Ich verknüpfe viele schöne Erinnerungen mit ihr und würde sie vermissen. Befürchten musste man diesen Moment schon lange, denn ein Flugzeug, in dem regelmässig nur rund 15 Personen sitzen, kann sich einfach nicht rentieren, wenn die Ticketpreise keine astronomischen Höhen erreichen sollen. Warum es aber nicht gelungen ist, mehr Gäste nach Bern zu holen, weiss ich nicht. Sicherlich spielen die Preise der Konkurrenz eine Rolle. Rechnet man aber mal die Tickets für die Fahrt nach Zürich hinzu und schaut auf die Zeitersparnis (in Bern reicht es, 40 Minuten vor Abflug anzukommen und das Auto direkt vor dem Flughafen fussläufig abzustellen), dann relativieren sich die auf den ersten Blick günstigeren Flugpreise der Grossen schnell.

Leider kann ich keine Millionen beisteuern, liebe Skywork, aber ich hoffe, es finden sich Andere, die so viel Geld noch irgendwo rum zu liegen haben. :)

Dienstag, 10. Oktober 2017

Schwindelerregend

Seit nun fast einem Jahr lebe ich in der Schweiz, und ich denke, dass ich mich so langsam an das hiesige Preisniveau gewöhnt habe.

Am letzten Samstag allerdings schien das nicht so zu sein. Wir haben unseren ganz normalen, üblichen Wochenend-Einkauf absolviert, und wie man auf dem Bild sieht, ist der Wagen nicht mal zur Hälfte voll, nachdem wir dessen Inhalt in gerade mal zwei Taschen verpackt haben. Meist überschlagen wir vor dem Gang zur Kasse schon mal, was da auf uns zukommen könnte, aber diesmal lag sogar Rosalie ziemlich daneben.

Was würdet Ihr für einen Einkauf ohne Besonderes, also im Wesentlichen Lebensmittel und einmal Katzenstreu so vermutlich ausgeben (für vier Personen)? Als die Kassierin den Preis nannte, waren wir erst mal sprachlos und haben dann nach dem Bezahlen den Bon kontrolliert. Aber es stimmte alles ... Wenn eben Hähnchenfilets für vier Personen schon fast 20 Franken kosten, kann man sich vorstellen, wie schnell die Summe beim Scannen in die Höhe schnellt. Und so lagen wir am Ende bei (in Franken):

Da kann einem dann doch schon mal etwas die Luft weg bleiben. Fairerweise sei gesagt, dass wir in der MIGROS waren. Möchte man es noch etwas günstiger, kann man auch in der Schweiz zu LIDL oder ALDI ausweichen, was wir oft auch tun. Aber die Auswahl ist halt bei Weitem nicht so gross wie bei den grossen Ketten. Und bevor man mehrere Läden abklappern muss, um den Einkaufszettel abzuarbeiten, ist dann ein grosser Markt doch praktischer.

Auch wenn der Kurs wieder etwas angezogen hat - für EURO-Länder ist ein Urlaub in der Schweiz immer noch Luxus. Und nicht nur das - für mich würde es später, wäre ich allein, kaum finanzierbar sein, noch hier zu leben, denn die deutsche Rente reicht mit Mühe für eine Wohnungsmiete inklusive Versicherungen. Und die paar Jahre, die ich noch in der Schweiz einzahle, können dieses Loch nicht füllen. Ein Umzug in die teure Schweiz will also gut überlegt sein ...

Donnerstag, 24. November 2016

Das erste Gehalt!

Gestern Morgen schaute ich eher zufällig auf meinen Kontostand und stellte erfreut fest, dass mein erstes Gehalt in Schweizer Franken angekommen ist! Wie schön! Immerhin die höchste Lohnsumme meines Lebens.

Es ist aber kein monatlicher Betrag, mit dem man reich wird, und für eine Einzelperson würde es in der Schweiz mit den Mieten, Krankenkassenbeiträgen, sonstigen Nebenkosten und dem Unterhalt, der nun wieder fällig wird, halt irgendwie reichen, aber auch nicht viel mehr.

Aber ich bin ja nicht allein, und wenn man sich Vieles teilen kann, sieht die Welt ein wenig besser aus und ich kann mir immerhin den kleinen Luxus leisten, "nur" 37,8 statt der hier üblichen 42 Stunden zu arbeiten.

Übrigens ist der Prozess für Gehaltserhöhungen anders als bei meiner Behörde in Berlin. Es gibt keinen Automatismus. Stattdessen erhält das gesamte Haus jährlich eine gewisse Lohnsumme, die auf die einzelnen Teams in Form von Gehaltsstufen verteilt wird. Der jeweilige Teamleiter hat dann zu entscheiden,  ob überhaupt und wie viel jeder im Team davon bekommt. Das passiert wohl immer im April des Jahres. Es wird spannend zu sehen sein, wie das ablaufen wird und wann ich mal zum Zuge kommen werde.

Heute habe ich frei und beginne nun das lange Wochenende mit Rosalie!

Donnerstag, 15. September 2016

Glück im Unglück

Das war ein schöner Schreck am Montag!

Seit Jahren buche ich meine Bahn-Tickets über meine App auf dem Handy. Seit Jahren gab es damit auch nie Probleme. Am Sonntag wollte ich nun mein nächstes Ticket buchen, das man dort per hinterlegter Kreditkarte bezahlt, und erhielt immer wieder die Nachricht, die Zahlung sei vom Kartenherausgeber abgelehnt worden.

Ich war mir sicher, genügend Geld auf dem Konto zu haben und glaubte an einen Fehler auf Seiten der Bahn. Also nahm ich Kontakt auf, erhielt aber als Antwort, dass es keine Störung gebe.

Schließlich kam ich auf die Idee, zur Sicherheit mal auf dieses Konto zu schauen, von dem nur Buchungen der Kreditkarte abgehen. Und sofort, als ich den Kontostand von 13 Euro sah, schwante mir, was da passiert sein musste.

Der Blick auf die Kontodetails bestätigte meine Befürchtungen: Nicht genehmigte Buchungen im Wert von etwa 277 Euro, allerdings umgerechnet vom Dollar, waren da zu sehen. Alle getätigt am 10. September.

Die Karte und auch das Konto hatte ich damals extra und ausschließlich für den USA-Urlaub eröffnet. Da die Gebühren aber geringer sind als bei mir, habe ich es danach offen gelassen, um es für meine Bahn-Tickets, die ja in Franken verrechnet werden, zu nutzen.

Nun, nach fast einem Jahr, hat offenbar jemand mit meinen geklauten Daten Transaktionen durchgeführt!!

Und warum nun Glück? Vor rund vier Wochen erhielt ich von dieser Bank eine Information, dass man den Dispo gelöscht hätte, da es keine regelmäßigen Geldeingänge mehr gebe. Somit war für den Räuber Schluss, als der Saldo nicht mehr ausreichte. Sonst wäre die Summe vermutlich viel höher gewesen.

Ich habe nun sofort meine Bank kontaktiert, die Karte sperren lassen und ein Formular zur Reklamation für VISA abgeschickt. Bleibt zu hoffen, dass ich die Beträge wieder (ich hatte so etwas Ähnliches leider schon einmal vor ein paar Jahren) recht zügig und problemlos zurück bekommen werde. Außerdem hat mich gestern noch ein Dienstleister für Kartenherausgeber per Post um Rückruf gebeten, weil man verdächtige Kontobewegungen entdeckt hätte und derzeit gehäuft Betrugsfälle in den Staaten auftreten würden. Die Chancen stehen also gut, dass mir kein Schaden entstanden ist.

Ich kann allen, die Karten im Ausland nutzen, nur raten, die Verfügungsrahmen so gut wie möglich zu begrenzen und am besten auch keinen Dispo-Kreditrahmen zuzulassen. Und natürlich immer die Abrechnungen gut zu studieren.

Leider habe ich keine Ahnung, bei welcher Gelegenheit meine Daten geklaut wurden. Da man in den Staaten so gut wie alles per Karte bezahlt, kann es überall gewesen sein. Verhindern kann man das wohl nur, wenn man stets bar zahlt. Aber will man immer so viel Bargeld mit sich herum tragen?

Mittwoch, 3. August 2016

Apothekerpreise

Ich erinnere mich noch gut an den ersten Abend mit Rosalie. Wir waren zu Gast in einer Pizzeria mit Selbstbedienung. Ich wartete am Tisch, mein Schatz holte unsere Bestellung ab. Auf dem Tablett lag auch der Bon für die Rechnung, und der Betrag belief sich für zwei Pizzen, Wasser und zwei Gläser Wein auf mehr als 60 Franken. Ich war wirklich geschockt! War das eine Anzahlung, um den ganzen Laden zu kaufen?

Inzwischen habe ich mich zum großen Teil an dieses Preisniveau gewöhnt. Immer seltener rechne ich um und vergleiche mit den Preisen in Deutschland. Es ist einfach ALLES teuer, für Deutsche um so mehr, seit der Franken noch stärker geworden ist. Und es relativiert sich das auf den ersten Blick ordentliche Gehalt sofort, wenn man Steuern, Versicherungen und die üblichen Lebenshaltungskosten dagegen rechnet. Wer einmal in einem Schweizer Supermarkt einkaufen war, wird feststellen, dass die Summe der Preise ganz schnell dreistellig wird. Der Inhalt des Wagens ist dabei noch sehr "übersichtlich". Und ein ordentliches Steak essen wir dann gern mal in Berlin und weniger in einem Schweizer Restaurant ...

Der Unterschied wird auch schnell sichtbar, wenn man mal eine Handwerkerrechnung in den Händen hat. Ein Stundenlohn von 90 Franken ist ganz normal, und bei einem fünfstündigen Einsatz sind ohne Material, Anfahrt usw. pro Handwerker damit also schon 450 Franken weg. Ganz zu schweigen von den Ansätzen, die Anwälte verlangen. Da tränt einem nicht nur EIN Auge! Mein Schatz macht diesbezüglich gerade sehr leidvolle Erfahrungen.

Doch wer das Eine will, muss natürlich das Andere mögen. Und insgesamt passt das Preisgefüge dann am Ende eben doch für Schweizer - sonst würden ja alle am Hungertuch nagen oder auswandern. Ich muss nur aufhören umzurechnen, so wie man das auch gern mit Euro und D-Mark tut. Es lohnt einfach nicht, sich darüber aufzuregen. ;-)