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Montag, 31. Dezember 2018

Das war 2018

Am letzten Tag im Jahr muss ich diesmal arbeiten. In diesem Punkt war ich bisher verwöhnt - das letzte Mal ist mehr mal 25 Jahre her, dass ich Silvester nicht frei hatte. Aber einen halben Tag werde ich schon überstehen, zumal ich nicht davon ausgehe, dass hier heute die Hölle los bricht.

Die zwei Urlaubswochen waren sehr willkommen, ich hab mich gut erholt, und die Feiertage haben wir in aller Ruhe begangen. So stelle ich mir das vor, und im Vergleich zu früheren Jahren, als ich noch verheiratet war, ist es eine Wohltat. Dieser Besuchs-Stress, das ständige Essen und Trinken ... Das brauche ich alles nicht mehr.

Und wie war es nun, das abgelaufene Jahr? Durchwachsen. Insgesamt hatten Rosalie und ich endlich wieder etwas mehr Freizeit als im Jahr zuvor, an dem fast alle Wochenenden und auch viele weitere Abende mit Scheidungs-Schreibkram ausgefüllt waren. In diesem Jahr waren wir wieder etwas öfter im Garten und haben auch mal ein paar gemütliche Film-Abende vor dem Fernseher verbracht. Aber emotional war es gerade in Sachen Scheidung weiterhin eine Achterbahnfahrt, Ende nicht in Sicht. Gerade noch kurz vor Weihnachten hat der Ex wieder ein paar Mails abgesondert, die einen fast sprachlos machen vor Ignoranz und Starrsinn. Wenn sich da nichts ändert, wird es noch viele Monate dauern bis zu irgend einem Ende.

Ich bin froh, dass es meinem Vater unverändert "gut" geht. In Gänsefüsschen deshalb, weil seine Vitalwerte für sein Alter zwar super sind. Aber durch seine MS ist er schon sehr eingeschränkt, und das ist so schade. Ob es im nächsten Jahr noch einmal für einen Besuch in der Schweiz langt, ist daher sehr ungewiss.

Das Positive in diesem Jahr war zweifellos die Beziehung zu meinem Sohn. Die lag zuletzt doch ziemlich im Argen. Aber das haben wir jetzt hinter uns gelassen und uns im zweiten Halbjahr schon zwei Mal in Berlin getroffen. Es waren sehr schöne Abende, und ich hoffe, dass ich ihn im nächsten Jahr vielleicht mal überreden kann, uns hier zu besuchen.

Beruflich hat sich auch Einiges zum Guten gewendet. Zufrieden bin ich zwar nicht, aber das Schlimmste - nämlich das schlechte Team - ist überstanden. Beide Kollegen sind weg, und mit dem "Ersatz" kann ich allemal ganz gut leben. Der zweite Kollege, der eigentlich am 21. seinen letzten Tag gehabt hätte, hat wohl die ganze letzte Woche davor unentschuldigt gefehlt. Es hätte nicht dieses Beweises bedurft, um klar zu stellen, dass man auf diesen Typen verzichten kann, aber nun ist er wirklich weg.

Ich wünsche mir für das neue Jahr in erster Linie ein ruhigeres Privatleben, damit Rosalie endlich den Mist der letzten Jahre hinter sich lassen und damit abschliessen kann. Dieser Dauerstress ist ungesund und schlägt sich auch auf alles Andere nieder. Es wäre so schön, wenn das ein Ende hätte.

Die berufliche Zukunft ist etwas ungewiss. Reorg, Entlassungen - alles ist möglich. Ich sehe die Gefahr bei mir gering und hoffe eher darauf, mich einbringen und verbessern zu können. Aber das steht alles in den Sternen.

Apropos - das Horoskop für 2019 sieht düster aus für Zwillinge. Also gehe ich mal lieber davon aus, dass das sowieso alles Quatsch ist, was da geschrieben steht. ;-)

Und nun: Einen guten Rutsch und ein gutes, neues Jahr!


Montag, 10. Dezember 2018

Motivation, bitte!

Das war ein schönes langes Wochenende in Berlin! Gut, das Wetter war zum Fürchten, aber ansonsten hatten wir eine gute Zeit:

Am Mittwochabend das Treffen mit meinem Sohn und Freundin. Wir haben viel gegessen, geredet, gelacht. Und dabei das gute Gefühl, dass die Freundin meinem Sohn gut tut. Sie ist die abeklärtere, erwachsenere von Beiden, und gemeinsam ergänzen sie sich sehr gut. Ich fand es auch süss zu hören, dass sie sich darüber unterhalten haben, wie viele Kinder sie bekommen wollen und ob es Jungs oder Mädchen werden sollen. Das kann natürlich ruhig noch warten, aber es ist schön zu sehen, dass sie sich Gedanken machen über die Zukunft. Immerhin sind sie auch schon zwei Jahre zusammen.

Am Donnerstag war erst mal Shopping angesagt und am Abend dann die Komödie. Meine Erwartungen waren gross, so ganz erfüllt wurden sie nicht. Ja, es gab komische Momente, und die Thematik (älterer Mann sucht sich sehr junge Frau) ist sicherlich ein interessantes Feld. Aber zuweilen wirkte das Stück etwas bemühend und zäh. Mir fehlte die Spritzigkeit, teilweise sehnte ich mich nach einer Pointe. Beeindruckend war die Leistung von Jochen Busse aber allemal. Mit 77 Jahren so viel Text zu lernen und zwei Stunden lang fast ununterbrochen zu stehen - das muss man erst mal schaffen!

Freitag war Papatag. Ihm kullerten die Tränen, als wir ankamen. Er hat sich, genau wie wir, riesig über das Wiedersehen gefreut. Als wir am Abend nach viel Essen und zwei Flaschen Rotwein aufbrachen, war der Gedanke wieder da, wie oft wir uns wohl noch verabschieden werden können ...

Samstag nochmals Shopping (Schatzi brauchte Schuhe ...). Da es in Strömen regnete, haben wir draussen auch nichts verpasst.

Während der Tage hatten wir per Webcam und App immer ein Auge auf unsere Fellnasen daheim. Die süssen Kätzchen sind uns schon sehr ans Herz gewachsen. Henry hat ja einen Freifahrtschein, aber Bernie ist darauf angewiesen, dass ihn jemand hinein lässt. Das klappte leider erst am Samstagabend, als die Ferienbetreuung und er gerade zur selben Zeit dort waren. Anschliessend verliess Bernie fast 24 Stunden lang das Haus nicht mehr und schlief und schlief ... Es scheint, als würde er ansonsten immer draussen sein und sein altes Zuhause kaum noch aufsuchen. Wie schon beim letzten Urlaub wirkt er bei unserer Ankunft sehr erschöpft.

Gestern Nachmittag kehrten wir pünktlich zurück. Der erste Blick ging in den Garten. Henry kam uns sofort laut mauzend entgegen. Ob das nun Freude oder Vorwurf sein sollte, ist schwer zu sagen. Bernie sah ich in 200 m Entfernung auf dem Feld. Als ich ihn rief, kam er ebenfalls angerannt. Und dann war grosses Kuscheln angesagt. Erst mit Bernie im Bett, dann mit Henry auf dem Schoss, während Bernie schon wieder vor mir sass und auf eine Verlängerung wartete.

Das ging die halbe Nacht so weiter ... Um 2 Uhr hörte ich ein lautes Jammern auf dem Flur: Henry wollte geknuddelt werden. Er sprang im Bad auf den Waschtisch, legte seine Vorderpfoten auf meine Schultern und drückte seinen Kopf an meinen - wie ein Hund. Ich nahm ihn eine Weile auf den Schoss und kraulte seinen Bauch. Kaum wieder im Bett, sprang Bernie auf mich drauf. Dann war es schon nach 3 Uhr. Gegen 4 Uhr döste ich wieder ein, bevor Henry um halb sechs erneut Sehnsucht hatte, bis mein Wecker klingelte. Gääähn.

Das wird ein langer Tag bis zum Feierabend. Und dann noch vier Mal ins Büro, bevor die Weihnachtsferien beginnen. Ich bin in der glücklichen Lage, noch zwei Wochen frei nehmen zu können, sodass ich nur an Silvester noch mal im alten Jahr ran muss. Das lässt allerdings die Motivation gerade ziemlich in den Keller rutschen. Was fängt man noch an im alten Jahr, das gerade mal noch vier Tage hat? Eigentlich nichts, oder? Verstecken im Gelände und warten, dass die Zeit vergeht? Mal schauen, ob mir das gelingt ...


Dienstag, 4. Dezember 2018

Schönes Wochenende!

Morgen machen wir uns auf den Weg nach Berlin. Zum ersten Mal seit zwei Jahren wird es wieder ein besonders langer Weg sein, da wir erst ab Zürich fliegen können anstatt ab Bern. Etwas Nostalgie schwingt aber auch mit, denn das war ja bis Oktober 2016 meine wöchentliche Standard-Route beim Pendeln zwischen Berlin und Bern. Ein Weg, den ich im Schlaf kenne. Und ich bin froh, dass diese Pendelei nicht mehr nötig ist. :-)

In Berlin werden wir unser übliches "Programm" absolvieren: die Lieblings-Restaurants, die Lieblings-Malls, Besuch bei meinem Papa und ein Treffen mit meinem Sohn und seiner Freundin. Darüber hinaus wird es ein weiteres Highlight geben. Wir gehen ins Theater, genauer in eine Komödie. Ich bin zufällig durch einen Newsletter darauf aufmerksam geworden, habe Karten gekauft und die Flüge entsprechend gebucht, damit wir die Vorstellung nicht verpassen, denn die Namen Jochen Busse und Hugo Egon Balder stehen für guten Humor und einen gelungenen Abend.

Die Katzenbetreuung ist auch organisiert, damit unsere armen Miezen versorgt sind während der vier Tage. Da sie unsere lange Abwesenheit im Oktober gut verkraftet haben, hoffe ich, dass diese kurze Zeit auch ohne Probleme vorüber geht. Immerhin haben wir inzwischen teilweise vier Katzen im Haus. Aber die müssen nun draussen bleiben, bis wir wieder daheim sind. Nur unser Henry hat ja einen "Schlüssel" am Hals, und Bernie darf natürlich auch ins Haus, falls er sich gerade blicken lässt, wenn die Katzenbetreuung morgens und abends nach dem Rechten sieht.

Also - wir sind dann mal weg und lesen uns nächste Woche.


Freitag, 30. November 2018

Wer kann dazu schon "nein" sagen

Als meine Allergie besser wurde und wir Henry zu uns holten, galt als strikte Regel, dass das Schlafzimmer tabu ist, damit ich zumindest einen Rückzugsort im Haus habe, an dem ich mich "erholen" kann.

Irgendwann haben wir die Regel aufgegeben, da meine Symptome immer weniger wurden und wir es nicht mehr ertragen haben, dass der arme Kater in der Nacht nicht bei uns sein konnte. Fortan schlief er eigentlich jede Nacht in unserem Zimmer.

Das änderte sich dann, nachdem er raus durfte, genau wie sein Biorhythmus. Er wurde nun nachtaktiv und irgendwann kam er in der Nacht gar nicht mehr zu uns.

Seit nun Bernie bei uns eingezogen ist, haben wir einen neuen Schlafgast im Bett. Fast jede Nacht verbringt er bei uns, manchmal unauffällig am Fussende, manchmal auch eher präsent ... Aber kann man bei diesem Anblick das arme Tier verjagen?

Irgendwie sind ja alle Tiere (und auch Menschen) sehr niedlich, wenn sie schlafen. Henry und auch die weiteren "Gäste" sind da keine Ausnahme ...





Schönes Wochenende!


Mittwoch, 7. November 2018

Alters-Starrsinn?

Ich hatte es schon eine Weile befürchtet, nun ist es Gewissheit: Mein Vater hat sich mit seinen 78 Jahren tatsächlich noch einmal einen Neuwagen gekauft.

Ich hab nicht mitgezählt, wie viele Autos er in den letzten 30 Jahren schon erworben hat. Aber meine Hoffnung war, dass er seinen jetzigen Wagen noch so lange fährt, bis es aus gesundheitlichen Gründen sowieso nicht mehr möglich ist. Sein aktueller VW ist zwar acht Jahre alt, hat aber lediglich 23000 km auf der Uhr und ist tiptop in Form.

Ja, mein Papa ist ein leidenschaftlicher Autofahrer, und ja, es ist gut und schön, wenn er dadurch noch mobil ist. Aber musste es jetzt wieder ein teurer Neuwagen sein, noch dazu mit einem Haufen Schnickschnack, mit dem er sowieso nicht klar kommen wird? PC und Handy kann er auch nur bedienen, wenn ich ihm alles ein paar Mal erklärt habe. Und so ein neues Auto ist heutzutage nicht viel anders ...

Wenn man meinen Vater im Schneckentempo mit Rollator zum Auto laufen sieht, kann man sich ohnehin kaum vorstellen, wie das mit dem Fahren funktionieren soll; ich gehe aber davon aus, dass das noch besser klappt als das Laufen. Neulich hat er sich aber schon einen Reifen platt gefahren, weil er gegen einen Bordstein gefahren ist, und am Radkasten sind Schrammen, die er sich nicht erklären kann.

Es ist ja schön, wenn sie einmal pro Woche ihren Einkauf erledigen können oder einmal im Jahr an die Ostsee fahren. Dazu kommt im Sommer vielleicht noch einmal im Monat ein Ausflug in ein Lokal vor der Stadtgrenze. Das war es dann aber auch. Bei dem Abschreiber, den man bei einem neuen Auto hat, sobald man den Hof verlässt, muss man sich wirklich fragen, ob es das wert ist.

Ich gehe davon aus, dass ihn der Kauf nicht arm macht, aber verstehen tue ich es trotzdem nicht. Und was mir noch mehr Sorgen macht: Verpasst er am Ende den Zeitpunkt, an dem er lieber nicht mehr fahren sollte? Und was, wenn er andere Verkehrsteilnehmer gefährdet? Wie bringt man ihm diesen durchaus grossen Einschnitt in die eigene Mobilität bei? Durch seine Schwerbeschädigung hat er Anspruch auf kostenlose Fahrdienste, die ihn zu Arztterminen oder auch privaten Besuchen bringen. Es liesse sich dann also Einiges kompensieren und organisieren. Aber natürlich ist das etwas Anderes, als wenn das eigene Auto vor der Tür steht. Das ist mir alles klar, und doch muss es irgenwann sein. Mit dem wieder neuen Auto jetzt wird dieser Moment wohl in weite Ferne rücken, sofern nicht andere "Ereignisse", die ich mir lieber nicht vorstellen möchte, dazwischen kommen.


Mittwoch, 29. August 2018

Der arme Mann

Während bei Rosalie der Scheidungskrieg noch voll im Gange ist, konnte ich mich bereits vor Jahren nach relativ kurzer Zeit von meiner Gattin gerichtlich trennen. Ihren Neuen kenne ich auch, wir waren schon bekannt, als ich noch mit meiner damaligen Frau zusammen war (da lief aber noch nichts zwischen ihnen, soweit ich das beurteilen kann).

Nun haben die Beiden am letzten Wochenende geheiratet. Offiziell wusste ich davon nichts, aber es spricht sich halt rum, und das neue Profilbild meiner Ex auf WA war verräterisch ... Verstehen tue ich das höchstens aus finanziellen Erwägungen heraus - man möchte sich fürs Alter absichern. Aber ob sie wirklich aus Liebe geheiratet haben? Ich kann mich an eine Begegnung erinnern, in der der jetzige Gatte sich in einem Gespräch mit mir über die selben Macken geärgert hat, die mich damals bei ihr zur Weissglut getrieben haben.

Und das möchte er nun ein Leben lang weiterhin ertragen? Ist das Masochismus? Oder irgendeine Torschlusspanik?

Wie auch immer, ich wünsche dem Brautpaar, dass sie die richtige Entscheidung getroffen haben und bis an ihr Lebensende glücklich miteinander sein werden. Ich war nach meinem Auszug damals froh, als recht schnell klar war, dass die Beiden sich näher kommen würden und damit der Groll ihrerseits über unsere Trennung auch verflogen ist. Das Einzige, was mich noch interessieren würde, wäre die Antwort auf die Frage, welchen Namen sie jetzt angenommen hat. Ihr Mädchenname ist furchtbar, und sein Nachname wie Meier und Müller eher Sammelbegriff. Und unseren gemeinsamen Nachnamen wird sie ja wohl weder behalten haben können noch wollen ...

Dienstag, 14. August 2018

Berlin, Berlin

Heute Vormittag muss ich mich noch einmal für ein paar Stunden in hübsche blaue OP-Kluft werfen und hoffe, dass ich mit meinem Projekt wieder ein gutes Stück weiter komme, und danach ist endlich eine Woche Urlaub.

Morgen Mittag geht es in meine Geburtsstadt: Sechs Tage Shoppen, Familie treffen, gutes Essen, Relaxen. Wir freuen uns sehr auf die Auszeit und planen auch, einen Tagesausflug an die Ostsee zu machen. Das Wetter soll schön bleiben, und ich vermisse die frische Meeresluft.

Ausserdem werden wir endlich auch meinen Sohn mal wieder sehen. Zuletzt war unser Verhältnis recht angespannt, aber ich hatte die Hoffnung, dass eine kleine Pause helfen könnte. Danach sieht es jetzt aus, und so werden wir uns zu viert zum Essen treffen.

Also - bis bald, wir stürzen uns dann morgen Nachmittag ins Grossstadtgetümmel der Hauptstadt.


Dienstag, 17. Juli 2018

The Affair

Kennt jemand den kleinen Ort Montauk? Er liegt an der Ostspitze von Long Island in New York. Dort spielt die Serie "The Affair", mittlerweile in der vierten Staffel.

Ich bin eigentlich vor rund einem halben Jahr nur zufällig darauf gestossen, weil ich ein Fan von Maura Tierney bin, die in den 90er Jahren bei "Emergency Room" mitspielte, der einzigen Krankenhaus-Serie, die ich jemals gesehen habe. Die Ankündigung klang interessant, und so hatten Rosalie und ich begonnen, die Staffeln eins bis drei zu schauen.

Es geht, wie der Name schon sagt, um ein Thema, das sich so oder ähnlich millionenfach auf der Welt wiederholt: Familienvater trifft nach rund 17 Jahren Ehe auf eine ebenfalls verheiratete Frau, kurz darauf zerbrechen beide Ehen und alle vier Erwachsenen und die Kinder wollen oder müssen ein neues Leben beginnen.

Natürlich wird das Ganze dramaturgisch überhöht und angereichert, um die Menschen am TV zu halten, aber im Grunde kennt wohl fast jeder die eine oder andere Situation, die in dieser Serie zu sehen ist. Vielleicht auch deshalb hat sie uns in den bisher rund 33 Stunden Spielzeit gefesselt. Nicht unbedingt immer ganz leichte Kost und nichts zum Lachen und Entspannen. Aber wenn man selbst gescheiterte Ehen hinter sich hat, kann man sich gut in die Protagonisten hinein versetzen und so ganz nebenbei auch die eigene Geschichte noch einmal ein wenig aufarbeiten.

Das in der Serie gezeigte Restaurant "Lobster Roll" gibt es tatsächlich, und als Fans der Serie wollen wir gern mal dorthin und am Originalschauplatz etwas essen. Leider ist Montauk nur nach langer Autofahrt zu erreichen und passt damit nicht in die Planung unseres Florida-Trips im Oktober. Aber ganz bestimmt schaffen wir es ein anderes Mal, um dort zu sitzen, wo zuvor schon Maura Tierney gesessen hat. :-)

Mittwoch, 16. Mai 2018

Was kommt als Nächstes?

Die Frist läuft. Nachdem Rosalies Ex sich immer neue, absurdere Forderungen "ausdenkt", mit denen er zu begründen versucht, warum er seit Monaten keine Alimente zahlt, hat ihm das Gericht nun bis zum 23. Mai Zeit gegeben, um sich abschliessend zu dem Thema zu äussern und seine Argumente vorzubringen.

Nach menschlichem Ermessen sollte und dürfte das Gericht darauf nicht eintreten und die Zahlung des ausstehenden Unterhalts notfalls mittels Gerichtsvollzieher anschliessend anordnen. Selbst, wenn es auf seiner Seite berechtigte Forderungen geben sollte (was wir aussschliessen), dürfen diese nicht ohne Einwilligung der Gegenseite einfach von den Alimenten abgezogen werden, sondern müssten ebenfalls per Klage eingefordert werden.

Ihr seht, wenn es um Rosalies Scheidung geht, kommen eigentlich inzwischen nur noch Worte wie Klage, Anwalt, Gericht und Kosten im Text vor. Das ist gruselig und vor allem auch psychisch sehr belastend. Ich hoffe und wünsche mir, dass ein saftiges Urteil aufgrund des oben geschilderten Sachverhaltes Rosalies Ex endlich wachrütteln und ihm zeigen wird, dass er mit seiner sinnlosen Sturheit und Überheblichkeit nicht weiter kommt. Wenn das Gericht Rosalies Antrag folgt, muss er nämlich neben den Anwalts- und Gerichtskosten auch noch eine sogenannte Parteientschädigung zahlen. Das tut dann weh.

Gut, genau genommen ist das alles völliger Irrsinn, denn alles, was da jetzt an Kosten angehäuft wird, schmälert am Ende nur das gemeinsame Vermögen. Aber momentan geht es wirklich darum, ihrem Ex klar die Grenzen aufzuzeigen und ihm klar zu machen, dass seine Arroganz ihm nur schadet und das Verfahren immer weiter verzögert.

Hoffen wir (mal wieder) das Beste ...

Freitag, 27. April 2018

Berlin, wie es leibt und lebt

Da bin ich also wieder, in meiner alten Heimat. Trotz der Abwesenheit kann ich mich immer noch mit traumwandlerischer Sicherheit in der Stadt bewegen, als wäre ich nie weg gewesen. Und der Ärger ist auch immer noch der selbe: Kaum wollte ich zum ersten Mal S-Bahn fahren, um zu meiner Verabredung zu kommen, hieß es auf dem Bahnhof: "Nach einem Polizeieinsatz UND einer Signalstörung ist der Verkehr derzeit unregelmäßig". Der nächste Zug käme in 21 Minuten ... Ganz toll!

Abgesehen davon ist es aber schön, wieder hier zu sein. Mittwoch Frozen Strawberry Margarita mit einer alten Freundin, bis man uns quasi raus gefegt hat, gestern erst ein Besuch in meiner guten alten Behörde (bei dem ich wieder gemerkt habe, dass es Zeit wurde, von dort weg zu kommen) und dann bei E. Sie hat es gerade richtig schwer, denn ihr Stiefvater ist stark dement, redet nicht mehr, verlässt das Haus nicht und beißt und tritt nach Medizinern, die ihn versorgen wollen. Es muss schlimm sein, das mit ansehen zu müssen.

Hoffentlich bleiben mir solche Szenen bei meinem Papa später erspart. Ihn werde ich nun ab heute Mittag besuchen und sicherlich den Rest des Tages dort verbringen. Dann komme ich am Abend voll beladen ins Hotel zurück, denn bei ihm lagern diverse Pakete mit Dingen, die wir immer in Deutschland kaufen, weil sie in der Schweiz zu teuer oder gar nicht erhältlich sind. Mein jetzt noch leerer Koffer wird dann wohl voll sein.

Damit mache ich mich morgen früh auf den Weg zurück in die Schweiz. Und ich bin sicher, es wird kein trauriger Abschied, wenn ich die Maschine besteige und Berlin wieder den Rücken kehre. Ich hab mein neues Zuhause gefunden!

Mittwoch, 25. April 2018

Besuchsreise

Es ist wieder soweit - heute Mittag sitze ich im Flugzeug nach Berlin. Diesmal bin ich wieder allein unterwegs, sodass der Schwerpunkt nicht Shoppen, sondern Treffen mit Freunden und Bekannten sein wird. ;)

Wie eigentlich schon immer in meinem Leben stehen Frauen dabei im Vordergrund, denn nicht nur bei der Musik bevorzuge ich weibliche Stimmen, auch im realen Leben hatte bisher fast ausschliesslich Frauen in meiner Kontaktliste. Der einzige Mann, mit dem ich mich regelmässig traf, ist ja leider im letzten Jahr verstorben.

Woran diese Einseitigkeit liegt? Ich weiss es nicht und habe es ja auch nie drauf angelegt. Es hat sich einfach immer so ergeben. Und so bin ich heute Abend mit einer langjährigen Freundin aus meiner Jugendzeit verabredet, morgen Vormittag besuche ich eine ehemalige Kollegin im Büro, die mich auf einen Kaffee einladen möchte, und am Nachmittag treffe ich dann E. Der Freitag ist einzig meinem Papa vorbehalten, bevor ich Samstag in der Frühe wieder heim fliege zu Rosalie. Dann können wir gemeinsam das ganze Wochenende verbringen.

Es ist schon praktisch, wenn man noch bis zum Mittag arbeiten kann, dann schnell 20 Minuten zum Flughafen fährt und weitere 40 Minuten später im Flieger sitzt. Fast wie in alten Zeiten in Berlin, wo ich das ganz ähnlich gemacht habe. Nur ist es hier in Bern viel familiärer und gemütlicher.

Also dann - schnell noch ein wenig arbeiten und dann nix wie weg hier aus dem Büro!


Montag, 16. April 2018

Der Bremsklotz

Der Berliner ist ja durchaus bekannt für seinen liebevollen Volksmund. Ein Wort daraus ist der so genannte Bremsklotz. Damit meint er seine Boulette (auch Frikadelle, Gehacktesklösschen, Hacktätschli ...). Ganz speziell stand dieser Begriff auch für die im Osten verkauften Industrie-Teile, die aussahen wie Pyramiden und kaum geniessbar waren.

Schon seit frühester Jugend habe ich mich mit der Eigenproduktion der Boulette beschäftigt. In der Einfachheit lag das Geheimnis, und seit damals sind "meine Bouletten" auf jeder Party der Renner.

Gestern habe ich mich mal aufgerafft, und die Bremsklötzer zum Abendessen daheim zubereitet. Während des Bratens meinte ich noch zu Rosalie, dass die Teile durchaus ja auch kalt gut schmecken würden, denn ich ging nicht davon aus, dass 600 Gramm Hackfleisch einen Abnehmer finden würden.

Falsch gedacht - es hätte noch mehr sein können. Die Dinger sind einfach super lecker. Ruckzuck waren sie verspeist, am Schluss gab es fast Verletzte beim Kampf um die restlichen Bouletten. ;) Kartoffeln und Bohnen waren als Sättigungsbeilage eher Nebensache ...

Okay, wir werden also die Bouletten in den regelmässigen Speisenplan aufnehmen. Man freut sich schliesslich, wenn es der Familie schmeckt!


Samstag, 31. März 2018

Papa freut sich

Nachdem ich meinem Vater per WA mitteilte, dass ich Ende April wieder nach Berlin komme, rief er mich am selben Abend noch an und fragte als Erstes, ob es denn wieder traurige Neuigkeiten gäbe. Er freute sich dann sehr zu hören, dass meine Reise diesmal aus freien Stücken erfolgen wird, vor allem, um ihn zu besuchen, und die Flüge nicht aus der Not heraus organisiert wurden.

Der Termin ergab sich durch die zu diesem Zeitpunkt recht günstigen Flugpreise. Leider wird Rosalie diesmal nicht dabei sein können. Ihre Urlaubstage sind schon stark beansprucht, einerseits durch die Ferienzeit der Kinder, andererseits durch unseren geplanten USA-Urlaub im Oktober.

So werde ich also mal wieder allein meine Heimatstadt bereisen und die Zeit nutzen, um alte Bekannte und Freunde zu sehen. Einer wird nicht mehr dabei sein, ihn habe ich im Dezember zu Grabe tragen müssen. Trotzdem gibt es einige Menschen, die ich gern mal wiedersehen möchte, und die 2,5 Tage werden ganz schnell vergehen. Was noch fehlt, ist eine Unterkunft. Papa scheidet aus, seine Wohnung ist zu klein und das Sofa ausserdem extrem ungemütlich. Und überhaupt bin ich kein grosser Freund davon, Anderen Umstände zu bereiten. Allerdings kostet jedes noch so günstige Hotel relativ viel Geld (sofern man nicht in einem Schlafsaal übernachten möchte). Da ist das letzte Wort also noch nicht gesprochen, doch es wird ganz sicher eine Lösung geben. Das wäre doch gelacht!

Bis dahin wird hoffentlich auch das Wetter mal besser. Frühling bei Nebel und 5 Grad macht irgendwie keinen Spass! Trotzdem:

Frohe Ostern!

Mittwoch, 21. März 2018

Vorsichtiger Optimismus

Nach der Horrormeldung über die schwere Erkrankung des Scheidungsanwalts von Rosalie deutet sich nun an, dass es womöglich nicht ganz so dramatisch ist, wie es zunächst von der Kanzlei beschrieben wurde. Mit etwas Glück kann der Anwalt Ende Mai seine Arbeit wohl wieder aufnehmen, liess er Rosalie per Mail wissen.

Damit müsste sich die Vertretung nur temporär mit dem laufenden Geschäft befassen, was nicht viel mehr bedeuten würde, als das Gericht und die Gegenseite hinzuhalten und mögliche Anfragen abzuwimmeln oder um Fristerstreckung zu bitten. Das sollte ja eigentlich möglich sein und keinen all zu hohen (Mehr-)Aufwand bedeuten.

Verdient hätte ihr Ex jeden Tiefschlag, der möglich erscheint. Neben der Tatsache, dass er immer wieder keine Alimente zahlt, hat er sich gerade diese Woche schon wieder eine Frechheit geleistet, die völlig stillos ist und jeden Anstand vermissen lässt. Es geht um die Beerdigung seines Vaters, also Rosalies Schwiegervater. Zwar hat er immerhin eine Todesanzeige mit Termin für die Trauerfeier verschickt, aber für das anschliessende Beisammensein mit Speis und Trank hat er lediglich Rosalies Mutter eingeladen, Rosalie selbst und ihre Schwester jedoch nicht. Er stellt also einmal mehr seine persönlichen Interessen über die anderer Menschen, in diesem Fall sogar seines gerade verstorbenen Vaters, zu dem auch Rosalie eine langjährige und gute Beziehung hatte. Das ist einfach ekelhaft.

Es bleibt die Hoffnung, dass die Gerechtigkeit irgendwann siegen wird. Aber die Wege der Justiz sind unergründlich, schliesslich ist sie ja blind ...

Mittwoch, 21. Februar 2018

Mucki-Bude

Wer schon mal zur Reha war, kennt den Begriff vermutlich. Eigentlich heisst es richtig Medizinische Trainings-Therapie, aber es ist im Grunde ein kleines Fitness-Center, in dem der Patient möglichst mehrmals wöchentlich sein persönliches Übungsprogramm absolviert.

Mein Vater läuft seit Jahren sehr schlecht, weil der gesamte Bewegungsapparat schmerzt, wodurch er sehr wenig läuft, was wiederum zur Folge hat, dass seine Muskulatur immer mehr verkümmert. Nun hat man ihm nahe gelegt, eine Reha zu beantragen, und das hat auch geklappt. Seit drei Wochen ist er nun stationär untergebracht. Als er mir am ersten Tag seinen Behandlungsplan sendete, musste ich schmunzeln über die MTT-Einträge, und konnte mir kaum vorstellen, wie er sich dort behaupten würde.

Vor ein paar Tagen nun hat er mir ein Foto geschickt, auf dem er schmunzeln auf dem Ergometer sitzt und strampelt. Das hat mich sehr gefreut! Er meinte, dass es zu Beginn sehr anstrengend war, aber inzwischen würde er seine zehn Minuten bei 40 Watt ganz locker nehmen.

Es ist natürlich klar, ich hoffe, auch ihm, dass man mit den paar Wochen Rehabilitation aus ihm keinen jungen Hüpfer mehr machen kann. Aber es wäre wirklich toll, wenn er diesen Schwung und vor allem die wieder gewonnene verbesserte Beweglichkeit mit in den Alltag überführen könnte. Das würde ihm gut tun und meine Stiefmutter ein wenig entlasten, die ihm derzeit bei fast jedem Schritt helfen muss.

Das Schwierige ist, wie überall, der innere Schweinehund. Erst mal zu Hause angekommen, gerät man in Gefahr, die täglichen Übungen sehr schnell zu minimieren ... Aber gerade in seinem Fall wäre es soo wichtig, damit weiter zu machen, damit er sich das Stück mehr Lebensqualität für eine möglichst lange Zeit erhalten kann. Ich werde ihn daran erinnern!

Donnerstag, 11. Januar 2018

Fly home

Heute geht es wieder nach Berlin! Am Mittag werde ich das Büro verlassen, noch schnell einen Boxenstopp beim Friseur einlegen und danach mit Rosalie den Flieger besteigen. Ich freue mich auf den Ausflug, auch wenn ich mir etwas günstigere Rahmenbedingungen gewünscht hätte.

Wie ich in einem aktuellen Artikel las, soll man Lower Back Pain nicht überbewerten und möglichst weiterhin am normalen Leben teilhaben. Ja, das ist leicht gesagt. Wenn man Mühe hat, ein Bein vors andere zu setzen und beim Aufstehen am liebsten schreien möchte, ist einem der Alltag dabei ziemlich wurscht.

Aber vielleicht hilft ja die Berliner Luft dabei, mich zu regenerieren. :) Wir haben diesmal kein stressiges Programm, lediglich einen einzigen fixen Termin bei meinem Papa, und können also den Rest der kurzen Zeit ganz nach Belieben gestalten. Für Henry sorgt Rosalies Mama, die damit auch gleichzeitig als Housesitter fungiert, und somit sollte ein paar ruhigen Tagen in der Hauptstadt eigentlich nichts im Wege stehen.

Berlin, wir kommen!

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Oh, Du Fröhliche

Der Anfang war vielversprechend: Ein Kater, der sein Frühstück auf dem Teppich im Flur erbricht und ein Marder, der sich auf dem Dachboden bemerkbar macht und dort den Zwischenboden und wer weiss was noch alles zerbeisst ...

Abgesehen davon waren es drei angenehme freie Tage. Wir waren ja zum grossen Teil nur zu zweit und haben es uns vor dem TV gemütlich gemacht, etwas, wofür wir schon sehr lange keine Zeit mehr hatten. Zwischendurch haben wir sieben Stunden bei Rosalies Mutter verbracht. Dort waren wir zwar eigentlich eingeladen, doch als wir eintrafen, waren die Vorbereitungen fürs Essen noch "in einem frühen Stadium", und hätten wir nicht selbst Hand angelegt (ich hab mich aus der Note heraus in die Küche gestellt und den Kartoffelsalat gemacht, mein Schatz die grünen Salate), wären wir wohl erst kurz vor Mitternacht fertig gewesen. Leider haben die Stunden dort wieder ein paar "Spuren" bei meinem Rücken hinterlassen haben.

Zum Glück hatte ich noch den gestrigen Tag zum Erholen, aber hätte ich es mir aussuchen können, wäre ich zu Hause geblieben. Doch da ich der Einzige vom Team bin, der arbeiten muss, blieb mir kaum eine andere Wahl. Nun muss ich die drei Tage irgendwie durchhalten.

Überhaupt scheint es an solchen Tagen, als wäre die Stadt ausgestorben und es würde niemand arbeiten: die Strassen leer, auf den Gängen im Haus trifft man fast niemanden und fragt sich, ob man hier falsch ist. Die lieben Kollegen haben den Piepser, mit dem man gerufen werden kann, irgendwo verlegt oder mit nach Hause genommen, sodass ich jetzt erst mal alle Telefone umprogrammieren muss, damit die Anrufe nicht ins Leere laufen. Ganz toll. Ein Kollege hat sich meinen Kopfhörer "geliehen", den musste ich mir jetzt von seinem Schreibtisch zurückholen und erst mal desinfizieren. Herrlich, so ein Team.

Das Motto diese Woche: Drei Tage durchhalten, nur drei Tage, dann habe ich auch eine Woche frei. Das wird schon irgendwie gehen ...

Freitag, 22. Dezember 2017

Schmerz lass nach!

Ich bin heute guter Dinge. Wenn es einen Vorteil durch die Arbeit im Spital gibt, dann wohl den, dass man als Mitarbeiter eine 1A-Versorgung bekommt. Immerhin konnte ich mit dem leitenden Arzt sprechen und ihm meine Rückenprobleme kurz in der Mittagspause erklären. Fürs Erste hat er mir ein Rezept gegeben für ein Medi gegen die Schmerzen. Ein so genannter selektiver COX2-Hemmer, der vor allem weniger Magenprobleme bereiten soll.

Das will ich auch mal stark hoffen, schließlich kosteten die 28 Tabletten 53 Franken ... Aber der Doktor hat mir auch angeboten, jederzeit - dann offiziell - vorbei zu kommen, um der Ursache der Schmerzen, die in Deutschland nie wirklich gesucht wurde, auf den Grund zu gehen. Das lässt darauf hoffen, dass ich vielleicht wirklich mal irgendwann komplett und über längere Zeit schmerzfrei sein werde.

Nachdem ich den gestrigen Tag liegend verbracht habe, bin ich heute schon wieder ganz vorsichtig auf den Beinen. Die Weihnachts-Shopping-Tour muss Rosalie zwar allein machen, aber in den Supermarkt traue ich mich zumindest schon wieder. Und ein schmerzfreier Schlaf ist schon die halbe Miete.

Das sind doch ganz gute Aussichten fürs neue Jahr.

Ab heute Abend wird es dann ganz gemütlich. Bis Montagmittag sind wir allein zu zweit und werden es uns mit Feuer, Wein und kleinen Leckereien gemütlich machen. Montag dann in Familie, Dienstag ausruhen und Mittwoch (leider) wieder arbeiten. Aber der ist ja noch  sooo weiiit weg ...

Nun, dann also schöne Feiertage allerseits, habt es gut mit Euren Lieben!

Montag, 18. Dezember 2017

Katzenhund

Endlich - ein ruhiges Wochenende mit Wein trinken, auf dem Sofa ausstrecken und Film gucken liegt hinter uns! Ich weiss gar nicht, wann wir das zum letzten Mal ohne schlechtem Gewissen, weil noch so viel zu erledigen wäre, gemacht haben. Nun gut, Rosalie war an beiden Tagen mit den Kindern noch auf Shopping-Tour für Wintersachen, aber auch das war sonst kaum möglich.Nun können wir Weihnachten hoffentlich ohne Zwischenfälle geniessen. Allenfalls eine Anwaltsrechnung könnte die Stimmung vielleicht noch trüben ...

Ich hab die "Befürchtung", die Ärztin hat bei der Kater-OP irgendwelche "Drähte" falsch zusammen gebunden. Seit ein paar Tagen hat unser Tier grossen Spass am Apportieren! Wirft man ihm etwas durch den langen Flur, rennt er hinterher, nimmt es ins Maul, kommt im Schweinsgalopp zurück und legt es einem vor die Füsse. Das geht solange, bis er kaum noch Luft bekommt. Ist das normal? ;) Ausserdem frisst er gern gekochte Kartoffeln oder leckt vegetarische Pastasauce vom Teller. Also ich weiss nicht ...

Ansonsten ist aber alles in Ordnung bei uns. :) Und seit der Nacht schneit es draussen wie verrückt - Weihnachten kann kommen!

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Gute Besserung

Gestern erhielt ich per WA vier sehr hoffnungsvolle Fotos. Auf den Bildern strahlte mein Papa übers ganze Gesicht, während er vor seinem Auto bzw. im Supermarkt stand. Nach mehr als sechs Wochen, die seit seinem letzten Sturz vergangen sind, war er endlich mal wieder auf eigenen Beinen vor der Tür, konnte frische Luft atmen, andere Menschen sehen und auf andere Gedanken kommen.

Diese Erleichterung sah man ihm förmlich an und er brachte sie auch danach am Telefon zum Ausdruck. Es muss extrem frustrierend sein, wenn man sich über so lange Zeit nur mit Rollator und viel Mühe in seiner winzigen 55 m2-Wohnung aufhalten kann.

Das grösste Hindernis auf dem Weg nach draussen war und ist die Treppe. Seine Frau redet schon seit rund zehn Jahren auf ihn ein, dass es an der Zeit wäre für einen Umzug, aber ich glaube, mein Papa lässt sich nach fast 50 Jahren in dieser Wohnung höchstens heraus tragen. Umziehen wird er freiwillig wohl nicht mehr.

Ich hoffe sehr, dass dieser Ausflug nicht nur ein kurzes Aufbäumen war. Der nächste Sturz ist vermutlich nur eine Frage der Zeit. Und obwohl er bisher grosses Glück hatte, bleibt meine Sorge, dass es doch mal schlimmer ausgehen könnte.

Immerhin brauche ich dann nächste Woche, wenn ich dort bin, keinen Grosseinkauf zu machen und wir haben etwas mehr Zeit zum Quatschen. Ich bin froh, dass die Frequenz meiner Besuche derzeit recht hoch ist (auch wenn der Anlass diesmal traurig ist), denn man kann halt nie wissen, wie lange das noch möglich ist. Solange er noch einigermassen mobil ist, wünsche ich ihm noch viele schöne Jahre, doch sollte er irgendwann einmal gar nicht mehr laufen und sein geliebtes Auto nicht mehr für einen Ausflug nutzen können, dann wird sein Lebenswille vermutlich versiegen und dann wird es für ihn eine Qual. Davor graut es mir.