Dienstag, 17. Juli 2018

The Affair

Kennt jemand den kleinen Ort Montauk? Er liegt an der Ostspitze von Long Island in New York. Dort spielt die Serie "The Affair", mittlerweile in der vierten Staffel.

Ich bin eigentlich vor rund einem halben Jahr nur zufällig darauf gestossen, weil ich ein Fan von Maura Tierney bin, die in den 90er Jahren bei "Emergency Room" mitspielte, der einzigen Krankenhaus-Serie, die ich jemals gesehen habe. Die Ankündigung klang interessant, und so hatten Rosalie und ich begonnen, die Staffeln eins bis drei zu schauen.

Es geht, wie der Name schon sagt, um ein Thema, das sich so oder ähnlich millionenfach auf der Welt wiederholt: Familienvater trifft nach rund 17 Jahren Ehe auf eine ebenfalls verheiratete Frau, kurz darauf zerbrechen beide Ehen und alle vier Erwachsenen und die Kinder wollen oder müssen ein neues Leben beginnen.

Natürlich wird das Ganze dramaturgisch überhöht und angereichert, um die Menschen am TV zu halten, aber im Grunde kennt wohl fast jeder die eine oder andere Situation, die in dieser Serie zu sehen ist. Vielleicht auch deshalb hat sie uns in den bisher rund 33 Stunden Spielzeit gefesselt. Nicht unbedingt immer ganz leichte Kost und nichts zum Lachen und Entspannen. Aber wenn man selbst gescheiterte Ehen hinter sich hat, kann man sich gut in die Protagonisten hinein versetzen und so ganz nebenbei auch die eigene Geschichte noch einmal ein wenig aufarbeiten.

Das in der Serie gezeigte Restaurant "Lobster Roll" gibt es tatsächlich, und als Fans der Serie wollen wir gern mal dorthin und am Originalschauplatz etwas essen. Leider ist Montauk nur nach langer Autofahrt zu erreichen und passt damit nicht in die Planung unseres Florida-Trips im Oktober. Aber ganz bestimmt schaffen wir es ein anderes Mal, um dort zu sitzen, wo zuvor schon Maura Tierney gesessen hat. :-)

Montag, 16. Juli 2018

Die lieben Kollegen (33) - Chef spielen

Weg ist er, der Chef, für zwei Wochen im Urlaub. Und sein Pseudo-Stellvertreter und Busenfreund genauso. Darum werde nun ich als Ansprechpartner für die IT herhalten müssen.

Das Telefon ist auf mich umgestellt, ein paar Aufgaben an mich delegiert, das geht alles, wenn es um den eigenen Urlaub geht. Aber ansonsten bloss keine Kompetenzen abgeben. Ich verstehe dieses Gehabe immer noch nicht, aber ich habe aufgegeben, darüber nachzudenken.

Stattdessen werde ich sehen, dass der Laden hier läuft und es keine Klagen gibt. Entscheidungskompetenz habe ich ohnehin nicht, wenn es etwas zu entscheiden gibt, muss das liegen bleiben. Ich werde mich bei meinem Gehalt sicherlich nicht aus dem Fenster lehnen.

Der Kollege in meinem Team hat die letzte Woche mal wieder frei gemacht wegen Krankheit gefehlt, wobei niemand weiss, was er hatte, und der Chef am Freitag noch meinte: "Hoffentlich hat er einen Krankenschein, sonst gibt es den nächsten Ärger!" Wundervoll, wenn man solche Kollegen in einem so kleinen Team mit durchfüttern muss. Ob er heute kommt, ist ungewiss, er meldet sich ansonsten irgendwann per Mail. Erstaunlich, dass er das letzte Woche jeden Tag gegen 7:30 Uhr geschafft hat, wo es ihm doch so schlecht ging.

Schauen wir also mal, was die nächsten Wochen bringen. Es sind ja Ferien, daher erwarte ich keinen grossen Stress. Ausserdem bin ich mit meinen Projektaufgaben eigentlich genug ausgelastet und kann auf neue Katastrophen gut und gern verzichten. Es sei denn, Murphy's Law schlägt unbarmherzig zu ...

Freitag, 13. Juli 2018

Nichts Neues an der "Front"

Nachdem der Ex Anfang Juli mal wieder einen Jammerbrief verfasst hatte, sahen wir ihn Tage später in der VIP-Lounge des Open Air gemeinsam mit seiner Freundin, Kostenpunkt: 400 Franken. Man gönnt sich ja sonst nichts, wo man doch behauptet, kein Geld für die Alimente zu haben und im Supermarkt angeblich nur noch No-Name-Produkte kaufen zu können. Einmal mehr tischt er Rosalie Schuldner-Lügenmärchen auf.

Dem Amt hat er nun mitgeteilt, dass er "plane", die betriebenen Unterhaltszahlungen am 25. Juli zu überweisen. Was auch immer das genau bedeuten soll. Von den noch nicht betriebenen Alimenten bisher kein Wort. Lediglich die Zahlung für Juli kam pünktlich, und dann steht ja auch die Überweisung für August schon bald aus. Es wird also eng, wobei er ja im ersten halben Jahr genügend Geld gespart hat. Sofern er das nicht für seinen luxuriösen Lebenswandel verprasst hat, sollte ja der eine oder andere Franken vielleicht noch übrig sein.

Im Raum steht auch noch seine Forderung an Rosalie, sich an seinen Betriebskosten zu beteiligen! Das lehnt sie logischerweise komplett ab. Ob er versuchen wird, sie deswegen ebenfalls zu betreiben und sich damit zu rächen? Bei seinen "Realitätswahrnehmungsstörungen", wie es Rosalies Anwalt sarkastisch beschreibt, wäre das nicht auszuschliessen. Bei aller Einfältigkeit dieses Versuchs sollte er das vielleicht tatsächlich tun, denn wenn er damit erneut auf die Nase fällt, brächte ihn das womöglich doch mal zur Besinnung. Der eine oder andere Schlag auf den Hinterkopf soll ja bekanntlich hilfreich sein ...

Schönes Wochenende!

Donnerstag, 12. Juli 2018

Vorsicht, Kitsch!

Ich hab früher immer mit einem süffisanten Lächeln reagiert, wenn mich Menschen im realen Leben oder auch im Netz mit ihren Tierbildern konfrontiert haben. Ja - sehr hübsch, niedlich, süss ...

Aber wenn man dann selbst ein Tier hat, verschiebt sich die Perspektive, denn man baut natürlich zu seinem Kater eine persönliche Beziehung auf, verknüpft mit Erinnerungen und auch Gefühlen. Das gilt ganz besonders für die ersten Monate, in denen die jungen Tiere noch besonders anschmiegsam und kuschelbedürftig sind.

Bei unserem Stubentiger ist diese Zeit leider vorbei und er kommt nur noch selten angelaufen, um sich knuddeln zu lassen. Neulich war es allerdings mal wieder soweit, und diese beiden Bilder sind doch wirklich allerliebst, oder? :-)


Mittwoch, 11. Juli 2018

Schöne Sprache

Ich hab hier vor einiger Zeit schon einmal von der Schweizer Sprache geschwärmt. Sie wirkt ein wenig eingestaubt, aber irgendwie erinnert sie auch sehr angenehm und freundlich an alte Zeiten. Ich hab dazu einen Artikel der Polizei gefunden, den ich aus rechtlichen Gründen nur verlinken und nicht zitieren kann.

Aber sind solche Begriffe wie "Anhaltemannschaft", "Geschwindigkeitswiderhandlungen" oder "zuhanden der Administrativbehörde" nicht einfach herrlich? Natürlich darf auch die "Busse" nicht fehlen, über die ich selbst noch immer beim Lesen stolpere und die in Deutschland als Fehler angestrichen würde.

Hier gelangt man zu dem Artikel.

Ach ja - heute wird die "magische" Besucherzahl von 100000 auf diesem Blog überschritten. Leider kann ich mich aus "technischen Gründen" nicht persönlich bei dem oder der Lesenden bedanken, aber stattdessen sage ich einfach Dankeschön an alle, die immer mal vorbei kommen und vielleicht auch noch einen Kommentar hinterlassen. :-)


Dienstag, 10. Juli 2018

Fische sind Freunde, kein Futter!

Man sagt ja, dass Katzen meist bestimmte Vorlieben für ihre Beutetiere entwickeln. Wenn das so ist, dann hat Henry vor allem Interesse an Mäusen, wie er uns schon mehrfach mit toten und lebenden Exemplaren bewiesen hat. Fische dagegen gehören offenbar überhaupt nicht zu seinem Beuteschema. Das kann man auf diesem Bild recht gut erkennen. Während er am Teich trinkt, schwimmen die kleinen und grossen Fische (inkl. Koi) völlig sorglos um seinen Kopf herum und Henry würdigt sie keines Blickes.

Andere Katzen haben da scheinbar mehr Interesse, denn neulich fand ich einen Fischkopf neben dem Teich, und die Anzahl der Goldfische ist auch seltsam stabil, obwohl sie eigentlich wie in den letzten Jahren im Sommer ansteigen müsste ... Uns ist das recht, da der Schwarm sonst irgendwann zu gross für den Teich würde. So haben alle was davon. ;-)

Montag, 9. Juli 2018

Schmerzhaftes Open Air

Ich war seit langem nicht mehr in einem Konzert, erst recht nicht auf einem Open Air Festival. Letzten Samstag war es mal wieder soweit. Eigentlich bin ich mehr Rosalie zuliebe mitgekommen, denn die Acts allein hätten mich nicht aus dem Haus gelockt.

Was mich gleich am Eingang erstaunt hat: Der Veranstalter selbst gab für die Zuschauer Ohrenstöpsel aus. Naiv, wie ich war, glaubte ich, dass dies wohl für besonders sensible Menschen gedacht wäre. Aber dem war nicht so.

Der Lärm aus den 30 m hohen Boxentürmen war ohrenbetäubend. Man spürte die Druckwelle nicht nur körperlich unangenehm, auch für die Ohren war es eine Zumutung. Ich wusste gar nicht, dass die Hörgeräteakustiker so eine starke Lobby zu haben scheinen ...

Ganz im Ernst - ich mag mir nicht vorstellen, was das mit den Hörnerven der vorwiegend jungen Menschen macht, wenn die so einem Krach viele Male im Jahr ausgesetzt sind. Ich habe es ohne Stöpsel keine Minute ausgehalten, aber ich sah kaum jemanden, der die Dinger genutzt hat. Das kann doch nicht gesund sein?! Und warum dreht man die Beschallung nicht einfach 10dB runter, anstatt dafür Ohropax auszugeben? Macht das irgendwie Sinn?

Immerhin war das Wetter gut, der Wein, das Essen an den zahlreichen Ständen, und der Blick über den See mit Sonnenuntergang war auch nicht zu verachten. Auch die Stimmung war bestens und wir haben uns gut amüsiert. Dank der Hilfsmittel hat mein Hörorgan hoffentlich auch nicht all zu viel gelitten. Und ich habe gelernt: Nie wieder ohne Stöpsel zu einem Musik-Event dieser Art!

Donnerstag, 5. Juli 2018

Etappensieg

Neben dem zermürbenden Scheidungsverfahren (der Ex hat die fälligen Alimente noch immer nicht gezahlt, weil er angeblich kein Geld hat ...) läuft bei uns seit Jahren noch ein Rechtsstreit wegen mehrerer Bauprojekte auf dem Gelände gegenüber, deren Umsetzung den Charakter des alten Dorfes komplett ruinieren würden. Nachdem die Einsprachen allesamt abgeschmettert wurden und der Oberamtmann mit einem Handstreich die Baubewilligungen ausstellte, mussten wir das Verfahren ans Gericht weiterziehen, weil wir der Meinung waren, dass hier eindeutig falsch entschieden wurde.

Wir haben eine Menge Geld investieren müssen, ohne zu wissen, wie es ausgehen würde. Gestern nun haben wir einen Anruf erhalten mit der freudigen Botschaft, dass das Gericht die Baubewilligungen aufgehoben hat. Noch haben wir es zwar nicht schriftlich und kennen die Details daher auch nicht, aber eines ist schon jetzt klar: Der Oberamtmann ist eine Pfeife und sollte verklagt werden. Die Bewilligungen hätten nämlich gar nicht erteilt werden dürfen, da der zugrunde liegende Bebauungsplan noch nicht genehmigt wurde.

Somit basiert die ursprüngliche Bewilligung auf einer krassen Fehlentscheidung unter Missachtung der gültigen Rechtslage, die uns dazu zwang, Geld "aus dem Fenster zu werfen", nur um diesem Mann da ganz oben per Gerichtsbeschluss zu beweisen, dass er im Unrecht ist. Wie kann so etwas in einem Rechtsstaat möglich sein?? Wir werden zwar eine Entschädigung erhalten, die deckt aber bei weitem nicht die entstandenen Kosten.

Immerhin, das Feld auf der Nordseite unseres Hauses wird vorläufig  nicht bebaut werden. Wir haben Zeit gewonnen und können nun abwarten, was mit dem neuen, derzeit hängigen Bebauungsplan passiert. Und wenn wir Glück haben, verleidet es den Spekulanten jetzt das Bauen, sodass die Pläne ganz vom Tisch sind.

Wir sind erleichtert, denn mit einem anderen Urteil wären nicht nur hässliche Klötzer vor unserer Nase gebaut worden, sondern wir hätten auch noch die Gegenpartei finanziell entschädigen müssen. Das bleibt uns nun erspart.

Mittwoch, 4. Juli 2018

Von Waldspitzmäusen und Taubenschwänzchen

Etwas Gutes hat es ja durchaus, wenn unser Kater seine Beute mit ins Haus bringt: Man lernt etwas über die einheimische Fauna. So lag neulich eine junge Ringelnatter im Wohnzimmer (tot). Am "liebsten" bringt er allerdings Spitzmäuse mit.

Im Netz gibt es ein Uni-Portal, auf dem man seine Fauna-Funde melden kann. Die werden dann bestimmt und in eine Karte eingetragen. So haben wir erfahren, dass es sich bei unseren Mäusen um Waldspitzmäuse und Waldmäuse handelt. Eine läuft vermutlich noch durchs Haus, wir konnten sie nicht einfangen, nachdem Henry sie mit rein gebracht hat ...

Ausserdem wimmelt es im Garten am Lavendel von Insekten, ein tolles Bild. Und habt Ihr schon mal einen Falter gesehen, der wie ein Kolibri fliegt? Das ist ein Taubenschwänzchen, hier leider nur etwas unscharf zu sehen. Und der "Käfer" ist eine Grille ...






Da wir ein paar Frösche am Teich haben, gab es im Frühling auch Kauquappen. Damit die nicht alle von den Fischen gefressen werden, haben wir sie in ein Wasserfass umquartiert. Nun sind tatsächlich ein paar "fertige" Frösche heraus geklettert.




Dienstag, 3. Juli 2018

Wie ein kleines, trotziges Kind

Ihr erinnert Euch - der Ex von Rosalie wollte seit Monaten keine Alimente mehr zahlen. Mein Schatz musste ihn daher betreiben (in Deutschland sagt man Zwangsvollstreckung). Er begründete vor Gericht sein Nichtzahlen mit einem 20seitigen Pamphlet, was vom Richter sang- und klanglos abgeschmettert wurde.

Nach dem Entscheid hätte er Gelegenheit gehabt für eine Berufung, verzichtete aber umgehend darauf. Und warum? Weil er nun seinerseits - wie ein bockiges kleines Kind, dass sich ärgert, nicht zu seinem Recht gekommen zu sein - vermutlich eine Betreibung einleiten wird, und zwar u. a. für die Betriebskosten des Hauses, also Strom, Wasser, Kehricht usw. Er ist der Meinung, da Rosalie noch im Grundbuch stehe, müsse sie sich an seinen Kosten (und denen seiner Freundin, die ja auch dort wohnt) beteiligen. Das ist so absurd wie dämlich, dass man nur den Kopf schütteln kann. Aber er ist der Meinung, das stehe ihm zu. Oder er ist so verzweifelt und in seiner Ehre gekränkt, dass er keine Möglichkeit auslässt, um sich zu rächen.

Sogar eine elektrische Zahnbürste für die Kinder möchte er als "ausserordentliche Kinderbetreuungskosten" abziehen. Warum nicht auch noch einen Haartrockner oder Handtücher, Tassen und Teller, die natürlich allesamt nur die Kinder benutzen? Und was wird der Richter dazu sagen - ihn wegsperren wegen Gefahr für die Allgemeinheit?

Man könnte lachen, wenn es nicht so traurig wäre und nur sinnlos Geld verbraten würde ...

Montag, 2. Juli 2018

Wenn einer eine Reise ...

.... bucht ... Das Gute, wenn man seine Reise individuell online bucht: Man kann alles selbst erledigen. Das Schlechte, wenn man seine Reise individuell online bucht: Mann muss alles selbst erledigen.

Wir haben Hotels und Flüge für den Urlaub im Oktober in Florida bereits im Februar gebucht - was man hat, hat man. Das hat auch alles super geklappt, alle Flüge wurden bestätigt und die Hotels haben uns ihre Reservierungen geschickt.

Bereits Ende April und erneut Samstagmorgen erhielt ich ein Mail von der Airline. Beim letzten Mal änderte sich eine Ablfugzeit um zehn Minuten, also nichts Schlimmes. Diesmal stand im Mail, es gebe wichtige Infos, ich möge doch bitte Kontakt aufnehmen. Im Mail war ein Link für weitere Informationen enthalten. Über diesen Link landete ich auf der Website der Airline, wo in Rot die Änderungen markiert waren: Bei zwei Flügen wurde der Abflug jeweils um fünf Minuten vorverlegt. Das war alles. Man solle dem zustimmen, dann würde die Buchung angepasst.

Das habe ich gemacht und eigentlich war die Sache damit erledigt. Stutzig wurde ich, als auf der Flugübersicht statt vier nur noch drei Flüge zu sehen waren. Der Anschlussflug war verschwunden. Das war mir nicht geheuer, also rief ich gleich am Samstag an.

Der Mann am Telefon rief meine Buchung auf und meinte, ja das stimme, denn die Flugzeit des Fluges wäre um fünf Stunden nach hinten verschoben worden, und damit käme der Flug ja nicht mehr in Frage. Ach was - und niemand sagt mir das? Wäre ja lustig geworden, wenn ich am Flughafen stehe und man mir sagt, dass der Flug erst in fünf Stunden geht. Der gute Mann meinte dann, er könne mir anbieten, von Orlando zunächst nach NY zu fliegen, und von dort weiter (also zurück) nach Washington. Ich wäre dann 21:10 Uhr dort. Oder ich solle doch von einem anderen Flughafen abfliegen!  Klar, kein Problem, von Key West aus gibt es auch wahnsinnig viele Flughäfen in der Nähe.

Und eine andere Option gäbe es nicht? Nein, meinte der Mann am Telefon, er würde nichts sehen. Das wollte ich selbst prüfen, zumal es mir egal war, wo ich umsteige, aber ich wollte nicht in der Nacht in Washington landen. Also machte ich mich fix auf der Website selber schlau und fand tatsächlich eine andere Verbindung über Tampa statt Orlando, die zeitlich deutlich besser passte und fast mit der eigentlichen Buchung übereinstimmte. Ob er uns denn nicht dafür umbuchen könne? Doch, doch, das sei gar kein Problem ...

Nach weiteren fünf Minuten war das Umbuchen erledigt. Nun haben wir wieder einen vollständigen Flugplan für unsere Reise. Wie gut, dass mir die Flugübersicht suspekt vorkam. Und gut, wenn man immer mal nachfragt, anstatt sich darauf zu verlassen, dass schon alles gut kommt.

Freitag, 29. Juni 2018

Wegwerfgesellschaft

Oft bestritten, immer wieder ein Thema: geplante Obsoleszenz. In unserem Haus gibt es gerade diverse Geräte, die Anzeichen dafür haben, bald das Zeitliche zu segnen. Das Verrückte dabei ist, dass sie alle etwa gleich alt sind.

So gibt es zwei Tablets, die jetzt rund vier Jahre alt sind und plötzlich fast zeitgleich begonnen haben, täglich abzustürzen und neu zu starten. Unser DAB-Radio spielt zwar noch Musik, aber das Display fällt immer wieder aus. Der Fernseher, selten benutzt, schaltet sich plötzlich selbst im Standby mal aus und wieder an oder startet nicht, wenn man ihn per Fernbedienung einschalten möchte.

Alle Geräte haben selbstverständlich keine Garantie mehr, und alle Geräte sind es längst nicht wert, noch repariert zu werden, weil das vor allem hier in der Schweiz viel teurer wäre, als ein neues Gerät zu kaufen.

Was bleibt also - ab in den Schrott?! Ist das wirklich alles Zufall, oder steckt vielleicht doch mehr dahinter? Mythos oder Realität?

Donnerstag, 28. Juni 2018

Einpacken ohne auszupacken

Nun ist es also passiert, das Unglaubliche, Unvorstellbare - die Mannschaft fliegt heim. Kein Ruck, kein Wille, keine Leidenschaft. Ist das ein Spiegelbild des Landes?

Rosalie hat erst vorgestern eine deutsche und eine schweizerische Flagge in unserem Fundus gefunden und bereit gestellt für den Fall, dass die beiden Mannschaften die Gruppenphase überstehen. Die deutsche Fahne können wir nun gleich wieder einmotten bis zum nächsten Ereignis (sofern sich Deutschland überhaupt qualifiziert). So komme ich hier dem Hohn und Spott für den Gruppenletzten zuvor. ;-)

Dafür hat sich wenigstens die Schweiz durchgesetzt, und deswegen werden wir zumindest das einheimische Fähnchen draussen befestigen und es gibt noch ein Land, mit dem man ein bisschen mitfiebern kann - wenigstens bis zum kommenden Dienstag.

Wird eigentlich die Fanmeile in Berlin noch weiter betrieben oder jetzt abgebaut nach dem Debakel?

Mittwoch, 27. Juni 2018

Hab Dich!

Unser Herr in Schwarz geniesst sein Luxusleben mit freiem Ein- und Ausgang, grossem Garten, Bäumen zum Klettern und einer riesigen Weide zum Jagen und Spielen mit anderen Katzen jeden Tag ausgiebig. Im Schnitt ist er jeden Tag 15 Stunden draussen. Dabei kann man momentan fast die Uhr danach stellen, wenn er gegen 11 Uhr vormittags zum Schlafen nach Hause kommt, den Tag verpennt, dann in der Regel eine Runde mit mir zum Teich macht, wenn ich nach Hause komme, um anschliessend noch bis gegen 20 Uhr weiter zu schlafen, bevor er zur Nachtschicht aufbricht, die nur von kurzen Pausen unterbrochen wird, in denen er zum Fressen herein kommt.

In der Natur bleibt halt die eine oder andere Beute nicht aus, wie ich schon geschildert habe. Vorgestern war es wieder soweit: Kurz, nachdem die App auf dem Handy signalisiert hat, dass Henry das Haus betreten habe, hatte ich das unbestimmte Gefühl, nachsehen zu wollen, ob alles in Ordnung ist. Das war auch nötig, denn der Kater versuchte sich im Maus-Weitwurf im Wohnzimmer. Das Tier war allerdings schon tot, und damit wurde das Spielzeug relativ schnell uninteressant. Die Gefahr dabei ist nur, dass Henry seine Beute im Übermut irgendwo in eine Kiste oder unter einen Schrank wirft, wo wir die Leiche nicht gleich finden.

Es hat schon mal ein paar Tage lang im Erdgeschoss eigenartig gerochen, vermutlich entdecken wir noch irgendwann ein Gerippe beim Putzen. Diesmal konnte ich die arme und mausetote Spitzmaus direkt einsammeln und aus dem Haus tragen. Inzwischen dürfte Henry schon eine ganze Familie ausgerottet haben, aber bei der Anzahl der Löcher im Garten wird wohl nach wie vor Einiges zu holen sein ...

Dienstag, 26. Juni 2018

Die lieben Kollegen (32) - Chef müsste man sein!

Ich hab schon ein paar Mal von den teilweise "ungewohnten" Eigenheiten meines Chefs gesprochen. Gestern hat er mich einmal mehr etwas überrascht ...

Am kommenden Mittwoch findet das letzte und entscheidende Gruppenspiel für "Die Mannschaft" statt. Chef ist ein grosser Fussballfan und gemeinsam mit seinem Kollegen und Busenfreund besuchen sie vor allem auch immer wieder mal Spiele in England.

Nun sprach ich ihn darauf an, dass der Anpfiff des morgigen Spiels der Deutschen ja denkbar ungünstig sei für die berufstätige Bevölkerung. Seine spontane Antwort: "Da hab ich schon einen Terminblocker im Kalender - um halb vier bin ich weg!"

Schön für ihn, und ich? Bin ich vielleicht auch Deutscher und hätte das Spiel gern daheim auf der Couch gesehen? Kein Gedanke daran, und nach Hause kann ich nicht, dann wäre das Büro nämlich unbesetzt (bis auf den Neuen, der aber noch nicht allein bleiben kann).

Zum Glück ist unsere technische Büroausstattung für solche Fälle ziemlich genial - der zweite Monitor auf dem Schreibtisch und ein unbegrenzter Internetzugang machen es möglich, das Spiel auch im Büro zu sehen, ohne den Blick auf die Arbeit zu verlieren. Und wird es so spannend wie befürchtet, werde ich mich "rächen" und das gesamte Spiel im Büro anschauen.

Ist dann halt eine weitere Überstunde (von inzwischen rund 75) aber mir sowas von egal. Verheizen lasse ich mich hier nicht mehr.

Montag, 25. Juni 2018

Erfolgreiches Wochenende

Na bitte, geht doch! Schlussendlich darf ich also doch noch für zwei Mannschaften die Fahnen schwenken und die Daumen drücken. Knapp war es in beiden Fällen, aber nun schauen wir mal, ob es für die K.O.-Runde reicht ...

Daheim ist es auch weiter gegangen. Unser Teich ist nach fünfstündiger Saugaktion wieder so schön wie früher, und es sieht fast so aus, als würden die Fische im Wasser lächeln. Vor allem aber macht der Gartenteich jetzt optisch wieder viel mehr her, und da freut sich nicht nur Tier, sondern auch Mensch.

Und auch die nächste Deadline ist erreicht - bis heute muss die Duplik auf das letzte Jammerwerk des Ex ans Gericht gehen. Rosalie hat noch das ganze Wochenende daran gearbeitet, nun ist es, wie immer in letzter Minute, fertig geworden. Enthalten ist u. a. ein Angebot von ihr an den Ex, um das Verfahren abzukürzen. Allerdings liegen die Forderungen zwischen Ex und ihr um den Faktor zehn auseinander. Es ist also kaum davon auszugehen, dass man sich einigen wird, zumal der Ex offenbar immer noch der Meinung ist, es wäre alles seins und seine Frau hätte keinen Anspruch auf das Geld.

Und, klar, es ist noch nichts zu sehen von den ausstehenden Alimenten. Dies kann auch am Amt liegen, über das die Überweisung abgewickelt werden muss. Ich könnte mir aber auch denken, dass es der Ex damit gar nicht eilig hat.

Mühsam, das alles ...

Donnerstag, 21. Juni 2018

Neues aus dem Irrenhaus

Zunächst vielen Dank für die Genesungswünsche! Ich bin zurück im Büro. Ist ja nur ein Tag, denn morgen habe ich frei, und das wird schon irgendwie gehen. Zumindest die Niesanfälle haben nachgelassen, und der Husten wird auch irgendwann mal weniger werden - hoffe ich.

Erinnert Ihr Euch noch an die Geschichte des Ex mit dem Notebook, dass so unheimlich wichtig war? Er hat noch immer nicht aufgegeben und benimmt sich inzwischen wie ein kleines, trotziges Kind, das seinen Willen nicht bekommt. Einfach zum Fremdschämen ...

Rückblende: Rosalies Tochter hatte noch nie einen eigenen PC. Deshalb schenkte Rosalie ihr im vorletzten Jahr ein Notebook. Ein paar Wochen später kam sie plötzlich mit einem Notebook mit Apfel darauf nach Hause. Das hätte ihr der Papili geschenkt. Rosalie war zu Recht erbost. Ihre Tochter meinte ebenfalls, dass sie nun wirklich kein zweites bräuchte, und stattdessen vielleicht, wenn überhaupt, lieber noch ein Tablet hätte. Aber Rückgabe war kein Thema, das Papili war natürlich von seiner Entscheidung nicht abzubringen und "überzeugte" die Tochter von dem ach so tollen Gerät. Nun hat die Tochter also zwei Notebooks, die beide auf dem Schreibtisch stehen ... Schon damals hätte es, wenn überhaupt, eher Sinn gemacht, dem  älteren Sohn ein Notebook zu schenken.

Nun vertritt das Papili ja plötzlich die Ansicht, dass sein Sohn dringend und sofort für die Schule ein Notebook braucht. Diesmal kein Apfel, sondern unbedingt ein Surface (die vermuteten Hintergründe habe ich ja schon geschildert). Dabei schiesst er sich mit seiner Forderung, das Kind bräuchte das Gerät JETZT, sowieso raus, denn JETZT sind Ferien - und damit kann wohl kaum die Schule der Grund für die überstürzte Anschaffung sein. Das Teil würde jetzt erst einmal zwei Monate im Schrank verstauben, weil der heimische PC viel mehr Power hätte als ein Notebook und ohnehin nur zum Spielen gebraucht wird.

Rosalie sprach gestern nochmals mit ihrem Sohn, nachdem der Papa standhaft behauptet hatte, sein Sohn "wünsche jetzt" ein Notebook. Sie erklärte ihm auch, dass wir derzeit dringend eine neue Spülmaschine brauchen, weil das 19 Jahre alte Gerät leider defekt ist, und da der Papa seit Monaten keine Alimente zahlt, derzeit auch kein Geld für ein Geschenk dieser Grössenordnung vorhanden sei. Der Sohn versicherte, dass er wirklich kein Notebook brauche und mit Papili auch in letzter Zeit gar nicht mehr darüber gesprochen hätte. Sie redete ihm noch ins Gewissen, denn wenn er bei seiner Mama etwas Anderes erzählen würde als beim Papa, wäre das eine Katastrophe. Aber er versicherte, dass er nie gesagt hätte, ein Notebook zu brauchen und wolle das seinem Vater auch nochmals so sagen. Rosalie zeigte ihm auch noch den Screenshot mit der offenbar frei erfundenen Behauptung vom Papa, das Notebook wäre sein unbedingter und sofortiger Wunsch. Ob ihm das zu denken gegeben hat?

Kurze Zeit später kam ein Mail vom Ex, der Sohn würde sich bei Rosalie telefonisch melden. Das war gestern Nachmittag. Seitdem ist Ruhe ... Ich hoffe, der Sohn blieb standhaft und hat sich von Papili diesmal nicht bequatschen lassen.

Nochmal zur Erinnerung: Der Ex ist der Meinung, das Gerät sei schulnotwendig (und ausserdem hätten ALLE Kinder ausser seinem Sohn schon ein Notebook), daher müsse es Rosalie als Unterhaltsempfänger bezahlen, aber er als grosser IT-Guru wolle bei der Auswahl helfen, das Gerät selbst kaufen und ihr dann die Rechnung schicken. Das alles ist schon absurd genug. Aber, wie gesagt, die Tatsache, dass es keine solche Forderung der Schule gibt, macht das ganze zur Farce.

Wenn also ein Notebook wirklich mal gekauft würde, dann von Rosalie als Geschenk, und da hat der IT-Experte überhaupt nicht mitzureden. Man darf nun gespannt sein, ob es dem Ex doch gelungen ist, seinen Sohn weich zu kochen, oder ob der bei seiner Meinung geblieben ist, dass ein Notebook derzeit völlig unnötig ist. Es wäre für Papili ein weiterer Rückschlag.

To be continued - fürchte ich ....


Mittwoch, 20. Juni 2018

Silberstreif!

Es gibt sie, die Gerechtigkeit vor Gericht! Ich hatte ja berichtet, dass der Richter die Rechtsöffnung gut geheißen und der Beklagte nun zehn Tage Zeit hatte, eine Begründung zu verlangen und dann zu entscheiden, ob er in Berufung gehen möchte.

Gestern nun erreichte Rosalies Anwalt ein Mail vom Ex: Er würde den Prozessweg in diesem Fall nicht weiter beschreiten wollen und möchte den ausstehenden Betrag überweisen.

Was für ein kleines Wunder! Wir rätseln immer noch über die Gründe für seine Einsicht. Wichtig war aber erst einmal der Sieg in diesem Verfahren, aus den im anderen Post geschilderten Gründen. Nun hat Rosalie eine deutlich bessere Position als bisher, sieht der Ex doch endlich, dass er sich längst nicht alles erlauben kann.

Und eine nette kleine Entschädigung muss er auch noch zahlen. Ein kleines Trostpflaster für Ärger und sinnlos verlorene Zeit. Vielen Dank allen fürs Daumendrücken - es hat sich gelohnt!

In Kürze geht es dann weiter mit dem eigentlichen Scheidungs-Verfahren, dann werden wir sehen, ob er zu weiteren Zugeständnissen bereit ist oder seine absurde Linie weiter fährt.

Off-Topic: Ich konnte die Kommentarfunktion wieder aktivieren. Damit sollte es wieder schneller möglich sein, auf Kommentare zu reagieren. :-)

Dienstag, 19. Juni 2018

Kurze Zwangspause

Am Sonntag fing es schon an, gestern wurde es schlimmer, und letzte Nacht hat sie mich dann voll erwischt - die Sommergrippe. Gerade komme ich aus dem Garten - es ist wunderschön so am Morgen bei herrlichem Sonnenschein und blauem Himmel, kurz am Teich zu sitzen, während vier Katzen durch den Garten toben (unser Garten scheint sehr beliebt zu sein - liegt sicher am Hauskater ...). Allerdings ist es trotzdem recht anstrengend, wenn man ständig husten und niesen muss. Darum liege ich jetzt doch vorübergehend wieder im Bett.

Es gab Zeiten, da hätte ich mich vielleicht auch mit diesen Symptomen noch ins Büro gequält, aber wozu? Außerdem arbeite ich in einem Spital, da muss und sollte man bei solchen Symptomen noch mehr Zurückhaltung üben. Also hüte ich Haus und Bett.

Während Rosalie wieder die halbe Nacht an der aktuellen Stellungnahme fürs Scheidungs-Gericht gearbeitet hat. Es ist furchtbar - wie viele Jahre geht das jetzt schon ...?

So, Kaffee schmeckt noch, den mache ich mir jetzt und schaue mal, ob ich es damit bis auf den Balkon schaffe.

Montag, 18. Juni 2018

Wer hätte das gedacht

Ich bin ja absolut kein Fußball-Fan. Wenn meine Kollegen sich über den europäischen Fußball auslassen und Namen von Spielern, Trainern und Mannschaften erwähnen, von denen ich noch nie etwas gehört habe, dann halte ich mich vornehm zurück.

Aber was "die Mannschaft" gestern abgeliefert hat, war ja wohl zum Schämen. Hatten die keine Lust? Hat man denen überhaupt gesagt, dass das Training schon vorbei ist?

Immerhin haben es die Schweizer deutlich besser gemacht und  mit ihren begrenzten Möglichkeiten das Optimale herausgeholt. Respekt! Und wie gut, wenn man für zwei Mannschaften mitfiebern kann, dann ist die Chance auf ein kleines Erfolgserlebnis höher.

Die richtigen Favoriten haben sich bisher noch nicht gezeigt, und natürlich kann man auch die Deutschen noch nicht abschreiben. Es bleibt also spannend. Und eines steht fest: Nach der letzten WM und EM kann ich diesmal das Endspiel endlich wieder live anschauen und sitze nicht am Sonntagabend im Flieger, wo ich das Ergebnis vom Piloten mitgeteilt bekomme. :-)

Freitag, 15. Juni 2018

Die lieben Kollegen (31) - Zwischenbilanz

Genau zwei Wochen ist der Neue jetzt hier. Und ich bin froh, dass es im Wesentlichen so gekommen ist, wie ich es erhofft hatte.

Er ist offen und kommunikativ, lernbegierig, mutig, wenn es darum geht, etwas Unbekanntes zu erforschen, und vor allem, was meine grosse Hoffnung war: Er reisst den dritten Kollegen mit. Ich hatte erst ein wenig Sorge, weil die Beiden ständig zusammen rauchen gehen, aber das schadet offenbar nicht. Die Stimmung und auch die Kommunikation untereinander, die zuletzt fast eingeschlafen war, funktionieren wieder viel besser. Der vom Chef verordnete tägliche Termin für das Teammeeting kann damit entfallen.

Ach ja, der Chef. Er hat nun die nächste Aufgabe des ehemaligen Kollegen an sich gerissen - die Pflege unserer Intranetseiten. Eigentlich absolut keine Chef-Aufgabe, aber auch das möchte er künftig selbst machen. Was geht da ab? Entweder traut er es niemandem zu, was ja wohl Unsinn wäre. Oder er hat Langeweile (wobei er auch gut im Jammern ist, wie viel er zu tun habe). Oder er möchte Macht ansammeln, damit bloss niemand an seinem Stuhl sägen kann. Das scheint mir die wahrscheinlichste Erklärung zu sein.

Soll er, ich hab es nicht nötig, mich zu profilieren, und alles was er macht, muss ich nicht verantworten. Im Zweifel kann man sich immer schön auf den Chef berufen ...

Schönes Wochenende!

Donnerstag, 14. Juni 2018

Silberstreif?

Auch heute nochmals das Thema Scheidung. Man sieht, wie sehr es unseren Alltag beeinflusst ...

Diesmal ist es immerhin keine ganz schlechte Nachricht! Gestern rief der Anwalt an. Es ging um die Betreibung der Alimente vom Ex. Wie gehofft und eigentlich erwartet, hat der Richter die definitive Rechtsöffung gut geheissen. Doch was heisst das jetzt?

Das Urteil des Gerichts erfolgt zunächst ohne Begründung. Der Verlierer hat nun zehn Tage Zeit, um bei Gericht eine Begründung zu verlangen. Tut er das nicht, wird das Urteil rechtskräftig. Im anderen Fall hat der Ex nach Eingang der Urteilsbegründung dreissig Tage Zeit, um in Berufung zu gehen.

Wenn der Ex (und auch sein Anwalt, der immer schön mitverdient) auch nur einen Funken Verstand übrig haben, sollten sie auf dieses Rechtsmittel verzichten. Es ist einerseits mit weiteren Kosten verbunden, andererseits ist die Rechtslage dermassen eindeutig, dass die Aussichten auf Erfolg äusserst gering sind.

Warum? Eine so genannte "definitive Rechtsöffung" ist nur möglich, wenn der Gläubiger einen Gerichtsbeschluss als Beweis für seine Forderung vorlegen kann. So ein bestehendes Urteil wiegt schwer, und daher hat man als Schuldner in diesem Fall auch kaum noch Verteidigungsmöglichkeiten. Lediglich der Nachweis, dass die Schulden verjährt sind oder eine sonstige Urkunde (!), die den Forderungen entgegen steht, könnten helfen. All das hat der Ex nicht und bringt nur selbstherrlich Jammer-Argumente vor, die rechtlich belanglos sind.

Aber dieses Urteil wird an seinem Ego kratzen, deswegen kann ich mir gut vorstellen, dass er trotz der Ausweglosigkeit und der erneuten Kosten über eine Berufung zumindest nachdenken wird. Und wenn sein dämlicher Anwalt ihm, wie offenbar auch beim Verfassen der Begründung für den Rechtsvorschlag, noch gut zuredet, müssen wir wohl mit dem Schlimmsten rechnen. Das Schlimmste meint hier, dass das Verfahren erneut um Wochen verzögert wird.

Sollte der Ex aber nun Ruhe geben, muss Rosalie ein Fortsetzungsbegehren beim Amt stellen. Daraufhin gibt es dann eine Pfändungsankündigung.

Und in der Zwischenzeit sammeln sich schon die nächsten Forderungen an, denn er zahlt ja weiterhin keine Alimente, und für jeden Monat müssen diese Zahlungen erneut beim Amt eingeklagt werden. Es gibt leider keinen Automatismus, auch wenn das neue Verfahren dann wohl beschleunigt abgehandelt werden kann.

Das Einzige, was helfen würde, wäre der Umstand, dass der Ex endlich zur Vernunft kommt ...

Mittwoch, 13. Juni 2018

Kurz und knapp

Der Ex von Rosalie lässt ja bekanntlich keine Möglichkeit aus, um sich unbeliebt zu machen. Aktion in dieser Woche: Ein Mail an Rosalie.

Er behauptet darin, es sei zwingend notwendig, dass sein Sohn ab sofort für die Schule ein Notebook habe, und da dies Schulkosten seien, müsse Rosalie dies zahlen (man erinnere sich: Er überweist seit Monaten rechtswidrig keine Alimente mehr!).

Einschub: Rosalies Sohn berichtete, dass der Papa daheim ein Surface rumzuliegen habe, das er nicht brauche. Herkunft unbekannt - womöglich sogar gesponsert von seinem Arbeitgeber ...?

Ok, weiter in der Mail: Er sei ja schliesslich IT-Experte und wolle an der Auswahl des Gerätes beteiligt werden. Und er empfehle - welch Wunder - ein ... Surface! Sobald er grünes Licht habe, würde ER das Gerät "kaufen" und Rosalie die Rechnung zukommen lassen.

Frech, oder? Er versucht ganz offenbar, mit Hardware, die er nicht braucht, noch Geld zu machen bei seiner Frau. Unglaublich.

Ich hab Rosalie gebeten, nur ganz kurz zu antworten. Das hat sie getan: Ihr sind keine Anforderungen der Schule bekannt, die den Einsatz eines Notebooks in der Schule zwingend erforderlich machen würden. Ein solches Gerät wäre allenfalls "nice to have". Aber dann wäre es allenfalls ein Geschenk ihrerseits, und bei der Auswahl sei seine Unterstüzung nicht notwendig.

Fertig. Ich hoffe, das Mail war kurz und eindeutig genug, damit er den Inhalt versteht und das Thema abhakt ...

Dienstag, 12. Juni 2018

Kleine Genugtuung

Kennt Ihr das? Man fährt brav auf der Autobahn und hält sich an alle Regeln. Dann kommt ein drängelnder Raser vorbei und man wünscht sich, der möge doch jetzt sofort von der Polizei erwischt werden ...

Gestern war ich auf dem Heimweg und fuhr eine Zeit lang mit 124 km/h (also eigentlich schon knapp zu schnell in der Schweiz) auf der linken Spur. Hinter mir tauchte ein schwarzer BMW Kombi auf, am Steuer ein Mann, daneben eine Frau. Mir fiel auf, dass sie bei jedem Auto, das sie überholten, ein paar Sekunden lang das Tempo drosselten, um zu sehen, wer da hinter dem Steuer sass. Ausserdem bemerkte ich ein paar ungewöhnliche Apparaturen an der Scheibe und auf dem Armaturenbrett, konnte aber nicht Genaues erkennen.

Irgendwann fuhr ich wieder rechts und der andere Wagen blieb mit einigem Abstand hinter mir. Dann tauchte auf der linken Spur ein weisser BMW auf, deutlich zu schnell. Und ich dachte mir: Jetzt bin ich mal gespannt, was passiert ...

Und richtig: Der schwarze BMW scherte aus und setzte sich hinter das weisse Fahrzeug. So ging das eine Weile, bis der weisse Wagen wieder nach rechts fuhr. Das schwarze Auto fuhr vorbei, blieb kurz auf gleicher Höhe und setzte sich dann davor. Tja, und dann blinkte im Heck eine Leuchtschrift auf: "Polizei - bitte folgen!" An der nächsten Ausfahrt fuhren die beiden BMW raus ...

Das war schön! :-)

Montag, 11. Juni 2018

Fremde Muttersprache

Am Donnerstag war ich für eine interne Weiterbildung in einem Hörsaal. Die erste Frage des Dozenten war: "Kann ich Mundart reden oder ist Hochdeutsch notwendig?" Eine Standardfrage bei solchen Veranstaltungen und eigentlich auch immer dann, wenn mein Gegenüber bemerkt, dass ich kein Einheimischer bin. Eine sympathische Geste, obwohl ja im Grunde auch hier Deutsch gesprochen wird - was man hin und wieder allerdings kaum merkt. ;-) Aber es ist schon praktisch, wenn man im Ausland mit der eigenen Sprache kommunizieren kann.

Wenn man allerdings gezwungen ist, sich im Alltag stets in einer Fremdsprache unterhalten zu müssen, stelle ich mir das deutlich komplizierter vor. Und noch einmal schwieriger dürfte es sein, wenn man sich auch noch daheim einer anderen Sprache bedienen muss, um mit seinem Partner sprechen zu können. Kann sich da überhaupt diese normale Vertrautheit einstellen? Wie gut muss man die Sprache beherrschen, um sich so ungezwungen, locker und ohne Hemmungen austauschen zu können wie in seiner Muttersprache?

Ich stelle mir das schwierig vor. Natürlich lernt man jeden Tag und mit der Zeit gewöhnt man sich daran, aber wird das jemals so selbstverständlich wie die Muttersprache? Vor allem, wenn man es erst als Erwachsener lernt?

Da bin ich doch froh, dass ich hierzulande mit meiner Muttersprache zumindest in einem Teil des Landes keine Probleme habe ...


Donnerstag, 7. Juni 2018

Neue schmutzige Wahrheiten

Es vergeht ja leider keine Woche, in denen nicht neue schäbige Details im Scheidungskrieg ans Licht kommen. Zuletzt hatten wir zufällig beobachtet, dass neuerdings nicht nur ein nagelneues Luxusauto, sondern noch ein zweites, fast identisches neues Auto vor dem Haus des künftigen Ex steht. Und das, wo er doch ständig seinen Kindern vorjammert, er könne sich angeblich nur noch Budget-Produkte im Supermarkt leisten, weil seine Frau ihn so ausnehme ...

Rosalie hat diese Beobachtung zum Anlass genommen, ihren Anwalt zu beauftragen, nach dem Meldestatus der neuen Partnerin des Ex zu forschen. Und, siehe da, Madame ist seit unbestimmter Zeit in seinem Haushalt gemeldet! Als ich damals bei Rosalie einzog, hatte der Ex nichts Eiligeres zu tun, als die Alimente neu berechnen zu lassen, da mein Einkommen natürlich zu berücksichtigen sei. Dass sein Betthäschen nun bei ihm gemeldet ist, hätten wir im Grunde nie erfahren, wenn wir nicht selbst Recherchen veranlasst hätten.

Und wir erinnern uns: Der Gute fordert ja von Rosalie die Hälfte der Nebenkosten seines Hauses, also zum Beispiel der Müll- oder Rundfunkgebühren. Oder anders gesagt: Er erwartet, dass Rosalie die Müllgebühren seiner Freundin mitfinanziert. Dreister und schäbiger geht es nun wirklich nicht mehr.

Es läuft damit auf ein drittes Verfahren hinaus. Da man mit dem Ex und seinem Anwalt nicht verhandeln kann, muss Rosalie die Neuberechnung der Alimente vor Gericht einklagen. Wieder Kosten für  Anwälte und Gericht, wieder Schriftenwechsel, wieder Verzögerung.

Ist das nicht völlig schizophren???

Mittwoch, 6. Juni 2018

Die lieben Kollegen (30) - Der CIO

Meine Ex-Frau erzählte mal von einer Begegnung, als ein Vorstandsmitglied in einer Sitzung über einen Angestellten sagte: "Wie heisst der Mann? Mit dem wische ich den Fussboden auf!"

An diese Geschichte fühlte ich mich gestern Morgen erinnert, als nach der vierten Terminverschiebung gestern um 8 Uhr endlich die Vorstellung meines Teams beim neuen CIO stattfand. Das ganze Team war versammelt, und Punkt 8 Uhr erschien der Herr. Knapp 20 Minuten stellte mein Chef unseren Bereich vor. Während der Zeit sass der Typ mit verschränkten Armen auf seinem Stuhl und kippelte gelangweilt hin und her.

Da der Vortrag meines Chefs mit drei Fragen schloss, setzte der CIO an der Stelle an. Irgendwas wäre available, sustainable, brauche einen ROI. Und er hätte die vielen scheiss fucking Projekte alle erst mal gestoppt. In diesem Ton ging es weiter, bis er Punkt 8:30 Uhr aufstand und sich verabschiedete. Das Team hatte nur Statistenfunktion, und während seiner scheiss fucking Ausführungen schaute er auch nur starr meinen Chef an. Obwohl ich genau neben ihm sass, würdigte er mich nicht eines Blickes.

Ich bin froh, dass ich mit diesem scheiss arroganten fucking CIO vermutlich nie wieder was zu tun haben werde, denn Menschen interessieren den Mann absolut nicht. Wer im Weg steht, wird beseitigt. Diese scheiss fucking Mitarbeiter stören sowieso nur.

Jetzt habe ich diese Gossen-Wörter bei weitem nicht so oft gebraucht, wie ich sie gestern in den dreissig Minuten gehört habe. Ihr habt jetzt vielleicht eine Vorstellung, wie das dort abgelaufen ist. Und was mich erschreckt hat: Die meisten meiner jungen Kollegen fanden das cool! Für mich war das nur menschenverachtend und unglaublich arrogant, wenn einige der Kernaussagen auch sicherlich richtig waren. Wenn sich so ein Typ dann noch darüber beklagt, dass er am Telefon und in Mails aufgrund seiner Entscheidungen Wörter gehört hat, die er bisher noch gar nicht kannte, dann sollte er sich vielleicht mal an das alte Sprichwort erinnern, dass es so aus dem Wald schallt, wie man hineinruft ...

Dienstag, 5. Juni 2018

"Fast" wie zu Hause

Am Wochenende waren wir essen und wurden im Restaurant von einer Frau um die dreissig bedient. Ich bemerkte, dass die Dame hochdeutsch sprach, aber Rosalie fragte mich irgendwann, ob sie eben ein "jut" gehört haben könnte. Möglicherweise war es mir entgangen, denn dieser Dialekt ist mir einfach zu vertraut, wenn auch nicht unbedingt mitten in Bern.

Ich hörte aber danach etwas genauer hin und fand einige verräterische Wörter wie "wat" oder "did" in den Sätzen. Also fragte ich sie irgendwann, als sie wieder an unseren Tisch kam, aus welcher Ecke rund um Berlin sie denn käme. Sie war überrascht von der Frage und entgegnete, dass sie in Potsdam geboren und in Berlin aufgewachsen sei. Sie wäre jetzt seit sechs Jahren in Bern und wolle auf keinen Fall zurück. Ich outete mich dann auch als Berliner. Wir sprachen nur noch kurz, weil der Laden brechend voll war.

Die Deutschen haben sich also nicht nur im Gesundheitswesen breit gemacht, sie sind überall in der Schweiz. :-) Berliner habe ich darunter allerdings bisher noch sehr selten entdeckt. Deshalb war es lustig, für einen Augenblick mal ungeniert und deftig Dialekt zu sprechen.

Ansonsten belasse ich es dann doch eher beim Hochdeutsch, auch wenn im normalen Gespräch die "üblichen Verdächtigen" der Berliner Sprache nicht zu überhören sind. Mein Kollege amüsiert sich dann immer darüber und versucht, mich nach zu machen, was wohl genauso lustig klingt wie mein Versuch, Berndeutsch zu sprechen. :-)

Montag, 4. Juni 2018

Zwischen Hoffen und Bangen

Gut zehn Tage ist es jetzt her, seit die Frist für die Stellungnahme abgelaufen ist. Nun warten wir gespannt auf eine Reaktion vom Gericht zur Frage, ob der Ex-Gemahl seiner Verpflichtung zur Zahlung von Alimenten nachkommen muss oder nicht. Obwohl so eine Entscheidung eigentlich keinen Aufschub duldet, ist der Richter dafür bekannt, sich Wochen und Monate Zeit zu lassen, bis er mal zu einem Ergebnis kommt.

Das zehrt an den Nerven. Nach menschlichem Ermessen und auch nach Auffassung des Anwalts kann es zwar nur ein Urteil geben, aber man weiss eben nie, wie so ein Richter, und insbesondere der, wirklich tickt, und deshalb müssen wir mit allem rechnen. Dabei ist der Ausgang dieses Verfahrens von essenzieller Bedeutung. Ich befürchte, und auch das sieht Rosalies Anwalt genauso, dass, unabhängig von den direkten finanziellen Auswirkungen, nur ein knackiges Urteil zu Rosalies Gunsten den Ex endlich mal zum Nachdenken bringen kann. Anderenfalls wird sich seine Arroganz und Siegesgewissheit ins Unermessliche steigern, was den weiteren Prozessverlauf noch einmal massiv beeinträchtigen könnte.

Ein Mann, der sich nicht zu fein ist, die Hälfte der von ihm verursachten Müll- und Rundfunkgebühren von seiner Frau zu verlangen, nur weil sie noch im Grundbuch steht, ist so weltfremd, dass man nur den Kopf schütteln kann. Und das ist längst nicht alles, was auf seiner Liste der Forderungen steht. Man hat beim Lesen ständig das Gefühl, den Typen schütteln und aufwecken zu müssen.

Nun warten wir und hoffen, dass Justitia, die ja bekanntlich blind ist, in diesem Fall trotzdem den richtigen Durchblick hat. Alles Andere mag ich mir gar nicht ausmalen.


Freitag, 1. Juni 2018

Die lieben Kollegen (29) - Der Neue

Heute kommt er, um 8:30 Uhr nehme ich ihn am Haupteingang in Empfang: der Neue. Jung, erst 24, dynamisch, motiviert (hoffe ich). Immerhin hat er mir schon gestern Abend auf XING eine Einladung geschickt ... Wenn er immer so flink ist, kann das durchaus was werden. :-)

Da ich während der Einarbeitung sein Pate sein werde, habe ich eine gwisse Chance, ihn in "meine Richtung" zu lenken und dafür zu sorgen, dass er tatsächlich eine Bereicherung für das Team darstellen wird. Er hat zwar wohl schon rund drei Jahre in einem anderen Krankenhaus gearbeitet, aber was genau er dort gemacht hat und warum er da weg wollte (oder sollte?), weiss ich natürlich nicht.

Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, was in ihm steckt. Schlechter kann es nicht werden, also bin ich optimistisch, dass unser Team profitieren wird und der Ärger der letzten Monate bald der Vergangenheit angehören wird. Nach dem ersten Schritt mit dem neuen Arbeitsplatz wäre das ein weiterer Fortschritt.

Die Sonne lacht, ich hab gute Laune - beste Voraussetzungen für einen guten Tag und ein schönes Wochenende.

Donnerstag, 31. Mai 2018

Räumkommando

Kennt Ihr diese Filme oder Serien, in denen der Bösewicht reihenweise Leute umbringt, und sein "Team" dann anschliessend die Leichen beseitigen muss?

So kommen wir uns inzwischen daheim auch vor, wobei der Bösewicht "Henry" heisst und wir sein Team sind. In den letzten Tagen haben wir täglich eine (noch lebende) Spitzmaus gefunden, heute waren es gleich zwei, allerdings tote Tiere im Erdgeschoss. Auf dem Bildmaterial (wir lassen zwei Kameras laufen zur Kontrolle) sieht man, wie er mit den Mäuschen rein kommt und sie dann in der Luft herum wirbelt. Das machen sie offenbar nicht lange mit ...

Dabei haben wir dem Raubtier erklärt, dass Spitzmäuse keine Nagetiere, sondern Insektenfresser und damit nützlich sind. Aber das scheint ihn nicht zu interessieren. Und interessanterweise sondern sie wohl ein Sekret ab, das übel riecht, weshalb sie von Raubtieren in der Regel gar nicht gefressen werden.

Henry hat aber offenbar den Dreh raus und ein Nest gefunden, dem er nun jede Nacht auflauert. Womöglich gibt es im Haus noch irgendwo ein totes Tier. Es riecht seit zwei Tagen relativ streng im Erdgeschoss, aber trotz intensiver Suche konnten wir die Ursache nicht finden. Ob es wirklich ein totes Tier ist, kann man nicht mit Sicherheit sagen.

Der Kater hält uns also auf Trab, aber so hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt. Das ist halt der Nachteil, wenn das Tier seine eigene Tür hat ...

Mittwoch, 30. Mai 2018

Technisches Problem

In der Regel bin ich immer schnell dabei, auf Eure Kommentare zu antworten. Seit letztem Freitag funktioniert leider die Benachrichtigung bei neuen Kommentaren nicht mehr. Daher kann ich entweder nur den Workaround nutzen und den Haken unten am Kommentarfeld setzen, um mich selbst bei neuen Kommentaren benachrichtigen zu lassen, oder mehr oder weniger häufig ins Backend schauen und prüfen, ob es Kommentare zu beantworten gibt.

Ich bin aber nicht allein mit dem Problem, wie dieser Thread zeigt. Daher hoffe ich, dass das Problem bald gelöst ist.

Ausserdem stelle ich momentan leider fest, dass sie Spam-Kommentare häufen. Sollte sich dieses Problem akzentuieren, werde ich irgendwann nicht umhin kommen und anonyme Kommentare verbieten müssen. Momentan lösche ich die Spam-Nachrichten manuell und schaue, wie es sich entwickelt.

Dienstag, 29. Mai 2018

Katz und Maus

Schon zwei Mal habe ich in letzter Zeit über Besucher im Haus geschrieben und darüber, wie wir sie hinaus begleitet haben, hier und hier. Ich hab mich dann immer "beklagt", dass wir selbst aktiv werden mussten, obwohl wir doch extra für diesen Zweck einen Kater im Hause haben. :-)

Am Samstag kam ich am Vormittag ins Erdgeschoss, um nach Henry zu sehen. Entgegen meiner Erwartung war er wach und lag vor einem kleinen Schränkchen offenkundig auf der Lauer. Ich ging davon aus, dass er ein Spielzeug entdeckt hatte und wollte ihm helfen, es heraus zu holen. Der Kater war aber ganz aufgeregt und rannte immer von einer Schrankecke zur anderen. Also holte ich eine Taschenlampe und sah nach: Da sahen mich zwei süsse Knopfaugen einer Hausmaus an.

Schnell rief ich nach Rosalie. Gemeinsam überlegten wir, wie wir das Tier fangen könnten. Doch während wir noch überlegten, war Henry schneller. Er angelte mit der Pfote und hatte das Mäuschen plötzlich zwischen den Zähnen. Stolz marschierte er damit ein paar Meter und liess sie dann wieder fallen. Schwups, war sie unter dem nächsten Schrank.

Ich sperrte den Kater aus und wir bauten eine Barriere um den Schrank, damit die Maus nicht wieder flüchten konnte. Mit zwei Teichnetzen und viel Mühe gelang es uns endlich, das possierliche Tierchen zu fangen. Rosalie brachte es nach draussen und liess es dort frei. Im Affenzahn mit riesigen Sprüngen flüchtete es Richtung Wiese und ward nicht mehr gesehen.

Henry erhielt eine Belohnung für seinen Fleiss. Wir wissen allerdings nicht, ob er die Maus nun auf dem Dachboden gefangen und dann im Erdgeschoss fallen gelassen oder ob er sie draussen erwischt und mit hinein gebracht hat. Sie muss schon eine kleine Weile im Haus gewesen sein, denn wir haben einen angenagten Weinkorken sowie ein abisoliertes Stromkabel entdeckt.

Es wird wohl nicht das letzte Tier im Haus gewesen sein. Aber mit unserem Raubtier daheim kann uns ja nichts passieren. :-)

Montag, 28. Mai 2018

Knochentrocken

Das vergangene Wochenende war gut, ruhig, mit etwas Abwechslung (inklusive Bratwurst und Bier). Ein wenig Regen war eigentlich auch vorhergesagt worden, aber wir haben in der Vergangenheit schon öfter festgestellt, dass der Regen um unser Dorf meist einen grossen Bogen macht.

In letzter Zeit hat es nur einmal so stark und etwas länger geregnet, dass der Boden tatsächlich mal profitieren konnte. Ansonsten ist er schon fast das ganze Jahr über so hart, dass man mit Gartenwerkzeug kaum 5 cm tief eindringen kann. Ich hatte versucht, ein paar LED-Lampen im Garten mit einem Plastik-Spiess aufzustellen, aber das kann man vergessen. Eher brechen sie ab, als dass sie sich im Boden verankern lassen.

Heisst für uns: giessen, giessen, giessen. Nun sind wir Beide nicht so wirklich gut darin, immer daran zu denken. Das führt dann schon mal zu der einen oder anderen trostlosen Ansicht von Pflanzen, die sich noch in Töpfen befinden.

Wir haben in der Küche einen Wochenkalender mit lustigen Sprüchen. Und zum Thema passend steht da für diese Woche:

Die Blume ist nicht vertrocknet - die wächst knusprig!

Freitag, 25. Mai 2018

Nachtrag

Tja, Katzen haben eben doch den siebten Sinn. Kaum "beschwert" man sich über mangelndes Kuschelverhalten, tun sie prompt das Gegenteil. Als ich Mittwoch heim kam, folgte erst unser momentanes Ritual - der gemeinsame Weg zum Teich, um die Fische zu füttern.

Wieder im Haus, schlich Henry immer weiter um meine Beine. Sein wortloser Wunsch kam bei mir an: Ich will jetzt kuscheln. Also setzte ich mich aufs Sofa, und ohne zu zögern kam der Herr in Schwarz hinterher und machte es sich eine ganze Stunde lang auf meinem Schoss gemütlich. Das sah dann so aus:



Wirkt ziemlich entspannt, oder? :-)

Schönes Wochenende!

Donnerstag, 24. Mai 2018

Die lieben Kollegen (28) - Schöne Aussichten

Das Büro, in dem ich arbeite, genügt nur minimalsten Ansprüchen: sechs Personen auf rund 25 m2, einfachste Bürostühle, keine höhenverstellbaren Tische, einfache Trennwände zwischen den Schreibtischen, die täglich drohen, beim leisesten Hauch umzufallen.

Und in diesem gemütlichen Büro hatte ich den schlechtesten Platz genau in der Mitte. Als nun klar war, dass ein Kollege uns verlassen wird, habe ich sofort den zweiten Kollegen gefragt, ob er nicht umziehen wolle auf den leer werdenden Platz. Ich war mir sicher, dass er nicht ablehnen würde, schliesslich sitzt er damit in der hintersten Ecke, wo ihm niemand auf die Bildschirme sehen kann. Mein Ziel war es aber, seinen hellen Platz am Fenster zu bekommen.

Das hat funktioniert! Gestern haben wir also einen Ringtausch gemacht, der Neue wird meinen Platz einnehmen (müssen), und ich sitze endlich da, wo ich schon immer arbeiten wollte. Und ich muss sagen, ich bin begeistert! Es ist erstaunlich, was ein schöner, heller Platz, der nicht direkt auf dem Präsentierteller liegt, ausmacht. Und ich hab auch das Gefühl, dass die Stimmung ingesamt im Büro besser geworden ist.

Nun wird es spannend zu beobachten sein, wie sich das entwickelt, wenn am nächsten Freitag der Neue kommt. Ich werde ihn den kompletten ersten Tag begleiten, weil (ganz toll organisiert) auch vom HR niemand da sein wird, sodass ich die administrativen Dinge auch mit ihm erledigen muss (macht man als ITler ja sowieso ständig ...). Aber egal, wer weiss, wofür es gut ist, wenn ich der erste Mensch bin, mit dem er so viel zu tun hat. Vielleicht lohnt der Aufwand und zahlt sich langfristig fürs Team aus.

Heute wartet noch ein langer Arbeitstag mit vielen Terminen auf mich, aber dann ist schon wieder Wochenende! Was für ein Lotterleben. :)

Mittwoch, 23. Mai 2018

Wartungsarm

Wir konnten uns noch nie beklagen, besonders viel Arbeit mit unserem Kater zu haben. Vom ersten Tag an hat er stets seine Toilette benutzt, ganz selten erbrochen, und ausser der Reinigung des Klos war nur das tägliche Spielen von Bedeutung.

Inzwischen, neun Monate später, macht er sein Geschäft draussen und gespielt wird auch nicht mehr. Wir sehen den Herren eigentlich nur, wenn er zum Schlafen nach Hause kommt oder nachts, wenn er sich lautstark beschwert, dass sein Futternapf leer ist. Auch Zecken und anderes Ungeziefer hat er erstaunlicherweise noch nie heim gebracht, obwohl die Gegend dafür ziemlich bekannt ist. Das kann gern so bleiben.

Vom Katzen-Kindergarten sind wir also zum Katzen-Hotel mutiert. Wie auch mit menschlichen Kindern etwas schade, dass die Kuschelzeit damit auch zu Ende ist, aber Freude macht er uns trotzdem, wenn er nach anstrengender Nacht sein Plätzchen auf meinem Bett sucht oder uns begrüsst, wenn wir von der Arbeit nach Hause kommen und ihn damit wecken.

Letztlich geht es ja auch darum, dem Kater ein schönes Leben zu bereiten. Und ich denke, das hat er bei uns, mit wahnsinnig viel Platz zum Toben, Erkunden und Chillen sowie separatem Hauseingang. :) Und wir freuen uns, wenn er am Morgen unbeschadet wieder heim kommt.

Dienstag, 22. Mai 2018

Das ist anders

Seit rund 1,5 Jahren bin ich jetzt hier im Spital tätig, und was mir von Anfang an auffiel, war der ganz andere Umgang(-ston) untereinander. War ich aus dem ÖV in Berlin eine sachliche, nüchterne und sehr stark an Hierarchien angelehnte Kommunikation gewohnt, war schon mein erster Eindruck hier, dass es einen sehr offenen, fast freundschaftlichen Umgang miteinander gibt.

Ob das nun am Gesundheitswesen und/oder am Land (oder Berlin) liegt, kann ich nicht so recht beurteilen, weil mir der Vergleich fehlt, aber angenehm ist es auf jeden Fall. Wenn ich nur schon daran zurückdenke, wie wichtig sich damals einige Menschen anhand ihres "Ranges" genommen haben. Furchtbar. Gut, es gibt hier auch einige wenige Ärzte in Führungspositionen, die sich wie Götter fühlen, aber das ist wirklich die Ausnahme. Ansonsten weiss man nie, ob einem ein leitender Oberarzt oder Assistenzarzt gegenübersteht. Selbst der Klinikchef spricht einen mit Vornamen an. Diese Lockerheit ist wohltuend. Verwirrt hat mich dabei anfangs auch, dass man in Mails dann oft mit:"Lieber ..." angeschrieben wird. Damit habe ich mich etwas schwer getan, schliesslich kannte ich das daheim nur von mehr oder weniger vertrauten Personen. Inzwischen kommt mir das aber recht locker in die Tastatur

Neulich hatte ich eine weitere, fast schon typische Begegnung im Hause. Es gibt eine "Frau in Weiss", der ich fast täglich, manchmal sogar mehrfach auf dem Flur begegne. Wie das im Spital üblich ist, grüsst man sich auch unbekannterweise. Wir grinsten inzwischen schon, weil wir uns tatsächlich ungewohnt oft über den Weg liefen. So auch an diesem Tag: Zum ersten Mal trafen wir uns am Aufzug, zwei Stunden später auf dem Flur. Plötzlich streckte sie mir die Hand entgegen und meinte: "Also ich bin J. So oft wie Dich treffe ich hier niemanden im ganzen Spital!" Ich war überrascht, nannte auch meinen Vornamen, wir wünschten uns einen schönen Tag und gingen weiter.

Später im Büro schaute ich dann mal, wen ich da gerade begrüsst hatte: Eine Oberärztin aus einer anderen Klinik (übrigens auch eine Deutsche). Dienstlich haben wir überhaupt nichts miteinander zu tun. Um so sympathischer fand ich die Situation. Und es arbeitet sich halt viel besser, wenn man auf den Fluren nicht ständig irgendwelchen verkalkten, grummelnden, in sich gekehrten Angestellten oder Beamten über den Weg läuft, sondern sich irgendwie einem (riesigen) sympathischen Team zugehörig fühlt, in dem jeder den Anderen achtet.

Montag, 21. Mai 2018

Die Leichtigkeit des Seins

Es geht doch nichts über eine extrem kurze Woche. Dank des heutigen Feiertages und meines 90%-Arbeitspensums muss ich in dieser Woche nur drei Tage arbeiten. Herrlich!

Und ich genieße diese Jahreszeit: das frische Grün, die Luft, die noch nicht zu heiß ist, die vielen Blüten. Und die Ruhe. Wenn man wie ich aus einer riesigen Großstadt kommt, wirkt die Ruhe hier wie aus einer anderen Welt. Es ist aber nicht nur das, was man hört, auch das, was man fühlt.

Rosalie wohnte früher auf der anderen Seite des Sees. Dort spürte ich immer, wenn ich dort war, eine gewisse innere Unruhe, Anspannung, sonderbare Energie. Selbst, wenn wir draußen saßen mit Blick auf den See, hatte ich nie das Gefühl, wirklich abschalten zu können.

Ganz anders hier. Schon, wenn ich abends nach der Arbeit vor dem Haus aus dem Auto steige, spüre ich absolute Entspannung. Am Teich oder auch auf dem Balkon hat man immer das Gefühl, weit weg von allem, quasi im Urlaub zu sein.

Genau DAS ist es allerdings, was Rosalie manchmal etwas stört: Es ist ihr ZU ruhig. Unser Ort ist ein Schlafkaff, mit all den Vor- und nicht zu unterschätzenden Nachteilen, vor allem der fehlenden Infrastruktur. Rosalie hat zuvor lange auf der anderen Seeseite gelebt, kennt dort viele Menschen, die man unterwegs hin und wieder trifft und mit denen man sich austauscht. Dazu das Leben in den Straßen, die Events, Einkaufsmöglichkeiten direkt vor Ort. All das fehlt hier, und das bedauert sie hin und wieder, vor allem, wenn sie direkt von der einen zur anderen Seite fährt und den direkten Vergleich hat.

Leider ist es eben unmöglich, Beides zu haben, schon, weil es derartige Grundstücke dort drüben entweder nicht gibt oder sie nicht bezahlbar sind. Kompromisse sind da unabdingbar, und die Frage ist, was einem wichtiger ist.

Nein, wir werden demnächst nicht umziehen, aber wer weiß, wie es in ein paar Jahren sein wird. Wir werden älter, die Kinder sind aus dem Haus, und irgendwann werden wir die gesamte Situation neu bewerten.

Aber vorerst genießen wir unseren täglichen  Mini-Urlaub daheim, und die Ruhe. :)

Freitag, 18. Mai 2018

Die lieben Kollegen (27) - Tag 1

Weg ist er! Endlich. Ich konnte mich nicht mal direkt verabschieden, weil er lange im Haus unterwegs war und nicht ins Büro zurück kam, bis ich Feierabend gemacht habe. Traurig bin ich nun nicht gerade ... Ein paar "Leichen" sind am letzten Tag auch noch zum Vorschein gekommen, und in einem zufälligen Gespräch mit Mitarbeiterinnen des Spitals war auch nichts Gutes über ihn zu hören. Was soll's - nun ist er nicht mehr da, und damit wird sich hier hoffentlich Einiges in nächster Zeit ändern.

Eine Änderung wird es sofort geben: Ich hab meinem Kollegen den frei gewordenen Arbeitsplatz in der dunklen Ecke schmackhaft gemacht, und er hat sofort angebissen. Die Intention ist klar: Er ist dort völlig unbeobachtet und kann noch weniger arbeiten. Mein Ziel war es aber, seinen Platz am Fenster zu bekommen und endlich nicht mehr mitten im Raum sitzen zu müssen. Das habe ich damit nun geschafft und werde in den nächsten Tagen in Ruhe umziehen.

Heute Morgen wirkt der Raum viel luftiger und hat weniger schlechte Energie. Ein gutes Gefühl. Ich hab gleich angefangen, das Lager noch etwas zu entrümpeln, um alles Alte raus zu bekommen. Es geht mir jetzt besser!

Also, starten wir das nächste Kapitel. Und zunächst noch ins lange Wochenende. Schöne Pfingsten!


Donnerstag, 17. Mai 2018

Vom Hasenfuss zum Herr im Haus

Heute geht es mal wieder um eines unserer Lieblingsthemen seit knapp einem Jahr: Henry! Vor zwei Tagen hatte er seinen ersten Geburtstag und ist nun schon rund neun Monate bei uns.

Schon immer war er ein ganz lieber. Er ist sehr gutmütig, sanft und freundlich. Als er noch ausschliesslich im Haus bleiben musste, war das Spielen ein ständiger Bestandteil des Tages, meist am Vormittag, während er den Nachmittag oft verschlief.

Seit Februar darf er nun die grosse weite Welt erforschen. Spielen ist inzwischen out. Sein Tagesrhythmus hat sich auch verändert, meist ist er bis zum frühen Vormittag wach und schläft dann tagsüber, bis jemand nach Hause kommt. Dann zieht er los und kommt zwischendurch mal zum Fressen heim. Unsere Sorgen und Ängste hat er zerschlagen, der Ausgang klappt inzwischen sehr gut. Nicht zuletzt auch, weil wir immer wissen, ob er gerade draussen ist oder irgendwo im grossen Haus. Die moderne Technik macht es möglich - die Klappe übermittelt uns eine Benachrichtigung aufs Handy, wenn der Herr hereinkommt oder ausgeht. Ist das nicht cool? Für ängstliche Katzenliebhaber und sorgenvolle Katzeneltern wie uns eine tolle Sache, vor allem auch, wenn man selbst gerade nicht daheim ist. So toll, dass ich inzwischen mit dem Hersteller in ständigem Kontakt stehe, bereits einen Text auf der deutschen Webseite angepasst habe und anderen Kunden im Forum helfe, die Schwierigkeiten mit der Einrichtung haben. Heute soll auch ein Päckchen mit PR-Material für mich eintreffen. :)

Aber zurück zum Thema. Seit dem unser Kater raus darf, waren die ersten Begegnungen mit anderen Katzen dramatisch - und sehr kurz. Henry hat reissaus genommen, ist durch die Klappe in den ersten Stock unters Bett geflitzt und über Stunden nicht mehr heraus gekommen. Wir hatten schon Sorge, dass das immer so weiter gehen könnte.

Es war aber offensichtlich ein Lernprozess. Neulich am Abend, es war schon fast dunkel, hörten wir draussen ein lautes Mauzen und Fauchen. Wir sahen durch die Gartentür und konnte noch den Rest der Kampfhandlungen zwischen unserem und einem rötlich getigerten, ziemlich "arroganten" Katzentier mit ansehen. And the winner was: Henry! Die andere Katze zog ab, ein kleines Büschel Fell lag noch auf dem Fussabtreter.

Der Herr in Schwarz hat also ganz allein gelernt, wie er in der Natur zurecht kommt. Wir brauchen offenbar keinen Hund, Henry wird uns gegen alle Eindringlinge verteidigen. :)

Mittwoch, 16. Mai 2018

Was kommt als Nächstes?

Die Frist läuft. Nachdem Rosalies Ex sich immer neue, absurdere Forderungen "ausdenkt", mit denen er zu begründen versucht, warum er seit Monaten keine Alimente zahlt, hat ihm das Gericht nun bis zum 23. Mai Zeit gegeben, um sich abschliessend zu dem Thema zu äussern und seine Argumente vorzubringen.

Nach menschlichem Ermessen sollte und dürfte das Gericht darauf nicht eintreten und die Zahlung des ausstehenden Unterhalts notfalls mittels Gerichtsvollzieher anschliessend anordnen. Selbst, wenn es auf seiner Seite berechtigte Forderungen geben sollte (was wir aussschliessen), dürfen diese nicht ohne Einwilligung der Gegenseite einfach von den Alimenten abgezogen werden, sondern müssten ebenfalls per Klage eingefordert werden.

Ihr seht, wenn es um Rosalies Scheidung geht, kommen eigentlich inzwischen nur noch Worte wie Klage, Anwalt, Gericht und Kosten im Text vor. Das ist gruselig und vor allem auch psychisch sehr belastend. Ich hoffe und wünsche mir, dass ein saftiges Urteil aufgrund des oben geschilderten Sachverhaltes Rosalies Ex endlich wachrütteln und ihm zeigen wird, dass er mit seiner sinnlosen Sturheit und Überheblichkeit nicht weiter kommt. Wenn das Gericht Rosalies Antrag folgt, muss er nämlich neben den Anwalts- und Gerichtskosten auch noch eine sogenannte Parteientschädigung zahlen. Das tut dann weh.

Gut, genau genommen ist das alles völliger Irrsinn, denn alles, was da jetzt an Kosten angehäuft wird, schmälert am Ende nur das gemeinsame Vermögen. Aber momentan geht es wirklich darum, ihrem Ex klar die Grenzen aufzuzeigen und ihm klar zu machen, dass seine Arroganz ihm nur schadet und das Verfahren immer weiter verzögert.

Hoffen wir (mal wieder) das Beste ...

Dienstag, 15. Mai 2018

Die lieben Kollegen (26) - Ich nicht!

Womit fange ich an? Also ... Der "Chef" erhielt vor genau einer Woche hier einen Anruf, dass sein Vater verstorben ist. Auch wenn es wohl absehbar war, kam die plötzliche Nachricht dann doch überraschend und ist natürlich traurig. Er machte sich sofort auf den Weg Richtung Ostsee. So weit, so gut.

Dass er nun gleich einen ganzen Monat frei nimmt, überraschte mich dann aber doch. Wie geht das, und warum? Vor allem vor dem Hintergrund, dass zwei Kollegen das Team verlassen und ein neuer anfängt und es zumindest offiziell keinen Chef-Vertreter gibt. Wir sind also führungslos, kein Einarbeitungsplan für den Neuen, keine Entscheidungsgewalt. Gut, inoffiziell scheint sein Busen-, Bier- und Fussballfreund seine Geschäfte bis zu einem gewissen Mass weiter zu führen, aber das ist irgendwie geheim oder irgend ein Kasperletheater.

Fakt ist, dass ich eine Entscheidung brauche, die ich nicht selbst treffen kann, weil damit eine weitreichende Verantwortung einher geht. Nun habe ich daher dem Chef-Chef geschrieben und mich eindeutig positioniert: Ich kann und werde dieser Verantwortung in meiner Position nicht übernehmen. Antwort? Keine ... Das ist ein verdammter Saustall hier. Konsequenz: Höre ich nichts, bleibt die Anfrage liegen und das Rollout kann nicht stattfinden. Ist mir wirklich egal.

Nicht egal ist mir die Einführung des Neuen. Wie gesagt, auch hier keinerlei Plan oder Vorbereitung, weil der Chef fort ist. Nun ist es mir allerdings persönlich wichtig, dass der neue Kollege hier merkt, wo es lang geht, darum habe ich mich wohl oder übel etwas vorgedrängelt und werde nun die Einführung übernehmen. Eigentlich nicht meine Gehaltsklasse, könnte sich aber zumindest im Team langfristig auszahlen. Viel schlechter kann es allerdings ohnehin nicht werden. Nachdem ich einige Aufgaben des scheidenden Kollegen übernommen habe, sehe ich immer deutlicher, was das für eine Pfeife war: viel heisse Luft und Überheblichkeit, aber keinerlei Substanz. Er hinterlässt überall Chaos und Pendenzen. Nicht zuletzt auf seinem Schreibtisch. Gestern war jemand vom HR hier und fragte, ob sie den guten Mann darauf ansprechen solle, dass er seinen Schreibtisch noch aufzuräumen habe. Aus dem "Team" kam gleich Protest und die Aussage, dass er das gaaaanz sicher an seinem letzten Tag machen wird. Wollen wir mal wetten, was alles liegen bleiben wird? Der Typ ist einfach dumm. Er hat sogar vergessen, dass er 90% arbeitet. Damit hat er sich verrechnet. Nun ist nicht genug Zeit übrig und er muss zwei Tage unbezahlten Urlaub nehmen, weil er seine Flüge ins Kosovo schon gebucht hatte.

Ohne Worte ...

Montag, 14. Mai 2018

Ausflug ins Markgräflerland

Es kam, wie es kommen musste. Der Morgen war trüb, aber noch trocken. Doch kaum liefen wir zum Auto, fing es an zu regnen. Und dieser Regen begleitete uns durch den ganzen Tag. Der Vorteil: Man ist im Freien fast allein. Der Nachteil: Man bekommt mit der Zeit nasse Füsse im Gras und ein Spaziergang mit Regenschirm durch einen eigentlich wunderschönen Garten ist keine wirkliche Freude. Wir haben uns aber nicht abschrecken lassen und trotzdem ein paar Eindrücke mitgenommen. Schliesslich ging es auch um Inspiration für den eigenen Garten.

Am späteren Nachmittag fuhren wir dann weiter zu unserem kleinen Hotel - wo dann auch kurz vor dem Abendrot wieder die Sonne schien. Von einem Sternekoch verwöhnt, genossen wir den Abend zusammen mit leckerem Wein aus der Region.

Am Freitag, nach einem guten Frühstück, statteten wir dannschnell noch Kaufland einen Besuch ab, wo ich mich mit ein paar Lebensmitteln eindeckte, die man in der Schweiz in der Regeln nicht bekommt, wie zum Beispiel einer leckeren Leberwurst. Von dort aus ging es dann nach einem Abstecher zu einer Freundin von Rosalie zurück nach Hause - im schönsten Sonnenschein. Unser Kater, zum ersten Mal über Nacht allein, war sehr erfreut, uns zu sehen und machte nicht den Eindruck, als hätte er uns die Abwesenheit übel genommen.

Bei unserem derzeitigen Wetterglück graut es mir davor, was wohl im Oktober passieren wird, wenn wir nach Florida fliegen. Aber vielleicht beruhigt sich der Wettergott bis dahin.

Mittwoch, 9. Mai 2018

Was haben wir verbrochen?

Irgendwann muss dieser Bann doch mal gebrochen werden!? Zuletzt war jeder Ausflug, egal ob Lübeck, Berlin, Wien, nochmals Lübeck immer mit dem schlimmsten vorstellbaren Wetter verbunden: Schnee, Regen, Sturm. Nun haben wir beide am Freitag frei und sturmfrei, daher haben wir einen Kurztrip in den Schwarzwald geplant. Der stand schon lange auf dem Wunschzettel, und dieser Brückentag schien uns ideal zu sein.

Und nun das. Ist es nicht gemein, dass der Donnerstag, also genau der Tag, an dem wir früh losfahren und einen schönen Tag in Deutschland verbringen wollten, der bei weitem schlimmste Tag der Woche ist mit deutlich niedrigeren Temperaturen und jeder Menge Regen ist? Wenn sich an der Vorhersage nichts ändert, werden wir zwar trotzdem, aber wohl erst gegen Mittag losfahren, denn das Hotel ist gebucht und ausserdem haben wir uns darauf gefreut, mal etwas Anderes zu sehen.

Sollte also jemand morgen irgendwo die Sonne sieht, freuen wir uns, wenn sie nach Süddeutschland geschickt wird. :)

Dienstag, 8. Mai 2018

Ein Tag zum Wegwerfen

Mehrere solcher Tage wie gestern, und man könnte sich direkt einweisen lassen. Der Arbeitstag war schon eine Katastrophe. Dem unteren Management Entscheidungen schmackhaft machen zu müssen, hinter denen man selbst nicht steht, ist immer eine schöne Aufgabe. Und den ganzen Tag von Büro zu Büro zu hüpfen, weil jeder was von einem will oder etwas nicht funktioniert, mag zwar fürs Ego gut sein, aber am Ende hat  man von den eigentlich wichtigen Dingen nichts geschafft. Und wenn man dann zwischendurch mal ins Büro zurück kommt und auf einen schmatzenden, Video schauenden Kollegen trifft, fragt man sich, was falsch läuft ...

Eigentlich wäre dann das Zuhause der Ort, an dem man sich erholt und den Tag in Ruhe ausklingen lässt. Wenn, ja wenn da nicht die verschiedenen Gerichtsverfahren wären. Post vom Scheidungsrichter, der "nicht gewillt" ist, sich die Beweise von Rosalie anzusehen und deswegen einen Gutachter beauftragen will, für den sie einen fünfstelligen Betrag vorschiessen soll. Post von ihrem Anwalt, der das ähnlich sieht und völlig empathielos um Überweisung bittet, damit das Verfahren fortgesetzt wird (ansonsten würden die Beweise halt nicht berücksichtigt werden ...?!). Und das alles bei ausstehenden Alimenten im ebenfalls fünfstelligen Bereich. Wer soll das alles bezahlen? Und wofür? Post vom Ex, der ohne Anschreiben eine Liste schickt mit Posten, an denen sich Rosalie gefälligst zu beteiligen habe, unter anderem seine Kehrichtgebühren oder ein neuer Tischtennis-Tisch. Dem Mann ist irgendwie scheinbar was auf den Kopf gefallen.

Und, nicht zu vergessen, Post vom Bau-Anwalt mit einer Stellungnahme und der Bitte um Antwort zum Baugesuch gegenüber. Da stehen vom gegnerischen Anwalt so lustige Sachen drin, wie: "Es gebe kein Gesetz, das vorschreibe, dass ein Spielplatz gerade (also waagerecht) sein müsse." Interessant, oder? auf dem geplanten "Spielplatz" könnte man nicht mal einen Ball ablegen, da der unweigerlich Richtung Strasse rollen würde. Das sei aber alles völlig in Ordnung und rechtens.

Was ist hier los mit der Justiz? Oder sind wir paranoid?

Montag, 7. Mai 2018

Die lieben Kollene (25) - Countdown

Das ist nicht nur der Countdown für eine kurze Woche mit Feier- und Brückentag, sondern auch der Beginn der "Zielgeraden" für den scheidenden Kollegen. Laut Plan soll Dienstag in einer Woche hier sein letzter Arbeitstag sein. Eigentlich hat er montags immer frei, aber er verkündete letzte Woche, dass er wegen der vielen Minusstunden nun auch noch am Montag erscheinen würde, um sein Konto auszugleichen.

Am vergangenen Freitag hat er das geplante Aufholen der Stunden schon "gut umgesetzt", in dem er zu spät kam und zu früh ging und ihm damit rund 1,5 Stunden fehlten. Und heute Morgen schrieb er ein Mail, dass er nicht kommen könne, weil er mit seiner Mutter zum Arzt müsse. Aha. Wie alt dürfte seine Mutter etwa sein - Mitte 50? Und ihr Mann kann sie nicht begleiten? Und das dauert einen ganzen Tag lang?

Mir soll es egal und recht sein. Hier vermisst ihn keiner. Spannend wird noch zu sehen sein, ob er es schafft, seinen Schreibtisch aufzuräumen. Dafür braucht er vermutlich allein schon zwei Tage. Mein "Chef" meinte neulich grossspurig, er würde ihn persönlich herbringen, um hier nach seiner Kündigung noch aufzuräumen. Darüber kann ich nur lachen. Aber ich werde den Saustall sicher nicht beseitigen.

Nun denn, auf zum Tagesgeschäft und einen guten Start in die kurze Woche!

Freitag, 4. Mai 2018

Alt gegen neu

So wirklich nötig wäre es nicht gewesen, aber nun hab ich es trotzdem getan: Mein Handy Samsung S7 Edge ist durch ein S9 ersetzt.

Das Einzige, was mich beim Edge wirklich genervt hat, waren die Fehlklicks, die man mit dem Handballen durch die stark gerundeten Ecken immer mal wieder ausgelöst hat. Ansonsten war ich mit dem Gerät sehr zufrieden und hätte nicht unbedingt ein neues gebraucht.

Nun waren aber die zwei Jahre rum, und mein Provider möchte natürlich gern, dass man Kunde bleibt. Und so lockt er mit "Geschenken". So ganz geschenkt wäre das neue Handy eigentlich nicht, aber im Augenblick gibt es eine Aktion, bei der man sein altes Handy quasi eintauschen kann. Eine gute Sache, wie ich finde, denn in meinem Schrank stapelt sich schon genug Schrott. Und mit diesem Tausch wird das neue Gerät kostenlos.

Gestern ist es angekommen und schon in Betrieb. Dank smarter Techniken ist der Umstieg heutzutage fast ein Kinderspiel. Ein paar wenige Nacharbeiten, Kennwörter und Einstellungen, und schon merkt man keinen Unterschied mehr. :) Doch: Die Kanten sind nicht ganz so rund, und damit liegt es sicherer in der Hand und man löst nicht so schnell falsche Funktionen aus.

Winziger Haken: Das Gerät besitzt einen USB-C-Anschluss, damit sind alle bisherigen Kabel mit Micro USB nutzlos. Also braucht man neue Kabel oder Adapter. Jeweils eines liegt zumindest bei. Aber dafür muss man nicht mehr fummeln, um den Stecker richtig herum einstecken zu können. Das ist doch auch Fortschritt. :)

Ach ja, Fortschritt: Ich brauche mein Telefon jetzt nur noch freundlich anzustarren, um es zu entsperren. Ganz praktisch, zumal der Fingerabdruckscanner ja inzwischen auf der Rückseite ist, was ich nicht gut finde. Man braucht ihn aber durch die neue Gesichtserkennung nur noch selten.

Erstaunlich ist, wie man sich an die neuen Grössen der Handys gewöhnt hat. Gaaanz früher fand ich alle Telefone mit Display jenseits der 4,5 Zoll riesig. Das S9 hat 5,8 Zoll, und das stört mich jetzt gar nicht mehr. Allerdings ist das Handy insgesamt nicht mehr so stark gewachsen, das grössere Display ergibt sich vor allem durch die schmalen Ränder.

Nun denn, ich hab also was für Samsungs Verkaufszahlen getan, ein Must Have ist das neue Gerät sicherlich nicht.

Donnerstag, 3. Mai 2018

Die lieben Kollegen (24) - Habemus novum collegam!

Es ist vollbracht, der neue Kollege ist ausgewählt und wird schon am 1. Juni hier anfangen. Mangels Alternative gab es letztlich nur einen wählbaren Kandidaten, und der hat nach seiner Vorstellungsrunde hier im Team den Zuschlag erhalten.

Baujahr 1994 - damit könnte auch er locker mein Sohn sein. Er ist hier in der Schweiz geboren und hat asiatische Wurzeln. Ich hab eine halbe Stunde mit ihm zusammen gesessen, und dabei machte er auf mich einen aufgeschlossenen, freundlichen und damit positiven Eindruck. Natürlich ist das nur eine Momentaufnahme und man zeigt bei einer Bewerbung immer sein bestes Gesicht. Aber ich bin zumindest verhalten optimistisch, dass der Neue eine Verbesserung im Vergleich zu seinem Vorgänger sein wird. Und vielleicht lässt er sich noch etwas beeinflussen und formen, dann wäre das allemal ein Gewinn fürs Team.

In zwei Wochen ist der alte Kollege weg. Arbeiten tut er allerdings schon jetzt kaum noch, und auf seinem Schreibtisch sieht es aus wie bei Luis Trenker im Rucksack. Ich bin froh, wenn er weg ist, ein Verlust dürfte das kaum sein, auch wenn immer ein Stück Wissen verschwindet. Immerhin war er rund fünf Jahre hier. Aber das kann man wieder aufholen, und wenn dann die Arbeit mehr Freude macht und das Team insgesamt besser funktioniert, ist das mehr Gewinn als Verlust.

Ich hoffe es sehr.

Mittwoch, 2. Mai 2018

Kult

Schon wieder ein Jahr um, und wer erinnert sich noch an den Gewinner 2017? Egal, nächste Woche ist es wieder soweit - ESC! Daumen drücken für Deutschland und die Schweiz (in der Hoffnung, dass sie es endlich mal wieder ins Finale schaffen - also bitte für die Schweiz im HF voten!).

Aber das wollte ich eigentlich gar nicht schreiben. Es ist viel "schlimmer". Als ich letzten Freitag bei meinem Vater war, lief dort der Sender "Radio Paloma". Hier wird 100% deutscher Schlager gespielt, quer durch alle Jahrzehnte. Bei den aktuellen Songs habe ich wenig Ahnung, zumal Helene, Andrea, Beatrice und Co für mich alle ähnlich klingen, aber die Lieder aus "meiner" Zeit erkannte ich wie ein menschliches Shazam nach wenigen Sekunden, manchmal im Wettstreit mit meiner Stiefmutter, der ich solche Talente gar nicht zugetraut hatte.

Als ich wieder zu Hause war, schaute ich zum Spass, ob der Sender in der Schweiz auch verfügbar wäre, und fand sogar noch eine "bessere" Variante: Paloma Kultschlager. Hier laufen nur und ohne Pause die Ohrwürmer aus den 60er, 70er und 80er Jahren. Klar, vieles wiederholt sich mit der Zeit und irgendwann wird es langweilig werden, aber jetzt es ist lustig und läuft nun momentan allabendlich in der Küche oder bei mir im Auto. Vorteil hier: Ich kann mitgrölen, ohne dass mich jemand hört, und die meisten Texte habe ich noch perfekt im Kopf.

Wir lesen bei enigen der damaligen Stars deren Vita. Nicht wenige sind leider schon verstorben, aber es scheint erstaunlich, wie viele der Herren, die in ihren Songs stets über Frauen sangen, seinerzeit schwul waren und sich früher oder später auch outeten. War das ein Phänomen dieser Zeit oder ist das noch heute so?

Dienstag, 1. Mai 2018

Grosse und noch grössere kleine Tiere

Es ist ja nicht so, dass nur der Kater tolle Tiere findet und mit nach Hause bringt. Auch ich habe am letzten Wochenende erstaunliche Entdeckungen gemacht.

Wir wissen, dass wir mindestens drei Frösche bzw. Kröten bei uns am Teich haben. Mit dem Quaken halten sie sich sehr zurück, aber kommt man den gut getarnten Tieren am Ufer des Teichs zu nahe, hört man ein lautes "Platsch" und weg sind sie. Neulich in der Sonne ist es mir aber endlich mal gelungen, zumindest schnell mit dem Handy einen Schnappschuss zu machen von dem Prachtexemplar von Wasserfrosch, dass bei uns schon mindestens seit dem letzten  Jahr zu Hause ist. Ein wirklich stattliches Tier, dass ich in dieser Größe bisher kaum gesehen habe.

Später wühlte ich am Ufer im Matsch, als mir plötzlich ein riesiger Käfer entgegen kam - ganz dunkel mit Rillen im Panzer, fast 5 cm lang und gut 1,5 cm Breite. So etwas ist mir in der Natur noch nie begegnet. Leider konnte ich ihn nicht fotografieren, denn er flüchtete und grub sich im Schlamm ein. Wir haben dann Google bemüht und sind uns ziemlich sicher, dass es sich um einen ziemlich seltenen Kolbenwasserkäfer gehandelt hat. Wenn ich mal davon ausgehe, dass es sich hier nicht um Schweizer Mutationen handelt, dann waren das spannende Naturfunde.

Apropos Funde: Es war regnerisch am letzten Sonntag, und fast folgerichtig hat Henry uns zwei wunderschöne Regenwürmer gebracht. Ist das nicht lieb? ;)


Montag, 30. April 2018

Export/Import

Das hatte ich mir etwas einfacher vorgestellt. Twoday.net schliesst, das war ja nun lange klar. Und schon vor einiger Zeit hatte ich gelesen, dass man seine Posts recht einfach exportieren kann, sofern man nicht auf die Bordmittel von twoday zurückgreift. So weit, so gut.

In der Anleitung stand auch, dass man diese Daten dann in Wordpress wieder importieren könne. Dazu braucht es lediglich ein Plugin. Klang auch einfach - das Problem: Ich hab zwar einen Account dort, aber der ist kostenfrei, und deswegen kann man dort keine Plugins hochladen. Hierfür braucht es - natürlich - die teuerste Variante mit 300 Euro im Jahr.

Und eine direkte Verarbeitung in Blogger geht auch nicht, denn die Plattform kann nur mit XML-Files umgehen, ich habe aber nur eine Textdatei. Alexblue nutzt dafür eine lokale XAMPP-Instanz. Den "Zirkus" wollte ich eigentlich vermeiden, zumal mein kleines Notebook damit ziemlich am Anschlag wäre. Und einen PC habe ich derzeit nicht.

Also bin ich mal auf die Suche gegangen und habe eine möglicherweise noch einfachere Lösung entdeckt: Hat jemand mal Bitnami ausprobiert? Funktioniert das gut? Oder gibt es vielleicht noch bessere, also einfachere Lösungen zum Transferieren von Twoday direkt nach Blogger? Immerhin habe ich die Daten sicher bei mir, aber zum Schmökern ist so eine Textdatei nicht wirklich praktisch. Ich hätte die alten Zeilen daher gern wieder irgendwo hübsch aufbereitet. Gerade gestern haben Rosalie und ich mal wieder nachgeschaut, wie das damals, vor mehr als fünf Jahren, mit uns angefangen hat ...

Falls jemand eine gute (= schnelle) Lösung für die Datenmigration hat - immer her damit. :)

Freitag, 27. April 2018

Berlin, wie es leibt und lebt

Da bin ich also wieder, in meiner alten Heimat. Trotz der Abwesenheit kann ich mich immer noch mit traumwandlerischer Sicherheit in der Stadt bewegen, als wäre ich nie weg gewesen. Und der Ärger ist auch immer noch der selbe: Kaum wollte ich zum ersten Mal S-Bahn fahren, um zu meiner Verabredung zu kommen, hieß es auf dem Bahnhof: "Nach einem Polizeieinsatz UND einer Signalstörung ist der Verkehr derzeit unregelmäßig". Der nächste Zug käme in 21 Minuten ... Ganz toll!

Abgesehen davon ist es aber schön, wieder hier zu sein. Mittwoch Frozen Strawberry Margarita mit einer alten Freundin, bis man uns quasi raus gefegt hat, gestern erst ein Besuch in meiner guten alten Behörde (bei dem ich wieder gemerkt habe, dass es Zeit wurde, von dort weg zu kommen) und dann bei E. Sie hat es gerade richtig schwer, denn ihr Stiefvater ist stark dement, redet nicht mehr, verlässt das Haus nicht und beißt und tritt nach Medizinern, die ihn versorgen wollen. Es muss schlimm sein, das mit ansehen zu müssen.

Hoffentlich bleiben mir solche Szenen bei meinem Papa später erspart. Ihn werde ich nun ab heute Mittag besuchen und sicherlich den Rest des Tages dort verbringen. Dann komme ich am Abend voll beladen ins Hotel zurück, denn bei ihm lagern diverse Pakete mit Dingen, die wir immer in Deutschland kaufen, weil sie in der Schweiz zu teuer oder gar nicht erhältlich sind. Mein jetzt noch leerer Koffer wird dann wohl voll sein.

Damit mache ich mich morgen früh auf den Weg zurück in die Schweiz. Und ich bin sicher, es wird kein trauriger Abschied, wenn ich die Maschine besteige und Berlin wieder den Rücken kehre. Ich hab mein neues Zuhause gefunden!

Mittwoch, 25. April 2018

Besuchsreise

Es ist wieder soweit - heute Mittag sitze ich im Flugzeug nach Berlin. Diesmal bin ich wieder allein unterwegs, sodass der Schwerpunkt nicht Shoppen, sondern Treffen mit Freunden und Bekannten sein wird. ;)

Wie eigentlich schon immer in meinem Leben stehen Frauen dabei im Vordergrund, denn nicht nur bei der Musik bevorzuge ich weibliche Stimmen, auch im realen Leben hatte bisher fast ausschliesslich Frauen in meiner Kontaktliste. Der einzige Mann, mit dem ich mich regelmässig traf, ist ja leider im letzten Jahr verstorben.

Woran diese Einseitigkeit liegt? Ich weiss es nicht und habe es ja auch nie drauf angelegt. Es hat sich einfach immer so ergeben. Und so bin ich heute Abend mit einer langjährigen Freundin aus meiner Jugendzeit verabredet, morgen Vormittag besuche ich eine ehemalige Kollegin im Büro, die mich auf einen Kaffee einladen möchte, und am Nachmittag treffe ich dann E. Der Freitag ist einzig meinem Papa vorbehalten, bevor ich Samstag in der Frühe wieder heim fliege zu Rosalie. Dann können wir gemeinsam das ganze Wochenende verbringen.

Es ist schon praktisch, wenn man noch bis zum Mittag arbeiten kann, dann schnell 20 Minuten zum Flughafen fährt und weitere 40 Minuten später im Flieger sitzt. Fast wie in alten Zeiten in Berlin, wo ich das ganz ähnlich gemacht habe. Nur ist es hier in Bern viel familiärer und gemütlicher.

Also dann - schnell noch ein wenig arbeiten und dann nix wie weg hier aus dem Büro!


Dienstag, 24. April 2018

Die lieben Kollegen (23) - Die Kandidaten

Mein "Chef" hat auf Nachfrage gestern mitgeteilt, dass der Spitzenkandidat für die Nachfolge des scheidenden Kollegen leider ein Reinfall war. Somit bleibt bisher ein einziger Herr übrig, wobei "Herr" schon fast übertrieben ist - er ist erst 24 und damit noch jünger als meine aktuellen Kollegen. Ich weiß gerade nicht - soll ich das gut oder schlecht finden? Auch der könnte immerhin wieder locker mein Sohn sein ...

Vermutlich werde ich ihn am kommenden Montag kennenlernen, denn er wurde zur zweiten Runde eingeladen, bei der er uns und wir ihn kennenlernen können. Es wird also spannend. Bis dahin wird sich wohl noch jemand vorstellen, und dann gibt es noch einen neuen Kandidaten - noch einmal jünger, nämlich erst 22. Irgendwie fast ein Kindergarten, wenn das so weiter geht. Ob mein Chef Angst hat vor gestandenen Männern, oder gibt es etwa niemanden im "hohen" Alter, der ins Schema passt und sich beworben hat? Ich hätte mir schon gewünscht, noch einen Menschen mit etwas Lebenserfahrung im Team zu haben. Aber vielleicht kann man einen jungen Menschen noch ein wenig "formen"? Wenn er nur etwas fleißiger und sorgfältiger als sein Vorgänger wird, wäre das schon eine Wohltat.

Mit anderen Worten: Schlimmer kann es eigentlich kaum werden, und ich gehe mal ganz fest davon aus, dass es in der jungen Generation auch noch Menschen gibt, die bereit sind, etwas fürs Geld zu leisten, anstatt nur die Hand aufzuhalten und Forderungen zu stellen.

Da wir nun schon fast Mai haben, bleibt die Frage, wann der oder die hier anfangen kann. In rund drei Wochen sind wir hier nur noch zu zweit, und der Arbeitsvorrat ist jetzt schon kaum zu überblicken. Bis ein Nachfolger fit genug ist für selbständige Arbeit, dürften nochmals Wochen und Monate vergehen. Wie das alles gehen soll, weiss ich derzeit noch nicht, zumal Einarbeitung auch viel Zeit kostet.

Kommt Zeit, kommt Rat ...


Montag, 23. April 2018

Die erste Beute

Unser schwarzes Monsterchen hat seinen Biorhythmus inzwischen so verändert, dass er meist nachts wach ist und tagsüber schläft. Fast schon ein kleines Ritual ist es geworden, dass Henry, wenn ich gegen 17:30 Uhr heim komme, mit mir zum Teich kommt und sich dort noch ein wenig neben mir in den Schatten legt. Irgendwann läuft er dann los und ist oft stundenlang unterwegs, bevor er sich wieder mal blicken lässt. Dabei geht er zwar nicht weit weg von unserem Grundstück, aber es gibt ja soo viel zu entdecken. Am Morgen zwischen 7 und 9 Uhr ist er dann völlig erschöpft und schläft wie ein Stein den ganzen tag hindurch. Zum Streicheln bleibt da inzwischen fast gar keine Zeit mehr.

Gestern Morgen kam ich ins Wohnzimmer und fand auf einem Teppich ein merkwürdiges, etwa 2 cm langes Stück irgendwas. Es sah ein wenig aus wie ein Teil eines Regenwurmes, hätte aber auch Gummi sein können. Da ich nicht sicher war, was es ist, nahm ich ein Tuch und warf es weg.

Etwa sieben Stunden später kam ich mal wieder ins Wohnzimmer und wollte gerade zum Garten gehen, als ich das hier sah! Spontan war mir klar, was das am Morgen war: Henry hat der armen Blindschleiche in den Schwanz gebissen.

Ich rief Rosalie, sie war noch überraschter als ich. Dann zog sie einen Handschuh an und versuchte, das Tier aufzunehmen. Erst dachten wir, es sei tot, aber offenbar stellte es sich nur so, denn kaum hatte Rosalie es zwischen den Fingern, fing es an zu züngeln und sich zu bewegen.Sie brachte es zurück in den Garten und legte es im tiefen Gras am Rande des Gartens ab.

Anschließend habe ich mal nachgelesen und gelernt, dass Blindschleichen bei Gefahr einen Teil des Schwanzes abwerfen können. Der wächst zwar nicht nach, aber damit kann das Tier trotzdem überleben. Es besteht also eine Chance, dass Henry das arme Tier nicht umgebracht hat, auch wenn man auf dem Bild überall ein paar ramponierte Stellen auf dem Körper sehen kann.

Was wird wohl als Nächstes im Eingang liegen?

Freitag, 20. April 2018

Zeit für Gerechtigkeit

Ich hab es ja schon mehrmals geschrieben: Bisher hatte ich im Laufe der Verhandlungen zu den Scheidungsfolgen und -formalitäten bei Rosalie stets das ungute Gefühl, dass ihr künftiger Ex sich, wie so oft, irgendwie durchmogeln kann und am Ende jeder "Runde" mit einem mehr oder weniger blauen Auge davon kommt.

Nun ist so viel Dampf im Kessel und die Beweislage - eigentlich - eindeutig, dass ich sehr, sehr hoffe, die aktuelle Runde könnte endlich mal zu einem Niederschlag führen. Rosalie klagt den ihr zustehenden Trennungsunterhalt ein, den er schon für insgesamt drei Monate schuldig ist. Der grosse Pluspunkt dabei: Sie hat dazu ein rechtskräftiges Urteil. Nun argumentiert der brave Ehemann, es gäbe irgendwelche Kosten, die er Rosalie in Rechnung stelle.

Mal ganz abgesehen davon, ob diese Kosten überhaupt von Rosalie übernommen werden müssten (zum Teil Betriebskosten für das von ihm genutzte Haus - völlig absurd!!), steht es ihm absolut nicht zu, einseitig die Alimente zu kürzen, ohne das Einverständnis seiner Ehefrau zu haben. Allenfalls könnte er diese Kosten, wenn er der Meinung ist, dies wäre legitim, gerichtlich einklagen. Alimente jedenfalls stehen in der Rangliste ganz oben und sind grundsätzlich zu bezahlen.

Den Zahlungsbefehl hat der Gute nun zum zweiten Mal verweigert, was jetzt dazu führt, dass er von Rosalies (Ersatz-)-Anwalt hoffentlich dazu gezwungen werden kann, denn: Wie oben erwähnt gibt es ein rechtskräftiges Urteil dazu, und ich wüsste nicht, wie er sich diesmal herauswinden kann. Es wird Zeit für Gerechtigkeit.