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Montag, 25. Februar 2019

Fluch oder Segen

Wenn es um unsere Stubentiger geht, sind wir durchaus so etwas wie Helikopter-Eltern. Wir nutzen Webcams, um das Geschehen im Garten verfolgen zu können, und unsere Katzenklappe meldet jeden Ein- und Ausgang ans Handy.

Es gibt einem durchaus ein gutes Gefühl, wenn man sieht, dass der oder die Racker in der Nähe sind und wohlauf. Ansonsten würde man, erst recht in dem grossen Haus, zum Teil gar nicht wissen, wer sich wann und wo drinnen aufhält. Und es würde einem auch viel später auffallen, wenn sich eine Fellnase eine Zeit lang nicht blicken lässt.

Nun wissen wir bei Henry, dass er eigentlich kaum länger als ein paar Stunden verschwindet und dann zumindest zum Fressen kurz nach Hause kommt. Wenn dann plötzlich mal die letzte Meldung rund elf Stunden zurück liegt, wird man schon ein wenig unruhig. Ein wenig besorgt sind wir sowieso, da unser Dauer-Gast-Kater Bernie ihn gern mal aus dem Haus jagt. Was also, wenn er plötzlich gar nicht mehr heim kommen möchte, weil er sich nicht mehr sicher fühlt?

Auf Rufe hört er in der Regel fast nie, also blieb uns nur zu warten ... Zum Glück kam er dann irgendwann kurz vor dem Schlafengehen ganz gemütlich angelaufen, frass ein wenig, als sei nichts geschehen, und legte sich gemütlich auf ein Bett. So konnten wir dann auch beruhigt schlafen gehen.

Vor allem auch, wenn wir nicht daheim sind, freuen wir uns immer über ein elektronisches Lebenszeichen unserer Tiger aus der Ferne, aber wenn der dann mal ausbleibt, macht man sich sofort Sorgen, in der Regel unbegründet. Trotzdem möchten wir unsere Überwachung nicht mehr missen. :-)

Mittwoch, 13. Februar 2019

Als man noch dicke Kataloge wälzte

Wer kann sich noch an die guten, alten Zeiten erinnern, in denen sich die Eltern auf die druckfrischen Versandhaus-Kataloge stürzten und diese genüsslich durchblätterten? Gibt es heute überhaupt noch Kataloge aus Papier in dieser Grössenordnung? Und ruft noch jemand die netten Damen in der Bestell-Hotline an?

Ich war vor ein paar Tagen auf der Suche nach einem Technik-Artikel. Im Internet auf einem Portal für Preisvergleiche fand ich das Objekt meiner Begierde auch schnell, und der günstigste Anbieter war: Quelle! 'Oh, die gibt es noch', war mein erster Gedanke.

Es handelte sich um den Schweizer Ableger, der offenbar immer noch sehr aktiv ist und das schon immer bekannte breite Angebot aus Mode und Technik verkauft.

Also habe ich den Artikel zum Preis von sehr günstigen 109 Franken in den Warenkorb gelegt. Nach Erstellung eines Kontos konnte ich den Bestellprozess fortführen, freute mich noch über die Möglichkeit, auf Rechnung kaufen zu können und schloss die Bestellung ab. Kurz danach erhielt ich Sonntagmittag die Bestellbestätigung. Lieferzeit drei bis fünf Tage. Perfekt.

Montagvormittag schaute ich dann neugierig in mein Kundenkonto auf der Homepage, um zu erfahren, wann das gute Stück denn bei mir eintreffen würde. Aber in meinem Profil war keine Bestellung verzeichnet! Irritiert rief ich den Kundendienst an. Die Dame war freundlich, und nachdem ich ihr mein Anliegen schilderte, konnte sie mir den Fehler zunächst auch nicht erklären und wollte meine Bestellung nun bei sich erneut eingeben.

Mittendrin meinte sie dann plötzlich etwas unsicher, sie hätte die Bestellung nun doch gefunden, sie wäre ausgesteuert worden und ein Kollege würde sich nun manuell darum kümmern. Ich sollte in den nächsten ein bis zwei Tagen noch einmal Bescheid bekommen über die Bestellung.

Diese Aussage fand ich ziemlich komisch. Mir kam in den Sinn, dass ich mal Probleme hatte mit der Bestellung einer Kreditkarte, vermutlich wegen unserer Adresse, unter der ja mal unsere Mietnomadin massenweise betrogen hat. Sollte in diesem Fall vielleicht bei Quelle eine "rote Lampe" aufgeleuchtet haben?

Da ich nicht warten wollte, dachte ich mir, man könnte das Teil ja noch einmal kaufen, diesmal per Kreditkarte, und dann später die erste Bestellung stornieren, wenn sie wieder auftauchen sollte. Aber dann das: der Artikel war jetzt 20 Franken teurer! Hatte man sich also vielleicht im Preis vertan und wollte deswegen die Bestellung nicht ausführen? Zum neuen Preis wollte ich aber nicht kaufen, also schrieb ich dem Kundendienst mit der Bitte, mir doch kurzfristig den Liefertermin für die Bestellung vom Sonntag mitzuteilen.

Es kam - nichts! Keine Antwort, keinerlei Reaktion. Gestern Mittag schaute ich dann mal wieder im Kundenkonto nach, und siehe da - die Bestellung war plötzlich wieder drin, ohne dass mich jemand informiert hätte. Aber zum neuen Preis, also 20 Franken teurer als in meinem Bestätigungsmail.

Was für eine Frechheit!

Direkt neben dem Artikel gab es - immerhin - den Button "Artikel stornieren". Zack - gedrückt - und erledigt. Ein paar Stunden später kam dann tatsächlich noch eine Antwort auf meine Frage per Mail: Da ich meinen Artikel storniert hätte, könne man nichts weiter dazu sagen. Besser ist das wohl. Und tschüss!

Nie wieder werde ich dort etwas kaufen.



Dienstag, 12. Februar 2019

Geld ausgeben leicht gemacht

Es ist erstaunlich und erschreckend zugleich, wie einfach es heutzutage ist, Geld auszugeben. Rosalie und ich sind seit einigen Wochen Kunden von Revolut, dem englischen Fintech-Unternehmen, das kostenlos und zu sehr fairen Umrechnungskursen Prepaid-Kreditkarten anbietet. Man überweist also im Voraus Geld auf das dortige Konto und kann mit seinen Karten jederzeit darüber verfügen.

Soweit, so normal. Nun gibt es manchmal Shops im Internet, da ist man sich nicht ganz so sicher, ob und wie der Laden läuft, oder man bestellt vielleicht nur einmal und nie wieder. Hier kommen nun virtuelle Kreditkarten ins Spiel. In der App des o. g. Anbieters kann man mit einem Klick eine Einmal-Karte generieren. Im Shop gibt man dann die Daten der erstellten Karte ein, bezahlt damit, die Karte verfällt und kann nicht missbraucht werden.

Das alles kostet nichts extra und funktioniert tadellos, wie wir gestern getestet haben. Innerhalb von fünf Sekunden war die Karte erstellt, binnen einer Minute im Internet-Shop eingegeben und schwups - bezahlt, samt Bestätigung der Zahlung in der Karten-App. Einfacher und sicherer geht es nicht.

Nachdem ich ein Jahr nach dem ersten USA-Urlaub mal eine Karte wegen Missbrauchs sperren lassen musste und am eigenen Leib spürte, wie leicht es offenbar ist, mit solchen Daten zu betrügen (auch wenn mir zum Glück kein finanzieller Schaden entstanden ist), ist das Verfahren hier deutlich besser und transparenter, zumal ich bei jeder Transaktion sofort in der App informiert werde. Damit habe ich auch bei den physisch vorhandenen Karten sofort die Möglichkeit, bei falschen Buchungen die Karten unmittelbar per Klick zu sperren.

Vielleicht ein kleines Stück mehr Sicherheit in Zeiten, wo der Betrug überall lauert.


Montag, 11. Februar 2019

Heile Welt

Wir sind derzeit dabei, unsere Urlaubspläne abzuklopfen. Ausserdem drängelt der Ex und möchte wissen, ob Rosalie seinem Vorschlag zustimmt: Kinder im Frühling bei uns und im Herbst bei ihm. Nun hatten wir ja eigentlich geplant, im Oktober mit beiden Kindern vielleicht, eventuell, nach Florida ...

Während die Tochter sofort Zustimmung signalisierte, war der Sohn unentschlossen. Da wir nun eine Entscheidung brauchten, haben wir gestern mit Beiden gesprochen. Die Tochter war weiterhin Feuer und Flamme, aber Sohnemann hat keine Lust auf Familienurlaub. Das eigentlich Interessante dabei war aber die Begründung ...

Seit Rosalies Ex eine neue Freundin hat, haben wir immer das Gefühl, sie sei ein Statussymbol für ihn und er stellt sie überall auffällig zur Schau. Als das Verhältnis zu Rosalie noch besser war, sind wir mal an einem Fest bei ihm gewesen. Damals kannten sich die Beiden rund ein halbes Jahr. Was uns sehr irritierte, waren die Fotos, die während der Party in Dauerschleife auf dem TV zu sehen waren: Vorwiegend (Zungen-)Kuss-Selfies der Beiden. Wie bei Teenagern! Und auch das Verhalten des Pärchens wirkte wie ein überzeichnetes Zur-Schau-Stellen des neuen Lebens und der Glückseligkeit. Rosalie fiel ausserdem auf, dass der Ex in Gegenwart seiner Neuen eine Rolle zu spielen schien und gar nicht er selbst war und ständig auf dem Sprung, ihr alles recht zu machen.

Nun sind das natürlich sehr subjektive Beobachtungen aus einer ganz speziellen Sichtweise. Aber genau diese Feststellungen bestätigte uns gestern ganz ungefragt Rosalies Sohn. Man war ja im vorletzten Jahr gemeinsam auf Hawaii: der Ex mit seinen beiden Kindern, die neue Freundin mit ihrer Tochter (alles grosszügigerweise vom Ex bezahlt ...). Und es war offenbar alles sooo (gespielt) harmonisch, das so tolle neue Leben wurde in jeder Sekunde betont, die neue Super-Familie gepriesen, es gab eine WA-Gruppe "Family-Team", dazu die Hektik von sieben Flügen in drei Wochen, Jetlag, täglich jede Menge Aktivitäten ... Das war dem Sohnemann offenbar zu viel.

Er mag darum keinen Familienurlaub mehr, hat aber betont, dass das nichts mit uns zu tun habe, sondern er einfach für sich sein möchte. Das müssen wir natürlich akzeptieren, stellt uns aber vor Probleme. Wir hatten angedacht, in unseren Lieblingshotel zwei Zimmer zu buchen, eines für die Kinder und eines für uns. Wenn nur die Tochter mitkommt, ist das blöd, und ein Zimmer zu dritt wäre auch keine Lösung, denn der Urlaub ist der Moment, in dem wir auch mal wirklich Zeit für uns haben (wollen) ...

Davon abgesehen ist völlig offen, wie viel Geld die Scheidung noch verschlingen wird. Es mag daher ratsam sein, kleine Brötchen zu backen und die schönen Pläne auf ein anderes Jahr zu verschieben. Das wäre zwar bitter, aber rational vielleicht eine sinnvolle Entscheidung.


Donnerstag, 7. Februar 2019

Wunder der Technik

Ich muss schon sagen, dass ich bei genauerer Überlegung selbst als IT-Mensch doch immer wieder mal fasziniert bin, was Technik heutzutage so kann. Gerade bei uns daheim auf dem Land - und verglichen mit Deutschland! Vor unserem Haus wurde ein dünnes Drähtchen in 5m Höhe quer über die Strasse zum nächsten Mast gespannt, und mit diesem schwarzen Kabel bin ich nun in der Lage, mir Live-Bilder von Key West anzschauen, binnen Millisekunden Millionen von Musikstücken abzurufen, meinen Papa nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen und Briefe in nullkommanichts in die ganze Welt zu senden. Ist das nicht eigentlich unvorstellbar?

Begeistert bin ich dabei tatsächlich vom Ausbaustandard hier in der Schweiz. Wenn ich meinen Papa sehe oder auch eine ehemalige Kollegin, die beide mitten in der Stadt wohnen und froh sind, knapp 6000 MBit/s durch die Leitung zu bekommen, und das dann mit uns vergleiche, am Dorfrand, das Drähtchen über der Strasse, und dann rassige 110000 MBit/s ...

Wer erinnert sich noch an alte Zeiten mit analogem Modem und so: Habe ich früher zum Herunterladen eines Liedes fast eine halbe Stunde warten müssen, landet heute ein ganzes Album in einer Minute auf meiner Festplatte. Am besten hat man vorher noch in der Familie gefragt, ob jemand einen Anruf erwartet, damit der Download nicht vielleicht durch ein Anrufsignal unterbrochen wurde.Und soeben hat mein Handy (!) satte 1,8 GB für das neue Android Pie mal eben aus dem Netz gesaugt. Irre.

Man nimmt es heute schon als selbstverständlich hin, dabei ist diese Technik noch gar nicht so alt. Verzichten möchte ich aber nicht mehr darauf. Irgendwie ist es auch cool, meinen smarten elektronischen Zuhörer mal eben zu bitten, Mamma Mia von ABBA zu spielen, und eine Sekunde später läuft der Song auf einem Lautsprecher meiner Wahl.

Die Kehrseite der Medaille sei natürlich auch nicht ganz vergessen: Wenn ich heute sehe, dass Rosalies Kinder keine Sekunde ohne ein Internet-Gerät sein können, mit Handy oder gar Notebook vor der Nase sogar aufs Klo gehen, dann frage ich mich, ob wir "Alten" uns daran gewöhnen müssen, weil es normal geworden ist, oder ob man einschreiten müsste. Obwohl ich nun wirklich kein Handy-Junkie bin, erzählt mir mein Smartphone, dass selbst ich täglich schon zwischen ein und zwei Stunden aktiv mit dem Gerät verbringe. Bei den Kindern ist es vermutlich drei oder vier Mal so viel Zeit, wenn man das Notebook noch dazu rechnet.

Es gibt eine schöne Karikatur zu dem Thema: Früher musste man die Kids an den Haaren ins Haus zerren, heute muss man die Kids an den Haaren ins Freie ziehen. Muss man sich darüber Gedanken machen oder ist das der Lauf der Dinge?

Montag, 7. Januar 2019

Revolut(ion)

Zu meiner Zeit in Deutschland bin ich lange ohne jegliche Kreditkarte ausgekommen, zumal die Akzeptanz in deutschen Geschäften sowieso sehr eingeschränkt war und man solche Karten daher kaum nutzen konnte.

Mit zunehmendem Online-Einkauf kam ich auf Dauer aber nicht drum herum, zumal auch die Flugtickets nur mit einer Kreditkarte zu kaufen waren. Also habe ich mir vor rund sechs Jahren dann zum ersten Mal eine solche Plastikkarte zugelegt.

Solange man damit nur in Euro bezahlt, gibt es auch kein Problem und es ist wirklich praktisch. Schwierig wird es, sobald man in einer anderen Währung zahlen möchte. Da schlägt die Bank dann gleich doppelt zu: Mit Fremdwährungsspesen und einem nicht gerade freundlichen Umrechnungskurs. Das Problem hatte und habe ich mit meinem deutschen Konto hier in der Schweiz und natürlich auch bei unseren Reisen in die USA. Da kommen schon ansehnliche Beträge zusammen, allein schon durch die 1,75% Gebühren für jede Zahlung.

Damit ist nun Schluss. Seit einigen Jahren schon gibt es ein Fintech-Startup in England, dass genau dieses Ärgernis beseitigt: Revolut. Man bietet Kreditkarten an, die im Standard kostenlos sind, keine Gebühren fordern für Zahlungen und ausserdem immer zum Interbanken-Preis umrechnen, also ohne Banken-Aufschlag.

Man liest viel Gutes über das Unternehmen, und auch mein Kollege hat neulich gute Erfahrungen damit gemacht, selbst in der Ukraine. Da es sich um eine Prepaid-Karte handelt, ist möglicher Schaden durch Verlust oder Betrug auch begrenzt.

Die erste kostenlose Karte ist letzte Woche angekommen und ich werde sie dann im Februar in Berlin ausgiebig testen. Wenn das so gut funktioniert wie beschrieben, kann ich mir künftig das lästige Überweisen aufs deutsche Konto sparen, denn auch dabei wird beim Umrechnen zwischen Franken und Euro von der Bank natürlich ein Aufschlag berechnet von etwa 1,5 Rappen pro Franken. Hört sich nicht so viel an, läppert sich aber mit der Zeit.

Auch die App, mit der man seine Karten und das Prepaid-Konto steuert, macht einen guten Eindruck. Ich bin gespannt - der nächste Urlaub kann kommen. :-)

Ach ja - apropos schöne neue Welt: Man kann über Sinn und Unsinn des Smart Home, wie neulich schon erwähnt, natürlich trefflich streiten. Aber es hat auch seine Vorteile! Gestern Abend im Bett fiel Rosalie ein, dass sie im Erdgeschoss das Licht brennen liess. Nochmal aufstehen und runter gehen? Ach nö! Google erledigte das einfach für uns per Sprachbefehl: Ok Google, Lampen ausschalten! Erledigt. Ist das nicht mega cool? :-))




Montag, 17. Dezember 2018

Best of Katzen 2018

Sie sind schon zuckersüss, diese Fellgeschöpfe. Obwohl jedes Tier seinen eigenen, durchaus unterscheidbaren Charakter hat, haben sie doch alle etwas Niedliches, Herzerwärmendes.

In diesem Jahr hat sich die Anzahl der Dauer- und Zeitbewohner in unserem Haus bekanntlich schlagartig vervierfacht. Gerade jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, sind drei Katzen hier und schlafen in verschiedenen Räumen. Eine davon, die Freundin von Henry, hat einen toten Spatz mitgebracht. Das ist leider die Kehrseite der Medaille, aber man kann es leider den Raubtieren nicht abgewöhnen.

Vor lauter Begeisterung haben wir viele Fotos von den kleinen Stubentigern gemacht, denn fotogen sins sie irgendwie alle. Vor allem, das muss man neidlos anerkennen, natürlich Bernie:



Süß war aber auch der Augenblick, als wir das Buffet an der Tür eröffnet haben. Damals waren zwei der Kätzchen noch recht scheu:











Unser eigener Kater ist uns natürlich nach wie vor am wichtigsten. Hier hat er gerade einen seiner Lieblingsplätze erobert - auf dem Bügelbrett:



Und seine Freundin soll natürlich auch nicht fehlen in der Sammlung.



Ja, sie sind schon sehr niedlich und wir haben viel Freude mit den vier Rackern. Sie muntern einen auf, beruhigen, bringen einen zum Lachen und hören zu. Und doch haben sie stets ihren eigenen Kopf und zeigen einem deutlich, wenn es genug ist.

Statt einer zweiten Katze aus dem Heim haben wir nun vier, die freiwillig zu uns kommen. Wer hätte das gedacht ...

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Nackte "Attraktionen"

Als wir letzte Woche meinen Vater besuchten, kamen wir irgendwann auf das Fernsehprogramm zu sprechen. Da erwähnte er, dass er neulich zufällig auf eine Sendung gestossen sei, bei der man nackte Menschen begutachten würde. Mir fiel "Adam und Eva" ein, aber er meinte eine andere Sendung, nämlich "Naked Attraction".

"Dating hautnah" und "Doku Soap" verspricht die Programmvorschau - aha. Dank Replay-Funktion haben wir in zwei Folgen rein geschaut. Ich glaube, Realsatire wäre die bessere Beschreibung für diesen Unsinn. Hier geht es um nichts Anderes als eine Fleischbeschau und einen Grund, um Genitalien in Grossaufnahme im TV zeigen zu können.

Wer es nicht kennt: Eine Frau oder ein Mann darf sich aus sechs Personen eine aussuchen, mit der er dann ein Date hat. Das "Besondere"dabei ist, dass diese Personen komplett nackt sind, in farbigen, undurchsichtigen Boxen stehen, und diese Boxen sich von unten nach oben öffnen. In der ersten Runde sieht man also nur Beine und die Genitalien. Der "Kandidat" schaut sich die "Dinger" an und gibt seine Kommentare ab. Das allein ist schon so dämlich, dass man ständig lachen muss. Im zweiten Schritt sieht man dann die Brust bzw. Brüste. Dann die Gesichter und im letzten Teil dürfen die verbliebenen Personen (eine scheidet immer aus) sogar noch etwas sagen! Bevor sich der Kandidat sein Date aussucht, muss der sich schliesslich auch noch nackig machen. Und so sind am Schluss alle nackt, bis auf die Moderatorin.

Na, habe ich Euer Interesse geweckt? Die Fleischbeschau läuft derzeit immer montags am späten Abend. Wer sich also mal fremdschämen oder seine Genitalien mit denen anderer Menschen in Grossaufnahme vergleichen möchte - viel Vergnügen. :-)

Ach ja - in der letzten Sendung vom vergangenen Montag war ein Mann dabei mit FÜNF grossen Ringen am Penis, davon zwei direkt an der Eichel. Das tat mir schon beim Hinschauen weh. Du meine Güte, was sich manche Menschen so antun ...

Freitag, 30. November 2018

Wer kann dazu schon "nein" sagen

Als meine Allergie besser wurde und wir Henry zu uns holten, galt als strikte Regel, dass das Schlafzimmer tabu ist, damit ich zumindest einen Rückzugsort im Haus habe, an dem ich mich "erholen" kann.

Irgendwann haben wir die Regel aufgegeben, da meine Symptome immer weniger wurden und wir es nicht mehr ertragen haben, dass der arme Kater in der Nacht nicht bei uns sein konnte. Fortan schlief er eigentlich jede Nacht in unserem Zimmer.

Das änderte sich dann, nachdem er raus durfte, genau wie sein Biorhythmus. Er wurde nun nachtaktiv und irgendwann kam er in der Nacht gar nicht mehr zu uns.

Seit nun Bernie bei uns eingezogen ist, haben wir einen neuen Schlafgast im Bett. Fast jede Nacht verbringt er bei uns, manchmal unauffällig am Fussende, manchmal auch eher präsent ... Aber kann man bei diesem Anblick das arme Tier verjagen?

Irgendwie sind ja alle Tiere (und auch Menschen) sehr niedlich, wenn sie schlafen. Henry und auch die weiteren "Gäste" sind da keine Ausnahme ...





Schönes Wochenende!


Samstag, 17. November 2018

Was Putziges zum Wochenende

Rein zufällig haben wir eine ganz witzige Szene entdeckt, die sich Freitagmorgen bei uns vor der Gartentür abgespielt hat. Das ist kein Fake, sondern wirklich echt. Man achte auf den Baum ...

Schönes Wochenende!


Mittwoch, 14. November 2018

Das waren noch Zeiten

Neulich stiessen wir beim Zappen und Scrollen durchs Programm am Abend zufällig auf eine Folge "Biene Maja". Die gute, alte Zeichentrickserie. Was für eine Wohltat: langsame Bildfolgen, süsse Musik, einfache, niedliche Handlung mit sympathischen Charakteren.

Und heute? Bei aktuellen Serien muss es ständig knallen, explodieren, alles ist hektisch, Action im Sekundentakt, immer höher, schneller, weiter. Und am besten Binge Watching und alle 23 Folgen hintereinander schauen. Und weil das immer noch viel zu langweilig ist, hat man als Teenie einen zweiten Bildschirm, auf dem man gleichzeitig noch SIMS spielt.

Und die Erwachsenen? Die schauen "Bachelor" (inklusive "Live-Ticker" in den Apps der Boulevard-Zeitungen!) oder gar "Adam und Eva". Was für ein Unfug ist das denn? Menschen wackeln mit ihren (total rasierten) Genitalien durchs Bild und suchen dabei ihre grosse Liebe. Wer will das sehen? Wir haben, ebenfalls an besagtem Abend, einen kurzen Ausschnitt geschaut, in dem gerade Gina-Lisa L. zu bewundern war. Oh Gott, ist die verunstaltet! Das Gesicht mit den aufgespritzten Lippen zur Fratze entstellt und Brüste, die mit Natur nicht das Geringste zu tun haben. Gibt es wirklich Männer, denen so etwas gefällt? In Key West haben wir eine Frau gesehen, deren Brüste buchstäblich bis zum Bauchnabel wie Schläuche hingen. Das ist dann das andere Extrem und auch nicht gerade hübsch anzusehen. Zur Schau stellen würde ich die als Frau wohl eher nicht. Aber riesige "aufgesetzte Halbschalen", die sich keinen Millimeter bewegen, sind, zumindest für meinen Geschmack, ebenso wenig sexy und erinnern eher an eine Gummipuppe.

Eigentlich waren wir nur auf der Suche nach einer aktuellen Nachrichtensendung. Die haben wir nicht gefunden, und daher nach fünf Minuten den Fernseher wieder ausgeschaltet. Gute Nacht.

Donnerstag, 8. November 2018

Ich will auch rein!

Wir haben mittlerweile den "Widerstand" und die Zurückhaltung aufgebeben. Da Bernie offenbar in seinem Zuhause nicht vermisst wird (Rosalie hatte dort Bescheid gesagt, dass er oft bei uns im Garten ist, und falls man ihn sucht, sollte man bei uns fragen), lassen wir ihn jederzeit herein, wenn er vor der Tür steht, und seit unserer Rückkehr schläft er jede Nacht in meinem Bett. Es scheint, als geniesse er vor allem die Ruhe und auch die menschliche Aufmerksamkeit und Nähe. Offenbar hat er mit seinen 12 Jahren ein tolles Seniorenheim gefunden.

Das scheint sich draussen im Dorf herum zu "sprechen". Schon vor dem Urlaub und jetzt danach regelmässig gegen 18 Uhr findet sich eine Katze am Haus ein und sitzt dort zum Teil stundenlang, während sie die Tür im Auge behält. Im Gegensatz zu Bernie ist sie sehr scheu und gibt keinen Ton von sich. Sie sieht nicht ganz so gepflegt aus, hat mehrere Schrammen an der Nase und eine recht frische Wunde auf der Stirn.

Sie (oder er) wirkt sehr mitleiderregend, daher bekommt sie nun auch wenig Futter von uns. Und inzwischen reisst sie zumindest nicht mehr aus, wenn man die Tür öffnet, um ihr etwas zu geben. Sie bleibt aber immer auf Distanz.

Neulich habe ich am Abend mal die Tür angelehnt gelassen und über die Webcam zugeschaut, was sie macht. Tatsächlich traute sie sich irgendwann ins Zimmer und lag dann sogar für eine kurze Zeit auf einem Korbstuhl.

Allerdings schaute ich nicht die ganze Zeit auf den Monitor, und plötzlich hatten wir zusätzlich noch eine ganz andere Katze im Zimmer. Sehr neugierig, sehr aufgeschlossen. Es vergingen keine fünf Minuten, da stand sie plötzlich im ersten Stock direkt vor uns und der Küche. Alle haben sich erschreckt und sie ist dann gemütlich wieder raus spaziert.

Gestern Morgen war sie nun auch draussen vor dem Haus. Und kaum hatte ich die Tür geöffnet, kam sie mauzend herein, drückte sich gegen meine Beine und meine Hand und liess mich nicht mehr aus den Augen. So süss! Und dann haben wir sie wieder erkannt: Es ist Henrys "Freundin". Im Sommer war sie öfter da und tollte mit Henry durch den Garten. Dann sahen wir sie lange nicht, und nun kommt sie täglich und ist auch plötzlich ganz zutraulich. Sie wohnt wohl im selben Haus wie Bernie - ein Zufall?





Hier lag sie mal einen Moment lang und flirtete mit Henry. Sonst ist sie immer sehr neugierig und aufgeregt, aber ich konnte sie gestern Abend dann nach einigen Minuten mal etwas beruhigen, sodass sie sich noch einmal ruhig auf den Boden legte und den Kopf in meine Hand drückte.

Das erinnerte mich an das Buch über Homöopathie bei Katzen, das Rosalie kürzlich gekauft hat. Dort werden u. a. fünf verschiedene Hand-Typen und deren Wirkung auf Katzen beschrieben. Schon beim Überfliegen des Textes war völlig klar, welche Hand ich habe, nämlich die, zu der Katzen am schnellsten Vertrauen haben und die gut beruhigen kann. Auch die Beschreibung der Handform passt absolut. Und Katzen suchten schon immer meine Nähe, nur musste ich bis vor 1,5 Jahren wegen meiner Allergie sehr zurückhaltend sein.

Wer hätte damals gedacht, dass eines Tages zwei Katzen in unserem Schlafzimmer schlafen, eine im Bett und die andere daneben? Die Kinder sind auch begeistert von unseren Stubentigern, schliesslich sind es für sie die ersten Haustiere überhaupt.

Bei all dem Katzentrubel im und um das Haus haben wir unsere Idee, noch ein Tier aus dem Heim zu holen, vorerst auf Eis gelegt. Wir warten mal ab, wie sich das Ganze entwickelt, und dann überlegen wir erneut. Das Kätzchen, das wir uns ausgesucht hatten, ist wegen ihrer Scheu so schwer vermittelbar, dass es auch später vermutlich noch auf uns warten wird.


Samstag, 3. November 2018

Die zweite Urlaubswoche

Nach einer Woche Fort Lauderdale in einem wirklich sehr angenehmen Hotel fiel uns die Weiterreise fast ein wenig schwer. Wir machten und mit dem Auto auf die gut vierstündige Reise nach Key West, vorbei an Miami, entlang der vielen kleinen Keys und langen Brücken übers offene Meer. Beim letzten Mal spielte das Radio "Kokomo" von den Beach Boys, was mir seit dem als Inbegriff des Florida-Urlaubs regelmäßig Gänsehaut bereitet, wenn ich es höre. Und wir mussten auch diesmal nicht lange warten, bis es im Radio (mit voller Lautstärke) lief.

Leider waren wir vom Hotel in Key West diesmal nicht ganz so begeistert. Wir hatten zwar das selbe Zimmer, aber im Resort gab es eine größere Gruppe von Leuten aus New York, die dort wohl mal richtig feiern und die Sau rauslassen wollten. So saßen oder standen sie meist ab Mittag im Wasser am Pool, Wein oder Bier in der Hand und zum Teil noch Zigarette oder Zigarre. Mit der Zeit zeigte auch der Alkohol in der Hitze Wirkung und sie wurden immer lauter. Das war nervig.

Aber ansonsten haben wir auch die zweite Woche sehr genossen. Ziemlich schräg dabei war das dortige Fantasy-Fest, das seit mehreren Jahren in Key West im Oktober stattfindet. Wir konnten uns wenig darunter vorstellen und interessierten uns zunächst kaum dafür. Bis wir dann an einem Nachmittag zufällig eine "Parade" von Fahrrädern sahen, die durch die Straßen fuhren. Das sah dann zum Beispiel so aus wie hier links im Bild.

Beim Fantasy-Fest geht es in erster Linie darum, sich zu verkleiden. Neun Tage lang, auch am Tage, wen man denn will. Nun ist es in Florida immer und überall heiß. Dementsprechend knapp fallen viele der Verkleidungen aus. Erscheinen die Amis in der Regel prüde, erlebt man hier das absolute Gegenteil. Alles schräg, verrückt, wie in einer Art riesiger Loveparade. Wir sahen die Fahrerinnen aus dem Bild dann später am Abend auch wieder, dort wo nachts das Leben tobt, man sich trifft, bestaunt, etwas trinkt, tanzt und feiert. Und möglichst auffällig ist. Und sei es durch Körperbemalung ...



Ich könnte eine lange Serie an nackten Brüsten und fast nackten Genitalien hier hochladen, aber das wollt Ihr sicher nicht sehen. ;-)

Stattdessen noch ein paar Impressionen vom Schmetterlingsmuseum. Ein wunderschöner kleiner Ort voll von bunten Faltern, Vögeln und auch zwei Flamingos. Sehr liebevoll eingerichtet und beeindruckend. Der Schmetterling ist übrigens der gleiche, von außen und von innen ...



Wie gesagt - das Wetter in Key West ist fast immer ein Traum. Manchmal aber dann auch kurz und überraschend ein Albtraum. Auf dem Rückweg vom Fest wurden wir eines Abends auch überrascht. Das Tolle ist, dass so ein tropischer Regen heftig ist, aber meist nur Minuten anhält und dabei so warm ist, dass man sich nicht zwingend unterstellen muss, falls es einem nichts ausmacht, mit nassen Klamotten durch die Stadt zu laufen:



Nach einer knappen Woche dort hieß es auch hier, Abschied zu nehmen. Es ist hier allerdings sehr angenehm, dass der Flughafen in Key West winzig ist und man kaum Menschen trifft. Eine entspanntere Abreise habe ich bisher nur in Bern erlebt. Nur fehlte da diese traumhafte Aussicht auf das Meer:



Im letzten Teil dann noch ein paar Bilder von Washington, D. C.

Mittwoch, 2. Mai 2018

Kult

Schon wieder ein Jahr um, und wer erinnert sich noch an den Gewinner 2017? Egal, nächste Woche ist es wieder soweit - ESC! Daumen drücken für Deutschland und die Schweiz (in der Hoffnung, dass sie es endlich mal wieder ins Finale schaffen - also bitte für die Schweiz im HF voten!).

Aber das wollte ich eigentlich gar nicht schreiben. Es ist viel "schlimmer". Als ich letzten Freitag bei meinem Vater war, lief dort der Sender "Radio Paloma". Hier wird 100% deutscher Schlager gespielt, quer durch alle Jahrzehnte. Bei den aktuellen Songs habe ich wenig Ahnung, zumal Helene, Andrea, Beatrice und Co für mich alle ähnlich klingen, aber die Lieder aus "meiner" Zeit erkannte ich wie ein menschliches Shazam nach wenigen Sekunden, manchmal im Wettstreit mit meiner Stiefmutter, der ich solche Talente gar nicht zugetraut hatte.

Als ich wieder zu Hause war, schaute ich zum Spass, ob der Sender in der Schweiz auch verfügbar wäre, und fand sogar noch eine "bessere" Variante: Paloma Kultschlager. Hier laufen nur und ohne Pause die Ohrwürmer aus den 60er, 70er und 80er Jahren. Klar, vieles wiederholt sich mit der Zeit und irgendwann wird es langweilig werden, aber jetzt es ist lustig und läuft nun momentan allabendlich in der Küche oder bei mir im Auto. Vorteil hier: Ich kann mitgrölen, ohne dass mich jemand hört, und die meisten Texte habe ich noch perfekt im Kopf.

Wir lesen bei enigen der damaligen Stars deren Vita. Nicht wenige sind leider schon verstorben, aber es scheint erstaunlich, wie viele der Herren, die in ihren Songs stets über Frauen sangen, seinerzeit schwul waren und sich früher oder später auch outeten. War das ein Phänomen dieser Zeit oder ist das noch heute so?

Donnerstag, 1. März 2018

Das war jetzt nicht nötig

Mit grossem Getöse verabschiedet sich der Winter. Hatten wir während der ganzen Saison bisher so gut wie keinen Schnee, hat es in der Nacht und den ganzen Morgen über aber sowas von heftig geschneit, dass ich kurz davor war, zu Hause zu bleiben.

Jeder kleine Anstieg war selbst mit Winterreifen durch den tiefen Schnee eine Herausforderung. Draussen auf dem Land wird natürlich kaum und nur zögerlich geräumt, und so war ich kurz nach sechs quasi der Räumpflug für die nach mir fahrenden Autos ...

Ich hatte dabei noch Glück, denn auf meiner Autobahnseite lief der Verkehr mit rund 60 km/h noch flüssig, während auf der Gegenseite ein Unfall schon alles zum Erliegen gebracht hatte. Und so war ich nach etwa der doppelten Zeit fast auf meinem Parkplatz angekommen.

Der ist aber bei so einer Witterung nochmal eine Herausforderung. Erst muss man die Schranke öffnen per Chip, und dann führt eine etwa 15 m lange, sehr schmale und von Mauern umgegebene recht steile Rampe nach oben auf die Parkplattform. Zu schwunghaft kann man die Sache nicht angehen, denn wenn das Auto sich weg dreht, steht man sofort in der Mauer. Fährt man aber zu langsam, bleibt man auf halber Strecke stehen. Ich hab es mit Mühe und Not geschafft, innerhalb von rund 30 Sekunden im Schneckentempo mit viel durchdrehenden Rädern die Höhe zu erklimmen.

Wie erwartet war ich der Erste im Büro, obwohl ich den weitesten Weg habe ... Nun hoffe ich, dass sich das Wetter bis zum Feierabend beruhigt. Und dann wartet ein langes Wochenende mit meinem Schatz und Kater Henry. :)

Freitag, 9. Februar 2018

Beleidigte Kaffeemaschine

Rosalie und ich sind ziemlich begeisterte Kaffeetrinker. Am Wochenende werden schnell schon erst mal zwei Tassen fällig, bevor wir überhaupt das Bett verlassen. In meiner alten Heimat Berlin hatte ich als Single eine ganz einfache Filtermaschine, der einzige Luxus daneben war ein elektrische Mühle, mit der ich die gemahlenen, herrlich aromatischen Bohnen frisch direkt in den Filter schütten konnte.

Rosalie hat dagegen schon lange Kapselmaschinen. Mir sind die Dinger eigentlich ein Graus, nicht nur wegen des vielen Mülls und der umgerechnet hohen Preise für eine Tasse Kaffee. Es gibt auch nur wenige Sorten, die wie "richtiger" Kaffee schmecken. Mein grosser Wunsch ist daher seit Jahren ein Vollautomat: Morgens aus dem Bett steigen, einen Knopf drücken, und kurz danach frisch gemahlenen, frisch gebrühten Kaffee abholen.

Nun haben wir derzeit eine Kapselmaschine von Tchibo. Seit einiger Zeit schon leckt sie und wir müssen sie dann trocken legen. Das ist aber zu verkraften. Vor einem Monat waren wir bei einer Veranstaltung, bei der für die Gäste ein wunderschöner Kaffeevollautomat bereit stand: Knopf drücken, warten, genießen. Da war mein Wunsch wieder präsent.

Nun hab ich mich Anfang der Woche mal daran gemacht, den Markt zu erkunden, und dabei habe ich zwei, drei Geräte gefunden, die in Frage kommen würden. Wie der Zufall so will, hat eine Freundin von Rosalie aber eine Maschine rum zu stehen, die sie nicht benutzt, weil sie keinen Kaffee trinkt. Diese Info haben wir vorgestern erhalten. Und seit gestern Morgen funktioniert nun unsere aktuelle Kapselmaschine nicht mehr!

Ist sie eingeschnappt und beleidigt? Oder ist es nur die gewöhnliche geplante Obsoleszenz? Alles Zureden, Streicheln, Reinigen half nicht, sie lässt kein Wasser mehr raus, brummt nur noch traurig vor sich hin. Vermutlich ist sogar noch Garantie drauf, aber wenn die neue, "richtige" Maschine in Kürze in der Küche steht - wer trinkt dann noch Kapsel-Kaffee?

Nun wird sie also wohl das Zeitliche segnen ...

Dienstag, 23. Januar 2018

Paranormal?

Vielleicht habe ich zu viele Filme zum Thema gesehen, aber bei einem Haus, das schon sehr alt ist, kann womöglich so Einiges an Merkwürdigkeiten passieren, oder?

Eigentlich wollte ich noch ein kurzes Video dazu hochladen, aber irgendwie weigert sich Blogger gerade ... Zu sehen wäre eine Art kurzes Schneegestöber, das die IR-Kamera mitten in der Nacht auf dem Dachboden aufgezeichnet hat, obwohl alle Fenster geschlossen waren. Wie kann das sein?

Dazu glauben die Kinder gehört zu haben, dass oben nachts etwas umgefallen ist oder Möbel verrückt wurden. Der Kater schlief zu dieser Zeit bei uns im Zimmer und scheidet als Verursacher daher aus. Wer also kann es sonst gewesen sein, oder haben die Kinder das geträumt? Gibt es Dinge, die man nicht immer mit den Gesetzen der Naturwissenschaften erklären kann?

Es heisst ja, dass in den meisten Fantasiegeschichten auch ein Funke Wahrheit enthalten ist. Ob vielleicht doch der eine oder andere Geist aus 150 Jahren Geschichte noch irgendwo im Haus wohnt und sich hier und da bemerkbar macht?

Solange man uns in Ruhe lässt, sind alle Wesen herzlich willkommen. :))

Mittwoch, 6. September 2017

Alle Jahre wieder

Endlich ist es soweit - diverse Supermarkt-Ketten in der Schweiz haben seit 31. August wieder Weihnachtsgebäck im Sortiment. Seit 31. August! Das ist noch vor dem meteorologischen Herbstanfang! Angeblich würden das die Kunden so wünschen ...

Also mal ehrlich - kennt jemand einen Kunden, der mitten im Sommer darauf besteht, einen Lebkuchen essen zu wollen? Was ist das für ein Irrsinn? Man beeilt sich dann auch gleich zu sagen, dass diese Diskussion um den Starttermin jedes Jahr aufkommen würde, aber man immer genau zur gleichen Zeit mit dem Verkauf von weihnachtlichen Süssigkeiten beginnen würde. Wie beruhigend.

Ich nehme mal an, dass es in Deutschland auch nicht anders ist. Aber zum Glück schliessen sich nicht alle grossen Märkte diesem Wahnsinn an, einige wollen erst im Oktober, was ich als vollkommen ausreichend erachte, starten. Ich fände es eigentlich noch besser, würde man erst nach dem genauso aberwitzigen Halloween-Hype mit dem Verkauf von Weihnachtsmännern beginnen. Aber da die Dinger wohl sowieso schon direkt nach Ostern produziert werden, wären sie dann vermutlich schon viel zu alt, um noch geniessbar zu sein.

Wie dem auch sei - man muss das Zeug ja jetzt noch nicht kaufen. Ich finde es lediglich etwas verstörend, wenn mir bei 25° C Aussentemperatur im Regal Weihnachtsmänner zuwinken. Dabei hat gerade erst die neue Mon Chéri-Saison begonnen! :)

Montag, 26. Juni 2017

Abgeschnitten von der Welt

Als wir uns vor rund drei Jahren entschieden, das Haus in diesem Dorf zu kaufen, war uns bewusst, dass die Lage wunderschön ist, die Infrastruktur jedoch zu wünschen übrig lässt. Es gibt nicht ein einziges Geschäft im Ort, und lediglich morgens, mittags und abends fahren insgesamt neun Busse (beide Richtungen zusammen gezählt). Und das auch nur montags bis freitags ...

Man ist also auf sein Auto angewiesen. Nun ja, das Fahrrad wäre vielleicht noch eine Alternative für bestimmte Ziele, aber es ist schon recht hügelig und man sollte etwas trainiert sein und ein gutes Velo haben, um ohne Herzinfarkt zum nächsten Dorf zu kommen. :)

Doch nun haben wir zufällig erfahren, dass es ab Dezember gar keinen öffentlichen Nahverkehr im Dorf mehr geben soll. Damit wären wir also komplett von der Aussenwelt abgeschnitten, und alle die (wenigen), die den Bus für die Fahrt zur Arbeit nutzen, müssen dann auch noch aufs Auto umsteigen.

Für uns könnte es vor allem zum Problem werden, wenn wir die Kinder nach dem Unterricht nicht von der Schule abholen können und sie eigentlich den Bus nehmen müssten. Wie das künftig funktionieren soll (es sind ja auch andere Kinder betroffen), ist noch völlig offen.

Schön, dass es immer wieder neue Probleme zu lösen gilt. Dabei haben wir eigentlich schon genug am Hals ...

Mittwoch, 7. Juni 2017

Tierische Untermieter

Als ich am Montag auf unserer Terrasse unterwegs war, entdeckte ich mittendrin ein Wollknäuel. Erst dachte ich, es sei Unrat, dann erkannte ich, als ich näher kam, dass es wohl zwei Mäuse sein müssen. Ich hielt sie für tot, da sie sich überhaupt nicht bewegten.

Bevor ich mich darum kümmerte, rief ich Rosalie, um sich die Tiere anzuschauen. Sie kam herunter und meinte, die beiden winzigen Mäuse würden noch leben! Und tatsächlich, wenn man genau hinschaute, sah man sie atmen.

Also Handschuhe angelegt, eine Kiste gesucht, und die beiden Mäuschen vorsichtig hinein buxiert. Bei den vielen Katzen im Garten hätten sie wohl keine Stunde mehr dort sitzen können.

Doch was nun? Meiner Liebsten fiel ein, dass wir noch ein Aquarium im Keller haben. Also haben wir das flink zum Terrarium umgebaut, Erde, Stroh, Gras und ein kleines improvisiertes Häuschen hinein getan und fertig war das Maus-Heim für Feivel 1 und Feivel 2. Wir legten Haferflocken und Wasser mit hinein, an dem sie sich auch recht schnell zu schaffen machten. Es ist ja so süß, wenn sie eine Flocke in die Vorderpfoten nehmen und daran knabbern.

Dienstagmorgen vor der Arbeit galt der erste Blick dann auch den neuen Untermietern, deren Behausung wir wegen der Kälte draussen ins Zimmer gestellt hatten. Beide schienen die Nacht recht gut überstanden zu haben.

Als ich gestern Abend heim kam, sah es leider anders aus. Eine der Mäuse lag apathisch vor dem Mäusehaus und atmete kaum noch. Minuten später war sie leider gestorben. Wir haben sie im Garten beerdigt.

Die zweite Maus wirkt aber noch fit. Wir werden versuchen, sie aufzupäppeln und kurz vor unserem Urlaub, dann sollte sie etwa 8 Wochen alt sein, in die Natur entlassen.

Hier noch Bilder der süßen Mäuschen. Auf dem ersten sieht man, wie wir sie gefunden haben. Auf dem anderen Bild erkennt man im Vergleich mit dem Flaschendeckel, wie klein sie sind: