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Freitag, 15. November 2019

Tom und Jerry daheim

Wir sind froh, dass es unserem Henry besser geht, die Wunde heilt endlich. Und der Panther wirkt auch wieder fitter als zuletzt.

Seit gestern Abend scheint er auch einen neuen "Kumpel" gefunden zu haben. Rosalie berichtete mir zunächst, er würde unten immer an einer bestimmten Stelle hocken und ganz unruhig warten. Heute Morgen dann das gleiche Spiel in der oberen Etage.  Wir konnten aber nicht erkennen, was er entdeckt hat, vermuteten jedoch eine Maus.

Vorhin dann die lustige Bestätigung. Viel Vergnügen beim Filmschnipsel und schönes Wochenende!


Mittwoch, 9. Oktober 2019

Unglaublich dreist

Ich hab ja bereits hinlänglich darüber berichtet, wie unverschämt der Ex von Rosalie sowohl mit seiner Noch-Ehefrau als auch mit dem Gericht umgeht. Dass da gelogen und betrogen wird, bis sich die Balken biegen, ist für uns nichts Neues. Nur ist es zum Teil schwer nachzuweisen.

Und immer wenn man denkt, das wäre jetzt aber das Ende der Fahnenstange, schafft es der Mann, dem Unverschämten noch eins drauf zu setzen.

Wie bekannt, zahlt er seit Monaten keine Alimente, sodass Rosalie regemäßig gezwungen ist, diese Zahlung per Gerichtsbeschluss zwangsvollstrecken, also betreiben zu lassen, wie man hier sagt. Da es sich nicht lohnt, das monatlich zu machen, sammelt sie immer und reicht dann die Betreibung für mehrere Monate ein.

Bisher zwei Mal hat Rosalie das durchgezogen. Zwei Mal hat er anschließend in einem Jammerbrief dem Gericht zu erklären versucht, dass das alles so ungerecht und er völlig verarmt sei. Und erwartungsgemäß hat das Gericht dem Unsinn keine Beachtung geschenkt und ihn zur Zahlung der fälligen Beträge plus Entschädigung und Zinsen verdonnert.

Nun war das dritte Mal an der Reihe. Und diesmal hat er sich etwas geleistet, das an Unverfrorenheit nicht zu überbieten ist. Kurzer Hintergrund: Rosalies Sohn wurde Ende August volljährig. Mit diesem Datum, also ab September (oder August, wie der Ex meint) steht dem Sohn das Geld persönlich zu, muss also statt der Mama dem jungen Erwachsenen selbst überwiesen werden.

Und wieder schrieb der Ex einen Jammerbrief. Wir lesen den Unsinn eigentlich gar nicht, weil man das wirklich nicht mehr lesen kann. Ich blätterte aber zufällig auf die letzte Seite und fand merkwürdige Unterschriften von Rosalies Sohn. Ich schaute genauer nach und sah, dass der Ex geschrieben hatte, dass ihm das Wohl der Kinder natürlich am wichtigsten von allem sei und er selbstverständlich die Alimente für den Sohn seit August in voller Höhe direkt an ihn überweisen würde. Als Beweis fügte er drei Unterschriften vom Sohn an, die ihm die "dankend erhaltenen Beträge" quittierten!

Das Komische dabei: Rosalie gegenüber hat der Sohn stets behauptet, kein Geld vom Papa gesehen zu haben. Offensichtlich musste also einer von Beiden gelogen haben. Ich hab Rosalie daher vorgeschlagen, sie solle ihren Sohn noch einmal beiläufig fragen, ob denn Geld angekommen sei, und wenn nicht, ihm seine eigenhändigen Unterschriften auf dem Papier des Gerichts vorlegen und ihn mit diesem Konflikt konfrontieren.

Und was kam dabei heraus? Der ach so liebe Papi hatte seinen Sohn mal eben gebeten, die Unterschriften für die angeblich erhaltenen Alimente im Voraus zu leisten mit der Maßgabe, dass er ihm die aufgelisteten Beträge dann später mal igendwann sicher überweisen würde, wenn er wieder Geld übrig hätte. Er hat ihn somit zu einer Urkundenfälschung angestiftet.

Der Ex lügt also das Gericht an, ohne rot zu werden, und stiftet seinen Sohn noch zur Falschbeurkundung an, um selbst gut da zu stehen und seine Frau und Mutter des Sohnes anzuschwärzen. Schlimmer geht es nun wirklich nicht. Es reicht nicht, dass er selbst alle bescheißt, sein Sohn wird auch noch mit hineingezogen!

Rosalie hat sich nun gestern Abend mit ihrem Sohn hingesetzt und ihm erklärt, in welche Lage er sich selbst damit gebracht hat. Schließlich sei er volljährig und müsse für seine Unterschriften gerade stehen. Und diese Unterschriften liegen dem Gericht vor und werden dort natürlich auch verwendet! Sein Vater hat ihn wissentlich in eine schlimme Lage gebracht, und auch für Rosalie wird es nun schwierig, denn sie kann entweder ihren Sohn in die Pfanne hauen oder schweigen und sich damit selbst schaden. Oder versuchen, mit dieser Story dem Gericht einmal mehr zu beweisen, dass die Glaubwürdigkeit des Ex gegen Null geht.

Rosalies Sohn war jedenfalls stinksauer, als er die Tragweite seiner leichtfertig geleisteten Unterschriften erkannte, und hat sofort seinen Papa angerufen und ihm ein paar passende Takte erzählt. Das ist für ihn natürlich wahnsinnig schwierig, da er in einem Loyalitätskonflikt steckt. Ich fand es aber leider notwendig, denn bisher hat er fast ausschließlich von seinem Vater gehört, wie bösartig, hinterlistig und raffgierig seine Mutter sei. Nun hat er den eindeutigen Beleg dafür, dass sein Vater derjenige ist, der hier lügt und betrügt und sogar die Familie schamlos für seinen eigenen finanziellen Vorteil ausnutzt.

Kleine, aber feine Anmerkung dazu: Rosalie hat den Monat August noch gar nicht betrieben! Auch hier bestätigt sich erneut, was wir schon so oft festgestellt haben anhand seiner Reaktionen: Der Ex liest die Post gar nicht! Es scheint, als würden in seinem Oberstübchen alle Sicherungen durchbrennen, sobald er Post von der Ehefrau bekommt, und er sieht dann nur noch rot, ohne mal in Ruhe zu lesen, worum es überhaupt geht. Dieses ganze Lügemärchen inkl. der "gelogenen" Unterschriften von seinem Sohn wäre also völlig unnötig gewesen, aber offenbar hat der Mann völlig den Verstand verloren und ist wie im Wahn, wenn es um die Scheidung geht. Und dabei hat er nicht einmal bedacht, dass diese Geschichte wie ein Bumerang zurück kommen kann, denn natürlich erhält Rosalie seine Jammerbriefe ans Gericht in Kopie ebenfalls zugeschickt. Und natürlich weiss sie, dass ihr Sohn keine Rappen gesehen hat. Doch soweit kann er offenbar gar nicht denken.

Der Anwalt von Rosalie hatte wohl Recht: Es wäre eigentlich an der Zeit, die Zurechnungsfähigkeit des Ex prüfen zu lassen ...


Dienstag, 1. Oktober 2019

Was wissen die Sterne?

Zm Jahresende liest Rosalie regelmässig das Jahreshoroskop für die kommenden 12 Monate. Das letzte für das laufende Jahr sah gar nicht gut aus. Und es scheint sich zu bestätigen, leider.

Rosalie hat bereits einen Menschen verloren, dem sie sehr nahe stand. Wir haben den Tod von drei Katzen zu beklagen. Mein Job sieht unsicheren Zeiten entgegen. Im November findet die erste Hauptverhandlung zum Scheidungsverfahren bei Rosalie statt, auch dort ist alles möglich.

Reicht noch nicht? Seit gestern kann unser Henry nicht mehr laufen, sein linkes hinteres Bein scheint zu schmerzen, er kann es nicht benutzen. Nun schläft er den ganzen Tag auf dem Sofa, frisst und säuft kaum. Wir müssen mit ihm heute Morgen zum Tierarzt. Wer weiss, wie schlimm es ist.

Reicht immer noch nicht? Gestern Abend auf dem Heimweg ist mir ein Obertrottel ins Auto gefahren. Kennt Ihr das, wenn Ihr hilflos eine Katastrophe herannahen seht und nichts mehr tun könnt? Ich stand im Rückstau vor einem Kreisverkehr. Mit einem Auge im Rückspiegel wunderte ich mich noch, dass das Auto hinter mir viel zu schnell war für die Entfernung. Dann sah ich, dass der Fahrer gar nicht nach vorn, sondern zur Seite schaute. Eine halbe Sekunde hatte ich noch, um zu überlegen, ob ich etwas tun könnte, aber vor mir stand ein Auto, das Lösen der Bremse wäre also keine ... Und dann knallte es auch schon.

Natürlich sprach der Portugiese im anderen Wagen kein Wort deutsch und ich kein Wort französisch. Ich meinte nur, ich würde die Polizei anrufen, das wollte er auf keinen Fall. Warum eigentlich? Zum Glück war Rosalie ganz in der Nähe und kam nach meinem Anruf schnell zu mir. Der Typ diskutierte munter weiter, meinte doch tatsächlich, ICH sei unaufmerksam gewesen und deswegen sei ER aufgefahren. Diese Kausalkette ist ja nun völlig lächerlich, aber es gibt keine Zeugen, und so war ich sehr unsicher, wie ich vorgehen sollte, obwohl die Situation ja eindeutig war.

Rosalie rief also den Notruf, doch dort wiegelte man ab. Wenn es keine Verletzten gebe, lohne ein Einsatz nicht. Wir sollten doch den europäischen Unfallbogen ausfüllen und der Versicherung einreichen.

Nach einigem Hin und Her haben wir das dann auch zum Unwillen des Unfallgegners getan. Wir haben noch zahlreiche Fotos, auch von seinen Personendokumenten, gemacht, und nach etwa 45 Minuten ist der Idiot dann mit quietschenden Reifen davon gebraust ...

Sein Schaden sah zumindest deutlich schlimmer aus als meiner. Allerdings ist die ganze Heckschürze bei mir, die ja heutzutage nur noch aus Plastik besteht, hinüber und wird ersetzt werden müssen. Auch die Einparkhilfe funktioniert nicht mehr. Schöner Schei*, und vorbei ist es mit einem unfallfreien Auto, was den Wiederverkaufswert auch massiv reduzieren dürfte.

Ich hätte mich halb so viel geärgert, wenn der Kerl wenigstens einsichtig gewesen und sich entschuldigt hätte. Aber kein Wort davon, er diskutierte und diskutierte mit Rosalie, dabei gab es gar nichts zu diskutieren.

Ich hab den Schaden nun online der Versicherung gemeldet und kann nur beten, dass alles bezahlt wird und nicht noch ein Gericht beteiligt werden muss. Hatte ich alles schon, obwohl auch damals die Situation eindeutig war: Ich hatte grün und der Gegner rot, und trotzdem war er der Meinung, im Recht zu sein ...

Es gibt leider nichts, was es nicht gibt. Und mir reicht es jetzt! Drückt bitte die Daumen, dass Henry keine ernsthaften Verletzungen hat. Rosalie bringt ihn nachher zum Tierarzt und wird ihn dort lassen. Und wenn nötig, werde ich ihn dann abholen, sobald ich das Büro verlassen kann. Momentan bin ich noch allein hier und komme nicht weg ...

Es ist ein verflixtes Jahr.

Mittwoch, 25. September 2019

Was tut man nicht alles

Wie am Montag schon angedeutet, hüte ich immer noch das Bett oder zumindest das Haus. Und ich kann Euch nur raten: Vorsicht, wenn man sich morgens im Bett streckt! Ich hab das getan, dann hat es in meiner LWS gekracht und das war es dann. Rosalie musste mir zwei Krücken, ach nein, das heißt ja Unterarm-Gehhilfen, holen, damit ich die drei Meter bis zum Bad überhaupt irgendwie bewerkstelligen konnte.

Nun ist das für mich aber nicht ganz neu, damit hab ich seit bald 20 Jahren zu tun. Insofern habe ich mich zwar geärgert, aber mir keine Sorgen gemacht. Und inzwischen bin ich schon wieder so gut drauf, dass ich wohl morgen ins Büro zurückkehren kann.

Dort ist allerdings gähnende Leere, das ganze Betriebsteam ist fort. Das wollte und konnte ich der Kollegin, die nun alles abbekommt, aber eigentlich gar nichts dafür kann, nicht antun. Und so haben wir seit Montag jeden Morgen ein kurzes Telefon-Meeting. Ich hab von zu Hause aus Zugriff auf das Büro-Netz und kann dann vom Bett aus ein paar Dinge bearbeiten, von denen die Kollegin keine Ahnung oder dafür keine Berechtigungen hat.

Ich weiß, das ist eigentlich Irrsinn und nicht nötig, aber sie ist sehr dankbar dafür und mir tut es nicht weh, eine halbe Stunde fürs Büro zu opfern. Außerdem habe ich dann morgen nicht ganz so viel zu tun, wenn ich wieder da bin.

Wenn man dann so im Bett liegt, hat man auch Zeit, mal gemütlich in Prospekten zu blättern. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Discounter am Samtag mal wieder Schwep*es im Angebot hat. Wir kaufen das zum Sonderpreis mal ganz gern, weil wir es für unsere Lieblings-Cocktails nutzen. Als ich da so blätterte, sah ich, dass auch eine andere Kette die Marke im Sonderangebot hat, und verglich die Preise. Was mir dabei auffiel? Die verkaufen doch tatsächlich beim Billig-Discounter Flaschen mit 900 ml statt 1 Liter. Habt Ihr solche Flaschen schon mal gesehen? Das gibt's doch nicht - was für ein "Betrug". Gut, es steht ja irgendwo auf der Flasche, aber die sieht aus wie immer, es sind nur 100 ml weniger drin! Da kann man natürlich munter Werbung machen und der Preis sieht auf den ersten Blick toll aus. Dass man dafür auch weniger bekommt, muss man mit der Lupe suchen.

Ist übrigens nicht das erste Mal, dass mit Flaschengrößen geschummelt wird. Bei der großen Cola-Marke hat man zu Beginn des Jahres - immerhin offiziell - die kleinen Flaschen von 500 auf 450 ml verkleinert. Natürlich zum selben Preis! Begründet hat man das damit, dass der Verbraucher diese Größe angeblich wünschen würde. Aha, ganz bestimmt, hat mich schon immer geärgert, dass ich 50 ml weggiessen musste, weil der Durst zu Ende war ... Ist das in Deutschland eigentlich auch verändert worden oder nur hier?

Man muss wirklich überall aufpassen, um nicht übers Ohr gehauen zu werden. Sind ja keine riesigen Summen, aber 100 ml hier, 20 g da - so kommt auch Einiges zusammen. Und natürlich IMMER zu Lasten der Kunden, versteht sich.

Donnerstag, 12. September 2019

Glücksspiel Hotline

Das Dumme an einer Hotline ist zumeist, dass man sie nur braucht, wenn etwas nicht in Ordnung ist und man sich sowieso schon ärgert. Dann bekommen es die armen Menschen am Telefon so richtig ab!

Allerdings sind sie bzw. die Firmen dann zum Teil auch selbst schuld, wenn der Kunde während oder nach dem Gespräch noch wütender ist. Das Fachwissen der Mitarbeiter am Telefon ist zum Teil unterirdisch. Sie sind zwar in der Regel nett, aber man merkt schon nach wenigen Sätzen, ob der Mensch gegenüber versteht, wovon man spricht, oder keinen Schimmer von der Materie hat.

Gelernt habe ich jetzt auch, dass man, wenn irgendwie möglich, nicht am Wochenende anrufen sollte. Nicht nur, dass der Second Level dann nicht da ist, vermutlich landet man auch irgendwo bei Leuten, die noch weniger Fachwissen haben. So zumindest erschien es mir am letzten Wochenende wieder.

Unser Router zickt rum und ich brauchte Hilfe, da ich den Fehler nicht allein beheben konnte. Es war erstaunlich, dass ich bei drei Anrufen drei verschiedene Aussagen bekommen habe. Ich hatte den Eindruck, die nehmen einfach irgend eine Antwort von der Liste, die sie gerade finden, und hoffen dann, dass der Kunde zufrieden auflegt und sich der Nächste um das Problem kümmern kann, sollte es nicht behoben sein.

Einer dieser begabten Mitarbeiter hat mir sogar einen Rückruf vom Techniker zugesagt. Der sollte gestern Vormittag anrufen. Viel Hoffnung hatte ich nicht, und das Telefon blieb natürlich auch stumm. Als ich dann erneut die Hotline anrief, meinte man, es gäbe gar keinen Vermerk dazu ... Dreist!

Nun hab ich das erneut versucht und warte gespannt, ob sich im Verlauf der restlichen Woche noch jemand meldet. Schliesslich meinte der Herr gestern, diese Fehler wären schlimm und müssten in jedem Fall behoben werden. Aber das könne halt nur ein Techniker.

Na dann, lieber Techniker - ich bin bereit und warte mal wieder!

Mittwoch, 21. August 2019

Super cat

Durch die Dauerüberwachung unserer Terrasse per Webcam haben wir sehen können, dass hin und wieder in der Nacht ein Fuchs bei uns unterwegs ist, sogar die Aussentreppe herauf kommt und aufgeregt schnuppert. Dem Anschein nach ist es immer das selbe Tier, und so ganz wohl ist uns nicht bei dem Gedanken, dass er vielleicht die Katzenklappe entdecken könnte. Bisher machte es noch nicht den Anschein, dass ihn die Tür interessieren würde.

Ich hab jedoch mal nachgelesen, wie das Verhältnis Fuchs-Katze im Allgemeinen ist. Und ich war überrascht zu erfahren, dass der Fuchs wohl in der Regel mehr Angst vor Katzen hat als umgekehrt. Da ein ausgewachsener Fuchs grösser ist als eine Katze und durchaus eine beeindruckende Schnauze hat, war ich überrascht von dieser Aussage.

Aber nun haben wir den Beweis! Gestern Abend konnten wir diesen Film bestaunen, bei dem unser Superkater cool wie verrückt einfach da sitzt und sich von dem Gehabe des Fuchses überhaupt nicht beeindrucken lässt. Leider gibt es keinen Ton, aber man kann anhand der Bewegungen erahnen, dass der Herr Fuchs versucht, die Katze auch mit Geräuschen einzuschüchtern. Aber die ist total lässig und bewegt sich keinen Millimeter. Erstaunlich.

Aber schaut selbst, am besten im Vollbild, dann ist es noch beeindruckender:




Mittwoch, 31. Juli 2019

Gefährliches "Raubtier"

Bin ich schon mal von einem Igel gebissen worden? Ja!

Ein riesiger, vermutlich genmanipulierter Igel hat mich gestern Nachmittag im Garten angegriffen! Ich stand da so vor mich hin, als er sich plötzlich vor mir aufbaute, seine riesige Schnauze aufriss und mir herzhaft in den grossen Zeh biss! Das hat sogar weh getan! Bissspuren habe ich allerdings nicht entdeckt, und leider war ich so überrascht, dass es von diesem denkwürdigen Angriff kein Foto gibt. Erst danach, als ich aus dem Schuh geflohen bin, konnte ich ein Bild von dem Ungetüm machen. Und hier ist es:



Ist er nicht riesig und sieht er nicht extrem furchteinflössend aus?

Der Kater war sich seiner Sache auch nicht so sicher ob des bösen Blickes dieses Monsters. Erst war er neugierig, aber dann ... Na, seht selbst:


Die Schweiz begeht morgen ihren Nationalfeiertag und ich starte in die Ferien, gerade rechtzeitig, um mich von diesem schrecklichen Angriff erholen zu können ...


Mittwoch, 24. Juli 2019

Fox-Trott

Dank unserer Aussenkamera haben wir schon öfter den oder die Füchse ertappt, wenn sie nachts um unser Haus schleichen. Meist ist das Licht aus, sodass man nur Infrarot-Aufnahmen sieht. Diesmal war das Licht zufällig eingeschaltet und ich stand dem Herrn Fuchs Auge in Auge gegenüber, nur durch eine Glasscheibe getrennt. Ich weiss nicht, wer sich mehr erschreckt hat ... Hier sieht man ihn, wie er neugierig die Treppe herauf kommt. Ein stattliches Exemplar:



So stelle ich mir einen Fuchs vor. Daher war ich vorgestern völlig irritiert, als ich im Auto während der Fahrt zur Arbeit um die Ecke bog und ein Tier am Ende der Strasse sah. Im "Halbschlaf" dachte ich zunächst aufgrund der Kontur an ein junges Reh - aber es war ein Fuchs! Ein ganz eigenartiges Exemplar, sehr dünn und hochbeinig. Er war völlig sorglos, lief gemütlich vor meinem Auto über die Strasse und jagte auf dem Rasen ein Insekt.

Am nächsten Morgen sah ich ihn wieder. Diesmal hatte ich mein Handy parat und konnte ein Foto machen, während er gemütlich am Strassenrand döste.



Er sieht schon ungewöhnlich aus, oder? Man stellt sich einen gedrungenen, kräftigen Körper vor. Dieser Herr hier sieht eher wie ein kleiner Windhund aus. Da er auf dem Bild liegt, sieht man die Statur nicht ganz so gut. Vermutlich ist er noch jung und unbedarft und deswegen so sorglos. Warum er allerdings immer mitten im Dorf unterwegs ist, und dann doch am hellichten Tage, kann ich mir kaum erklären.

Montag, 8. Juli 2019

Unanständiges Wochenende

Nein, es geht nicht um etwas Intimes, sondern nur um Katzen. :-)

Wenn man sich Haustiere zulegt, dann stellt man meist Regeln auf, um klar zu stellen, was erlaubt ist und was nicht. Eine Regel besagte, dass Katzen nichts auf dem Tisch zu suchen haben. Das haben wir zu Anfang mit viel Mühe versucht: Wenn Henry auf dem Tisch stand, haben wir ihn runter genommen und "nein" gesagt. Mit Vorliebe hat er das Spiel dann fünf Mal und mehr wiederholt, aber wir blieben standhaft.

Seit er viel draussen ist, hatte sich das von allein erledigt, denn er hatte kein Bedürfnis mehr, auch im Haus zu klettern. Nun haben wir ja einige Katzen immer mal zu Besuch, und am letzten Wochenende scheint irgendwie massiver Kuschelbedarf ausgebrochen zu sein. Und so lagen bei uns an einem Tag nacheinander drei Katzen auf dem Küchentisch - und keiner konnte man böse sein ...



Wie will man da streng bleiben ...

Dieser nasse Kerl hier blieb zum Glück unten:



Sie sind schon sehr süss, die kleinen Fellnasen!

Mittwoch, 15. Mai 2019

Dies und das

Gestern Abend erhielt ich auf meinem privaten Handy einen Anruf und die Absage auf die zweite Stelle, für die ich mich beworben hatte. Es gäbe Leute, die mehr Background zu dem Thema hätten. Glaube ich gern, ärgert mich auch nicht. Es wäre eher eine ungeliebte Notlösung geworden.

Ärgerliche Post vom Scheidungsanwalt: Der Richter beharrt darauf, dass der Gutachter die Beweise nicht sehen darf und verteidigt seine Entscheidung, dass der Gutachter einseitige Gespräche mit Rosalies Ex und dessen Anwalt führen darf, ohne die andere Seite zu hören. Das ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten.

Stellt Euch dazu Folgendes vor: Ihr wollt dem Finanzamt und natürlich auch und vor allem dem Ex vorenthalten, wie viel Geld Ihr Euch monatlich von der eigenen Firma als Einkommen auszahlt. Also zahlt Ihr Euch ein Gehalt in halbwegs plausibler Höhe vorschriftsmässig aufs eigene Privatkonto aus, und den "Rest" verschleiert Ihr in der Buchhaltung. Mit "Rest" meine ich Möbel, Unterhaltungselektronik, Reisen, Freizeitaktivitäten, Restaurantbesuche usw. So wird aus dem sonntägliche Picknick auf der Piste ein Geschäftsessen, aus dem Schuppen für die e-Bikes und Gartengeräte ein Lagerhaus, aus der Ferienreise nach Übersee mit den eigenen Kindern, der neuen Partnerin und deren Tochter ein "Firmenausflug" ... Über die Jahre kommen so Hunderte von Buchungen zusammen, die zu beanstanden wären - wenn man sie denn erst mal findet und auch eine Idee hat, was tatsächlich dahinter steckt.

Das kann ein neutraler Gutachter logischerweise nicht - wie sollte er. Allein schon die Aufgabe, vier Jahre Buchhaltung in wenigen Tagen zu prüfen, dann noch relevante Buchungen zu finden und zu analysieren - das kann nicht gehen. Müsste es auch nicht, wenn er die Beweise von Rosalie einsehen dürfte. Da steht alles schon drin, er bräuchte nur noch DAS zu prüfen.

Doch was meint jetzt der Richter? Der Gutachter müsste zweifelhafte Buchungen ja nur mit dem Ex besprechen und dann wäre es klar. Aber sicher! Und der Ex wird sich hinstellen und sagen: Ja, genau, da und da und da habe ich beschi**en? Wenn er dem Gutachter sagt, dieser Betrag war für mein "Lagerhaus" - wie soll der wissen, dass es kein Lagerhaus gibt und die Ein-Mann-Beratungsfirma auch gar keins brauchte? Der Ex kann ihm das Blaue vom Himmel lügen, so wie er es auch Rosalie und dem Finanzamt gegenüber immer wieder getan hat.

Würde er nur die Steuern betrügen, wäre es seine Sache, aber all das Geld, was er auf diese Weise aus der Firma gezogen hat, stünde eigentlich zur Hälfte Rosalie zu. Und das ist das Perfide. Und deshalb können wir das nicht einfach auf sich beruhen lassen. Allerdings klang ihr Anwalt gestern im Mail recht resigniert. Man könnte wirklich den Eindruck bekommen, Richter und Anwalt vom Ex haben eine gemeinsame Leiche im Keller ...

Und sonst noch? Wir hatten wieder Besuch im Bett. Das riesige Katertier von der Nachbarin hat zwei Stunden mit uns gepennt. Man braucht übrigens gute Bauchmuskeln, wenn ein geschätzter 7kg-Kater über einen rüber steigt. :-)



Mit meiner dritten und letzten Bewerbung muss ich noch wenigstens bis Freitag auf ein Zwischenergebnis warten. Auch mein Chef soll bis zu diesem Tag eine Rückmeldung auf seine eigene Bewerbung bekommen. Am Wochenende können wir uns dann wohl im Alkohol ertränken, aus Freude oder Frust.

Bis dahin werfe ich mich am besten in die Schlacht von Game of Thrones und schwärme ein bisschen für die hübsche Emilia Clarke. :-)


Donnerstag, 9. Mai 2019

Unser Katzenhaus

Es ist schon verblüffend, was man tags und nachts rund ums Haus beobachten kann, wenn man eine Webcam benutzt: ob Fuchs, Marder oder eben unsere vielen Katzen.

Zwei Strassen weiter gibt es ein Haus mit drei Rassekatzen. Die scheinen sich abzusprechen, denn immer wieder tauchen alle drei bei uns auf. Sie sind ganz verschieden, aber jede für sich ist etwas Besonderes.

Neulich traute ich allerdings meinen Augen nicht. Alle drei sassen gleichzeitig auf der Gartentreppe und warteten auf ... mich?

Vermutlich eher auf ein Leckerli, aber ich musste lachen, als ich die Tür öffnete und die drei da sitzen sah.

Inzwischen haben auch alle drei Tiere die Katzenklappe entdeckt. Da wir die Verriegelung ausgeschaltet haben, spazieren sie nun gern mal eine Runde durchs Erdgeschoss und gehen dann wieder ihrer Wege.

Solange das so bleibt, haben wir nichts dagegen. Schwierig würde es, wenn sie sich entschlössen, bei uns zu schlafen. Dann müssen wir uns etwas einfallen lassen.

Im Bild von unten nach oben: Abessinerkatze, Manx und British Shorthair.

Freitag, 3. Mai 2019

Schnee bis ins Flachland?

Heute Morgen im Autoradio wurde voraus gesagt, dass es am Sonntag Schnee geben wird bis in die unteren Lagen. Und "Flachland" meint in der Schweiz halt Orte bei 400 m ü. M. und höher. Es kann also auch bei uns daheim (590 m) am Wochenende weiss werden. Anfang Mai? Wo ist denn die olle Klimaerwärmung, wenn man sie mal braucht? ;-) Brauchen wir jetzt noch mal Kaminfeuer, Glühwein und eine Kuscheldecke?

Wie es auch kommen mag - machen wir das Beste draus. Schönes Wochenende!


Donnerstag, 2. Mai 2019

Gierige "Regierungen"

Die Struktur aus Bund, Kantonen und Gemeinden in der Schweiz mit ihren ausgeprägten eigenen Kompetenzen ist für deutsche Verhältnisse schon ungewohnt. Das fängt bei den sehr unterschiedlichen Feiertagsregelungen an (es gibt nur einen gesetzlich festgelegten Tag für die ganze Schweiz, das ist der Nationalfeiertag, alle anderen Feiertage legt der Kanton fest), und hört bei den völlig unterschiedlichen Steuern auf.

Man zahlt hier Bundessteuern, die sind natürlich einheitlich. Darüber hinaus Kantonssteuern und Gemeindesteuern. Und da fangen die grossen Unterschiede schon an. Jeder Kanton legt seinen Steuersatz selbst fest, und jede Gemeinde auch. Damit kann es sein, dass zwei benachbarte Gemeinden extrem unterschiedliche Steuersätze haben. Die Gemeindesteuern betragen einen bestimmten Prozentsatz der Kantonssteuern, die Schwankungen sind enorm. Es gibt Gemeinden mit 60%, wir liegen bei schon recht hohen 85% der Kantonssteuern.

Dies haben wir der letzten Fusion zu verdanken. Die Schweiz ist bemüht, die Anzahl der Gemeinden zu verringern, in dem sie die Kantone drängt, einzelne Dörfer und Städte verwaltungstechnisch zusammen zu legen. Grundsätzlich ist das sicherlich eine gute Idee, aber die Gefahr ist, dass einzelne Gemeinden dabei unter die Räder kommen. Man kann eben nicht mal eben so relativ grosse Städte einfach mit ganz kleinen Gemeinden in der Nähe zusammen legen und denken, es wird für alle ein Gewinn. Genau das hat man den Einwohnern in unserem Dorf versprochen, und trotz aller Bedenken und Warnungen verschiedener Menschen, auch von uns, hat sich letztlich eine Mehrheit für die Fusion ausgesprochen, weil sie den tollen Visionen geglaubt hat.

Davon ist leider, wie zu erwarten war, nichts übrig geblieben. Unser Dorf spielt in der grossen Stadt so gut wie keine Rolle, die Verwaltung gleicht alle Reglemente Schritt für Schritt an, ohne auf die besondere Situation der Dörfer in irgendeiner Weise Rücksicht zu nehmen. Und natürlich wird alles teurer. Als Erstes wurde gleich mal die Grundsteuer verdoppelt und in der Höhe damit der grossen Stadt angepasst. In der Stadt sind natürlich die Parzellen in der Regel kleiner, weil verdichtet gebaut wird. In den historischen Dörfern hatten und haben die Bauernhöfe schon immer mehr Fläche gehabt, die sie natürlich auch benutzen. Interessieren tut das niemanden in der Verwaltung - eine Gemeinde, ein Steuersatz, fertig.

Genauso zeichnet sich das nun beim Abwasser ab. Rosalie kam gestern völlig genervt von der Info-Veranstaltung zurück. In unserem Dorf galt bisher eine durchaus faire Regelung, die bei der Grundgebühr im Wesentlichen auf die Anzahl der Wohneinheiten abstellte. Macht ja auch Sinn - je mehr Menschen auf einem Grundstück wohnen, desto mehr Abwasser wird produziert.

Davon will man nun plötzlich nichts mehr wissen. Neu soll jetzt nach Fläche bezahlt werden. Nach Fläche!! Heisst, wer einen grossen Garten hat, wird bestraft mit Abwassergebühren - also Gebühren für Wasser, das im Garten versickert und im Grundwasser auf natürlichem Wege ankommt. Auch hier wieder die tolle Argumentation der Verwaltung: Das sei halt Pech und man könne ja die Fläche überbauen! Aber sicher, nichts leichter als das ... Und erneut hat man sich nur an der Stadt orientiert und die Besonderheiten von Dörfern völlig ignoriert. Für viele Einwohner könnte das dazu führen, dass sich die Gebühren mehr als verdoppeln, und das ohne irgendeine Gegenleistung!

Es gibt Gemeinden, wo man zumindest unterscheidet, ob ein Grundstück betoniert ist oder nicht. Das macht auch Sinn, denn in Beton kann Wasser nicht eindringen und landet in der Kanalisation. Aber ein Naturgarten, der Vorbild bei der Biodiversität ist, soll dafür noch Abwasser-Gebühren zahlen? In Zukunft muss also ein Paar genauso hohe Gebühren zahlen auf 1000 m2 Land wie die vielleicht zehn Bewohner eines Mehrfamilienhauses zusammen auf der gleichen Fläche. Was ist daran gerecht?

Leider war das Interesse an der Veranstaltung gestern sehr gering, sodass die Wenigsten wissen, was da auf sie zukommt. Vermutlich ist das dem Chef der Gemeinde auch völlig bewusst und er setzt darauf, dass durch Unwissenheit die neue Bestimmung ohne Proteste durchgewunken werden kann.

Dagegen hilft nur, die Bevölkerung mobil zu machen und aufzufordern, auf der nächsten Versammlung dagegen zu stimmen. Ob das gelingt, ist fraglich ...


Donnerstag, 4. April 2019

Surreal

Als ich heute Morgen mit dem Auto los fuhr, hatte ich kurzzeitig das Gefühl, Weihnachten stünde vor der Tür, zumal als Joke im Radio ein Winterlied gespielt wurde.

Tatsächlich ist bei uns heute alles weiss. Der Winter ist zurück mit einer kurzen, aber knackigen Kaltfront. Das fühlt sich total schräg an, nachdem wir am letzten Wochenende schon mit T-Shirt bei 20 Grad Celsius am Gartenteich sassen. Daher hatte ich Anfang der Woche schon daran gedacht, endlich die Sommerreifen aus dem Keller zu holen. Gut, dass ich es wieder vergessen haben.

Immerhin soll der Spuk morgen schon wieder vorbei sein. Auch wenn wir im vergangenen Winter kaum Schnee hatten, möchte ich dringend den Frühling zurück, und mit ihm Sonne und Wärme! Und da es wohl in diesem Jahr nichts wird mit einem grossen Urlaub, darf der Sommer daheim gern so schön werden wie im letzten Jahr.

Wo muss ich den Antrag dafür stellen? :-)

Freitag, 29. März 2019

Fuchs ohne Hase

Seit wir die Aussenkamera installiert haben, konnten wir schon einige interessante Beobachtungen im Garten machen: Marder, Elstern, die Katzenfutter klauen, der Hund vom Schäfer auf Entdeckungsreise, diverse Katzen.

Gestern kam ein neuer Gast dazu, und wir sind uns nicht so sicher, ob wir das lustig finden oder uns Sorgen machen sollen. Ein Fuchs hat uns mitten in der Nacht besucht, alles beschnuppert und inspiziert, und nach einer Minute war der Spuk vorbei. Ein stattliches Kerlchen! Aber wie sehen das unsere Katzen - sind sie in Gefahr? Und was ist, wenn der Fuchs übertragbare Krankheiten anschleppt? Bis jetzt war er nur einmal bei uns, vielleicht hat er sich "verlaufen". Aber falls er jetzt öfter kommt, könnte das vielleicht ein Problem werden.

Hier das Video dazu:


Montag, 25. Februar 2019

Fluch oder Segen

Wenn es um unsere Stubentiger geht, sind wir durchaus so etwas wie Helikopter-Eltern. Wir nutzen Webcams, um das Geschehen im Garten verfolgen zu können, und unsere Katzenklappe meldet jeden Ein- und Ausgang ans Handy.

Es gibt einem durchaus ein gutes Gefühl, wenn man sieht, dass der oder die Racker in der Nähe sind und wohlauf. Ansonsten würde man, erst recht in dem grossen Haus, zum Teil gar nicht wissen, wer sich wann und wo drinnen aufhält. Und es würde einem auch viel später auffallen, wenn sich eine Fellnase eine Zeit lang nicht blicken lässt.

Nun wissen wir bei Henry, dass er eigentlich kaum länger als ein paar Stunden verschwindet und dann zumindest zum Fressen kurz nach Hause kommt. Wenn dann plötzlich mal die letzte Meldung rund elf Stunden zurück liegt, wird man schon ein wenig unruhig. Ein wenig besorgt sind wir sowieso, da unser Dauer-Gast-Kater Bernie ihn gern mal aus dem Haus jagt. Was also, wenn er plötzlich gar nicht mehr heim kommen möchte, weil er sich nicht mehr sicher fühlt?

Auf Rufe hört er in der Regel fast nie, also blieb uns nur zu warten ... Zum Glück kam er dann irgendwann kurz vor dem Schlafengehen ganz gemütlich angelaufen, frass ein wenig, als sei nichts geschehen, und legte sich gemütlich auf ein Bett. So konnten wir dann auch beruhigt schlafen gehen.

Vor allem auch, wenn wir nicht daheim sind, freuen wir uns immer über ein elektronisches Lebenszeichen unserer Tiger aus der Ferne, aber wenn der dann mal ausbleibt, macht man sich sofort Sorgen, in der Regel unbegründet. Trotzdem möchten wir unsere Überwachung nicht mehr missen. :-)

Mittwoch, 13. Februar 2019

Als man noch dicke Kataloge wälzte

Wer kann sich noch an die guten, alten Zeiten erinnern, in denen sich die Eltern auf die druckfrischen Versandhaus-Kataloge stürzten und diese genüsslich durchblätterten? Gibt es heute überhaupt noch Kataloge aus Papier in dieser Grössenordnung? Und ruft noch jemand die netten Damen in der Bestell-Hotline an?

Ich war vor ein paar Tagen auf der Suche nach einem Technik-Artikel. Im Internet auf einem Portal für Preisvergleiche fand ich das Objekt meiner Begierde auch schnell, und der günstigste Anbieter war: Quelle! 'Oh, die gibt es noch', war mein erster Gedanke.

Es handelte sich um den Schweizer Ableger, der offenbar immer noch sehr aktiv ist und das schon immer bekannte breite Angebot aus Mode und Technik verkauft.

Also habe ich den Artikel zum Preis von sehr günstigen 109 Franken in den Warenkorb gelegt. Nach Erstellung eines Kontos konnte ich den Bestellprozess fortführen, freute mich noch über die Möglichkeit, auf Rechnung kaufen zu können und schloss die Bestellung ab. Kurz danach erhielt ich Sonntagmittag die Bestellbestätigung. Lieferzeit drei bis fünf Tage. Perfekt.

Montagvormittag schaute ich dann neugierig in mein Kundenkonto auf der Homepage, um zu erfahren, wann das gute Stück denn bei mir eintreffen würde. Aber in meinem Profil war keine Bestellung verzeichnet! Irritiert rief ich den Kundendienst an. Die Dame war freundlich, und nachdem ich ihr mein Anliegen schilderte, konnte sie mir den Fehler zunächst auch nicht erklären und wollte meine Bestellung nun bei sich erneut eingeben.

Mittendrin meinte sie dann plötzlich etwas unsicher, sie hätte die Bestellung nun doch gefunden, sie wäre ausgesteuert worden und ein Kollege würde sich nun manuell darum kümmern. Ich sollte in den nächsten ein bis zwei Tagen noch einmal Bescheid bekommen über die Bestellung.

Diese Aussage fand ich ziemlich komisch. Mir kam in den Sinn, dass ich mal Probleme hatte mit der Bestellung einer Kreditkarte, vermutlich wegen unserer Adresse, unter der ja mal unsere Mietnomadin massenweise betrogen hat. Sollte in diesem Fall vielleicht bei Quelle eine "rote Lampe" aufgeleuchtet haben?

Da ich nicht warten wollte, dachte ich mir, man könnte das Teil ja noch einmal kaufen, diesmal per Kreditkarte, und dann später die erste Bestellung stornieren, wenn sie wieder auftauchen sollte. Aber dann das: der Artikel war jetzt 20 Franken teurer! Hatte man sich also vielleicht im Preis vertan und wollte deswegen die Bestellung nicht ausführen? Zum neuen Preis wollte ich aber nicht kaufen, also schrieb ich dem Kundendienst mit der Bitte, mir doch kurzfristig den Liefertermin für die Bestellung vom Sonntag mitzuteilen.

Es kam - nichts! Keine Antwort, keinerlei Reaktion. Gestern Mittag schaute ich dann mal wieder im Kundenkonto nach, und siehe da - die Bestellung war plötzlich wieder drin, ohne dass mich jemand informiert hätte. Aber zum neuen Preis, also 20 Franken teurer als in meinem Bestätigungsmail.

Was für eine Frechheit!

Direkt neben dem Artikel gab es - immerhin - den Button "Artikel stornieren". Zack - gedrückt - und erledigt. Ein paar Stunden später kam dann tatsächlich noch eine Antwort auf meine Frage per Mail: Da ich meinen Artikel storniert hätte, könne man nichts weiter dazu sagen. Besser ist das wohl. Und tschüss!

Nie wieder werde ich dort etwas kaufen.



Dienstag, 12. Februar 2019

Geld ausgeben leicht gemacht

Es ist erstaunlich und erschreckend zugleich, wie einfach es heutzutage ist, Geld auszugeben. Rosalie und ich sind seit einigen Wochen Kunden von Revolut, dem englischen Fintech-Unternehmen, das kostenlos und zu sehr fairen Umrechnungskursen Prepaid-Kreditkarten anbietet. Man überweist also im Voraus Geld auf das dortige Konto und kann mit seinen Karten jederzeit darüber verfügen.

Soweit, so normal. Nun gibt es manchmal Shops im Internet, da ist man sich nicht ganz so sicher, ob und wie der Laden läuft, oder man bestellt vielleicht nur einmal und nie wieder. Hier kommen nun virtuelle Kreditkarten ins Spiel. In der App des o. g. Anbieters kann man mit einem Klick eine Einmal-Karte generieren. Im Shop gibt man dann die Daten der erstellten Karte ein, bezahlt damit, die Karte verfällt und kann nicht missbraucht werden.

Das alles kostet nichts extra und funktioniert tadellos, wie wir gestern getestet haben. Innerhalb von fünf Sekunden war die Karte erstellt, binnen einer Minute im Internet-Shop eingegeben und schwups - bezahlt, samt Bestätigung der Zahlung in der Karten-App. Einfacher und sicherer geht es nicht.

Nachdem ich ein Jahr nach dem ersten USA-Urlaub mal eine Karte wegen Missbrauchs sperren lassen musste und am eigenen Leib spürte, wie leicht es offenbar ist, mit solchen Daten zu betrügen (auch wenn mir zum Glück kein finanzieller Schaden entstanden ist), ist das Verfahren hier deutlich besser und transparenter, zumal ich bei jeder Transaktion sofort in der App informiert werde. Damit habe ich auch bei den physisch vorhandenen Karten sofort die Möglichkeit, bei falschen Buchungen die Karten unmittelbar per Klick zu sperren.

Vielleicht ein kleines Stück mehr Sicherheit in Zeiten, wo der Betrug überall lauert.


Montag, 11. Februar 2019

Heile Welt

Wir sind derzeit dabei, unsere Urlaubspläne abzuklopfen. Ausserdem drängelt der Ex und möchte wissen, ob Rosalie seinem Vorschlag zustimmt: Kinder im Frühling bei uns und im Herbst bei ihm. Nun hatten wir ja eigentlich geplant, im Oktober mit beiden Kindern vielleicht, eventuell, nach Florida ...

Während die Tochter sofort Zustimmung signalisierte, war der Sohn unentschlossen. Da wir nun eine Entscheidung brauchten, haben wir gestern mit Beiden gesprochen. Die Tochter war weiterhin Feuer und Flamme, aber Sohnemann hat keine Lust auf Familienurlaub. Das eigentlich Interessante dabei war aber die Begründung ...

Seit Rosalies Ex eine neue Freundin hat, haben wir immer das Gefühl, sie sei ein Statussymbol für ihn und er stellt sie überall auffällig zur Schau. Als das Verhältnis zu Rosalie noch besser war, sind wir mal an einem Fest bei ihm gewesen. Damals kannten sich die Beiden rund ein halbes Jahr. Was uns sehr irritierte, waren die Fotos, die während der Party in Dauerschleife auf dem TV zu sehen waren: Vorwiegend (Zungen-)Kuss-Selfies der Beiden. Wie bei Teenagern! Und auch das Verhalten des Pärchens wirkte wie ein überzeichnetes Zur-Schau-Stellen des neuen Lebens und der Glückseligkeit. Rosalie fiel ausserdem auf, dass der Ex in Gegenwart seiner Neuen eine Rolle zu spielen schien und gar nicht er selbst war und ständig auf dem Sprung, ihr alles recht zu machen.

Nun sind das natürlich sehr subjektive Beobachtungen aus einer ganz speziellen Sichtweise. Aber genau diese Feststellungen bestätigte uns gestern ganz ungefragt Rosalies Sohn. Man war ja im vorletzten Jahr gemeinsam auf Hawaii: der Ex mit seinen beiden Kindern, die neue Freundin mit ihrer Tochter (alles grosszügigerweise vom Ex bezahlt ...). Und es war offenbar alles sooo (gespielt) harmonisch, das so tolle neue Leben wurde in jeder Sekunde betont, die neue Super-Familie gepriesen, es gab eine WA-Gruppe "Family-Team", dazu die Hektik von sieben Flügen in drei Wochen, Jetlag, täglich jede Menge Aktivitäten ... Das war dem Sohnemann offenbar zu viel.

Er mag darum keinen Familienurlaub mehr, hat aber betont, dass das nichts mit uns zu tun habe, sondern er einfach für sich sein möchte. Das müssen wir natürlich akzeptieren, stellt uns aber vor Probleme. Wir hatten angedacht, in unseren Lieblingshotel zwei Zimmer zu buchen, eines für die Kinder und eines für uns. Wenn nur die Tochter mitkommt, ist das blöd, und ein Zimmer zu dritt wäre auch keine Lösung, denn der Urlaub ist der Moment, in dem wir auch mal wirklich Zeit für uns haben (wollen) ...

Davon abgesehen ist völlig offen, wie viel Geld die Scheidung noch verschlingen wird. Es mag daher ratsam sein, kleine Brötchen zu backen und die schönen Pläne auf ein anderes Jahr zu verschieben. Das wäre zwar bitter, aber rational vielleicht eine sinnvolle Entscheidung.


Donnerstag, 7. Februar 2019

Wunder der Technik

Ich muss schon sagen, dass ich bei genauerer Überlegung selbst als IT-Mensch doch immer wieder mal fasziniert bin, was Technik heutzutage so kann. Gerade bei uns daheim auf dem Land - und verglichen mit Deutschland! Vor unserem Haus wurde ein dünnes Drähtchen in 5m Höhe quer über die Strasse zum nächsten Mast gespannt, und mit diesem schwarzen Kabel bin ich nun in der Lage, mir Live-Bilder von Key West anzschauen, binnen Millisekunden Millionen von Musikstücken abzurufen, meinen Papa nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen und Briefe in nullkommanichts in die ganze Welt zu senden. Ist das nicht eigentlich unvorstellbar?

Begeistert bin ich dabei tatsächlich vom Ausbaustandard hier in der Schweiz. Wenn ich meinen Papa sehe oder auch eine ehemalige Kollegin, die beide mitten in der Stadt wohnen und froh sind, knapp 6000 MBit/s durch die Leitung zu bekommen, und das dann mit uns vergleiche, am Dorfrand, das Drähtchen über der Strasse, und dann rassige 110000 MBit/s ...

Wer erinnert sich noch an alte Zeiten mit analogem Modem und so: Habe ich früher zum Herunterladen eines Liedes fast eine halbe Stunde warten müssen, landet heute ein ganzes Album in einer Minute auf meiner Festplatte. Am besten hat man vorher noch in der Familie gefragt, ob jemand einen Anruf erwartet, damit der Download nicht vielleicht durch ein Anrufsignal unterbrochen wurde.Und soeben hat mein Handy (!) satte 1,8 GB für das neue Android Pie mal eben aus dem Netz gesaugt. Irre.

Man nimmt es heute schon als selbstverständlich hin, dabei ist diese Technik noch gar nicht so alt. Verzichten möchte ich aber nicht mehr darauf. Irgendwie ist es auch cool, meinen smarten elektronischen Zuhörer mal eben zu bitten, Mamma Mia von ABBA zu spielen, und eine Sekunde später läuft der Song auf einem Lautsprecher meiner Wahl.

Die Kehrseite der Medaille sei natürlich auch nicht ganz vergessen: Wenn ich heute sehe, dass Rosalies Kinder keine Sekunde ohne ein Internet-Gerät sein können, mit Handy oder gar Notebook vor der Nase sogar aufs Klo gehen, dann frage ich mich, ob wir "Alten" uns daran gewöhnen müssen, weil es normal geworden ist, oder ob man einschreiten müsste. Obwohl ich nun wirklich kein Handy-Junkie bin, erzählt mir mein Smartphone, dass selbst ich täglich schon zwischen ein und zwei Stunden aktiv mit dem Gerät verbringe. Bei den Kindern ist es vermutlich drei oder vier Mal so viel Zeit, wenn man das Notebook noch dazu rechnet.

Es gibt eine schöne Karikatur zu dem Thema: Früher musste man die Kids an den Haaren ins Haus zerren, heute muss man die Kids an den Haaren ins Freie ziehen. Muss man sich darüber Gedanken machen oder ist das der Lauf der Dinge?