Freitag, 4. November 2016

Wann geht mein Flug?

Noch ist es längst nicht so weit, dass ich gedanklich ganz und gar in meiner neuen Heimat angekommen bin. Zu Vieles ist noch neu, muss sich einschleifen, will erschlossen und verinnerlicht werden. Manchmal, es wird aber schon seltener, ertappe ich mich dabei, auf den Tag zu warten, an dem ich für den Rückflug einchecken muss. Kein Wunder nach 3,5 Jahren kondittionierter Routine. Und dann stelle ich erleichtert fest, dass es keinen Rückflug mehr geben wird, dass ich wirklich angekommen bin und es mir mit meiner Liebsten gemütlich machen kann, ohne auf die Uhr zu schauen und in die übliche Sonntagsmelancholie zu verfallen.

Was für ein schöner Gedanke!

Herausforderungen wird es trotzdem geben, vor allem beruflich. Die Kollegen in meinem Team sind fast alle halb so alt wie ich, ziemlich chaotisch, planlos, spontan. Das ist an manchen Stellen hilfreich, aber oftmals auch hinderlich, wenn es keine Prozesse gibt. Hier hofft man auf meine Hilfe, und da kommen mir die Erfahrungen der prozesslastigen Behörde durchaus zugute. Es besteht nur die Gefahr, sich damit unbeliebt zu machen. Daher gilt: immer schön langsam!

Nun steht mein erstes komplettes Wochenende in der Schweiz an. Ich freue mich darauf, es mit Rosalie und den Kindern zu geniessen. Leider müssen wir auch ihre Baustellen attackieren, aber Zeit zum Ausruhen und Kuscheln bleibt ganz sicher.

Kommentare:

  1. Na, das wird sich sicher bald geben - bis dahin ist doch der Anschlussgedanke "Ach ne, ich muss ja gar nicht weg" gut zu ertragen, oder? :)

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    1. Da hast Du Recht! Es ist ein tolles Gefühl, wenn ich dann gleich danach feststelle, dass ich hier bleiben kann! :-)

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  2. Wie ist es jetzt, ein halbes Jahr nach diesem Post? :-)

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    1. In der Tat ist das Thema in gewissem Sinne gerade wieder aktuell, denn gestern sind wir in TXL gelandet, vorbei an der HB-IJD von Swiss, die dort stand und mit der ich sehr oft geflogen bin. War das Fliegen für mich früher immer ein Erlebnis, ist es inzwischen wie eine Busfahrt.
      Spass macht es noch immer, doch ich vermisse es nicht, und auch die Gedanken an das "Zurück müssen" sind gänzlich verschwunden. Hin und wieder fällt uns an einem Sonntag noch ein, dass es damals an der Zeit war, aufzubrechen. Doch ich bin sehr froh und glücklich, dass das nicht mehr nötig ist.
      Nun ja, ein wenig wehmütig war der Flug dann gestern doch noch, denn Skywork wird die lieb gewonnenen Dornier 328 im Oktober verschrotten, mit denen ich ab und zu mal so gern geflogen bin ...

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