Montag, 21. November 2016

Die lieben Kollegen

Es ist sicherlich weder professionell noch angebracht, als Teamleiter bei einem neuen Kollegen deutlich über andere Team-Mitglieder herzuziehen. Der Anlass allerdings ist verständlich, und letztlich bestätigt es meine Wahrnehmungen in den ersten drei Wochen.

Wir haben hier im Team zwei sehr junge Kollegen, nicht mal 25 Jahre alt, Muttersöhnchen, wohnen noch zu Hause, leben dort wie kleine Könige, Pünktlichkeit ist ein Fremdwort und Arbeit ist eher Nebensache. Genauso verhalten sie sich hier teilweise auch. Und obwohl ich dachte, dass das nur mir als neuem Mitarbeiter auffällt, scheint sich mein Chef extrem darüber zu ärgern.

Spezieller Auslöser am Freitag war allerdings wirklich ein Aufreger. Als er am Morgen ins Büro kam, stellte er einen beissenden Geruch fest und der Grund dafür war ekelig: Jemand hatte in seinen Papierkorb geko***. Als sich kurz darauf einer der besagten Kollegen krank meldete mit dem Hinweis, er habe sich in der Nacht mehrfach übergeben müssen, stand der Übeltäter eigentlich schon fest, auch wenn er alles abstritt.

An diesem Abend war ich noch mit meinem Chef und ein paar Kollegen auf ein Bier in der Stadt, und da hat er seinem Unmut dann richtig Luft gemacht und sich lautstark über die beiden jungen Kollegen aufgeregt. Ausserdem sei er sehr froh, dass ich nun da wäre ... Klingt für mich fast wie eine kleine Bürde, aber der bin ich sicherlich gewachsen!

Und weil wir gerade beim Ärgern sind, noch ein Satz zur Deutschen Post: Dort hatte ich ja einen Nachsendeauftrag gestellt für ein Jahr. Das klappte genau EIN Mal. Die Freude wehrte nicht lang - nun landen alle Briefsendungen wieder in meinem alten Briefkasten in Berlin. Sehr ärgerlich, auch wenn mein Nachfolger in der Wohnung es locker sieht und mir die Post nachsendet. Aber das war ja nicht der Sinn des Auftrages. Ich hab nun heute bei der Post angerufen und man wird meine Reklamation in den nächsten fünf Werktagen bearbeiten. Was immer das heissen soll ...

Kommentare:

  1. Sieh es doch positiv,
    Du erlebst wenigstens jeden Tag was :)
    Das hält fit und flexibel *grins*

    Grüße
    G.

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    1. Oh ja, in der Tat. Langweilig wird es momentan nicht. Wer hätte das gedacht, gerade in der Schweiz! ;)

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