Donnerstag, 22. März 2018

Henry Hasenfuß

Hier mal eine Frage an alle Fellnasen-Experten. :)

Unser Kater ist eigentlich ein großer Held. Kein Schrank ist ihm zu hoch, kein Balken zu schmal. Er klettert und flitzt im Haus umher, ohne dass man den Eindruck hat, er würde ängstlich sein.

Ganz anders verhält es sich draußen. Seit ein paar Wochen darf er ja nun - vorerst unter Aufsicht - ins Freie, aber diese Möglichkeit nutzt er nur sehr, sehr zögerlich. Wenn Herrchen oder Frauchen dabei sind, traut er sich ein wenig mehr zu, klettert mal auf einen Baum und begleitet uns durch den Garten, aber allein muss man ihn zunächst lange überreden, überhaupt mal durch die Tür zu gehen, und wenn er dann draußen ist, macht er höchstens ein paar Schritte, und beim leisesten Verdacht, es könnte eine Katze in der Nähe sein, kommt er im Schweinsgalopp zurück ins Haus.

Wir fragen uns, woher diese Angst kommen mag? Er ist mit seinen Geschwistern aufgewachsen, danach hatte er dann keinerlei Kontakt mehr mit anderen Tieren, erst recht keine negativen Erfahrungen. Warum also diese Panik? Und vor allem: Was können wir dagegen tun? Es ist doch schade, wenn er sich nicht mal bis zum Gartenteich traut, sofern wir nicht dabei sind. Okay, einerseits gut für uns, wenn er sich nicht entfernt, aber andererseits für ihn doch eine enorme Einschränkung.

Vielleicht verringert sich die Angst ja mit der Zeit von allein, wenn er öfter mit uns im Garten ist und das Gelände besser kennt. Dafür müsste es jedoch erst mal Frühling werden ... Momentan habe ich den Eindruck, man könnte mit Henry wunderbar spazieren gehen, er bleibt immer dicht beim Menschen, wie ein Hund. :)

Kommentare:

  1. Meine können gar nicht raus. Aber es hängt vom Temperament der Katze ab, ob sie raus will oder lieber die Wohnung genießt. Und Henry muss erst mal sein Revier erobern (d.h.seine Rangposition erkämpfen) und da muss er wohl noch ein bisschen erwachsener und kampferprobter werden.
    caterina

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  2. Aber ihr könnt ihn ja an die Leine gewöhnen und wirklich mit ihm spazieren gehen. (Leine deswegen weil Katze irgendwohin flieht, wenn sie sich schreckt - das kann ein Auto, ein Hund oder sonstwas sein, und dann isser weg in einer für ihn fremden Umgebung.)

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    1. Wir möchten ihm schon die Möglichkeit geben, das Paradies da draussen zu erobern. Und es fahren bei uns nur wenige Autos, daher hält sich die Gefahr in Grenzen und ist vermutlich geringer, als von anderen Tieren angegriffen zu werden. Ich weiss nur nicht, wie er sich im Kampf erproben kann, wenn er immer flieht. Kämpfen tut er nur mit meiner Hand, und die ist kein geeigneter Sparringspartner. :)
      Da wir aber natürlich auch ein wenig Sorge haben, er könnte eines Tages nicht mehr auftauchen, sind wir erst mal gar nicht sooo traurig darüber, dass er immer schön beim Haus bleibt.
      Katzen an der Leine finde ich irgendwie komisch, erst recht bei uns draussen in der Natur. Das haben wir erst mal nicht geplant, zumal er mit einem Halsband bisher immer völlig verrückt gespielt hat (wir hatten es testweise anlegen wollen, weil es reflektiert und daher im Dunkeln etwas mehr Sicherheit vor Autos bieten könnte).

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  3. Lassen Sie doch Henry selbst bestimmen, ob er raus möchte. Es ist doch ein Kompliment für Sie, wenn er sich in Ihrem Haus und in Ihrer Anwesenheit so wohl fühlt. Warten Sie doch mal in Ruhe ab, wie er reagiert, wenn es wärmer wird und draußen die Vögel singen und die Sonne seinen Pelz wärmt.

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    1. Das machen wir. Er hat ja eine Katzenklappe und kann jederzeit selbst entscheiden, ob er rausgehen möchte und wann er wieder ins Haus zurückkehrt. Oft sitzt er dann vor dieser Tür und man hat den Einruck, dass er sehnsüchtig nach draussen schaut, sich aber nicht traut. Manchmal reicht es dann, wenn ich mich daneben stelle, ihm gut zurede und ein wenig streichle. Dann macht er plötzlich einen Satz und ist draussen.
      Als dann neulich eine Katze auftauchte, war er wie der Blitz zurück im Haus und versteckte sich weit weg unter einem Bett im ersten Stock! Und da frage ich mich halt, ob man ihm nicht helfen kann, damit besser umzugehen? Doch wie soll man das machen? Vielleicht wird er wirklich mutiger, wenn wir mehr in seiner Nähe sind - also wenn es denn mal Frühling wird. ;)

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  4. Na, manchmal ist es doch besser, man haut ab. Eh man die Hucke vollkriegt?
    Nee, lass mal, das wird schon. Soll er ruhig ängstlich sein. Er ist doch noch sehr jung. So ängstliche Katzen werden sehr oft sehr alte Katzen.

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    1. Diesen Zusammenhang kannte ich noch gar nicht, aber gut, wenn es denn so ist, soll mir das recht sein. Ich hoffe nur, dass die Katzen im hohen Alter auch mehr schlafen und weniger Hunger haben. Dann bleibt es mir vielleicht erspart, dass mich der Herr, wie heute, um 3:44 Uhr weckt, weil er Hunger hat. :)

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    2. Na hör mal! Als Personal hast Du gefälligst aufzustehn, wenn Dein Chef Hunger hat. Schlimm genug, das man Dich da erst wecken muss!

      Zu dieser Zeit stehe ich üblicherweise auf....

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    3. :-)) Ich früher auch, aber hier in der Schweiz (wo die Uhren bekanntlich etwas langsamer gehen) darf ich eigentlich bis 5:50 Uhr schlafen. Aber ja - wenn der Chef ruft, dann muss ich natürlich parat sein, da hast Du vollkommen Recht. Erst das Fressen bereitstellen, dann schön 20 Minuten streicheln. Anschliessend durfte ich freundlicherweise noch ein wenig dösen.

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  5. Also meine beiden sind immer komplett entsetzt, wenn wir aufstehen (heute um 10 Uhr am Vormittag) und verstehen die Welt nicht mehr. Ich hatte noch nie Katzen, die mich zu nachtschlafener Zeit geweckt hätten... *kopfschüttel*
    Ja, ältere Katzen schlafen länger. Aber fressen tun sie in jedem Alter gerne! :-)
    caterina

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    1. Können wir tauschen? :)) Henry war schon immer ein Frühaufsteher. Als er noch nicht ins Schlafzimmer durfte, kratzte er dann am Morgen (oder besser mitten in der Nacht) solange an der Tür, bis sich jemand erbarmte. Jetzt kommt er dann - öfter gegen 5:30, manchmal aber auch schon um 4 Uhr an mein Bett und kratzt an der Matratze, bis ich aufstehe. In der Regel ist sein Napf dann leer und er möchte gefüttert werden. Heute allerdings war der Napf nicht leer und er liess trotzdem nicht locker, bis ich mit ihm in die Küche ging und wir gemeinsam nachgesehen hatten, dass da noch Futter vorhanden war ...
      Bei Kindern ist es ja so, dass sie mit zunehmendem Alter länger schlafen. Ich hoffe das für unseren Kater auch.

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