Mittwoch, 12. Dezember 2018

Die lieben Kollegen (48) - Gewohnheitsrecht

Der scheidende Kollege kam gestern mal wieder 90 Minuten zu spät - ohne ein Wort der Entschuldigung oder Erklärung. Ist ja auch eigentlich nichts Besonderes mehr. Rosalie meinte, er müsse wohl Überstunden abbauen. :-))

Ich rege mich nun nicht mehr auf, denn ich sehe ihn nur noch drei Tage, dann ist er weg. Man mag ihm wünschen, dass er bei seinem neuen Arbeitgeber mit seinen Macken nicht gleich in Ungnade fallen wird. Schliesslich hat er einen wesentlich längeren Arbeitsweg (rund 3 Stunden täglich) in den ersten Monaten, muss noch seine Bachelorarbeit schreiben und auch noch innerhalb eines Jahres die französische Sprache lernen, weil er danach die Romandie betreuen soll. Wie er das schaffen will - keine Ahnung. Ist aber auch nicht mein Problem.

Ich bin froh, wenn er weg ist. Auch wenn wir dann nur noch zu zweit sind und sich manche Dinge damit schwieriger gestalten, aber ein Kollege, auf den man sich nicht verlassen kann, hilft am Ende auch niemandem. Insofern ist es vielleicht eine gute Lösung. Das nächste Jahr wird es zeigen, denn die Reorg soll wohl frühestens im Sommer starten.

Jetzt freue ich mich erst mal auf die Weihnachtsferien ab Montag. Und dann muss ich erst Silvester wieder ran. Das sind doch schöne Aussichten.

Update 8:06 - Er hat sich gerade krank gemeldet: "Ich musste mich heute Morgen mehrmals übergeben ..."

Ohne Worte.

Kommentare:

  1. Siehst doch. So kann man sowohl Bachelor als auch französisch..... Hast Du im Ernst erwartet, das den das jetzt noch interessiert, ob er auf Arbeit erscheint? Ich vermute, man hat ihm nahegelegt, zu gehen.
    Und da ja Eure Führungsriege diesbezüglich extrem weichgespült ist, wird's bis zum Schluss so weitergehn. Reg Dich nicht mehr auf, das gibt nur Falten.

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    1. Ich sehe ihn ja nun noch maximal zwei Tage lang (falls es dem armen Kerl bis morgen besser geht ...). Das halte ich aus!

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  2. Dieser Tausendsassa! Scheint sich einen herausfordernden Job geangelt zu haben. Manche Menschen fallen doch immer auf die Füsse.

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    1. Leider werde ich wohl nicht erfahren, wie es mit ihm weitergeht. Ein Verlust ist er hier jedenfalls nicht. Vielleicht klappt es woanders besser.

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