Mittwoch, 1. Februar 2017

Und tschüss

Es ist (fast) geschafft! Meine letzte Steuererklärung für Deutschland ist auf dem Weg. Durch die (aus meiner Sicht völlig unfaire) Berücksichtigung des im Ausland erzielten Einkommens war noch mehr Papier auszufüllen und ich hoffe, dass ich alles richtig gemacht und nichts vergessen habe. Aber wenn alles okay ist, wartet am Ende nun noch eine saftige Nachzahlung (eben wegen des Einkommens im Ausland), aber dann kann mich das Finanzamt mal. Mein Geld bekommt ihr nicht mehr!

Dafür muss ich meine Steuern dann natürlich hier in der Schweiz zahlen. Eine Erklärung muss ich allerdings in den nächsten fünf Jahren nicht zwingend abgeben, da meine Steuer (was in Deutschland ja völlig normal ist, aber nicht hier) direkt vom Gehalt einbehalten wird. Nur, wenn die Chance besteht, Abzüge geltend machen zu können, lohnt der Aufwand.

So ist nun eine weitere Verbindung nach Deutschland beendet. Im nächsten Schritt beantrage ich jetzt einen Schweizer Führerschein. Das ist Pflicht, wenn man sich mehr als 12 Monate lang in diesem Land aufhält. Der deutsche Schein ist danach nicht mehr gültig. Ich muss also zu einem Vertrauensarzt und einem Optiker, um meine Fahrtauglichkeit attestieren zu lassen (das geschieht unabhängig vom Alter - nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht *g*), und dann erhalte ich eine neue Plastikkarte. Mein deutscher Ausweis wird an die Führerscheinstelle in Berlin zurück geschickt und dort verwahrt (falls ich doch mal zurückkehren sollte ...).

Das wird dann endlich mal ein "richtiger" Schweizer Ausweis sein, den ich ständig dabei haben werde, denn der Ausländerausweis ist nur ein Stück Papier, den man weder dabei haben muss noch sollte (ansonsten ist er nach ein paar Wochen hinüber).


Kommentare:

  1. Planst du eigentlich die schweizer Staatsbürgerschaft anzunehmen?

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    1. Da das frühestens nach 12 Jahren möglich ist, habe ich mir noch nicht viele Gedanken darüber gemacht. Aber es ist auf jeden Fall eine Option.

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  2. Hallo Herr B.
    Das ist interessant. Ist das so, weil die Schweiz keine EU ist? Ein guter Bekannter - Ami - lebt seit 20 Jahren in D. Er hätte spätestens nach einem halben Jahr umschreiben lassen müssen. Das war ihm gar nicht bewußt. Er ist sogar alle drei Jahre in die USA geflogen, um seinen Lappen verlängern zu lassen.
    Bis ihn die Polizei letztens auf einem Rastplatz kontrolliert haben. Er weiß noch nicht genau, was jetzt kommen wird, aber definitiv muß er einen deutschen Führerschein machen. Umschreiben geht nicht mehr.
    Wobei ich sagen muß, dass ich für eine derart kleinkarierte Bürokratie überhaupt nichts über habe. Das ist völlig am Ziel vorbei.
    Grüßli :-)

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    1. Ich bin nicht ganz sicher, aber da es sich um einen EU-Führerschein handelt, kann es gut daran liegen.
      Was ich dabei als genauso kleinkariert empfinde: Da hat man so eine tolle Plastikkarte "erfunden", doch es war kein Platz, um die wichtigsten Daten auch in Englisch darauf abzudrucken. Und nur deswegen braucht man in den USA einen Auslands-Führerschein, auf dem nichts weiter drauf ist, als die übersetzten Daten der Plastik-Karte. Das ist unglaublich! Da musste mir sogar die Angestellte im Amt, bei der ich den Lappen bekommen habe, zustimmen.

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