Donnerstag, 5. Januar 2017

Bombastisch

Gestern fand das zweite Feedback-Gespräch mit meinem Chef statt. Er wäre sehr froh, dass wir uns gefunden haben und die Rückmeldungen von Kunden und Kollegen wären bombastisch.

Mit dieser Aussage muss ich mir wohl um das Überleben der Probezeit keine grösseren Gedanken machen. Auch aus meiner Sicht gibt es ja wenig auszusetzen. Lediglich mein Verantwortungsbereich könnte etwas grösser sein, aber das wird sich im Laufe der Zeit sicherlich noch ändern. Im aktuellen Zustand bin ich nicht immer ausgelastet und habe durchaus Leerlauf, weil Aufgaben fehlen.

Was mir hin und wieder im Umgang mit meinem dienstlichen Umfeld auffällt, ist der betont freundliche Ton. Hier haben sich alle lieb, reden sich auch so an, bedanken sich noch gefühlt fünf Mal für jede Unterstützung und würden auch nie direkt Druck ausüben. Das bin ich aus Berlin ganz anders gewohnt. Daher kommt es mir manchmal gespielt und überzeichnet vor, aber die Menschen hier sind einfach so. Ich bin dabei, mich daran zu gewöhnen und entsprechend zu reagieren. Es kostet ein wenig Überwindung, noch netter als nett zu sein, aber meist gelingt das schon ganz gut. :)


Kommentare:

  1. Hört sich gut an.
    Netter als nett? :-)
    Von einer Freundin, die nach Wien gezogen ist, habe ich ähnliches gehört. Sie hat es mir so erklärt, das damit umgangen wird, seine wirkliche Meinung kundzutun. Mit der Freundlichkeit wird Distanz gehalten, ohne das es weh tut. So empfindet sie - als gebürtige Norddeutsche - den Umgang dort miteinander.
    Nun ist Wien nicht Bern und wie die Schweizer ticken, kann ich gar nicht sagen.
    Generell halte ich eine freundliche Umgangsweise bei der Arbeit für sehr wichtig. Ich bin ein Harmoniemensch und brauche ein gutes Arbeitsklima.
    Ich arbeite mit nur 3 anderen Kolleginnen und der Chefin zusammen. Das klappt nur, wenn man sich versteht.
    Vielleicht erweitert sich dein Verantwortungsbereich ja noch. Aber dann nicht jammern ... ;-)
    Liebe Grüße :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich fand es zu Beginn schon etwas irritierend, wenn mir völlig fremde Menschen Mails schreiben, die mit "Lieber Herr B." beginnen und mit lieben Grüssen enden. Und ich tue mich noch immer schwer, jemanden, zumindest beim ersten Mal, so anzusprechen. Der Berliner mit seiner Schnauze ist ja eher schroff. Das heißt aber nicht, dass mir ein freundlicher Umgangston nicht gefallen würde. Ich kann gut damit leben. Vermutlich ist es so, wie Du sagst. Trotz oder mit dieser Freundlichkeit ziehe ich auch eine Linie.
      Ich denke schon, dass sich mittelfristig bei meiner Arbeit noch Einiges ändern wird. Darauf freue ich mich, denn es ist nicht befriedigend, wenn man zu oft auf die Uhr schaut und am Ende des Tages irgendwie nicht das Gefühl hat, etwas geschafft zu haben.
      Schönes Wochenende! :)

      Löschen