Dienstag, 11. Februar 2020

Räudig

Ich muss zugeben, dass ich dieses Wort bisher nur im Zusammenhang mit einer abwertenden Äusserung kannte. Dank unserer Webcam habe ich nun gelernt, woher der Begriff tatsächlich kommt.

Das Foto scheint einem postapokalyptischen Gruselfilm entnommen zu sein, entstand aber vor unserer Gartentür. Und wie ich nun weiss, leidet dieser arme Fuchs an der Fuchsräude. Schuld sind sogenannte Grabmilben. Sie bohren sich in die Haut und legen dort ihre Eier ab. Allein das ist schon gruselig. Der Fuchs verliert dann sein Fell oder reisst es sich wegen des Juckreizes aus. Zumeist sterben die Tiere nach etwa drei Monaten daran.

Zum Glück ist diese Krankheit für Katzen und Menschen ungefährlich. Aber der Fuchs ist schon bemitleidenswert. Rosalie hat den Wildhüter angerufen, der ihr erzählte, dass es momentan sehr viele solcher Beobachtungen gibt. Offenbar grassiert diese blöde Milbe derzeit in unserer Region. Wird so ein Tier beobachtet, sollte es erlegt werden, um sein Leiden zu beenden und die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Ich hoffe, dieses Tier hier hat es bald hinter sich ...




Kommentare:

  1. Ohje, davon gibt es in diesem Jahr wirklich sehr viele Fälle. Für Katzen ist sie tatsächlich ungefährlich, allerdings nicht für Hunde und dann auch nicht für Menschen, denn vom Hund auf den Menschen ist die Übertragung dann möglich und es kann zur sogenannten Pseudokrätze kommen.

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    1. ja, das hab ich auch schon gelesen, wobei der Mensch wohl ein Fehlwirt ist und die Symptome damit nicht so dramatisch werden wie beim Fuchs. Wir haben jedenfalls zur Sicherheit zwei Hundebesitzern Bescheid gegeben, damit sie ihre Tiere im Wald nicht frei herum laufen lassen.
      Der arme Fuchs sieht wirklich jämmerlich aus, dabei hat er noch so ein schönes Gesicht. Wir haben ihn seit dem Foto nicht mehr gesehen. Vielleicht hat er es hinter sich ...

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  2. immerhin hat er sich - nehme ich an - nochmals sattfressen können.....

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    1. Er hat sich vermutlich beim Igelfutter bedient ... Sei es drum. :-)

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