Dienstag, 2. Juli 2019

Schreibt doch ein Buch!

Wenn wir jemandem von den Ereignissen der letzten sechs Jahre erzählen, hören wir immer wieder, dass wir gut und gern ein Buch schreiben könnten und sollten. In der Tat hätten wir jede Menge Stoff dafür und müssten uns gar nichts ausdenken: Unser Kennenlernen im Blog, die erste Begegnung in der Schweiz, unsere Krise ein paar Wochen später, das Wiedersehen, meine leidige Jobsuche und die Pendelei, der Hauskauf, die Mängel und die Klage gegen die Verkäufer, die Mietnomadin, die Klage gegen die Spekulanten auf der anderen Strassenseite, und  nicht zu vergessen die unendliche Geschichte der Scheidung bei Rosalie.

Aber so ein Buch ist eben etwas Anderes als ein paar Posts im Internet. Es braucht Struktur, einen erkennbaren Faden, einen Spannungsbogen. Bücher gibt es viele, gut sind aber längst nicht alle. Und ein Buch, das niemand liest, muss man eigentlich auch nicht schreiben.

Ausserdem braucht es viel Zeit, und die ist derzeit auch noch Mangelware. In den letzten Wochen ist es zwar ein wenig ruhiger geworden, doch die Baustellen haben wohl nur Sommerpause und es ist längst nicht ausgestanden. Früher oder später werden wir uns damit wieder beschäftigen müssen.

Aber wer weiss - wenn das alles überstanden ist, können wir ja mal über das Projekt nachdenken. Mit der guten Mischung von Rosalies Perfektion und meinem pragmatischen Ansatz ist alles möglich.

Kommentare:

  1. Die, die immer sagen, dass man ein Buch schreiben soll, denken immer nur an das fertige Ergebnis. Und das ist in deren Fantasie immer toll. Welche Arbeit dahintersteckt und dass ein Buch sich ganz anders liest als ein Blogposting oder eine gehörte kleine Episode, daran denken sie nicht.
    Meine vorige Psychotherapeutin hat mir auch gesagt, ich solle ein Buch schreiben. Sie hätte mir besser empfohlen, ich solle wieder bloggen. ��
    Lass dich bloß nicht unter Druck setzen. Wenn du selbst nicht den inneren Wunsch verspürt, ein Buch zu schreiben, dann lass es doch lieber. Du kannst deine Zeit mit schöneren Dingen verbringen.
    Aber wenn du mal eins schreibst, dann sag mir bitte unbedingt bescheid! ��

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    1. Ja, das mache ich. :-) Aber Du hast vollkommen Recht - es ist etwas ganz Anderes, eine Blogartikel zu schreiben oder ein ganzes Buch. Da braucht es einen roten Faden, einen Spannungsbogen, Dialoge ... Stoff hätte es genug, da müsste ich mir gar nicht viel ausdenken, aber für einen Bestseller braucht es mehr als das. ;-)

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