Dienstag, 16. Juli 2019

Berufliche Zukunft

Gestern habe ich mein erstes schweizerisches Arbeitszeugnis bekommen. Und es ist wirklich gut geworden - damit kann man sich durchaus bewerben.

Und es gäbe im Umfeld von Rosalie auch eine Stelle, die interessant wäre. Knackpunkt ist die geforderte Mehrsprachigkeit. Aber davon abgesehen, sollte ich es sicherlich mal versuchen, vielleicht als "Testballon".

Dabei muss ich mir jedoch die Frage stellen, ob ich wirklich wieder von vorn anfangen will. Nach zweieinhalb Jahren kenne ich inzwischen die Leute hier, die Abläufe, das IT-Umfeld, habe ein gutes Netzwerk von Menschen, die für die Erledigung meiner Aufgaben "nützlich" sind. Das alles dauert immer seine Zeit und in einem neuen Job steht man stets erst einmal hilflos und orientierungslos herum. Will ich das noch einmal?

Allerdings ist völlig offen, wie es hier weitergeht und ob ich womöglich in ein paar Wochen bzw. Monaten auch eine ganze andere Aufgabe haben werde und mein Netzwerk damit "wertlos" würde. Auch die Bezahlung hier ist kein Argument, um zu bleiben, und die Karrierechancen sind nach den gescheiterten Bewerbungen b. a. w. auch gering. Es gibt also nicht viel, was mich hier hält.

Wenn ich mich wirklich noch verbessern möchte, bleibt mir wahrscheinlich mittelfristig keine andere Wahl.

Kommentare:

  1. Antworten
    1. In der Tat. Ich denke, das Gesamtpaket entscheidet letztlich, ob ich nun noch einmal neu starte (immerhin warten noch rund 12 Jahre Arbeit bis zur Rente) oder die Vor- und Nachteile im aktuellen Umfeld weiter in Kauf nehmen werde und hoffe, dass es nicht so schlimm werden wird.

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  2. Alles geschieht zu seiner Zeit. Dieser Satz hat für mich immer wieder Gültigkeit. Das dürfte für jedermann zutreffen. Nun bin ich gespannt, wohin dich die (Berufs-)Reise führt...

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    1. Ich auch. :-) Es wird ggf. auch interessant zu sehen sein, ob ich mit einem Zeugnis aus der Schweiz schneller zum Erfolg komme als mit einem deutschen Zeugnis von Berlin aus.

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  3. Lieber Herr B.,

    vor Jahren haben sich unsere Blogwege getrennt (genau genommen habe ich aufgehört zu bloggen), und nun, wo ich wieder angefangen habe, lese ich gefühlt immer noch/schon wieder von beruflichen Schwierigkeiten. Ja, sakra, kommt denn das Thema nie zur Ruhe?

    Ich weiß keinen Rat, bin eh weit ab vom Schuss (berentet), aber ich drücke von Herzen die Daumen, dass der Weg der richtige sein wird!

    Alles Liebe und willkommen in meiner neuen Blogroll!
    die immer noch Hoffende

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    1. Liebe Hoffende,
      schön, von Dir zu lesen! Wie lange ist es her?
      Im Vergleich zu den damaligen Sorgen ist das jetzt hier eigentlich ein Klacks. Aber trotzdem ist es natürlich eine gewisse Belastung, wenn man nicht so genau weiss, wie es weitergeht und ob man in den nächsten Jahren dort noch arbeiten wird bzw. möchte. Aber der Druck ist bei weitem nicht so gross wie damals, insofern kann ich bisher gut damit umgehen.
      Ich werde dann mal lesen, wie es Dir ergangen ist, schön, dass Du zurück bist in der Blogwelt.
      Herzliche Grüsse aus der schönen Schweiz
      Herr B.

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    2. Lieber Herr B,

      nun habe ich gestern nacht noch so eine schöne Antwort geschrieben und dann hat sich mein Tablet verschluckt. Auch meine stetige Hoffnung hat nix gebracht - sie ist und bleibt weg. Also ein neuer Versuch...

      Ich freue mich sehr, dass wir uns wiedergefunden haben! Ich glaube, ich hatte ab 2014 weniger gebloggt, fielen in diese Zeit nicht die ersten Probleme von Twoday? Mir ging es zunehmend nicht mehr so gut und irgendwann habe ich dann ganz aufgehört.
      Aber eins habe ich in der Zeit gelernt: Facebook ist keine Alternative! ;-)

      Meine Bemerkung zu deiner Jobsuche war nicht sooo ernst gemeint. Ich dachte nur, als ich zum ersten Mal hier war und davon gelesen habe: "Den kannste echt nicht alleine lassen!" Auch wenn du nicht unbedingt in Not bist, hoffe ich für dich, dass - egal, welcher es sein wird - dein Weg in eine gute Richtung verläuft.
      Ich bin aus der Schiene erstmal raus, seit 2014 berentet. Die Gesundheit hat doch sehr gelitten.

      Über die Zwischenzeit wirst du bei mir noch nicht so viel lesen können, ich bin erst seit 1 Monat so richtig wieder dabei. Aber so hast du auch nicht so viel auf einmal nachzulesen. Rückblicke wird es geben, auf jeden Fall!

      So, nun sende ich dir schöne Grüße aus der heute etwas verhangenen Pfalz (Sonne kämpft sich durch)
      die Hoffende

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    3. Liebe Hoffende,

      verglichen mit der Zeit, an die Du Dich auf meinem alten Blog noch erinnerst, geht es mir jetzt blendend! Ich jammere im Grunde auf hohem Niveau, denn auch die Probleme im Büro sind zwar lästig, aber durch den Ausgleich daheim mit Rosalie, unserem schönen Haus, dem Garten und den vielen Katzen eigentlich ein Witz. Und doch möchte man nach Möglichkeit natürlich auch auf Arbeit ein bisschen Freude haben und nicht immer mit hängendem Kopf ins Büro fahren. Daher muss ich mir halt überlegen, wie die letzten rund 12 Jahre bis zur Rente laufen sollen.

      Es ist schön, dass Du zurück bist in der Blogger-Welt und es Dir den Umständen entsprechend gut geht. Ich hab schon damals gestaunt, wie Du mit dem schwierigen Schicksal umgehst, und daran hat sich offenbar bis heute nichts geändert. Das ist bewundernswert.

      Wie Du sicherlich herausgefunden hast, hat sich bei mir alles zum Guten gewendet, ich konnte Berlin erfolgreich hinter mir lassen und lebe nun in der wunderbaren Schweiz. Es war zweifellos die richtige Entscheidung!

      Hier in Bern ist der Himmel strahlend blau - also sonnige Grüsse
      Herr B.

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