Mittwoch, 24. Juli 2019

Fox-Trott

Dank unserer Aussenkamera haben wir schon öfter den oder die Füchse ertappt, wenn sie nachts um unser Haus schleichen. Meist ist das Licht aus, sodass man nur Infrarot-Aufnahmen sieht. Diesmal war das Licht zufällig eingeschaltet und ich stand dem Herrn Fuchs Auge in Auge gegenüber, nur durch eine Glasscheibe getrennt. Ich weiss nicht, wer sich mehr erschreckt hat ... Hier sieht man ihn, wie er neugierig die Treppe herauf kommt. Ein stattliches Exemplar:



So stelle ich mir einen Fuchs vor. Daher war ich vorgestern völlig irritiert, als ich im Auto während der Fahrt zur Arbeit um die Ecke bog und ein Tier am Ende der Strasse sah. Im "Halbschlaf" dachte ich zunächst aufgrund der Kontur an ein junges Reh - aber es war ein Fuchs! Ein ganz eigenartiges Exemplar, sehr dünn und hochbeinig. Er war völlig sorglos, lief gemütlich vor meinem Auto über die Strasse und jagte auf dem Rasen ein Insekt.

Am nächsten Morgen sah ich ihn wieder. Diesmal hatte ich mein Handy parat und konnte ein Foto machen, während er gemütlich am Strassenrand döste.



Er sieht schon ungewöhnlich aus, oder? Man stellt sich einen gedrungenen, kräftigen Körper vor. Dieser Herr hier sieht eher wie ein kleiner Windhund aus. Da er auf dem Bild liegt, sieht man die Statur nicht ganz so gut. Vermutlich ist er noch jung und unbedarft und deswegen so sorglos. Warum er allerdings immer mitten im Dorf unterwegs ist, und dann doch am hellichten Tage, kann ich mir kaum erklären.

Kommentare:

  1. Wow, bei euch ist es ja richtig fuchsig! Das finde ich klasse. In der letzten Urlaubsszene dieses Jahres spielte auch ein Fuchs die Hauptrolle. Wir hatten die Heimfahrt schon angetreten, da lief auf dem Radweg, der abseits der Straße durch das Feld führte, ein Fuchs entlang. Am hellerlichten Tag und als würde der Weg für ihn allein da sein. Er ließ sich von den vorbeifahrendenen Autos nicht im geringsten irritieren. Die Tiere gewöhnen sich offenbar schnell an die Fahrzeuge. Dass sie allerdings einen Menschen so nah an sich heranlassen... Hm. Da fallen mir gleich die Tollwut-Belehrungen aus der Schule ein.

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    1. Genau das war auch mein erster Gedanke, als ich am hellichten Tag mitten im Dorf den Fuchs gesehen habe. Was, wenn er krank ist? Ganz normal ist es ja nicht, dass er wie ein wilder Hund am Strassenrand kauert .... Seitdem ist er aber nicht mehr aufgetaucht. Wer weiss.

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    2. Vielleicht ist er die Gegenwart der Menschen auch gewöhnt und einfach deshalb nicht so scheu. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man Füchse zähmen könnte.

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    3. Das kann man vermutlich schon, aber ich denke nicht, dass das eine gute Idee wäre. Die können dann schnell zur Plage werden, und letztlich sind es nun mal Wildtiere, die eigentlich menschenscheu sind ...
      Ich hab ihn aber nicht wieder gesehen. Wer weiss, was da sein Interesse geweckt hatte.

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