Freitag, 11. Januar 2019

Zeit für Granufink

Früher musste ich grinsen oder hab mich genervt, wenn bei den Öffentlichen im Vorabendprogramm der Werbespruch "Endlich weniger müssen müssen" zu hören war. Heute würde ich hellhörig werden ...

Im vergangenen Herbst war ich zum Gesundheitscheck. Alle Ergebnisse waren zufriedenstellend, nur die Vorsteherdrüse wäre vergrössert, meinte mein Arzt. Ob ich denn Probleme beim Wasserlassen hätte? Ich war mir dessen nicht bewusst und verneinte.

Nun bin ich nicht sicher, ob ich seit diesem Tag mehr darauf achte oder sich diese Probleme akzentuiert haben - aber ich hab schon das Gefühl, dass ich genau die Symptome verspüre, die auch auf der Seite des oben genannten Arzneimittels aufgezählt werden.

Warum muss das Älterwerden eigentlich so kompliziert sein?

Nun werde ich also wieder einen Termin beim Hausarzt machen, um zu besprechen, was wir tun. Reicht eine Therapie mit Medikamenten, oder muss dann doch die Prostata gehobelt werden (das wird tatsächlich so genannt ...)?

Irgendwie komme ich mir gerade ziemlich alt vor.

Kommentare:

  1. In der Schweiz gäbe es natürlich auch dieses Mittel: https://www.bioforce.ch/de/produkte/arzneimittel/prostasan-kapseln.php
    In Canada übrigens auch...
    Und wenn Mann zu lange wartet, hilft auch das nicht mehr!
    Gut, dass du früh genug aktiv wirst.

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    1. Das denke ich auch. Es wird ja nicht besser, also ist es sicher gut, so früh wie möglich etwas zu unternehmen. Ob mich das vor einer OP bewahrt, wird sich zeigen. Mein Chef, gelernter Mediziner, meint immer, man solle so lange wie möglich mit invasiven Methoden warten, weil es immer Komplikationen geben kann. Natürlich hängt das auch von subjektiven Faktoren ab. Wenn ich nachts jede Stunde raus muss, ist die Lebensqualität so stark eingeschränkt, dass schon deswegen ein Eingriff nötig werden könnte. Aber so weit ist es zum Glück noch nicht.

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  2. Hach, das Älterwerden (bin noch 63)... Klar geht vieles nicht mehr so wie vor 40 Jahren. Und die Wehwehchen werden mehr, medizinische Baustellen tun sich auf. Aber solang das nur mit Hobeln oder einfachen Medikamenten regulierbar ist und die Autonomie (psychisch un dphysisch) erhalten bleibt, geht's ja. ICh glaube, es wird heute teilweise einfach zu viel Gewese um's Älterwerden gemacht. Funktioniert halt nicht mehr alles so wie früher. Dafür bin ich heut viel gelassenes und selbstsicherer. Ist ja auch kein schlechter Tausch..... Außerdem gibt's ja Katzen.
    gaterina

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    1. Hallo Caterina,
      das ist ein prima Satz und ich bin der gleichen Meinung, Zitat: "Ich glaube, es wird heute teilweise einfach zu viel Gewese um's Älterwerden gemacht."
      Wer zuviel drüber nachdenkt, macht sich selber krank.(Ich meine jetzt nicht deine Probleme mit der Vorsteherdrüse, Herr B.)
      Vorstellen kann ich mir folgendes: Weil wir heute soviele interessante Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung haben, Friedenszeiten genießen dürfen und relativ wohlhabend sind, mögen wir einfach noch nicht vom Leben lassen oder an unser Ende denken, dem wir unweigerlich näherkommen. Deswegen jammern wir wegen des Alters herum.
      Statt einfach die Zeit und unser Leben zu genießen, wie es ist.
      Grüßli :-)

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    2. Ich stimme Euch absolut zu. Gerade vor dem Hintergrund der Schicksale um mich herum bin ich sehr froh, dass ich morgens noch halbwegs gut aus dem Bett komme, den Tag selbständig meistern kann, mein Leben selbst bestimme und dazu noch Spaß daran habe. Solange es so bleibt, nehme ich diese kleinen Wehwehchen gern in Kauf, zumal diese Geschichte hier eine Volkskrankheit und damit überhaupt nichts wirklich Schlimmes ist. Am Montag gehe ich zum Arzt, dann schauen wir mal, wie wir dem Problem zu Leibe rücken.
      Habt Dank für Eure positiven Kommentare!

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