Montag, 16. April 2018

Der Bremsklotz

Der Berliner ist ja durchaus bekannt für seinen liebevollen Volksmund. Ein Wort daraus ist der so genannte Bremsklotz. Damit meint er seine Boulette (auch Frikadelle, Gehacktesklösschen, Hacktätschli ...). Ganz speziell stand dieser Begriff auch für die im Osten verkauften Industrie-Teile, die aussahen wie Pyramiden und kaum geniessbar waren.

Schon seit frühester Jugend habe ich mich mit der Eigenproduktion der Boulette beschäftigt. In der Einfachheit lag das Geheimnis, und seit damals sind "meine Bouletten" auf jeder Party der Renner.

Gestern habe ich mich mal aufgerafft, und die Bremsklötzer zum Abendessen daheim zubereitet. Während des Bratens meinte ich noch zu Rosalie, dass die Teile durchaus ja auch kalt gut schmecken würden, denn ich ging nicht davon aus, dass 600 Gramm Hackfleisch einen Abnehmer finden würden.

Falsch gedacht - es hätte noch mehr sein können. Die Dinger sind einfach super lecker. Ruckzuck waren sie verspeist, am Schluss gab es fast Verletzte beim Kampf um die restlichen Bouletten. ;) Kartoffeln und Bohnen waren als Sättigungsbeilage eher Nebensache ...

Okay, wir werden also die Bouletten in den regelmässigen Speisenplan aufnehmen. Man freut sich schliesslich, wenn es der Familie schmeckt!


Kommentare:

  1. Verraten Sie uns Ihr Rezept?

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    1. Auf diese Frage habe ich schon gewartet. :)) Das "Rezept" ist so simpel, dass es die Bezeichnung eigentlich gar nicht verdient. Also ...
      Man nehme für 500 Gramm Gehacktes (ob gemischt oder nur Rind, ist egal), etwa eine halbe Zwiebel, klein gehackt, ein grosses Ei und ein in Wasser aufgelöstes Brötchen (oder Weissbrot in der Grössenordnung). Das Brötchen knete ich noch ein wenig, um die Flüssigkeit heraus zu bekommen, und mische dann alles gut durch. Dann mit Salz und Pfeffer abschmecken (es darf immer ein wenig salziger schmecken, als man für gut hält) und dann ab in die Pfanne damit. Schön knusprig braten und geniessen.
      Das "Irre" bei dieser Mischung ist, dass die Bouletten sehr locker und leicht werden, was wohl vermutlich an der richtigen Mischung von Ei und Brot liegt. Hier braucht es ggf. etwas Übung, um für sich die beste Konsistenz zu finden.
      Guten Appetit! :)

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  2. Klingt gut. Ich werde es mal so probieren, da ich statt Brötchen immer Paniermehl nehme.
    Kalte Frikadellen mache ich zu "Hamburgern". In Scheiben schneiden, mit geschmorten Zwiebeln, die mit Chilisauce vermischt werden bedecken und als Krönung ein Spiegelei drauf.

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    1. Klingt auch gut und wäre sicher speziell für die Mc-D. geprägte Generation mal eine leckere Abwechslung für daheim. :)

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  3. Hallo Herr B.:-)
    Die gehen ja immer!
    Auch wenn eine Feier stattfindet oder Frühstückseinladungen, "Bremsklötze" oder Frikadellen sind immer dabei. Manchmal kleiner, manchmal größer.
    Kalt konmmen die einfach ins Brötchen, mal mit Senf, mal mit Tomatenmark.
    Die haben wir schon in jungen Jahren Sonntagsvormittags zum Frühschoppen oder beim Kartenspielen in der Kneipe weggemampft, wie nix gutes!
    Grüßli :-)

    Wieso kann ich eigentlich nicht mit Wordpress kommentieren? Ich muss immer Name/URL angeben....

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    1. Keene Ahnung ... An mir liegt es nicht. ;) Werde mal schauen, wie das hier überhaupt gelöst ist auf Blogger.
      Ja, stimmt, gerade auch in Berlin gibt es Bouletten an jeder Ecke, und wann immer sie auf einem Buffet liegen, gehen sie als erstes weg, sofern sie nicht völlig geschmacksneutral daher kommen.

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    2. Ich sehe gerade, dass ich unten bei "Antwort als:" auch Wordpress wählen könnte. Funzt das nicht?

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