Freitag, 7. September 2018

Zu früh gefreut

Erinnert Ihr Euch? Anfang Juli hatten wir einen Grund zum Feiern. Wir konnten die Spekulanten stoppen, die gegenüber im Hang riesige Wohnhäuser billig bauen und damit den historischen Dorfkern zerstören wollten.

Die Freude ist uns nun vorgestern erst einmal vergangen. Obwohl wir es eigentlich nicht für möglich hielten, hatten wir uns gewundert, dass wir vom Gericht keine Bestätigung über die Rechtskraft des Urteils erhalten hatten. Nun wissen wir auch, warum: Einer der beiden Spekulanten hat beim Bundesgericht Beschwerde gegen das Urteil eingelegt.

Was bedeutet das nun? Der Beschwerdeführer muss einen Gerichtskostenvorschuss leisten (gut und gern im fünfstelligen Bereich - deswegen dachten wir auch, er würde verzichten), dann werden wir zur Stellungnahme aufgefordert. Dann wird das Gericht - irgendwann - entscheiden.

So weit, so gut. Unser Anwalt meinte zwar, in der Mehrheit der Urteile würde das Bundesgericht solche Beschwerden abweisen, aber es könnte eben auch ganz anders laufen. Das würde dann unter Umständen bedeuten, dass wir zur Kasse gebeten werden, um den Bauherren zu entschädigen, und dass das hässliche Gebäude schliesslich doch gebaut würde. Wir wären also doppelt gestraft.

Momentan lässt sich noch nicht sagen, wohin die Reise gehen wird. Die Anwälte müssen jetzt erst einmal den Inhalt der Beschwerde prüfen, um einschätzen zu können, wie gross die Chancen sind, dass das Urteil des Kantonsgerichtes gekippt werden könnte. Und dann müssen wir beratschlagen, wie wir weiter vorgehen.

Auch hier ist also kein Ende absehbar - und was der zweite Spekulant macht, wissen wir auch nicht. Auch dieser hätte ja die Möglichkeit, Beschwerde einzureichen. Das könnte uns im schlimmsten Fall am Ende wirtschaftlich ruinieren.

Kommentare:

  1. Jetzt hilft nur Lotto spielen...
    Seid ihr alleine oder steht die Dorfgemeinschaft hinter euch?

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    1. Es gibt leider nur wenige Einwohner, die sich für die Zukunft des Dorfes wirklich interessieren. Wir müssen mit zwei weiteren Familien allein kämpfen ...

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