Montag, 4. Juni 2018

Zwischen Hoffen und Bangen

Gut zehn Tage ist es jetzt her, seit die Frist für die Stellungnahme abgelaufen ist. Nun warten wir gespannt auf eine Reaktion vom Gericht zur Frage, ob der Ex-Gemahl seiner Verpflichtung zur Zahlung von Alimenten nachkommen muss oder nicht. Obwohl so eine Entscheidung eigentlich keinen Aufschub duldet, ist der Richter dafür bekannt, sich Wochen und Monate Zeit zu lassen, bis er mal zu einem Ergebnis kommt.

Das zehrt an den Nerven. Nach menschlichem Ermessen und auch nach Auffassung des Anwalts kann es zwar nur ein Urteil geben, aber man weiss eben nie, wie so ein Richter, und insbesondere der, wirklich tickt, und deshalb müssen wir mit allem rechnen. Dabei ist der Ausgang dieses Verfahrens von essenzieller Bedeutung. Ich befürchte, und auch das sieht Rosalies Anwalt genauso, dass, unabhängig von den direkten finanziellen Auswirkungen, nur ein knackiges Urteil zu Rosalies Gunsten den Ex endlich mal zum Nachdenken bringen kann. Anderenfalls wird sich seine Arroganz und Siegesgewissheit ins Unermessliche steigern, was den weiteren Prozessverlauf noch einmal massiv beeinträchtigen könnte.

Ein Mann, der sich nicht zu fein ist, die Hälfte der von ihm verursachten Müll- und Rundfunkgebühren von seiner Frau zu verlangen, nur weil sie noch im Grundbuch steht, ist so weltfremd, dass man nur den Kopf schütteln kann. Und das ist längst nicht alles, was auf seiner Liste der Forderungen steht. Man hat beim Lesen ständig das Gefühl, den Typen schütteln und aufwecken zu müssen.

Nun warten wir und hoffen, dass Justitia, die ja bekanntlich blind ist, in diesem Fall trotzdem den richtigen Durchblick hat. Alles Andere mag ich mir gar nicht ausmalen.


Kommentare:

  1. Inzwischen tun mir die Daumen ziemlich weh. Ich hoffe, daß man bald mit dem Drücken aufhören kann.
    Ob man diesen seltsamen Typ wohl auf Schmerzensgeld verklagen könnte? Der würde es wohl aufgrund seiner ktrausen Ideen versuchen.

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    1. Das fürchte ich allerdings aus ... Der RA meinte neulich schon, man müssen ihn eigentlich auf Zurechnungsfähigkeit untersuchen lassen. Und diese Frechheiten von seiner Seite häufen sich langsam und werden erst aufhören, wenn er mal in seine Schranken gewiesen wird. Dabei ist auch ärgerlich, dass sein Anwalt ihn nicht bremst, aber klar, der verdient ja ordentlich daran ...

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  2. ...für unzurechnungsfähig erklären lassen und hoffen, dass er einen vernünftigen sachwalter kriegt. das ist besser als auf schmerzengeld verklagen. ich drücke alle verfügbaren daumen (und katzenpfoten), dass rasch eine vernünftige stellungnahme eintrudelt.
    caterina

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    1. Herzlichen Dank. Ich glaube, wenn der Brief kommt, müssen wir erst einen Schnaps trinken und gaaanz tief durchatmen, bevor wir ihn öffnen. Und dann entweder schreien oder aufatmen.

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  3. Es gibt immer noch Karma. So ein mieses Verhalten holt einen irgendwann wieder ein.
    Hoffe ich!
    Grüßli :-)

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    1. Ja, das denken/hoffen wir auch. Die Frage ist nur, wann es soweit sein wird und ob wir solange durchhalten ...

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