Freitag, 18. Mai 2018

Die lieben Kollegen (27) - Tag 1

Weg ist er! Endlich. Ich konnte mich nicht mal direkt verabschieden, weil er lange im Haus unterwegs war und nicht ins Büro zurück kam, bis ich Feierabend gemacht habe. Traurig bin ich nun nicht gerade ... Ein paar "Leichen" sind am letzten Tag auch noch zum Vorschein gekommen, und in einem zufälligen Gespräch mit Mitarbeiterinnen des Spitals war auch nichts Gutes über ihn zu hören. Was soll's - nun ist er nicht mehr da, und damit wird sich hier hoffentlich Einiges in nächster Zeit ändern.

Eine Änderung wird es sofort geben: Ich hab meinem Kollegen den frei gewordenen Arbeitsplatz in der dunklen Ecke schmackhaft gemacht, und er hat sofort angebissen. Die Intention ist klar: Er ist dort völlig unbeobachtet und kann noch weniger arbeiten. Mein Ziel war es aber, seinen Platz am Fenster zu bekommen und endlich nicht mehr mitten im Raum sitzen zu müssen. Das habe ich damit nun geschafft und werde in den nächsten Tagen in Ruhe umziehen.

Heute Morgen wirkt der Raum viel luftiger und hat weniger schlechte Energie. Ein gutes Gefühl. Ich hab gleich angefangen, das Lager noch etwas zu entrümpeln, um alles Alte raus zu bekommen. Es geht mir jetzt besser!

Also, starten wir das nächste Kapitel. Und zunächst noch ins lange Wochenende. Schöne Pfingsten!


Kommentare:

  1. Es kann ja eigentlich nur besser werden, oder?

    Auch Ihnen
    Pfrohe Fingsten!

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    1. Herzlichen Dank!
      Ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass es besser wird. Wenn dann der neue Kollege auch mitzieht, bin ich optimistisch, dass das ganze Team davon profitiert. Da ich der Pate des neuen Kollegen sein werde, ist mein Ziel, ihn gut zu integrieren und mit klaren Ansagen dafür zu sorgen, dass er weiss, wo es lang geht.

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  2. Alles neu macht der Mai - auf gutes Gelingen! Ich hoffe für dich, dass du die Abteilung endlich nach deinen Wünschen umkrempeln kannst. Bei dem Chef sollte das doch möglich sein!
    A. aus Canada

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    1. Herzlichen Dank! Ich bin da eigentlich schon optimistisch, wobei der Chef wohl das größte "Risiko" ist, wenn er merkt, dass ihm jemand das Wasser abgräbt.
      Natürlich wird es auch vom neuen Kollegen selbst abhängen, und der erste Eindruck kann ja auch täuschen. Aber erst mal abwarten.
      Viele Grüße aus der Schweiz

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    2. Der Chef wird aber vermutlich nichts gegen "Wasserabgräber" machen, er macht ja keine ungemütlichen Entscheidungen, oder ist er etwa hinterlistig?
      A. aus Canada

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    3. Offiziell wird er sicher nichts unternehmen. Aber ich bin nicht sicher, was hinter meinem Rücken passiert. Daher bin ich lieber vorsichtig. Über andere Kollegen hat er auch schon hergezogen. Ich traue ihm nicht.

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    4. Ich nehme aber an, dass das die anderen Abteilungen und die Vorgesetzten schon wissen. Wenn du der Einzige in der Abteilung bist, der sein Pensum (und noch mehr) schafft, werden sie sich hüten, dir Steine in den Weg zu legen, oder? Ich würde dem Chef aber auch nicht trauen und nehme an, dass er längerfristig auch an seiner eigenen Grube gräbt...

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    5. Ich hab den Eindruck, dass der Chef sich alle Mühe gibt, mich von allem, was nicht Standard ist, fernzuhalten. Insbesondere Verantwortung abgeben mag er überhaupt nicht, auch wenn es Sinn machen und sich anbieten würde. Lieber macht er alles selbst.
      Ich hoffe einfach, dass Qualität sich auf Dauer durchsetzen wird. So war es bei mir in der Vergangenheit immer, es brauchte nur viel Geduld. Diesmal offenbar auch.

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