Mittwoch, 19. Juni 2019

Interview (with a vampire?)

Due Diligence - was für ein wunderbarer Begriff. Bei den Stellen, für die ich mich erfolglos beworben habe, herrscht noch (oder schon) Chaos, weil die Strukturen völlig unklar sind und Aufgaben nicht feststehen. Und da will man mit uns Verbliebenen nun also in die vertiefte Untersuchung gehen. Und am Ende gibt es eine Empfehlung - ja, wofür eigentlich? Nichts ist klar, keiner weiss, wohin, aber alle machen mit.

Der Typ, mit dem ich morgen das Interview habe, ist ein Bayer und macht einen auf betont kumpelhaft. Als Externer, dem die Zukunft der Angestellten egal sein kann, ist das vermutlich auch nicht schwer. Es wird darum gehen, eine SWOT-Analyse zu erstellen. Dafür werden unsere Kompetenzen, Aufgaben, Vorlieben und Wünsche aufgenommen, alles am Schluss zusammen gefasst und an den neuen zentralen IT-Bereich weiter gegeben. Der wird dann (irgendwann) auf uns zukommen und uns etwas anbieten. Das können wir nehmen - oder gehen.

Schöne Aussichten ...

Mir fehlt bei all dem gerade etwas die Motivation und ich merke, dass ich mich schwer tue, am Ball zu bleiben. Das ist schade, denn zuletzt, nach dem Weggang der beiden Fehlbesetzungen, war die Stimmung hier gut und alles lief bestens. Nun könnte alles den Bach runtergehen.

Der Chef wird in den nächsten Tagen mein Zwischenzeugnis erstellen, dann werde ich mich umschauen, ob es für mich noch andere spannendere Aufgaben geben könnte.

Kommentare:

  1. Das mit dem Zwischenzeugnis dauert aber saulang. Die wollen wohl nicht, dass du gehst. (Oder weiss dein Chef nicht, wie man so etwas macht?)

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    1. Es gibt offenbar Fortschritte - ein paar Schwerpunkte meiner Arbeit haben wir gestern kurz besprochen. Kann sich also nur noch um Tage handeln ...

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  2. Zitat: "Und da will man mit uns Verbliebenen nun also in die vertiefte Untersuchung gehen. Und am Ende gibt es eine Empfehlung - ja, wofür eigentlich? Nichts ist klar, keiner weiss, wohin, aber alle machen mit."
    Hört sich nach einem wohldurchdachten Vorgehen an. Gibt es da eigentlich Verantwortliche oder wird dort von jedem immer gerade das gemacht, was denen in den Kopf kommt?
    Es kann nur besser werden ...

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    1. Es wurde ja gerade ein grosser Wasserkopf mit 42 neuen Kaderstellen ausgeschrieben, und man sollte meinen, dass zumindest ein paar fähige Köpfe darunter sein könnten. Ich sehe aber nur Planlosigkeit, Aktionismus und viel heisse Luft. Dabei bin ich recht weit weg von dem Geschehen da und wir bekommen nur die Ausläufer zu spüren. Das reicht aber allemal. Und wenn ich noch sehe, wie viele Leute in den letzten Wochen und Monaten gekündigt haben, dann stellen sich da schon (berechtigte) Fragen.

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