Montag, 8. Oktober 2018

Ich will rein (8) - Selbstgemachte Probleme

Wir haben ja sonst keine "Sorgen" ... Donnerstagmorgen ist Abreise, bis dahin sind noch Stellungnahmen, Eingaben, Steuererklärungen fertig zu machen. Und nun machen wir uns auch noch Sorgen um Henry, weil unser Haus sich zum Mekka für Katzen entwickelt.

Bernie hat gestern fast den ganzen Tag schlafend im Haus verbracht, er war nur wenige Stunden mal im Garten oder auf dem Feld. Am Freitag hatten wir einen neuen, nicht eingeladenen Gast im Haus, während wir alle auswärts waren. Unsere Katzentür öffnet eigentlich nur durch Erkennung des Chips, war aber an diesem Tag nicht richtig verschlossen. Irgendwann schaute ich mir zufällig unsere Webcam an und rieb mir die Augen: Ein unbekanntes Tier im Haus!



Ganz gemütlich schlenderte er durch das Zimmer, frass hier und da und ging schliesslich lässig durch die Tür wieder hinaus. Offenbar kennt er sich mit solchen Klappen gut aus. Dumm nur, dass die Tür eben eigentlich nicht für jedermann offen ist. Beim nächsten Versuch am folgenden Tag kämpfte er dann vergeblich mit seinen Pfoten, um die Tür zu öffnen, und musste schliesslich hungrig wieder von dannen ziehen (wobei er bei uns "der Dicke" heisst, weil sein Bauch schon fast auf dem Boden hängt, verhungern tut er also nicht).

Im Gegensatz zu unserem weiteren neuen Gast seit ein paar Tagen. Jeden Abend kommt er oder sie vor die Tür und legt sich dort hin, schaut uns mit traurigem Gesicht durch die Scheibe an. Das Tier ist aber sehr scheu, sobald man die Tür öffnet, flüchtet es. Aber weil wir es nicht mit ansehen konnten, dass das arme Tier da auf dem Beton liegt, haben wir ein altes "Körbchen" raus gestellt. Tja, nun liegt das rot-weisse Tierchen eingekuschelt fast die ganze Nacht vor unserer Tür.



Das ist ja eigentlich ganz niedlich, aber: Sie vertreibt nun vom Podest aus alle anderen Katzen, die sich der Treppe nähern. Somit kommt Henry nicht mehr zum Eingang, solange die "Wächterkatze" es sich gemütlich gemacht hat. Also werden wir das Bettchen wohl wieder wegräumen müssen, bevor uns Henry am Ende doch noch wegläuft.

Ob wir mit ihm mal zum Tier-Psychologen müssen, um sein Selbstbewusstsein zu stärken? Wie wird das, wenn wir weit weg in Florida sind und niemand auf Henry achtgeben kann? Im Tierheim kamen zahlreiche Katzen auf engem Raum miteinander aus, warum klappt das bei uns nicht?


Kommentare:

  1. Kommt mir alles irgendwie bekannt vor. Tiere sind eben auch nur Menschen...
    Charlotte

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Simmt. Nur kann man nicht so gut mit ihnen reden ...

      Löschen
  2. Vermutlich wird sich das einpendeln, wenn ihr nicht dort seid und die fremden Katzen auf euer Mitleid und eure Versorgung verzichten müssen. Wenn alles normal läuft, hat Henry ja das Haus für sich und wird dies hoffentlich geniessen. Alles wird gut!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, das hoffen wir auch. Womöglich wird sich Bernie das eine oder andere Mal bei den Katzensittern einschmeicheln und hat die Erlaubnis, bei uns zu schlafen, aber ansonsten hoffe ich tatsächlich, dass sich das dann einpendelt.
      Und ich überlege immer noch, ob wir nach der Reise ein weibliches, sehr scheues Kätzchen aus dem Tierheim bei uns aufnehmen. Sie ist ähnlich defensiv wie Henry, aber tut sich mit Menschen noch schwer. Deswegen will sie auch niemand und sie ist schon fast ein Jahr im Heim. Ich würde ihr eigentlich gern ein Zuhause geben, aber ich bin noch nicht ganz sicher, ob das eine gute Entscheidung für alle wäre.

      Löschen
    2. Ein Versuch wäre es doch wert. Mit Geduld würde sie sich bestimmt an ein schönes Zuhause samt Bewohnern gewöhnen, und es ist bestimmt besser als im Tierheim. Henry hätte vielleicht sogar Freude an ihr. Dann wären sie zu zweit gegen den Rest der Welt...

      Löschen
    3. Das wäre im Grunde auch unser Wunsch. Die Sorge ist nur, ob wir uns damit übernehmen und zu viel zumuten. Und was, wenn es nicht gut geht?
      Aber so eine Kumpeline wäre für Henry vielleicht gut, mit anderen Katzen kommt das Tierchen wohl ganz gut klar. Und dass Henry mit anderen zum Teil auch kann, haben wir gerade gestern wieder gesehen, als er dem Eindringling von neulich begegnete und die Beiden ganz cool in nächster Nähe zueinander im Garten sassen.
      Wir lassen das jetzt mal sacken während der Reise und entscheiden uns dann, wenn wir zurück sind.

      Löschen