Dienstag, 20. Dezember 2016

Fassungslos

Nun also Berlin. 12 Menschen tot. Von einer Sekunde zur anderen einfach nicht mehr da. Mitten auf einem Weihnachtsmarkt.

Schon vor Monaten habe ich gesagt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Berlin vom Terror eingeholt wird. Nun ist es soweit. Und alle, die derzeit in den Medien erzählen, sie hätten sich so etwas niemals in Berlin vorstellen können (wie z. B. gestern Abend die Reporterin auf N-TV), sind einfach nur naiv.

Weder "Mutti" noch sonst irgend jemand kann uns vor diesen Verrückten schützen. Das zeigt sich trotz aller Präventivmassnahmen leider immer wieder. Während meines Umzuges Ende Oktober traf ich eine 90jährige Mieterin aus meinem Aufgang. Noch fit im Kopf und immer nett und hilfsbereit. Wir unterhielten uns über die Veränderungen in Deutschland, Berlin und selbst in unserem Hausaufgang. Irgendwann meinte sie traurig: "Deutschland ist verloren". Dies aus dem Mund einer alten Frau zu hören, die so viel erlebt hat, macht betroffen.

Ganz so drastisch würde ich es zwar nicht bezeichnen, aber die Welle der Gewalt in den letzten Monaten in Europa macht mir auch grosse Sorgen. Wo führt das alles hin?

Kommentare:

  1. Gewalt gab es immer und wird es, solange es den Menschen gibt, wohl auch leider geben.

    Was sich geändert hat ist der Umgang damit. Lange bevor irgendetwas handfestes auf den Tisch kommt, wird vermutet, gepostet, falsche Informationen gestreut und ein Großteil der "Empfänger" reagiert mit Panik, gaffend und direkt vorverurteilend.

    Ja, Terror gibt es.
    Ja, es ist schlimm wenn Menschen sterben müssen, weil irgendein Irrer denkt er habe das Recht dazu.
    Ja, hier in Deutschland, ebensowenig wie in der Schweiz, Amerika, Indien oder wo auch immer auf der Welt ist man vor Irren wirklich sicher.

    Was bleibt ist, damit zu leben, dafür zu Sorgen, dass die Menschen um einen rum und man selber, nicht auf die Angst- und Hasswelle aufspringen und weiter mit einem offenen, warmen Herzen auf Fremde zugeht.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Für mich ist es unvorstellbar, wie es in unserer heutigen, vermeintlich aufgeklärten Zeit immer noch paasieren kann, dass Menschen für den Glauben andere Menschen ohne Reue umbringen können. Es sind eben nicht nur Irre, wie man das oftmals darstellt. Es sind gezielte Anschläge gegen andere Religionen, wohl durchdacht und vorbereitet, überall auf der Welt. Ich kann es daher niemandem verdenken, Angst zu haben, auch wenn gerade das eines der Ziele dieser Terroristen ist.

      Löschen
    2. Irre nicht im Sinn von minderbemittelt sondern im Sinn von unberechenbar. Doch gerade in der aufgeklärten Zeit, denn Bildung und damit meine ich nicht nur die, die in der Schule vermittelt wird, ganz besonders auch die Herzensbildung, Nächstenliebe, Achtung vor Menschen und deren Leben ist mit zunehmender "Aufklärung" auf der Strecke geblieben. Zudem kommt das eben genau diese Menschen eine "Führung" suchen, die sie in dieser Art von "Glauben" finden, dazu dann noch die entsprechenden "Stimmen" die sie auffordern zu morden und schon ist die Suppe da...

      Klar sehr einfach dargestellt und meine Sicht, aber ich denke nicht, dass ich damit so falsch liege.

      Löschen
    3. Ja, das stimmt - wer mit einem Laster bewusst in eine Menschenmenge fährt, hat keinerlei Achtung vor Menschen, zumindest nicht vor denen, die er ermordet. Der will einfach Leid zufügen, so viel wie nur möglich. Diese eiskalte, widerwärtige Tat ist daher durch nichts zu entschuldigen.

      Löschen