Mittwoch, 15. Januar 2020

Berlin, wie haste Dir verändert

Ich weiss nicht, ob sich durch das Leben in der Schweiz mein Blickwinkel verändert hat oder es tatsächlich schlimmer geworden ist: Bei meinem letzten Besuch in Berlin hatte ich den Eindruck, dass die Stadt teilweise völlig vermüllt war. Man fühlte sich, als sei man in einem Entwicklungsland, in dem Umweltschutz und Sauberkeit keine Rolle spielen.

Die Fotos unten sind innerhalb von rund zehn Minuten während eines Spaziergangs im Bezirk Wedding entstanden. Nun ist das keine Gegend, in die sich Fremde/Touristen verirren, insofern komen mehrheitlich nur Anwohner als Verursacher in Frage. Doch geht man nicht eigentlich gerade mit seinem persönlichen Umfeld pfleglich um und hält es möglichst sauber?

Wer ist hier also die Umweltsau?

Kommentare:

  1. Es ist interessant, wie man sich selber verändert und an ein neues Umfeld anpasst, anpassen muss. Die Frage bleibt, ob sich die alte Heimat gewandelt hat oder ob man sie einfach aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Aus persönlicher Erfahrung meine ich: Beides ist der Fall.

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    1. Ich denke auch, dass man manche Dinge irgendwann nicht mehr wahrnimmt. Die bekannten "Scheuklappen" halt. Aber egal - der Schmutz an vielen Ecken ist schon erschreckend. Liegt sicher auch an der Anonymität der Grossstadt, aber die Frage ist, ob das in Städten wie München oder Hamburg auch so schlimm ist?

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  2. Ich habe nicht den Eindruck, das sich da viel verändert. Leute, die ihren Müll einfach wegwerfen, gab es schon immer. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, das das stark verschuldete Berlin überall sparen muss, auch an städtischen Mitarbeitern.
    Eigeninitiative der Anwohner wäre da gefragt ... !

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    1. Nun ja, wenn ich davon ausgehe, dass es auch die Anwohner sind, die den Dreck dort hinwerfen, ist leider nicht damit zu rechnen, dass sie ihn dann später wieder wegwerfen. Gerade bei dem einen Bild mit dem Müll von Silvester wäre es ja ein leichtes, wenn man seine Rest anschliessend entsorgt, anstatt sie einfach auf der Strasse liegen zu lassen. Aber das ist offenbar bei einigen Zeitgenossen unter ihrer Würde.

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    2. Das stimmt zwar, aber ich glaube, wenn Anwohner, Organisationen oder Kirchengemeinden Strassenweise oder nach einem bestimmten Schema zum Frühjahrsputz aufrufen würden, vielleicht mit anschließendem Grillen oder Kaffee und Kuchen (jeder bringt etwas mit) dann würden schon einige kommen und mitmachen. Zudem rückt das Thema ein bisschen in den Fokus. Die Stadt könnte kostenlos den Müll abholen ... ! Da ist vieles möglich :-)
      Hier auf dem Land funktioniert das immer.

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    3. Ich glaube, das kann man nicht vergleichen. Die Stadt ist zu gross und zu anonym und es scheint auch niemanden zu interessieren. Wenn die Anwohner, wie beim Feuerwerk, selbst ihren Müll vor dem eigenen Haus zurücklassen, dann besteht offenbar wenig Interesse daran, ihn später zu entsorgen. Ich hab das leider auch in meinem Haus damals erleben müssen. Meine Nachbarn haben irgend etwas Essbares mitgebracht und den gesamten Hausflur mit Öl voll gekleckert (man konnte schön sehen, wohin die Spur führte). Glaub nicht, dass sie das weg gemacht hätten. Das durfte dann am nächsten Tag der Hauswart machen.

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