Dienstag, 27. September 2016

Zeitvertreib

Während der letzten 3,5 Jahre hatte ich über 200000 km Zeit, auch zum Lesen. Dabei bevorzuge ich Gegenwartsliteratur, denn mit Rittern, Piraten, Harry P. oder Gollum kann ich nicht viel anfangen. Ob es sich dabei um Krimis handelt, erotische Romane oder Alltagsgeschichten, ist mir dabei ziemlich egal.

In den letzten Jahren ist noch ein Genre hinzugekommen, das ich früher eher nicht angefasst hätte. Im Leben bin ich ja gern mal romantisch, inzwischen auch in der Literatur. Nein, keine "Groschenromane" über Ärzte, denen die Frauen vertrauen. Ein bisschen mehr Niveau darf es schon sein, aber doch sind es Bücher für ein, zwei Abende im Bett oder zwei Flüge nach Zürich und zurück. Romane, in denen ich mich zum Teil wiederfinde, bei denen ich schmunzeln kann, aus eigener Erfahrung mitfühle und trotzdem sicher bin, dass am Ende alles gut wird. Über Paulo Coelho kam ich zu François Lelord und später zu Nicolas Barreau. Gerade er schreibt sicherlich keine Romane der Weltliteratur, aber dafür mit viel Herz - und das tut gut. Nicht, weil ich das brauche, um mich aufzubauen, sondern weil mir momentan gerade diese Leichtigkeit Freude macht und sich mein Glück nach den üblichen Irrungen und Wirrungen auch in den Büchern widerspiegelt. Die Bücher triefen nicht vor Kitsch und Klischees und lesen sich "einfach so weg".

Es gibt immer Phasen, da verschlinge ich ein Buch nach dem anderen, dann wieder gibt es auch mal Zeiten, in denen ich kaum lese. Jetzt war gerade wieder mal so eine Pause. Doch der neueste Roman von Herrn Barreau ist gerade erschienen, also bin ich jetzt zwei Abende lang beschäftigt und "reise" nach Paris, wo alle seine Romane spielen. Da das Malern und Verkaufen in der Wohnung wegfallen, kann ich mir diese Zeit ohne Reue nehmen und freue mich auf ein glückliches Ende.

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Danke Dir! :-) Bis mir die Augen zu fallen, habe ich das Happyend (des Buches) sicher schon erreicht. Und natürlich kriegen sie sich!

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  2. Sie kriegen sich doch alle auf die eine oder andere Weise. Dann schlaf nachher schoen. Ich werde noch ein interessantes Blog lesen, der mir empfohlen worden ist.

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  3. Ich hab ähnliche Phasen, dann können es nicht genug Bücher sein und dann eben wieder Phasen in denen ich kein Buch anrühre.

    Je nachdem gibt es dann die Phasen mit leichter Lektüre oder eben Fachliteratur und schwere Thematik auch da wechselt es sich ab.

    Bücher wie Goldstück von Anne Hertz sind übrigens zum Lachen perfekt, besonders wenn man sie von Freunden geschenkt bekommt mit "die die da beschrieben wird könntest Du sein" - solche Bücher lese ich nieeeee wieder im öffentlichen Bereich, die Leute schauen dann immer so komisch wenn man laut lacht ;)

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    1. :)) Ist doch aber sehr sympathisch! Ich würde mitlachen.
      Solche Bücher mag ich auch, wobei ich mich oft schwer tue mit vermeintlich lustigen Büchern. Oftmals ist es nicht MEIN Humor (oder meiner ist total verkorkst).
      Das Goldstück habe ich noch irgendwo zu liegen, ich werde es mir mal vormerken für einen der letzten Reisen in die Schweiz. ;)

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