Donnerstag, 10. September 2026

Kein bisschen weise

Der letzte Kommentar zu meinem Post von 2022 bat mich vor einigen Monaten um ein Update. Ich denke, jetzt bin ich soweit, es hier aufzuschreiben, auch wenn meine Zeilen vermutlich nach so langer Pause kaum noch jemand finden wird.

Die Beziehung zu Rosalie hat leider nicht gehalten, sie ist nach rund 13 Jahren zu Ende gegangen. Und das rund um meinen 60. Geburtstag. Daher auch der Titel des Posts - auch die vielen Erfahrungen, die man in den Jahren gesammelt hat, bewahren einen eben nicht davor, solche schwierigen, traurigen Momente erleben zu müssen.

Wir haben es zum Schluss noch ein paar Monate mit einer Art WG versucht, aber vielleicht war alles noch zu frisch, zu intensiv, und Rosalie hat mir schliesslich mit der Geburtstagskarte mitgeteilt, dass sie den Wunsch habe, unser gemeinsames Kapitel endgültig zu beenden. Gelesen habe ich die Karte erst viel später, das war vielleicht auch gut so. Zum Feiern war mir aber ohnehin nicht zumute. Ich war allein in Berlin, wandelte auf den alten Pfaden meiner Kindheit und Jugend und muss zugeben, dass dieser runde Geburtstag der erste war, der mich wirklich nachdenklich gemacht hat. Natürlich hat die Trennung dazu beigetragen, aber das war nur ein Teil der Melancholie in diesen Tagen im Juni. Es ging vor allem um die Erkenntnis, dass ein wichtiger und der grösste Abschnitt des Lebens mit der Rente in fünf Jahren zu Ende gehen wird. Und was kommt dann noch? Fängt das Leben mit 66 Jahren wirklich erst an? Wozu werde ich dann noch in der Lage sein? Wie werde ich auf mein Leben zurückschauen?

Wieder zurück in der Schweiz dann die Erkenntnis, dass ich mich nach einer Wohnung umschauen muss. Diese Vorstellung hat mich zumindest erst einmal nicht sonderlich nervös gemacht, schliesslich habe ich schon einmal rund 10 Jahre allein gewohnt und wusste, dass ich das kann. Nachdem ich meine Suchkriterien etwas schärfte, hatte ich grosses Glück, denn schon nach ein paar Tagen war die (fast) perfekte Wohnung gefunden. Sie liegt in einer anderen Gemeinde, rund 25 Minuten mit dem Auto von Rosalies Haus entfernt.

Der Umzug selbst Anfang August, bei dem mir ein Kollege aus dem Büro half, war schnell erledigt, schliesslich besass ich in Rosalies Haus nicht viel Eigenes ausser meiner Kleidung: ein Bett, das ich für die kurze WG-Periode bereits gekauft hatte, einen Schreibtisch, einen Fernseher samt Tisch und einen Sessel. Die Herausforderung bestand darin, mich komplett neu einzurichten, vom WC-Papier bis zum Kleiderschrank. KI hat mir da sehr geholfen und die leeren Zimmer in gemütliche Wohn-Ideen umgewandelt, die ich inzwischen auch zu grossen Teilen ganz ähnlich umgesetzt habe.

Der Abschied vom Zuhause am Umzugstag mit dem Transporter war noch einmal emotional, schliesslich liegen zehn Jahre Erinnerungen dort. Jetzt, gut vier Wochen danach, bin ich gedanklich noch nicht wirklich angekommen. Die Katzen fehlen, ich muss mich wieder an Geräusche gewöhnen, die ein Mietshaus nun einmal mit sich bringt, an mögliche Blicke von Nachbarn auf meinen Balkon und Menschen, denen ich beim Verlassen der Wohnung im Treppenhaus begegnen könnte.

Die Wohnung selbst ist dabei wirklich schön: drei Zimmer im 3. Stock (also ganz oben, aber ohne Fahrstuhl), Eckwohnung und damit Fenster auf drei Seiten, ruhig mit Blick vom Balkon ins Grüne, Kuhglocken, ein Supermarkt nur 3 Minuten zu Fuss entfernt, und ein kürzerer Arbeitsweg (apropos - ich habe vor zwei Jahren den Job gewechselt, aber das ist ein anderes, gutes Thema).

Und nun gewöhne ich mich also wieder an das Alleinsein. Das gelingt mal besser, mal schlechter. An manchen Tagen, die aber seltener werden, habe ich noch immer das Gefühl, ich wäre auf Dienstreise und würde demnächst nach Hause fahren. An guten Tagen geniesse ich es, für mich zu sein und nichts erklären zu müssen. Zweimal habe ich auch Rosalie schon besucht, wir hatten jeweils ein paar sehr angenehme Stunden im Garten mit Wein und Chips, und natürlich habe ich es genossen, als die Katzen mich freudig begrüsst haben.

Vor rund einem Jahr habe ich begonnen, mit KI Musik zu machen. Daraus sind im Laufe der Zeit mehr als 1000 Songs in allen möglichen Stilen entstanden (Chamber-Pop, 40er Jahre-Swing, Klassik, Musical, Country usw.), und es ist faszinierend, wie sich einerseits die Technik entwickelt hat, aber vor allem auch, wie sich meine Lieder zum Teil inhaltlich verändert haben. Ein spannender Spiegel verschiedener Emotionen aus den letzten Monaten. Ich höre sie oft im Auto und jetzt auch abends gern mal (relativ) laut in meiner Wohnung, und manchmal gibt es dann Gänsehaut-Momente und ich erinnere mich dabei an die konkreten Umstände, wie und warum die Songs entstanden sind.

Damit bin ich wieder am Anfang: Und was kommt jetzt? Ich weiss es noch nicht. Eingewöhnen, Fuss fassen, orientieren. Wichtige Dinge klären, wie die Frage, ob ich mir ein Leben als Rentner in der Schweiz überhaupt leisten kann oder in fünf Jahren nach Deutschland zurückkehren sollte/muss, um im Alter nicht auf Ergänzungsleistungen vom Staat angewiesen zu sein.

Aber eines ist klar: Das ist nicht mein Untergang.

Montag, 29. August 2022

Zwei Jahre später ...

Nachdem Ihr Euch immer mal wieder Sorgen gemacht habt, was aus Rosalie und mir geworden sein mag, möchte ich nun endlich ein Lebenszeichen von mir geben. Vielen Dank, dass Ihr uns nicht vergessen habt! Das Wichtigste zuerst: Es geht uns gut!

Die beunruhigenden Entwicklungen auf der Welt, gewisse Abnutzungserscheinungen beim Schreiben von Posts und auch "Digital Detox" haben dazu geführt, dass ich mich vom Bloggen vor rund zwei Jahren zurückgezogen habe. Nach den vielen Jahren in der Bloggerwelt und unzähligen Posts muss ich gestehen, dass mir nichts gefehlt hat. Ich lese zwar nach wie vor still bei Euch mit, aber mir fehlte der Elan, mich weiterhin aktiv zu beteiligen.

Wo fange ich an? Wir haben die Corona-Zeit gut überstanden, zumindest gesundheitlich. Die vielen Einschränkungen, Verbote und Vorschriften haben uns schon zu schaffen gemacht. Besonders traurig war ich, dass wir die für Oktober 2020 geplante USA-Reise nicht antreten konnten. Einziger Trost: Wir hatten keine finanziellen Verluste durch die Stornierung.

Beruflich hat sich viel verändert und doch ist irgendwie alles gleich. Vom alten Team, über das ich in der Vergangenheit viel geschrieben habe, ist nach der zweiten Re-Org fast niemand mehr übrig, die meisten haben gekündigt (was mich sehr erleichtert hat). Ich schüttle weiterhin täglich den Kopf über viele sinnlose Entscheidungen, aber ich habe es aufgebeben, mich darüber zu ärgern. Da wir uns zumindest im Büro einig und die Querulanten von früher weg sind, macht es das Arbeiten leichter. 

Während ich ein recht ruhiges und geregeltes Arbeitsleben habe, ist es bei Rosalie leider ganz anders. Ihr Arbeitsalltag zehrt an den Nerven und der Substanz. Es ist wie in vielen Büros: Immer weniger Menschen müssen immer mehr Arbeit übernehmen. Unser Garten ist da zum Glück ein schöner Ausgleich: Wir haben im letzten Jahr Tabula Rasa gemacht und im Frühjahr als Erstes mal ein Gewächshaus aufgestellt. Es macht Spass, seine Erdbeeren, Tomaten oder Kohlrabi direkt aus dem Garten holen zu können. Frischer geht es nicht, und hier schmeckt die Tomate auch nach Tomate.

Etwas Erfreuliches: Ende des Jahres werde ich Opa. Ausserdem hat sich mein Sohn verlobt! Ich wusste gar nicht, dass man das überhaupt in der heutigen Zeit noch macht. Aber ich freue mich natürlich für ihn, dass er offenbar seine grosse Liebe gefunden hat.

Ich hoffe, dass mein Papa seinen Urenkel noch erleben wird. Er hat jetzt schweren Herzens sein Auto verkauft, was mich ziemlich erleichtert hat. Im Alltag ist er immer mehr auf Hilfe angewiesen von seiner Frau und braucht einen Rollstuhl, um sich draussen überhaupt noch fortbewegen zu können. Er hadert sehr mit sich, weil er sich nicht eingestehen kann, dass sein Alter und MS sich nun mal nicht aufhalten lassen. Sein Zustand ist derzeit zwar nicht lebensbedrohlich, aber man kennt das ja: Einmal unglücklich stürzen und dann kann es schnell gehen.

Im letzten Oktober mussten wir einen schmerzlichen Verlust hinnehmen. Unser geliebter Kater Makmak, mit dem wir so viel durchgemacht haben (Schilddrüse, Asthma, Diabetes, Lungenentzündung), ist für immer eingeschlafen. Zuletzt hatte er Wasser im Brustraum, vermutlich durch einen Tumor, und konnte kaum noch atmen. Nach zwei Punktionen innerhalb eines Tages mussten wir schweren Herzens den Tierarzt bitten, ihn zu erlösen. Ich hatte vorher Zweifel, ob ich es überhaupt schaffen würde, dabei zu sein, aber im Nachhinein war ich froh, unseren Kater auf dem Weg begleitet zu haben. Seine letzte Ruhe hat er nun in unserem Garten auf dem Katzenfriedhof gefunden. 

Eigentlich wollten wir nun keine jungen Kätzchen mehr zu uns nehmen. Aber wie das Schicksal so will, hat eine Freundin von Rosalie daheim Katzen-Nachwuchs bekommen, und zwei Kitten haben unglaubliche Ähnlichkeit mit unseren verstorbenen Katzen. So haben wir recht spontan Anfang August zwei Schwestern aufgenommen, die jetzt Stimmung in die Bude bringen. Bei uns heissen sie die "Demolition Crew" und nichts im Haus, was durch Klettern oder Springen erreichbar wäre, ist noch sicher vor neugieriger Erkundung.

Es wird also nicht langweilig daheim, aber das ist ja auch gut so. Es gibt immer etwas zu tun am und im alten Haus, und Katzen, Igel, Füchse und Mäuse halten uns auf Trab. 

Sicherlich habe ich das eine oder andere vergessen, aber zumindest wisst Ihr, dass die Geschichte von Rosalie und Herr B. fortgesetzt wird und nun schon bald 10-jähriges Jubiläum feiert.

Donnerstag, 10. September 2020

Von hüpfenden Chipstüten und anderen Schicksalen

Nach längerer Pause mal wieder ein paar Zeilen von mir, damit sich hier keine Spinnweben bilden.

Wer auf dem Lande wohnt, in einem Haus mit Katzen, der sollte keine Angst vor Mäusen haben. In manchen Situationen rechnet man dann aber doch nicht damit und ist überrascht. Rosalie und ich sassen neulich am Gartenteich, ganz ruhig und gemütlich mit einem Bier und einer Chipstüte (passiert selten, aber wir hatten gerade Appetit auf Beides). Die fast leere Tüte stand zwischen unseren beiden Stühlen, als sie plötzlich anfing, sich zu bewegen und Richtung Teich zu hüpfen. Als ich die Tüte von ihrer Flucht abhalten wollte, sprang ein Mäuschen heraus und offenbar direkt ins Wasser. Können Mäuse eigentlich schwimmen? Wir haben sie dann jedenfalls nicht mehr gesehen ...

Seit wir unseren Neuzugang Bibi im Haus haben, bekommen wir öfter mal Geschenke. Leider leben sie hin und wieder noch. Neulich brachte das Kätzchen eine Maus mit hoch, um sie dann direkt im Flur abzulegen - mit dem Erfolg, dass sie sofort flüchtete! Zum Glück waren die meisten Türen zu und ich konnte das Mäuschen nach kurzer Zeit einfangen. Vorsichtig habe ich sie hinaus gebracht und in der Nähe des Carports freigelassen. Was ich übersehen hatte: Einer der Kater hatte mich gesehen und machte sich sofort auf die Jagd. Keine fünf Minuten später war das Mäuschen wieder im Flur! Inzwischen war das arme Tier schon ganz matt und bewegte sich kaum noch, sodass ich keine Mühe hatte, es wieder zu fangen. Diesmal brachte ich es auf die andere Seite des Hauses. Kaum hatte ich es erneut frei gelassen, kam diesmal Henry aus seinem Versteck und verfolgte es. War irgendwie wie im Film "Final Destination" ...

Auch im Schlafzimmer hörten wir vor ein paar Tagen Geräusche, aber es ist fast unmöglich zu bestimmen, wo genau sie herkommen. Und für kleine Tiere gibt es so viele Verstecke im Raum, dass man keine Chance hat, sie aufzuspüren. Am nächsten Tag war dann aber Ruhe und wir hatten die Angelegenheit schon vergessen. Bis ich dann abends Geräusche aus der Küche hörte. Es klang, als würde sich jemand am Alupapier zu schaffen machen, dass ich über ein paar Stücke Hähnchenfleisch auf dem Herd gelegt hatte. Ich schlich Richtung Küche und machte das Licht an. Nach kurzem Suchen sahen mich zwei süsse Knopfaugen an, die zu einem winzigen Mäuschen gehörten, das auf der Arbeitsplatte zwischen ein paar Dosen kauerte!

Der Versuch, es zu fangen, scheiterte kläglich, denn sie verschwand blitzschnell unter dem Kühlschrank. Da wir eine Lebendfalle besitzen, haben wir versucht, sie damit zu fangen. In der ersten Nacht hat sie das Gerät überlistet und einfach das Futter geklaut. Aber am nächsten Tag schnappte die Falle zu. Die Katzen wirkten ziemlich irritiert beim Anblick der Maus hinter Gittern und trauten sich gar nicht recht heran. Aber das Mäuschen selbst litt vermutlich unter Todesangt im Angesicht ihrer schlimmsten Feinde.

Diesmal habe ich es aber geschickter angestellt und den kleinen Besucher im Feld auf der anderen Strassenseite abgesetzt. Und schwupps war die Maus im hohen Gras verschwunden.

Zum Glück scheint es in unserer Ecke keine Ratten zu geben.

 


Freitag, 7. August 2020

Kurztrip

In diesem Jahr ist vieles anders, und so ist es leider auch mit dem Urlaub. Eigentlich wollten wir morgen Richtung Berlin aufbrechen, doch daraus wird nichts. Neben den im Röntgen sichtbaren Gelenkveränderungen in Rosalies Knie ist die vorläufige Diagnose ein Pseudo-Gichtanfall. Dazu sagt die einschlägige Literatur im Internet, dass sie in diesem Alter meist als sekundäre Erkrankung auftritt. Man müsste also die Ursache herausfinden, aber das interessiert den Hausarzt überhaupt nicht. So muss Rosalie nun selbst auf die Suche gehen und wird sich von einem Endokrinologen untersuchen lassen, da die Symptome für eine Nebenschilddrüsenüberfunktion sprechen könnten.

Die Schmerzen sind leider allgegenwärtig und eine Reise nach Berlin wäre momentan undenkbar. Daher werde ich nun am Sonntag allein aufbrechen. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, denn Rosalie kann sich allein daheim kaum selbst versorgen. Aber die Kinder werden da sein, und falls etwas Dringendes zu erledigen wäre, sind auch Nachbarn und Freundinnen verfügbar.

Da Rosalie schon jetzt bis Ende August krank geschrieben und eine deutliche Besserung nicht in Sicht ist, macht es vermutlich keinen Unterschied, ob ich jetzt oder in zwei Wochen fahre. Und da mein Papa nun gerade 80 Jahre alt wurde, kann und möchte ich auch nicht ganz auf einen Besuch verzichten. Und so habe ich den Aufenthalt in Berlin auf ein Minimum verkürzt und werde nächsten Donnerstag schon wieder zurückkommen. Ausserdem macht das Shoppen mit Maske auch nicht wirklich Spass, Daher wird es im Wesentlichen darum gehen, meinen Papa zu sehen und (hoffentlich) meinen Sohn, und daneben noch ein paar Sachen einzukaufen bzw. bereits getätigte Bestellungen mit nach Hause zu holen.

Den Rest der dreiwöchigen Ferien verbringen wir dann daheim. Die Katzen werden sich besonders freuen, und zumindest müssen wir uns vorerst keine Gedanken machen, wer das Inhalieren bei unserem Kater übernimmt. Und wenn das Wetter schön wird, ist halt unser Garten das tägliche Ausflugsziel.



Dienstag, 28. Juli 2020

Neue Sorgen

Erst einmal die gute Nachricht: Dem Katerchen geht es besser. Vieles deutet darauf hin, dass er wirklich unter Asthma leidet und damit wohl bis an sein Lebensende inhalieren muss. Das ist natürlich für Mensch und Tier eine Herausforderung. Aber inzwischen hat er sich ganz gut daran gewöhnt und wir müssen keine Gewalt mehr anwenden. Ich nehme ihn auf den Schoss und Rosalie setzt sanft die Maske auf, bis er fünf Mal eingeatmet hat.

Schwierig wird es nur, wenn wir mal nicht da sind. Wie soll das dann funktionieren? Er hat es nicht so mit fremden Personen, und es ist auch kaum jemandem zuzumuten, diese Prozedur zwei Mal täglich durchzuführen (ausserdem müsste der Kater dann ja auch immer zu Hause sein, wenn es Futter gibt). Dieses Problem haben wir noch nicht gelöst. Aber wir müssen uns etwas einfallen lassen, denn am nächsten Wochenende wollen wir nach Berlin ...

Womit ich beim nächsten Problem bin: Rosalies Knie ist kaputt. Das Röntgenbild zeigt, dass die beiden Knochen quasi aufeinander liegen und kein Knorpel mehr vorhanden ist. Laufen ist derzeit kaum möglich und die Schmerzen machen auch das Liegen zur Qual. Der Facharzt meint, es gäbe keine Alternative zu einem künstlichen Gelenk.

Nun ist eine OP natürlich immer die letzte Option, und vor Oktober wäre sie auch aus medizinischen Gründen gar nicht möglich. Zeit, um nach alternativen Methoden zu schauen, die eine Operation vielleicht noch verhindern könnten.

Das Wichtigste ist jetzt aber, die Schmerzen weg zu bekommen. Der Arzt hat eine ganze Liste an Schmerzmitteln verordnet - da wird einem schon vom Lesen übel. Und man muss sich fragen, was es bringen soll, wenn die Ursache nicht behoben wird? Wenn eine Tür klemmt, bringt es auch nichts, sie ständig zu ölen - sie wird weiter klemmen und quietschen, sobald das Öl getrocknet ist. Und das bis Oktober? Und eine Reise nach Berlin unter diesen Umständen ist natürlich auch alles andere als Erholung.

Die Sorgen gehen uns also nicht aus.