Mittwoch, 23. Mai 2018

Wartungsarm

Wir konnten uns noch nie beklagen, besonders viel Arbeit mit unserem Kater zu haben. Vom ersten Tag an hat er stets seine Toilette benutzt, ganz selten erbrochen, und ausser der Reinigung des Klos war nur das tägliche Spielen von Bedeutung.

Inzwischen, neun Monate später, macht er sein Geschäft draussen und gespielt wird auch nicht mehr. Wir sehen den Herren eigentlich nur, wenn er zum Schlafen nach Hause kommt oder nachts, wenn er sich lautstark beschwert, dass sein Futternapf leer ist. Auch Zecken und anderes Ungeziefer hat er erstaunlicherweise noch nie heim gebracht, obwohl die Gegend dafür ziemlich bekannt ist. Das kann gern so bleiben.

Vom Katzen-Kindergarten sind wir also zum Katzen-Hotel mutiert. Wie auch mit menschlichen Kindern etwas schade, dass die Kuschelzeit damit auch zu Ende ist, aber Freude macht er uns trotzdem, wenn er nach anstrengender Nacht sein Plätzchen auf meinem Bett sucht oder uns begrüsst, wenn wir von der Arbeit nach Hause kommen und ihn damit wecken.

Letztlich geht es ja auch darum, dem Kater ein schönes Leben zu bereiten. Und ich denke, das hat er bei uns, mit wahnsinnig viel Platz zum Toben, Erkunden und Chillen sowie separatem Hauseingang. :) Und wir freuen uns, wenn er am Morgen unbeschadet wieder heim kommt.

Kommentare:

  1. Och, es wird sicher wieder Kuschelzeit geben mit Sir Henry! Aber schön, dass alles so gut klappt!
    caterina + Katzen

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    1. Das hoffe ich auch ... In den ersten Wochen seit dem Freigang liess er sich nachts gar nicht blicken, ging ständig rein und raus. Dann gab es eine kurze Zeit, in der er nachts mal für ein Nickerchen aufs Bett sprang. Momentan ist er in der Nacht stundenlang weg (wir sehen es ja durch die Katzenklappen-App). Aber er wird ja älter und damit vielleicht auch wieder kuscheliger. :)
      Wie viele Katzen gehören denn zu Deinem Haushalt?
      Liebe Grüsse
      Herr B.

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  2. Ich hab' zwei reine Wohnungskatzen (Stadtwohnung, 1. Stock). Einen kohlrabenschwarzen Kater, den Leopold bzw. Poldi, der rund 10 Jahre alt ist und eine Tigerkätzin mit viel Weiß (Schnäuzelchen, Pfoten, Goderl, Bauch....), die schon 14 Jahre alt ist und Mina heißt. (Und dazu einen sehr lieben Ehemann!)
    caterina

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    1. Das sind ja schon gesetzte Herrschaften (ich meine jetzt nicht Deinen Mann ...). Ändert sich das Verhalten mit der Zeit spürbar, werden sie ruhiger? Da Henry jetzt fast immer draussen ist, sobald er munter wird, können wir kaum mehr beurteilen, ob er noch so wild und verspielt ist wie früher.

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  3. Ja, sie werden ruhiger, aber das dauert noch ein bisserl. Und der Kater hat immer noch nicht mitgekriegt, dass er ein gesetzteres Herrschaft ist. :-) (Und mein Mann und ich sind auch schon gesetztere Herrschaften, 65 bzw. 62 Lebensjahre auf dem Buckel....)

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    1. Wenn ich mal schnell überschlage, wird das bei uns auch in etwa so hinkommen in zehn Jahren. :) Ich hoffe, der Herr in Schwarz hält auch so lange durch und bleibt gesund und munter. Soeben hat er wieder das Haus verlassen und seinen ersten Rundgang durch die Nacht begonnen.

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