Dienstag, 12. Februar 2019

Geld ausgeben leicht gemacht

Es ist erstaunlich und erschreckend zugleich, wie einfach es heutzutage ist, Geld auszugeben. Rosalie und ich sind seit einigen Wochen Kunden von Revolut, dem englischen Fintech-Unternehmen, das kostenlos und zu sehr fairen Umrechnungskursen Prepaid-Kreditkarten anbietet. Man überweist also im Voraus Geld auf das dortige Konto und kann mit seinen Karten jederzeit darüber verfügen.

Soweit, so normal. Nun gibt es manchmal Shops im Internet, da ist man sich nicht ganz so sicher, ob und wie der Laden läuft, oder man bestellt vielleicht nur einmal und nie wieder. Hier kommen nun virtuelle Kreditkarten ins Spiel. In der App des o. g. Anbieters kann man mit einem Klick eine Einmal-Karte generieren. Im Shop gibt man dann die Daten der erstellten Karte ein, bezahlt damit, die Karte verfällt und kann nicht missbraucht werden.

Das alles kostet nichts extra und funktioniert tadellos, wie wir gestern getestet haben. Innerhalb von fünf Sekunden war die Karte erstellt, binnen einer Minute im Internet-Shop eingegeben und schwups - bezahlt, samt Bestätigung der Zahlung in der Karten-App. Einfacher und sicherer geht es nicht.

Nachdem ich ein Jahr nach dem ersten USA-Urlaub mal eine Karte wegen Missbrauchs sperren lassen musste und am eigenen Leib spürte, wie leicht es offenbar ist, mit solchen Daten zu betrügen (auch wenn mir zum Glück kein finanzieller Schaden entstanden ist), ist das Verfahren hier deutlich besser und transparenter, zumal ich bei jeder Transaktion sofort in der App informiert werde. Damit habe ich auch bei den physisch vorhandenen Karten sofort die Möglichkeit, bei falschen Buchungen die Karten unmittelbar per Klick zu sperren.

Vielleicht ein kleines Stück mehr Sicherheit in Zeiten, wo der Betrug überall lauert.


Kommentare:

  1. Ich trau dem Zeug irgendwie nicht.
    Nenn mich Old School....´ ;-)

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    1. Das ist okay. Muss man alles nicht haben, aber es erleichtert so Einiges - wenn man sich traut. :-)

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  2. Ich schliesse mich Sylana an, bin mir aber bewusst, dass ich mich früher oder später mit dem Zeugs doch beschäftigen muss... Bis dahin ist vielleicht klar, was sich von den vielen Möglichkeiten wirklich bewährt hat.

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    1. Man muss halt immer vorsichtig sein und darf sich nicht leichtfertig irgend welchen wohl klingenden Angeboten hingeben. Ich hab mich auch lange belesen, bis ich das obige Konto eröffnet habe. Schwarze Schafe gibt es überall, aber um so manche techn. Errungenschaft kommt man früher oder später dann doch nicht herum.

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  3. Das ist eine coole Sache mit den Einmal-Kreditkarten. Ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt.
    Ich vermeide auch wo es geht, meine Kreditkarten-/ Kontodaten direkt anzugeben. Denn wie die Shops diese Daten sichern, weiss nur der jeweilige Admin.... Ich nutze daher schon lange Paypal. Klar, denen muss ich dann vertrauen, aber da habe ich ein deutlich besseres Gefühl als bei einem x-beliebigen kleinen Shop mit eventuell Null IT-Security-Erfahrung.
    Noch besser ist natürlich die Bezahlung per Rechnung.

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    1. Absolut. Das Gute bei Revolut ist, dass es egal ist, in welcher Währung ich zahle. Es gibt keine Gebühren für Fremdwährung, und es wird immmer der aktuelle Interbanken-Kurs ohne Zuschläge für die Umrechnung genutzt. Fairer geht es nicht, und das zeichnet dieses Angebot aus.

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