Dienstag, 19. März 2019

Die lieben Kollegen (56) - Der normale Wahnsinn

Wenn man mal von dem aktuell anstehenden grossen Windows-Update für alle Geräte im Haus absieht, herrscht in meinem Team derzeit relative Ruhe. Mein sprunghafter junger Kollege hat seine Wechsel-Ambitionen begraben und wird uns erhalten bleiben (worüber ich nicht unglücklich bin). Und der Neue?

Ich werde (noch) nicht recht warm mit ihm, wobei ich gar nicht sagen kann, woran genau es liegt. Er ist weder unfreundlich noch faul, allenfalls zu laut. Aber irgendwie finde ich derzeit keinen Draht zu ihm. Ich merke, dass er mich manchmal mit seinen Fragen nervt und muss aufpassen, mir das nicht anmerken zu lassen. Schliesslich bin ich für seine Einarbeitung verantwortlich, und (sinnvolle) Fragen sind natürlich immer erlaubt.

Von der angekündigten Reorg ist bisher nichts zu sehen. Für Anfang April ist eine weitere allgemeine Info-Veranstaltung geplant, vielleicht wird es dann etwas konkreter. Ich denke aber, dass es sein wird wie immer: viel heisse Luft, und am Ende bleibt von den grossen Plänen nicht viel übrig. Und der Rest dauert Jahre.

Dabei hätte ich gar nichts dagegen, wenn es etwas schneller ginge, denn mit meiner derzeitigen Einkommens-Situation bin ich nicht sonderlich zufrieden, und neue Strukturen böten womöglich auch neue Chancen. Momentan ist alles und jeder wie gelähmt, und wenn es so bleibt, rechne ich nicht damit, überhaupt mal ein paar Franken mehr zu verdienen. Die kontinuierliche Lohnanpassung mit dem Dienstalter hier im Hause wurde "pünktlich" mit meinem Eintritt Anfang 2017 abgeschafft.

Nun aber genug gejammert, auf geht es in einen wunderschönen Arbeitstag. Draussen scheint die Sonne und der Kaffee steht auf dem Tisch. Ich sitze im Warmen und hab immerhin noch Gelegenheit, die News zu lesen und das Post online zu stellen. Diesen Luxus hat ja auch nicht jeder. :-)

Kommentare:

  1. Eine neugierige Frage zwischendurch: Woher kommt denn dein neuer Kollege (ich meine aus welchem Kanton, Land etc.)?
    Das mit dem "zu laut" stelle ich mir schwierig vor. Hat er evtl. einen Hörschaden und weiss es (noch) nicht?

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    1. Er stammt aus dem Emmental, also ganz aus der Nähe. Ich glaube, er hat einfach ein lautes Organ und vielleicht ist er es auch nicht gewohnt, in einem Raum mit fünf Personen oder in einem Spital, in dem man nun mal leise sein sollte, zu arbeiten.
      Rosalies Ex ist auch so einer, der unangenehm laut ist, bei ihm aber auch deshalb, weil er immer im Mittelpunkt stehen und bewundert werden möchte. Das denke ich bei dem Kollegen eher nicht.
      Gerade habe ich gelesen, dass am 2. April neue Stellen vorsgestellt werden sollen. Sofern da etwas dabei ist, was mich interessiert, werde ich mich auf jeden Fall mal bewerben. Kostet ja nichts. :-)

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