Dienstag, 16. April 2019

Berlin, Berlin, wir fliegen nach Berlin!

Heute ist es wieder soweit: Stippvisite in Berlin. Mit dem Zug nach Zürich, und von dort mit dem Flugzeug nach Berlin-Tegel. Meine "alte Strecke", die ich aus dem Effeff kenne. Seit der Zeit damals ist Fliegen für mich wie Busfahren geworden.

Gebucht haben wir erneut im selben Hotel wie immer, und die Tische sind in den selben Restaurants reserviert, denn wozu Experimente machen, wenn man weiss, wo es gut ist.

Der einzige Unterschied: Rosalies Tochter wird uns dieses Mal begleiten, und dazu noch deren Freundin. Die Mädels haben es natürlich vor allem aufs Shoppen abgesehen. Ich werde einen Tag für einen Besuch bei meinem Vater nutzen. Und mit meinem Sohn sind wir auch wieder zum Essen verabredet. Auch das Wetter wird herrlich, sodass wir uns auf ein paar schöne und stressfreie Tage in meiner alten Heimat freuen.

Also bis bald, nach den Feiertagen wird es dann im Büro spannend, und ich hoffe, der Termin um 9:30 Uhr am nächsten Dienstag wird ein Erfolg.

Montag, 15. April 2019

Was erlaube Strunz?

Die Technik wird heutzutage besser und besser. Das gilt auch für Übersetzungsprogramme. Skype kann schon simultan in andere Sprachen übersetzen und der Goo*le Home Hub schreibt den Text gleich auf seinem Bildschirm.

Um einem die Arbeit zu erleichtern, meldet sich der Suchriese mit den beiden o in der Mitte auch gern mal auf ausländischen Shopping-Seiten zu Wort und versucht, das Gelesene elegant  ins Deutsche zu übersetzen, und das auch manchmal ungefragt.

Als ich neulich eine eigentlich englische Seite aufrief und den Bestellstatus einsehen wollte, bekam ich das hier zu sehen und musste lachen:



Sehr informativ, oder? Dass mein Paket sich unter Feinden befinden sollte, hat mir dann schon Sorgen gemacht, und wer bitte kam da im Zielland? Ist das jugendfrei??

Zum Glück fand ich den Umschalter zur Originalsprache und war erleichtert:




Freitag, 12. April 2019

Die lieben Kollegen (59) - So viel Heimlichkeit

Es herrscht eine merkwürdige Atmosphäre zurzeit im Team. Seit der Info-Veranstaltung letzte Woche, in der wir alle erfahren haben, dass es uns als Team irgendwann nicht mehr geben wird und aktuell 42 neue Stellen angekündigt wurden, weiss niemand so genau, wer hier was plant.

Gut, ich hab inzwischen Einiges erfahren, allerdings immer nur im Dialog, sodass ich davon ausgehen muss, dass der Rest des Teams es jeweils nicht weiss. Meine Kollegin hat mir neulich ihr Motivationsschreiben zur Überarbeitung anvertraut, der junge Kollege im Team hatte gestern ein Bewerbungsgespräch bei einer externen Firma, mein Chef hat mir mitgeteilt, dass er sich auf eine der neuen Stellen beworben hat, und der jüngst hinzugekommene Kollege, für den die Situation am schlechtesten ist, meinte, er würde seine Suchoption im Internet aufrecht erhalten und schauen, ob er woanders unterkommen kann.

Es wäre also durchaus möglich, dass schon in ein paar Wochen hier nichts mehr so ist, wie es bis gestern war. Was die internen Wechsel betrifft, so gilt zwar, dass der Übergang fliessend sein soll, um kein all zu grosses Loch in das bisherige Team zu reissen. Aber unruhig wird es in jedem Fall. Und sollte es mit meiner neuen Stelle klappen, wäre auch bei mir die Frage zu stellen, wie schnell ich wechseln kann. Das müssen dann die Chefs untereinander ausmachen.

Und so herrscht eine fast greifbare Spannung im Team, wie die Ruhe vor dem Sturm. Wie stark der wird, lässt sich momentan nicht abschätzen. Aber dass er Einiges umwerfen wird, davon kann man ausgehen. Ob ich einer der Urheber sein werde, erfahre ich frühestens ein paar Tage nach Ostern.

Es wird spannend.

Donnerstag, 11. April 2019

Sentimental

Während meiner Kindheit habe ich in einem der bekanntesten Chöre des Landes gesungen. Neben diversen (TV-)Auftritten hatten wir fast jeden Donnerstag auch zwei bis drei Stunden am Nachmittag Rundfunk-Produktionen im Studio.

Viele Aufnahmen aus dieser Zeit finden sich auf alten Schallplatten. Oder auch auf Spo*ify. Mit der Installation von smarten Lautsprechern daheim bietet sich dieser Dienst an, um zu Hause per Sprachbefehl und überall im Haus Musik zu hören.

Das geht am besten, wenn man zuvor Playlists aus seinen Lieblingssongs erstellt hat. Um dies zu tun, muss man fleissig im Angebot stöbern. Und dabei bin ich auch auf diverse dieser Lieder aus alter Zeit gestossen. Im Einzelfall lässt sich nicht sagen, ob ich nun gerade bei der einen oder anderen Aufnahme dabei war, da die Lieder immer mal wieder neu produziert wurden. Aber allein das Anhören und Mitsingen der Musik lässt die alten Bilder und Gefühle aus dieser längst vergangenen Zeit wieder zum Vorschein kommen.

Und dann ist alles wieder da: der Probenraum in der Schule, die Chorleiter, Mitschüler, Busfahrten zum Aufnahmestudio, Auftritte im Fernsehen ...

Es ist spannend, was so ein Schlüsselreiz auslösen kann. Und ich lächle dann und denke gern an die alten Zeiten zurück. Es sind überwiegend schöne Erinnerungen und ich bin froh, dass mich meine Eltern damals an diese Spezialschule geschickt haben, die meine Entwicklung intensiv prägte.

Mittwoch, 10. April 2019

Vorankündigung

Wie bereits hier geschrieben, bewegt sich derzeit beruflich so Einiges. Es gibt diverse neue Stellen, und auch, wenn man sich nicht darauf bewirbt, wird man früher oder später von den Veränderungen eingeholt und findet sich auf einem irgendwie anders gearteten Arbeitsplatz in einem anderen Team wieder.

Unter den aktuell ausgeschriebenen 42 Stellen habe ich drei gefunden, die mir interessant erscheinen. Es handelt sich um ganz verschiedene Bereiche, jeder für sich durchaus reizvoll und mit unterschiedlichen Anforderungen.

Gestern nun erhielt ich die erste Rückmeldung, und die war sehr positiv: Ich wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen, direkt nach Ostern wird es stattfinden. Zugegeben - ein wenig Angst vor der eigenen Courage habe ich schon. Nicht wegen des Gespräches, da mache ich mir keine Sorgen. Aber sollte das tatsächlich klappen, wäre es eine Stelle mit fachlicher und finanzieller Verantwortung, die ich bisher noch nie getragen habe.

Man wächst bekanntlich mit seinen Aufgaben, und das Gehalt wäre auch nicht zu verachten. Ich wäre wirklich blöd und ein Hasenfuss, wenn ich diese Chance nicht ergreifen würde, denn auf so eine Gelegenheit habe ich fast mein ganzes Berufsleben lang gewartet, und sie wird mir vermutlich nicht mehr oft gegeben werden.

Von den anderen beiden Bewerbungen habe ich noch nichts gehört. Eine davon war eigentlich sowieso mehr eine Art "Absicherung" für den Fall, dass ich bei den weiteren Stellen nicht zum Zuge komme. Die dritte ist auf eine andere Art reizvoll, allerdings vermutlich auch nicht so gut bezahlt. Eigentlich läuft also derzeit alles wie erhofft, wobei ein Gespräch natürlich längst keine Garantie dafür ist, die Stelle auch zu bekommen. Nur die Chancen sind gestiegen.


Wird nun also auf meine "alten Tage" doch noch was "Anständiges" aus mir? ;-)